Matter of Time

GeschichteDrama, Romanze / P16
Anthony "Tony" DiNozzo Ari Haswari Caitlin "Kate" Todd Dr.Donald "Ducky" Mallard Jennifer Shepard Leroy "Jethro" Gibbs
17.04.2020
03.07.2020
9
22.006
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30.06.2020 3.191
 
Kapitel 7

Hallo, es hat ein wenig länger gedauert, habe jetzt doch wieder mehr zu tun die kommenden Wochen; doch auch nachdem hier sehr wenig Feedback kommt - ich aber dennoch sehr viele private Nachritten kriege wann es denn weitergeht, habe ich mich dazu entschieden hier doch wieder zu posten. Feedback ist ja doch sehr wichtig für jeden AutorIn und dauernd Nachrichten zu lesen "Wann geht es weiter?" aber keine Reviews schreiben, finde ich persönlich halt ziemlich doof.Wie auch immer, ich hoffe es gefällt euch!

***

Jethro ließ diese Worte erst auf sich wirken, bevor er überhaupt diese Botschaft verstand. Schwanger. Mit großen Augen sah er sie an und schluckte schwer. Schweigend saß sie in ihren Stuhl und starrte auf die Papiere vor sich. Sie fühlte sich wie erstarrt, selbst Gibbs und Ducky konnten nicht mehr deuten was in ihr vorging. Kein Wort verließ ihre Lippen und das schon seit guten zwanzig Minuten. Sollten sie etwas tun?

„Jen...", sagte Gibbs leise und passierte den Schreibtisch der rothaarigen. „Jenny.", wiederholte er ihren Namen etwas lauter und stoppte neben ihrem Stuhl.

„Ich habe euch beiden einen Termin im Krankenhaus gemacht, ein sehr kompetenter Kollege wird euch empfangen und sich um dich kümmern.", erklärte Dr. Mallard und musterte Jen gründlich. „Er erwartet euch bereits."

Sie drehte ihren Kopf zu ihm, sah direkt in sein Gesicht und schluckte schwer. Ihre Augen waren noch immer ein wenig gerötet und ihre Haut blass. Der Pathologe wusste eben wie sehr sich Jen gewünscht hätte, dass es nicht so war und dennoch war er sich sicher, dass sie eine ganz besondere Mutter für ihr Baby werden würde. So schwer es auch war, sie musste da durch.

***

Eine quälende Stille lag in dem dunklen Raum. Ihr Herz schlug ziemlich schnell und ihre Aufregung konnte man deutlich sehen. Mit den Händen über ihrem Bauch verschränkt lag sie auf dem Behandlungsstuhl, starrte zur Decke hinauf und konnte spüren wie Jethro ihr zärtlich – mit seinem Daumen – über ihre Stirn streichelte. Wirklich beruhigend war es nicht, dachte sie und schloss ihre Augen.

„Hier haben wir es.", sagte der Mediziner und sah die rothaarige und den Silberfuchs an. „Sind Sie bereit?", fragte Dr. Connor und griff zu dem bewegbaren Bildschirm.

Jenny öffnete langsam ihre Augen, hob den Kopf etwas an und warf einen unruhigen Blick zu Jethro. Dieser nickte ihr ermutigend zu und in seinen Augen erkannte sie die Vorfreude den kleinen Fötus sehen und sein kleines Herz schlagen hören zu dürfen. Sie nickte auf die Frage des Arztes und betrachtete den Bildschirm mit großen Augen.

Zu sehen war ein kleiner schwarzer Punkt, welcher aussah wie ein Gummibärchen. Von allen Dingen, die man hier als ausgebildeter Arzt erkennen konnte, war es der Kopf, welcher am größten zu sehen war; alles andere waren lediglich Umrisse. Ihr Baby! Ihre Augen strahlten, fingen an zu glänzen als sie das kleine Wesen erkannte und als sie plötzlich das Herz schlagen hören durfte war es komplett um sie geschehen. Ihr Herz wurde so warm und sie empfand ein unglaubliches Gefühl von purer Liebe.

