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Ich will doch nur dein Freund sein!

OneshotThriller, Liebesgeschichte / P16
Hisoka
17.04.2020
17.04.2020
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Genervt öffnest du Briefkasten und dir fallen unzählige Rosen entgegen.

'Nicht schon wieder', denkst du, als du auf den Boden siehst und die teilweise geknickten Rosen betrachtest.

»Wann hört das endlich auf?«, fragst du laut und nimmst deine Post aus dem Briefkasten.  

Du schließt diesen und drehst dich wieder um, dabei treffen deine (A/F) Augen auf die bernsteinfarbene Augen, die deinen nervigen Nachbar gehören.

»Guten Tag, Frau (N/N)«, begrüßt dich Hisoka und du betest innerlich, dass er deine Worte von eben nicht gehört hatte.

Du weißt, dass das die Rosen von ihm kommen, denn er ist derjenige, der ständig dir Geschenke macht, mit dir reden will und ständig da auftaucht, wo du bist.

»Ebenfalls, Mr. Morow.« Du setzt dich in Bewegung und läufst an ihm vorbei, oder willst es zumindest tun, aber bevor du das schaffen kannst, hält dich der Rothaarige am Oberarm fest.

»Weißt du, (D/N). Ich gebe mir soviel Mühe, um dir eine Freude zu bereiten und so dankst du es mir? Ich will mich doch nur erkenntlich bei dir zeigen, weil du mir das Leben gerettet hast. Du hast mich zur Seite geschubst, als mich fast das Auto überfahren hätte«, sagt Hisoka, der seinen Griff etwas verstärkt.

»Hisoka. Du tust mir weh und außerdem habe ich dir gesagt, dass ein 'Danke' vollkommen gereicht hat. Ich will deine Geschenke nicht«, erklärst du ihm und reißt dich von ihm los, bevor du davon stürmst.

•••

»Schätzchen. Vielleicht ist es an der Zeit, dass du dir ein Freund suchst. Du gehst langsam auch auf die 30 zu und ich will noch meine Enkelkinder kennen lernen«, sagt deine Mom.

Du setzt dich auf einen Stuhl hin und nimmst den Deckel von deinen Karamell Eis ab.

»Mom, ganz schlechtes Thema. Ich habe ganz andere Sorgen, die mir zu schaffen machen«, sagst du und tauchst dein Löffel in das Eis.

»Ist etwas vorgefallen?«, fragt sie dich, woraufhin du inne hältst. Natürlich hast du ihr nicht gesagt, dass dein Nachbar dich ständig nervt, weil du ihn gerettet hast.

Aber das scheint nur ein Teil der Wahrheit zu sein, zumindest glaubst du das. Hisoka sagt zwar immer, dass er sich bloß bei dir erkenntlich zeigen will, aber du glaubst das nicht.

Du hast nichts du trotz ein viel zu gutes Herz, weshalb du noch nicht zur Polizei gegangen bist. Du willst nicht, dass er Ärger bekommt. Nur, weil er nicht weiß, wann Schluss ist.

Du bist der Meinung, dass er es irgendwann von alleine verstehen würde.

»Weißt du, Spätzchen. Ich habe ein Mann kennen gelernt, der in deinen Alter ist und er würde dich echt gerne kennen lernen«, erzählt deine Mom fröhlich.

Abrupt verkrampfst du dich und lässt deinen Löffel los. »Mom. Ich fühle mich nicht so gut, lass uns nochmal die Tage telefonieren, ja? Ich will mich hinlegen«, sagst du und legst, ohne auf eine Antwort zu warten auf.

Dein Handy legst du auf den Tisch ab und stehst von den Stuhl auf, um die Küche zu verlassen.

Warum musste deine Mom ausgerechnet jetzt mit diesem Thema anfangen?

Du steuerst dein Badezimmer an und läufst geradewegs auf die Badewanne zu. Du musst dich ein wenig entspannen, im so auf andere Gedanken zu kommen.

