Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Inside the fire

GeschichteDrama, Horror / P18 / Gen
Alpha Beta Enid OC (Own Character) Paul "Jesus" Rovia Rick Grimes
18.04.2020
03.04.2021
11
18.187
9
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
 
18.04.2020 1.769
 
Vier Jahre waren vergangen seit Negan gefallen war.
Ein langer steiniger und blutiger Weg, der so viele Opfer gefordert hatte.
Alexandria war gewachsen, hatte sich baulich vergrößert, ebenso wie Hilltop. Die beiden Städte hatten sich zusammengeschlossen, waren durch das Kanalisationssystem direkt miteinander verbunden worden. Neue Häuser wurden gebaut, neue Einrichtungen öffneten ihre Türen.
Die Walker, sie waren noch immer da. Niemand hatte vergessen, dass sie eine bedrohliche Gefahr waren, für jeden der noch atmeten. Die Menschen hatte gelernt sich ein zu Hause zu schaffen, die Walker ein wenig mehr aus ihrem Leben auszuschließen. Und bisher war es geglückt.

Die Sonne lachte vom Himmel, als würde Jemand von dort oben Grüße schicken, dass es in Ordnung sei glücklich zu sein.
Als Isabella auf die Mauer zu ging und sie davor stehen blieb, hob sie den Blick zu all den Namen, die dort standen. So viele Namen. So viel Verluste.
Wie jeden Tag kam Isabella zu diesem Mahnmal. Doch ihr eigentlicher Weg führte sie ein wenig mehr nach links die Mauer entlang.
Dort wo Ace auf schwarzem Untergrund die weißen Flügel gemalt hatte.
Zu ihren Füßen lag bereits ein Gänseblümchen. Finn kam ebenfalls jeden Tag her und legte sie nieder.
Sie hatten alle mit ihren Verlusten zu kämpfen.
Auf dem Arm hielt Isabella ihre Tochter, die zwischen den kleinen Fingern zwei Blümchen hielt.  
„Magst du sie hin legen?“, fragte sie Emy.
Die Dreijährige nickte, sah auf den Boden, als Isabella dorthin deutete: „Schau, Finn war heute auch schon hier.“
„Allein?“, fragte das Kind, während Isabella sie vom Arm ließ.
„Ich denke schon.“
Die blonden Haare des Mädchens glänzten in der Sonne. Langsam stapfte sie den Meter zur Wand, legte die Blumen auf das Gras und sah zu ihrer Mutter.
Als ein Schmetterling die Aufmerksamkeit des Kindes erregt hatte, begann Emy zu lachen und rannte ihm hinterher.
Isabella drehte sich nach ihr um: „Nicht so weit, Emy.“
Sie wand den Blick wieder zur Mauer, starrte auf die gezeichneten Flügel und fuhr mit den Fingern sanft darüber.
Vier Jahre.
Der Verlust war, damals wie heute nicht zu beschreiben.
Sie fand bis heute keine Worte für diese Art des Schmerzes. Daryl hatte Emy nie kennengelernt, hatte Finn nicht größer werden sehen.
Al war damals die Person, die sie wieder zurück ins Leben geholt hatte nachdem Daryl starb. Isabella hatte sich gefühlt, als wäre sie mit ihm gestorben. Sie war schwanger, hatte die Verantwortung für Finn und den Ehemann verloren.
Al hatte damals beschlossen bei Isabella und Finn einzuziehen. Er wollte sie nicht aus den Augen lassen, wollte sich mit um Finn kümmern und um das Baby, wenn es dann da wäre. Sicher nicht zuletzt, weil Daryl ihn darum gebeten hatte bevor alles eine Wendung nahm an der auch Al heute noch zu knabbern hatte. Sein bester Freund war tot. Gefallen in einem Krieg, der niemals hätte beginnen dürfen.
Nachdem Emy geboren war, fiel Isabella erneut in ein tiefes Loch und es war Al, der sie dort heraus zog, sich um die Kinder kümmerte. Bis heute. Al war nicht ausgezogen, denn Finn und Emy waren ihm ans Herz gewachsen. Es war mehr, als die Bitte eines toten Freundes. Er liebte diese Kinder. Auch, wenn es nicht Seine waren. Finn hatte er größer werden sehen und Emy zog er mit groß.
Isabella und Al waren ein eingespieltes Team.
Doch Daryl war fort. Ohne Al, würde Isabella noch heute in diesem Verlust ertrinken.
Jene drehte sich kurz zu ihrer Tochter, die noch immer versuchte den Schmetterling zu fangen. Sie lachte und hüpfte durch das Gras, hatte keine Ahnung warum ihre Mutter tagtäglich hier stand und eine Wand anstarrte. Für das kleine Mädchen war Al ihr Vater. Vom Tag ihrer Geburt, bis heute war Al an ihrer Seite gewesen, hatte sie mit aufgezogen. Und ob Blut oder nicht, Emy sah Al als ihren Vater.
Isabella huschte ein Lächeln über die Lippen, als sie Emy zusah. Den Dickkopf und das verschmitzte Lächeln hatte das Kind definitiv von Daryl.
Sie drehte sich wieder zur Wand, streifte ein letztes Mal die Flügel und verließ den Platz.
Auf dem Weg nach Hause kam ihr Rick entgegen.
„Na, ihr beiden?“
„Na, du allein.“; gab Isabella zurück.
„Bist du nicht im Büro?“
„Du wirst alt, Rick.“, lachte sie. „Al kommt erst heute Mittag zurück.“
„Oh.“, er lachte verlegen. „Stimmt.“, er lächelte Emy an, die an ihrem Kleid zupfte.
„Ging es denn die Tage?“, erkundigte sich Rick.
„Ja. Alles OK.“
War Al in Hilltop, um mit den anderen Ingenieuren zu arbeiten, war er meistens ein paar Tage weg. Doch dieses Mal hatte ein größeres Programm stattgefunden und er war fast eine Woche fort. Seit Daryl´s Tod, war Isabella nicht mehr so lange allein gewesen. Doch sie konnte sich auf Carol, Rick und Ace verlassen, die ab und an nach ihr sahen.
Für Isabella waren sie Gold wert. Sie waren eine Familie.
„Mummy.“, Emy zog an Isabella´s Leggins.
Isabella sah mit einem Lächeln zu Rick: „Sie ist genauso ungeduldig, wie Daryl es war..“