„Ihr Baby, ein Produkt Ihrer Liebe."

Voller Faszination starrte Jennifer Shepard auf den Bildschirm und lauschte den wundervollen klängen, dem Herzschlag ihres Kindes. Niemals hätte sie gedacht für etwas oder jemanden solch starke Gefühle zu entwickeln, obwohl man dieses etwas noch nicht einmal kannte.

„Es sieht alles gut aus, dem Baby geht es gut.", sagte er und lächelte beide an.

„Und warum geht es mir dann so schlecht?", fragte Jenny leise murmelnd und legte den Kopf wieder zurück auf den Polster. „Ich habe das Gefühl ich verbringe 90 Prozent meines Tages im Badezimmer."

Ihr Arzt nickte, „Übelkeit in den ersten Wochen beziehungsweise Monaten ist völlig normal und unbedenklich, trotzdem aber komme ich nicht drumherum; auch von Ihrer ziemlich ausgeprägten Übelkeit mit dem Erbrechen; eine Hyperemesis gravidarum nicht auszuschließen."

Fragende Blicke kamen dem Mann entgegen, nicht unverständlich, immerhin warf er mit Fachbegriffen einfach um sich.

„Es ist eine ausgeprägte, unstillbare Form der Schwangerschaftsübelkeit welches zur Folge hat das die werdenden Mütter über den Tag verteilt und auch oft bis in die Nacht sich regelmäßig übergeben müssen, auch wenn der Magen bereits leer ist.", klärte er beide auf und legte sein Untersuchungsmaterial beiseite.

„Und das bedeutet was?"

„In der Regel sollte es bis zum Ende der 14. Schwangerschaftswoche abklingen, kann aber natürlich in den einigen Fällen bis zur 20. Schwangerschaftswoche anhalten. In den wirklich seltensten Fällen leidet auch die ein oder andere Frau bis zur Geburt daran."

Es war nicht gerade die Antwort, welche sich Jennifer erhofft hatte, doch es musste auch nicht gleich bedeuten, dass sie eine dieser seltenen Frauen ist, vielleicht hatte sie ja doch ein wenig Glück und würde nur bis zur 14. Woche damit gequält werden. Die Hoffnung starb zuletzt, hörte sie in ihrem tiefsten inneren.

„Ich bezweifle, das sie eine dieser Frauen sind, natürlich ist es ernst zu nehmen, dass Sie an diesem Symptom so stark leiden, doch ich würde das gerne bis zur 14. Schwangerschaftswoche beobachten bevor wir mit einer Therapie beginnen, um die Übelkeit zu kontrollieren."

Nickend stimmte Jen ihm zu.

„Blut nehme ich Ihnen keines mehr ab, dies hat Dr. Mallard ja eh schon erledigt. Die Untersuchung wäre soweit fertig, die Bilder bekommen Sie mit und der nächste Ultraschall findet zwischen der 18. und 22. Schwangerschaftswoche statt und die letzte zwischen der 30. und 34. Woche.", sagte der Mann und druckte die Bilder aus. „Beobachten Sie die Übelkeit und sollte sich dies nicht verbessern, sondern gleich bleiben oder gar verschlechtern, rufen Sie mich umgehend an, dann müssen wir handeln.", erklärte er und notierte seine private Telefonnummer auf der Visitenkarte.

Als der Facharzt die Bilder an den Chefermittler reichte, sich von Jen sowie Gibbs verabschiedete und den Raum verließ, reichte Jethro der rothaarigen ihre Kleidung.

„Hey.", sagte er leise als Jen fertig angezogen an ihm vorbei zur Tür ging. Er stoppte sie, indem er sanft ihren Arm streichelte und wortlos die Ultraschallbilder vor ihre Nase hielt. „Ich fahre dich nach Hause, okay?"