Der Rothaarige schwirrt nämlich viel zu viel nach deinen Geschmack in deinen Gedanken herum.  

Aber wie konnte es auch anders sein? Immerhin lässt er dich nicht in Ruhe.

Du seufzst und steckst den Stöpsel in die Badewanne, bevor du das Wasser anstellst und dich umdreht, damit du nochmal das Badezimmer verlassen kannst.

Du musst noch das Eis wegräumen, was du nicht mal angerührt hast und dir anziehsachen aus dem Schlafzimmer holen.

•••

Durch einen Knall wirst du wach und  bemerkst, dass du wohl in der Badewanne eingeschlafen sein musst.

Was war das?

Langsam erhebst du dich und steigst aus der Badewanne. Du schnappst dir nebenbei deinen Bademantel, der auf den Toiletten liegt und ziehst diesen schnell an.

Auf leisen Sohlen verlässt du das Badezimmer und siehst dich im Wohnzimmer um, aber dir fällt nichts auf, was runtergefallen sein könnte.

Also, läufst du in die Küche und entdeckst einen Kuchen, der auf deinen Esstisch steht.

Sofort läuft du auf deinen Tisch zu, aber nicht, um den Kuchen zu betrachten, sondern um dein Handy in die Hand zu nehmen.

Gerade, als du dein Display versuchst zu entsperren, merkst du, dass das Passwort nicht erkannt wird.

Egal, wie oft du versuchst, dein Passwort eingibst, wird dir immer wieder angezeigt, dass das Passwort falsch sei.

Frustriert legst du dein Handy auf den Tisch zurück. Das konnte doch nicht wahr sein! Das Passwort war nicht falsch!

Dein Blick wandert zu den Kuchen und du nimmst diesen an dich und läufst zum Mülleimer hin, um diesen zu entsorgen.

Als du das erledigt hast, hörst du etwas Poltern, was diesmal anscheinend aus der Richtung deines Schlafzimmers kommt.

Unsicher, was du tun sollst, läuft du in die Richtung deines Schlafzimmers. Davor bleibst du stehen und legst deine Hand auf die Türklinke.

»Nana, wer wird denn da so Neugierig sein?«, hörst du Hisoka sagen, der anscheinend hinter dir steht.

Langsam drehst du dich um und siehst ihn an, der dich angrinst. Es ist kein nettes Grinsen. Nein, im Gegenteil.  Es wirkt krank und irgendwie gruselig.

»Wie bist du hier rein geko-«, willst du fragen, aber der rothaarige leckt dir ein Finger auf die Lippen und bringt dich so zum Schweigen.

»Du bist wirklich undankbar, (D/N).« Er streicht dir mit seiner anderen Hand eine (H/F) Haarsträhne hinter das Ohr und lächelt dich an.

Du funkelst den Rothaarigen wütend an, der sich unerlaubt zutritt in deine Wohnung verschafft hat und umschließt sein Handgelenk, damit du seinen Finger von deinen Lippen entfernen kannst.

»Ich will deine Geschenke nicht und auch nicht, dass du ständig meine nä-« versuchst du zu sagen, aber diesen Moment spürst du seine Lippen auf deine.

Erschrocken reißt du deine (A/F) Auge  auf und schubst ihn von dir weg, bevor du ausholst, aber er fängt deine Hand gekonnt ab.

Seine bernsteinfarbene Augen bohren sich quasi in deine und er übt mehr Druck aus, woraufhin du schmerzvoll aufstöhnst.

»Alles, was ich wirklich wollte ist, dass ich dein Freund sein wollte! Aber du hast mich abgelehnt. Jedesmal, egal, was ich  für dich getan habe! Ich wusste nicht warum, bis ich dich mit diesem Kerl gesehen habe «, knurrt er wütend.

Welchen Kerl meint er? Ein ungutes Gefühl macht sich in deinen Bauch breit und du versuchst dich loszureißen, was der Rothaarige, aber nicht zulässt.

»Willst du wissen, was sich in deinen Schlafzimmer befindet?«, fragt Hisoka und fängt wieder an zu grinsen.

»Welchen Kerl meinst du und was ist in meinem Schlafzimmer?«, bohrst du nach.

In seinen bernsteinfarbenen Augen blitzt etwas auf, dass du nicht wirklich deuten kannst und ehe du dich versiehst, lässt er dich los, bevor er dich unsanft umdreht.

Hisoka streckt seine Hand aus und öffnet deine Schlafzimmertür.

Du hast aus Angst vorher deine Auge geschlossen und weigerst dich diese zu öffnen.

»Öffne deine wunderschönen (A/F) Augen für mich, (D/N). Ich will, dass du siehst, was in deinen Bett liegt«, wispert dir der Rothaarige Teufel ins Ohr.

Du verkrampfst dich automatisch und schüttelst deinen Kopf. Du hast viel zu große Angst und willst es nicht sehen. Egal, was dort liegt.

»Öffne sie, oder ich werde dir weh tun müssen und das will ich wirklich nicht.«

Du machst keine Anstalt, seinen Befehl nachzukommen und hoffst, dass du die Schmerzen, die er dir antun würde, ertragen würdest.

»(D/N)....«, hörst du eine gequälte Stimme, die du nur zu gut kennst. Abrupt reißt du deine Augen auf und siehst zu deinen Bett, wo Shalnark liegt blutbesudelt.

»Shalnark!«, rufst du entsetzt und willst du den Blondhaarigen rennen, aber Hisoka hält dich am Oberarm fest.

»Für ihn kommt jede Hilfe zu spät. Ich dachte eigentlich, dass er schon bereits tot ist, aber anscheinend ist er noch nicht ganz am Ende«, gibt Hisoka von sich, der leise hinter dir lacht.

Du beißt dir auf die Unterlippe und fängst an zu weinen. Er muss dich mit deinen Ex gesehen haben, der dich vor einigen Tagen um eine zweite Chance gebeten hat.

»Es tut mir so leid, Shalnark.« Du schluchzst und versuchst dich immer wieder loszureißen, ohne erfolg.

»Bitte, Hisoka. Bitte, lass mich ihm helfen«, flehst du ihn weinerlich an.

»Du willst ihm helfen? Keine Sorge. Ich werde ihm helfen und dafür sorgen, dass du ihn vergisst«, sagt Hisoka und im selben Moment fliegt eine Karte auf den Blondhaarigen zu, die ihm am Hals trifft.

Du beobachtest Shalnark dabei, wie er ein Gurgelgeräusch von sich gibt und schlussendlich aufhört zu atmen.

Es ist deine Schuld, weil du nichts getan hast und Hisoka einfach machen lassen hast.

»Nein!«, schreist du und merkst, wie deine Beine drohen nachzugeben. Aber, bevor du Bekanntschaft mit den Boden machen kannst, hat Hisoka schon ein Arm um deinen Bauch geschlungen und hält dich fest.

»Jetzt steht uns niemand mehr im Weg, meine Liebe.« Hisoka hebt dich im Brautstyle hoch und kurz darauf spürst du seine Lippen auf deine.

Du beißt ihm in die Unterlippe, woraufhin er sich lachend von dir löst. »Du wirst mir mit der Zeit verzeihen, (D/N). Wir sollten langsam unsere Sachen packen. Immerhin wartet unser neues Zuhause auf uns«, teilt dir Hisoka mit und leckt sich das Blut von der Lippe.

»Nein, du bist krank! Ich werde dir nie verzeihen und du wirst auch nie mein Freund sein. Merk dir das gut!«, widersprichst du ihm, aber bekommst im nächsten Moment seine Faust ins Gesicht.

Du stöhnst schmerzvoll auf und spuckst ihm dein Blut ins Gesicht. Dir ist schlecht und du siehst Sterne vor deinen Augen tanzen.

Langsam, aber sicher verlierst du dein Bewusstsein, aber vorher murmelst du noch ein 'Ich hasse dich, Hisoka.'
 
 
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