Als das Tor am Mittag geöffnet wurde warteten Isabella und Emy bereits auf Al.
Zwei Wagen fuhren ins Innere. Einer mehr als ursprünglich los gefahren war.
Isabella hielt das Mädchen an der Hand und wartete bis beide Fahrzeuge abgestellt hatten, bevor sie los ließ.
„Na los, Schatz.“, sagte sie lächelnd und sah dabei zu, wie Emy auf die Autos zu ging.
Al sah sie bereits aus dem Beifahrerfenster und lächelte: „Oh, mein kleines Mädchen..“
„Daddy!“, Emy rannte auf Al zu, der ausgestiegen war. Sie sprang ihm in die Arme, als er in die Hocke ging.
„Hallo Mäuschen.“, er gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Oh, du hast mir gefehlt.“
Isabella lächelte, als sie die beiden sah.
„Lass mich dich ansehen, Emy.“, er nahm sie auf den Arm und stellte mit übertriebener Euphorie fest: „Du bist ja gewachsen!“
Sie schüttete den Kopf: „Nein, immer noch klein.“
Mit dem Kind auf dem Arm lief er zu Isabella: „Hey Pussycat.“, er gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Alles gut?“
Sie nickte: „Und bei dir?“, ihr Blick ging zu den beiden Fahrzeugen, was Al nicht entgangen war.
„War anstrengend. Hat nicht alles so geklappt, wie wir uns das vorgestellt hatten. Sie Solarzellen für die Fahrzeuge waren auch noch beschädigt.“, er drehte sich zu den Wagen. „Wir haben ein paar neue Bewohner.“
Isabella musterte die Ersten, die ausstiegen.
„Sie sind aus Hilltop, haben da länger gelebt.“
„Und was wollen sie dann hier?“
Al grinste Isabella an: „Wie immer skeptisch gegenüber neuen Dingen, Pussycat?“
Sie atmete hörbar ein und leckte sich über die Lippen.
„Soll ich sie dir vorstellen?“
Sie nickte und trat mit Al zu den Fahrzeugen.
„So.“, er richtete die Worte an die drei Neuankömmlinge. „Das sind Gabriel, Liam und Davis.“
Gabriel war der Erste, der Isabella die Hand entgegenstreckte: „Freut mich sehr.“
Sie ergriff seine Hand: „Hallo.“
Emy legte den Kopf an Al´s Schulter, als die Augen schwerer wurden.
„Gabriel ist als Pfarrer in Hilltop tätig gewesen und würde das Selbe gern hier machen.“, merkte Al an und Gabriel nickte eifrig.
„Liam ist Automechaniker und Davis kennt sich gut mit der Wassertechnik aus..“
Isabella hatte nicht mehr wahrgenommen, was Al über den Beruf vom letzten Neuankömmling sagte.
Ihr Blick haftete auf Liam, als sie wiederholte: „Automechaniker..“
Jener nickte und hielt ihr die Hand entgegen: „Ist mehr so als Hobby gestartet. Aber freut mich, dass ich hier sein darf.“
Isabella ergriff seine Hand nicht und Al presste die Lippen aufeinander, als er verstand.
Sie nahm ihm Emy vom Arm, die bereits weg genickt war: „Ich gehe schon mal nach Hause.“
Ohne sich weiter zu verabschieden trat Isabella den Gehweg entlang und verschwand um die Ecke.
Al, der ihr nachgesehen hatte drehte sich zu den Dreien: „Sorry, es.. ist kompliziert. Ihr verstorbener Mann war im normalen Leben auch Automechaniker.“
Gabriel nickte: „Ich hörte es bereits. Ich bin kurz nachdem es passiert war, nach Hilltop gekommen.“, er schenkte Al ein Lächeln. „Aber eine nette Familie haben Sie da.“
Ja..“, er lachte verlegen und rieb sich den Hinterkopf: „Aber ich lebe in Sünde, Pater.“