Wortlos stimmte sie dem zu. Noch nie hatte sich Jen so sehr auf ihr Bett gefreut, wie zu dem jetzigen Zeitpunkt. Ihr tat alles Erdenkliche weh, sie war hundemüde und wollte am liebsten bis morgen Früh durchschlafen. Ob sie dies schaffen würde?

***

„Was soll ich denn jetzt tun? Sie ist schwanger, Ducky..."

Seufzend lief er in der Küche auf und ab, überlegte angestrengt wie es nun weitergehen sollte, doch er fand keine zufriedenstellende Antwort. Wie denn auch, wenn es erst vor wenigen Stunden noch hieß mögliche Schwangerschaft und jetzt wuchs die Verantwortung in ihrem Körper heran.

„Das kann ich dir nicht beantworten, Jethro."

„Ich liebe sie, ich liebe sie aufrichtig aber..."

„Und warum belügst du sie andauernd? Du bist verheiratet, du lügst ihr das Blaue vom Himmel hinunter und gehst täglich nach Hause zu Stephanie?"

Er schüttelte seinen Kopf, „So ist es nicht. Natürlich, als Jen wieder zurück zum NCIS kam vor drei Monaten war ich mit Stephanie noch immer verheiratet; aber unsere Scheidung war schon längst am Laufen. Sie wohnte noch für eine kurze Zeit bei mir und ich trug auch meinen Ehering noch."

„Genauso wie bei der Beerdigung von Caitlin."

„Nein."

„Wie kam der Ring dann in das Bett?"

Jethro rollte seine Augen. „Ich trug den Anzug beim Aufeinandertreffen mit unseren Anwälten und habe meinen Ehering; warum auch immer, in meine Hosentasche gesteckt. Ich vergaß, dass ich den Ring dort drinnen hatte und er musste mir einfach aus der Hosentasche gerutscht sein."

„Und was war damals in Paris?"

„Ich war mit Stephanie in einer Beziehung, wir wollten heiraten und dann kam uns der langjährige Einsatz in Europa dazwischen und wir verschoben die Hochzeit. Jen und ich hatten, wie du weißt eng zusammengearbeitet und mit der Zeit entwickelte sich da etwas. Sie war so wunderschön, eifrig und eine der besten Agents mit denen ich jemals arbeitete. Ich habe mich unsterblich in sie verliebt, auch wenn ich mich anfangs strickt dagegen wehrte wegen Stephanie und ich bereue jeden einzelnen Tag, dass ich sie damals einfach gehen ließ."

Es wurde ruhig um beide Männer. Ducky war sichtlich erleichtert wie aufrichtig Jethro war, jetzt müsste er nur noch Jennifer dasselbe erklären; insofern es nicht schon längst zu spät war.

„Ist es wahr?", hörten beide die leise Stimme der rothaarigen.

Schnell drehte sich Jethro zur Küchentür und entdeckte die Frau, welche sein Kind in sich trug, ermüdet am Türstock lehnen. Ihr Blick sprach Bände.

„Jedes einzelne Wort, Jen."

„Warum nicht gleich? Warum muss ich erst, nach Monaten, in denen du mich wie den letzten Dreck behandelt, hattest auch noch schwanger werden, damit du ehrlich zu mir bist?"

„Weil ich ein Idiot bin und deine Liebe und dein Vertrauen nicht verdient habe.", sagte er bedrückt und ging näher auf sie zu.

„Wird auch Zeit das du endlich einsiehst, was für ein Idiot du warst.", murmelte Jen leise und musterte ihn.

Ihre Körper standen dicht beieinander, genauso wie in den Waschräumen im Büro. Sie starrte auf seine Lippen, genauso wie er. Der warme Atem des andere verursachte ein wohliges Kribbeln in ihren Bäuchen, ließen die Herzen im gleichen Takt schlagen. Anders als es sein Herz sagte, tat er endlich einmal das, was sein Kopf ihm sagte! Er küsste sie nicht, es war nicht der richtig Zeitpunkt und außerdem waren die Wunden zu tief um mit einem Kuss alles vergessen zu lassen. Jethro nahm sie fest in seine Arme, drückte sie eng gegen seinen Körper und streichelte ihren Rücken. Dieses Gefühl, dass sie sich aus freiem Wille in seine Arme ziehen ließ und sich nun fest an ihn kuschelte war unbeschreiblich und er wollte es für nichts in dieser Welt eintauschen.

„Ihr kennt meine Nummer, ruft an wenn etwas sein sollte.", sagte Ducky leise und griff dem Chefermittler auf die Schulter. „Kann ich dich noch unter vier Augen reden?"

„Ich komme gleich zu dir.", flüsterte Gibbs in das Ohr von Jen und küsste ihre Wange.

Sobald beide außer Hörweite waren, die Haustür anlehnten und sicherstellten, dass die rothaarige auch nichts von dem Gespräch hören konnte, fing der Pathologe an zu sprechen.

„Bau keinen Müll, behandle sie gut."

„Ich weiß wie ich sie behandeln muss."

„Bist du sicher? Die letzten Monaten sahen ziemlich anders aus."

Jethro seufzte und musterte ihn abwartend was sein nächster Satz bringen würde.

„Lass sie sich neu in dich verlieben, es würde euch beiden gut tun; zeig ihr warum du sie liebst und mach sie glücklich, glücklicher als sie in Paris war."

***

Abwartend saß Ziva in ihrer Wohnung in D.C. Nachdem was sie heute alles mitbekommen hatte, bezweifelte die brünette Mossad Offizierin sehr, dass Jen sich noch bei ihr melden würde. Ihrem Gespräch nach zu urteilen wusste sie, dass wenigstens Jenny sie hier beim NCIS haben wollte – dies konnte sie von Tony, McGee und Gibbs kaum sagen und von Abby wollte sie erst gar nicht anfangen….

Ari war ihr Bruder, Halbbruder um genau zu sein und nach all den Vorfällen die waren, konnte sie verstehen, wenn das Team ihr gegenüber misstrauisch war; doch auch Ziva war nur ein Mensch, der nicht wahrhaben wollte dass ihr Bruder all diese Dinge tat. Hätte sie es gewusst, hätte sie alles in ihrer Macht Stehende getan, um es zu verhindern. Sie würde sich ihr Vertrauen schon irgendwie erarbeiten, zwar würde es dauern, doch sie würde es schaffen!

***

„Wo ist der Boss?", fragte Tony neugierig und trommelte mit seinem Stift auf den Tisch.

„Gibbs kommt nicht mehr.", beantwortete Ducky die Frage des jungen Mannes während er an der Tischgruppe vorbeiging.

„Woher weißt du das?"

„Seit wann hinterfragst du es? Der Anthony DiNozzo den ich kenne, der würde sofort seine Sachen packen und gehen."

„Da hat er recht.", murmelte McGee.

„Es geht ihm nicht gut, ich beobachte das seit Kate's Tod."

Im Büro wurde es ruhig, Ducky und McGee musterten Tony nachdenklich. In seinen Worten lag ein Funken Wahrheit, doch nur Ducky wusste den Grund hinter diesem auffälligen Verhalten. Es war nur eine Frage der Zeit ehe einer, der beiden etwas sagen würde, dachte er und ging wieder zurück zu den Tischgruppen.

„Genauso wie die Direktorin, sind wirken beide ziemlich ausgelaugt, erschöpft – einfach merkwürdig.", fügte er hinzu und es dauerte auch gar nicht lange bis es in seinem Kopf klickte.

„Hat es was mit Indiana zu tun? Kate's Beerdigung. Hatten die etwas am Laufen und sich aber kurz darauf getrennt? Ist Gibbs deswegen so schlecht gelaunt?"

Kopfschüttelnd sah Ducky beide Jünglinge an. Tony's Gedanken entsprachen so ziemlich der Wahrheit, nur dass Jenny und Gibbs nie eine richtige Beziehung hatten und sich ihre Wege trotzdem auf schmerzliche Weise trennten. Er durfte nichts sagen, wollte das Vertrauen von Gibbs aber auch das der rothaarigen nicht missbrauchen.

„Geht nach Hause, wenn ihr es wissen sollt dann wird sich der Zeitpunkt ergeben.", sagte er.

„Ducky, komm schon wir alle leiden darunter..."

„Ich kann euch zumindest so viel sagen, dass beide keine romantische Beziehung zueinander haben oder hatten." Es waren seine letzten Worte bevor der Pathologe zurück zur die Autopsie ging.

Spätestens in zwei Monaten würde man deutlich erkennen was zwischen den beiden Sturköpfen vor sich ging, dachte er und wartete geduldig auf den Aufzug.

Zurück blieben zwei verdutzte Agents, welche mit einer Information wie dieser nur wenig anfangen konnten. Doch was sollten sie tun? Gibbs und die Direktorin waren beide ziemlich angsteinflößende Personen, die man besser nicht verärgern sollte und würden sie dann auch noch von diesem Gespräch erfahren, sie konnten auswandern!

***

„Wie fühlst du dich?", fragte er und stellte eine Tasse Tee auf den Nachttisch neben ihrem Bett. „Ist die Übelkeit ein wenig besser?"

Wortlos schüttelte sie ihren Kopf, öffnete nur langsam ihre Augen und sah den Mann, welcher auf der Bettkante saß müde an. „Ich glaube es legt sich.", flüsterte sie und setzte sich im Bett auf.

Mit ihrer Hand fuhr sie sich durch die Haare und musste bei dem Geruch des Heißgetränk schwer schlucken. Ihr war noch immer flau im Magen und Gerüche ihre schlimmsten Feinde. Eine leidenschaftliche Teetrinkerin war sie sowieso noch nie und würde auch keine mehr werden, trotzdem war es ihre einzige Option; Kaffee würde in ihrer aktuellen Verfassung nur noch einmal diese unerträgliche Übelkeit heraufbeschwören.

„Könntest du das Fenster öffnen?"

Er nickte; „Natürlich. Ich mache es zu sobald ich gehe."

Grübelnd saß sie im Bett, hielt die Tasse in ihren Hände und starrte den Inhalt wortlos an. Es gab schöneres, dachte sie. Pfefferminztee, ihr schlimmster Kindheitserinnerung neben Kamillentee, aber er half nun mal gegen Übelkeit und genau das wollte sie doch, oder? Sie musste da durch und je schneller sie den ersten Schluck machte, umso weniger übel würden die letzten werden.

„Es sind nur ein paar Wochen Jen.", sagte Gibbs und ging zurück zum Bett, nahm neben ihr platz.

„Meinst du wir schaffen das?", fragte sie etwas unsicher und drehte ihren Kopf etwas zur Seite um ihm in die Augen zu sehen. „Können wir ein Kind großziehen?"

Schweigend musterte Gibbs die Rothaarige. Würden sie es schaffen? Seit Kelly auf die Welt kam waren viele Jahre vergangen, er war älter geworden und nach allem was zwischen ihm und Jen geschehen war, wusste er sich selbst keine Antwort auf ihre Frage. Niemals hätte er sich denken können, dass er erneut Vater werden würde; schon gar nicht in diesem alter. Es war eine neue Herausforderung und die Frage ob beiden dieser gewachsen waren, würde offen stehen bleiben.

„Ich weiß, momentan sieht es definitiv nicht danach aus, aber ich weiß, dass du eine großartige Mutter für dieses Kind werden wirst und das wir beide; wenn wir uns zusammenreißen, es schaffen können."

„Dafür brauche ich aber einen Mann an meiner Seite der mich nicht, sobald die Sonne am Morgen aufgeht, belügt. Ich brauche jemanden der hinter mir steht, mich durch diese Schwangerschaft begleitet und vor allem brauche ich einen Mann, der ehrlich zu mir ist."

„Ich weiß, ich habe es dir die letzten Monate ziemlich schwer gemacht, aber ich verspreche dir das ich dieser Mann sein kann."

„Dann zeig es mir auch, versprich es mir nicht immer, sondern zeig es mir.", flüsterte sie heißer und sah ihm direkt in die Augen.

Jethro griff zu ihren Händen, drückte sie fest und wählte seine nächsten Worte sehr bedacht.

„Was hätte ich denn zu dir sagen sollen? Dass ich eine Verlobte habe und heiraten werde sobald ich wieder zurück in den Staaten bin, mich aber Hals über Kopf in dich verliebt hatte? Das hattest du nicht verdient Jen."

„Aber das hier habe ich verdient?", fragte sie ungläubig. „Du hast mir mein Herz gebrochen, mit meinen Gefühlen gespielt."

Kopfschüttelnd verneinte er auf diese Frage und trocknete ihre Tränen. Das Wissen, verantwortlich für diesen Schmerz zu sein, brachte ihn förmlich um. Er hätte sie nicht belügen dürfen, ihr gleich als sie zurück in D.C. war die Wahrheit sagen müssen. Wie gerne er sich dafür in den Hinter treten würde, doch die Zeit konnte man nicht mehr zurückdrehen; auch wenn er es gerne tun würde.

„Glaub mir bitte wenn ich dir sage, dass, könnte ich die Zeit zurückdrehen, dann würde ich es sofort tun. Ich wusste nicht wie ich es dir sagen sollte, ich wollte es tun sobald wir im Flieger gewesen wären aber du hast anscheinend schon davor mit Stephanie telefoniert und ich hatte die Chance dazu nicht mehr."

„Du hattest lange genug die Chance, Jethro."

„Hätte ich es dir sagen sollen bevor wir uns zum ersten Mal geküsst haben? Bevor wir beide zum ersten Mal miteinander geschlafen haben? Erst danach?"

Sie seufzte, ließ den Kopf in ihre Hände fallen – massierte sich die Schläfen – und versuchte krampfhaft ihre Tränen zu unterdrücken, aber sie ließen sich nicht aufhalten. Mit jedem Satz, den er sagte, blutete ihr Herz mehr und mehr. Sie wollte doch die Wahrheit, jetzt bekam sie ihre Wahrheit und konnte sie nicht hören? Das passte nicht zusammen!

„Ich liebte dich, sofort – bis heute – ich konnte es nicht stoppen. Ich liebte dich so sehr, ich wollte eine Zukunft mit dir, mein Leben mit dir teilen und Stephanie verlassen aber du bist gegangen, ohne mir die Chance zu geben es zu erklären."

„Hör auf...", keuchte sie heißer und hob ihren Kopf wieder an. „Bitte."

„Komm her.", sagte er mit leiser Stimme und zog sie in seine Arme.

Ja, die Wahrheit tat weh aber die Lügen davor noch viel mehr. Vielleicht hätte er ihr von seiner Verlobten erzählen sollen, doch sie hätte sich danach niemals auf ihn eingelassen und genau das wollte er vermeiden. Jethro handelte damals nur nach seinem Empfinden, ohne auf das von seiner einstigen Partnerin zu achten, mit fatalen Konsequenzen welche jetzt ihre Gegenwart einholten. Würden beide es jemals schaffen eine normale Beziehung zu führen? Konnte er dem Rat von Ducky nachgehen und Jenny sich ein zweites Mal in ihn verlieben lassen?

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