Isabella hatte Emy ins Bett gebracht und nach Finn gesehen, bevor sie in die Küche trat, um Al etwas zu essen machen.
Automechaniker. Dass sie dieses Wort so aus der Bahn warf, hätte sie nicht erwartet.
Das Walkie - Talkie auf dem Tisch meldete sich, mit einem leisen Piep Ton.
Isabella griff danach: „Ja?
„Ist Al wieder da?“
„Ja.“
„Wie sieht´s aus? Heute Nacht?“
Nicht nur Al lebte in Sünde. Aber sie tat es auf eine andere Art.
Am anderen Walkie - Talkie befand sich Oscar. Jener, der ihr das Kämpfen mit dem Schwert beigebracht hatte, welches am Tag über dem Kamin hing, doch in der Nacht zur Waffe wurde.
„Ich weiß noch nicht ob er was vor hat.“, sagte sie. „Vielleicht ist er bei Claire.“
„Gib mir Bescheid.“
Isabella legte das Gerät wieder auf den Tisch.
Wenn sie mit Oscar nach draußen ging, vor die schützenden Mauern war das pures Training. Wenn sie mit diesem Schwert ihre Familie beschützen wollte, brauchte sie die Technik und das Know How. Sie hatte es vor langer Zeit bereits gelernt und sie war gut darin. Doch jeder Walker den sie tötete war eine kleine Rache für den Verlust ihres Mannes. Das war es wirklich, was sie brauchte aber niemals aussprechen würde.
Al´s Al das Haus betrat, riss er sie aus den Plänen für die Nacht.
„Sorry, Pussycat.“, er atmete hörbar aus. „Alles OK?“
„Mir tut es leid. Das war nicht in Ordnung den Neuen gegenüber einfach zu gehen.“
„Schon gut.“, er sah zur Treppe. „Schlafen jetzt beide?“
Isabella nickte: „Finn hat ein wenig Fieber..“
„Ich sehe nach ihm.“
Al wollte bereits die Treppen nach oben gehen, als sie fragte: „Hast du heute ein Date ausgemacht?“
Er blieb stehen, trat eine Stufe zurück: „Das sind keine Dates. Das ist Casual Sex.“, grinste er. „Aber nein, ich hatte nichts mit Claire ausgemacht.“
Er sah es ihr bereits an und fragte: „Willst du mit Oscar raus?“
Al hielt nicht viel von ihren nächtlichen Aktivitäten. Sie war Mutter von zwei Kindern und in seinen Augen war er einfach nur ein Verrückter, der sich seine Waffen auch noch selbst schmiedete. Aber Al verstand, dass Isabella es brauchte. Und so durchgeknallt Oscar auch war, war Al froh, dass er ein Auge auf sie hatte solange sie sich außerhalb der Mauern aufhielten.
Isabella nickte: „Wir würden nicht lange machen. Ich muss morgen wieder zur Arbeit.“
Er zwinkerte ihr zu: „Alles klar, Alexandria One.“
Isabella wartete bis Al im oberen Stockwerk verschwunden war, bevor sie nach dem Walkie – Talkie griff und den Knopf drückte.
„Mitternacht?“
Es dauerte eine Weile bis Oscar ihr antwortete: „Geht klar.“
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast