Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Miss Fishers Mysteriöse Mordfälle meets Babylon Berlin

von Daedun
CrossoverKrimi, Liebesgeschichte / P16 / Gen
16.04.2020
23.09.2020
23
72.070
1
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
10.05.2020 2.703
 
Dot und Hugh saßen einträchtig am Küchentisch von Miss Fisher. Hugh half seiner Frau grade dabei die frisch gebügelten Bettlaken zusammen zu legen, die sie zuvor mühevoll mit dem Eisen bearbeitet hatte, als Berd und Cec mit fröhlichen Gesichtern zur Hintertür herein kamen. „Guten Abend“ trompetete Berd gut gelaunt. Hugh runzelte misstrauisch die Stirn. Meistens steckte hinter dieser Laune irgendetwas  Illegales. „Glück beim Wetten gehabt Johnson?“ Doch der Taxifahrer grinste nur frech. „Vielleicht Collins, hab jedenfalls nicht meine Zeit damit verbracht Hausarbeit zu machen.“ Cec entschärfte die Situation in dem er hüstelnd fragte ob er vielleicht ein Glas Wasser haben dürfte. „Natürlich“ Dot machte sich sogleich daran seinem Wunsch nach zu kommen.  Berd aber ließ nicht locker. „Und seid ihr schon aufgeregt, du und dein Chef?“ Hugh hob überrascht die Brauen. „Wieso?“ „Na das ihr euch bald von zwei Krauts erzählen lassen dürft, wie ihr eure Arbeit zu machen habt.“ Cec gab einen missbilligenden Laut von sich.  Berd hatte leicht einen sitzen, nach dem er sein Glück auf der Rennbahn begossen hatte. Doch Hugh ließ sich in Dottis Anwesenheit nicht provozieren, schon gar nicht seit die beiden wussten, dass sie bald Eltern werden würden. Die Hauswirtschafterin trug bereits seit einigen Wochen die freudige Nachricht unter ihrem Herzen. „Da hast du wohl was falsch verstanden Berd. Außerdem falls du es noch nicht mit bekommen haben solltest, der Krieg ist vorbei.“ „Was du nicht sagst“ brummte Berd, dem die grausigen Erlebnisse in Frankreich bei Zeiten immer noch hoch kamen, wie schlechte Fischbuletten.  Cec stellte ihm nun ebenfalls ein Glas Wasser vor die Nase.  „Trink und halt den Mund.“ Dotti fühlte sich berufen, die peinliche Stille zu füllen. „Ich finde es aufregend. Ich habe noch nie jemanden getroffen der aus Deutschland kommt und Miss Fisher hat außerdem  erzählt, dass eine Frau dabei ist. Eine, wie hieß das noch mal?“ sie überlegte kurz, „Kriminalassistentin!  Was für ein Zungenbrecher.“ Jetzt sah Berd wirklich überrascht drein. „Wie? Soll das etwas heißen, bei denen gibt es sogar Frauen bei der Polizei?“  „Was für ein fortschrittliches Land nicht war?“  lachte Phryne die unbemerkt durch den Flur gekommen war. Sie wurde mit freudigem Hallo empfangen. „Das hat die Polizei von Victoria noch nicht  zu Stande gebracht.“  „Wollten sie denn wirklich für die Arbeiten Boss?“ Phryne grinste ihn breit an „Mir stehen keine Uniformen Berd“  Er grinste zurück. „Ich wette Inspektor Robinson würden sie darin  trotzdem gefallen.“ Hugh der nun die Ehre seines Vorgesetzten in Gefahr sah, räusperte sich hörbar. Phryne  hielt es für besser das Thema nicht weiter zu vertiefen. Sie wusste wie loyal Collins gegenüber Jack war und sie schätzte ihn dafür sehr. Sie wandte sich an Cec „Bitte tut mir einen Gefallen, wenn wir die beiden Morgen vom Hafen abholen und ihr das Gepäck zu mir bringt, dann  fahrt doch danach bitte bei Tante Prudence vorbei. Sie unterdrückte ein Stöhnen. „Wie ich sie kenne möchte sie beim Nachmittagstee unbedingt dabei sein.“ Cec nickte, „Wird gemacht Boss.“

Gereon zog den Knoten seiner Krawatte noch ein wenig enger. So sah es noch einen Tick besser aus. Obwohl er es zu unterdrücken versuchte, musste er sich eingestehen, dass er ganz schön nervös war. In einer knappen halben Stunde würden sie in den Hafen von Melbourne einlaufen. Er zog sich sein Jackett über und trat vor die Kabinentür. Im gleichen Moment erschien auch Charlotte. Sie hatte sich einen dünnen Mantel übergezogen, dazu ein passendes Käppchen auf dem offenen Haar. „Wir sind gleich da.“ Verkündete sie aufgeregt. Ihre großen braunen Augen strahlten. Zusammen erklommen sie die Treppe zum Oberdeck. Als sie sich an die Rehling stellten waren sie von gleichgesinnten umzingelt. Alles lachte und schwatzte vor Begeisterung. Gereon ergab sich der Euphorie. Sein Arm glitt um Charlottes Taille und sie lehnte sich an ihn. Vor ihnen tauchten die ersten Umrisse der großen fremden Stadt auf.

Jack stand mit verstränkten Armen gegen das Polizeiauto gelehnt und schaute aufs funkelnde Wasser, während sein Constible bereits immer wieder den Hals regte.  „Keine Sorge Collins, wir verpassen die beiden schon nicht.  Das Schiff hat grad erst angelegt, das dauert noch ein Weilchen.“ „Äh ja sicher Sir, aber schauen sie mal wer da kommt.“ Das Taxi mit Cec und Berd fuhr laut hupend an ihnen vorbei. Jack sah ihnen stirnrunzelnd nach. „Was machen die denn hier?“  „Sie bringen das Gepäck zu mir.“ Verkündete eine ihm wohlbekannte Stimme hinter seinem Rücken.  Phryne lächelte ihn zuckersüß an. „Das passt doch niemals alles in den Polizeiwagen.“ Sie deutete mit behandschuhten Fingern auf den lila Wagen. Jack seufzte innerlich.  Das stimmte zwar, trotzdem war es mal wieder ein typischer Alleingang ihrerseits, einfach unerwartet hier aufzutauchen. „Darf ich daran erinnern, dass es sich hier um eine offizielle Angelegenheit der Melbourner Polizei handelt?“ Es fehlte nur noch das hier gleich die Presse um die Ecke kam und Fotos machte. Er hasste nichts mehr als unvorhersehbare Zwischenfälle, die Dinge unnötig verkomplizierten. Doch Phryne ließ sich nicht beirren. „Natürlich und ich bin nur in der Rolle der Gastgeberin hier.“ Jeder andere hätte ihr das geglaubt. „Natürlich bist du das.“ Ihr betont unschuldiger Augenaufschlag half  auch nicht dabei, ihn vom Gegenteil zu überzeugen. In diesem Moment ertönte Collins hecktische Stimme. „Sir, ich glaube da vorn, das sind sie.“ Er zeigte mit ausgestreckter Hand auf zwei Gestalten, die nun zögernd mit zwei rollenden Kofferträgern im Schlepptau auf sie zu steuerten.

„Meinst du die Leute da  könnten es sein?“ Charlotte folgte Gereons Blick.  In der Tat da stand ein junger Mann in einer Polizeiuniform. Das Pärchen daneben schien auch dazu zugehören. Charlotte fiel sofort auf wie geschmackvoll und auffällig die Frau gekleidet war. Der Mann da neben hingegen erinnerte sie sofort an Gereon bei ihrer ersten Begegnung. Langer grauer Mantel, dunkler Anzug und passender Hut. Sein ernster Gesichtsausdruck wich bei ihrem Anblick einem freundlichen Lächeln. Sie hörte wie Gereon neben ihr noch einmal tief Luft holte. „Kenne Bange,“ wisperte sie ihm noch  zu. „Die werden schon nicht beißen.“

Der Mann mit dem Hut machte dem jungen Polizisten jetzt ein Zeichen und beide kamen auf sie zu. „Gereon Rath?“ fragte der Hutträger mit dunkler aber sanfter Stimme, während er schon dabei war die rechte Hand auszustrecken. „Jawohl,“ beide begrüßten sich. „Chief Inspektor Jack Robinson nehme ich an?“ „So ist es“ „Sehr erfreut,“ er war heilfroh darüber, den ersten Satz in fremder Sprache halbwegs sicher über die Lippen gebracht zu haben, dann erinnerte er sich an Charlotte die mit verlegenem Gesicht neben ihm hin und her wippte. „Und das hier ist meine Assistentin Charlotte Ritter“ beeilte er sich  vorzustellen.  Jack Robinson gab auch ihr höflich und respektvoll  die Hand. Sie kam nicht umhin festzustellen das der australische Kollege eine Ausstrahlung besaß die wohl alle Kriminalbeamten inne hatten. Autorität und Ernsthaftigkeit die aber von seinen sanften  Augen abgemildert wurden. „Angenehm und das hier ist mein Assistent Constable Hugh Collins.“ Der junge Mann mit den roten Pausbacken grinste verlegen, was Charlotte süß fand. Er war anscheinend genauso aufgeregt wie sie. „Hello nice to meet you. You must be my ….“  sie kam ins stocken weil sie nicht wusste was Kollege hieß, doch dann erinnerte sie sich an einen Gespräch das sie mit halben Ohr belauscht hatte.  Wie hatte der eine Kellner den anderen noch genannt ach ja  richtig.  „ fancier.“ Sie lächelte  ihn auf ihre unnachahmliche Art an und  Hughs Gesicht bekam schlagartig die Farbe einer Ziegelmauer. Jack zog für eine Sekunde die Augenbrauen hoch und Gereon zischte der verwirrten Charlotte leise zu. „Als was hast du ihn bezeichnet?  Charlotte konnte nur hilflos mit den Schultern zucken „Kenne Ahnung, ich wollte Kollege sagen.“ Hugh hatte sich fast schon fluchtartig dazu bereit erklärt sich um das Gepäck zu kümmern. Gereon seufzte matt. „Ich befürchte das war nicht das richtige Wort dafür.“

Jack musste sich  mit aller Gewalt das Lachen verbeißen, als er jetzt zusammen mit den beiden „Kollegen“ zu Phryne hinüber ging, die geduldig am Wagen ausgehaart hatte. Ihr fragender Blick musste erst mal warten, aber die Geschichte mit dem Liebhaber würde er ihr ganz bestimmt bei nächster Gelegenheit erzählen. Zu seinem großen Vergnügen ahnten weder sie noch die zwei dass er sehr gut Deutsch verstand und auch einigermaßen sprach. Seiner Großmutter sei Dank, die ihre Wurzeln nie vergessen hatte und darauf geachtet hatte, dass es auch ihre Sprösslinge samt Enkel  nicht taten. Phryne verzog ihren roten Mund zu einem breiten Lächeln.  „Nun, wenn ich dann vorstellen dürfte. Miss Phryne Fisher Privat Detektivin und finanzielle Unterstützerin des Projekts.“ Charlotte, die sich eben noch über ihren Fauxpas geärgert hatte, war jetzt schlagartig hin und weg. „Ihnen haben wir die tolle Überfahrt zu verdanken?“ platzte sie freudestrahlend heraus, eher Gereon die Gelegenheit hatte den Mund auf zu machen. Phryne lachte „Ich hoffe alles war zu ihrer Zufriedenheit?“ „Es war großartig! Die Kabine, das Essen einfach alles!“ erst jetzt merkte sie wie laut sie sprach. Verschämt verzog sie kurz den Mund. „Äh, Also noch mal vielen Dank.“ Fügte sie eine Spur leiser hinzu. Doch die schwarzhaarige Frau mit dem modischen Bob und den blitzenden grünen Augen zwinkerte ihr nur verschwörerisch zu. „Nichts zu danken. Ich hoff ich kann den Service in meinem Haus einiger Maßen aufrecht erhalten. Sie wohnen nämlich erst mal bei mir, wenn sie nichts dagegen haben.“ „Nein, warum sollten wir. Im Gegenteil, wir sind sehr dankbar für ihre Gastfreundschaft und ihre Großzügigkeit.“ Warf Gereon schnell ein, froh darüber endlich auch mal zu Wort zu kommen. „Und was waren sie noch einmal von Beruf?“ Er musste da was falsch verstanden haben. „Privatdetektivin. Ich unterstütze bei Gelegenheit Inspektor Robinson bei seinen Ermittlungen. Mord ist meine Spezialität.“ Die Reaktionen auf diese Aussage hätten nicht unterschiedlicher sein können. Während Gereon der Unterkiefer nach unten klappte, sah Charlotte aus als hätte sie so eben in der Lotterie gewonnen. „Im ernst“ Sie warf Gereon einen triumphierenden Blick zu, den dieser mit einem ironischen Grinsen quittierte und auf Deutsch murmelte . „Das kann ja heiter werden.“ Jack spitzte die Ohren und auch Phryne, die zwar kein Wort direkt verstand merkte das zwischen den beiden eine interessante Atmosphäre herrschte.  Sie betrachtete noch einmal die junge Frau mit dem braunen Lockenkopf, deren große Augen aufgeregte aber wachsam umherschauten. Wenn ihre Menschenkenntnis sie nicht täuschte und das tat sie nie, dann steckte hinter der Fassade des sittsam gekleideten Unschuldsengels  ein cleverer Geist, der genau wusste was er wollte. Ob der Kriminalkommissar neben ihr das auch schon erkannt hatte?  Seinem Blick nach zu urteilen…..
„So um ihr Gepäck wird sich gekümmert.“ Hugh war wieder zu ihnen getreten. Mit an nährend normaler Gesichtsfarbe. Jack nickte „Danke Collins.“ „Keine Ursache Sir.“  Jack öffnete galant die Wagentür des Polizeiautomobils  „Dann während wir wohl soweit ihr Haus aufzusuchen Miss Fisher.“ Sie  nickte und gemeinsam mit Charlotte und Gereon ließ sie sich von Jack und Hugh nach Hause  fahren.
Dort fieberten bereits Mr. Butler und Dot aufgeregte ihrer Ankunft entgegen. Dot hatte extra zwei ihrer köstlichsten Kuchenkreationen gebacken, die sie nun sorgsam auf dem Tisch platzierte. Zufrieden betrachtete sie ihr Werk. „Das sieht fabelhaft aus Dorothee.“ Sie lächelte den Diener stolz an. „Ich hoffe es schmeckt ihnen.“ „Ganz gewiss und wenn nicht, haben wir ja noch ihren Ehemann. Auf den ist in Sachen Süßspeise ja immer verlass.“ Sie kicherte, dann verschwand sie rasch in der Küche um den Kaffee zu holen. In diesem Moment ging die Tür auf. Mr. Butler beeilte sich die Gäste zu begrüßen. Nach dem alle Mäntel und Hüte aufgehängt waren, stellte Phryne ihren Hausstand vor. „Mrs.  Dorothee Collins, die junge  Ehefrau von unserem Hugh und Mr. Tobias Butler ohne die hier gar nichts laufen würde.“ Dorothee lächelte die neuen Mitbewohner des Hauses schüchtern an. Beide wirkten freundlich und leicht verschämt. Sie hatten überhaupt nichts negatives  oder hochmütiges.  Im Gegenteil. Bert hatte wirklich nur Blödsinn erzählt.  „Sie können mich einfach Dot nennen.“ Bot sie Charlotte an, die ihr Lächelnd die Hand reichte. „Gern Dot, ich bin Charlotte“  Mr. Butler hatte grade allen Kaffee eingeschenkt, als es erneut an der Tür klingelte.  „Das muss Tante Prudence sein.“ Seufzend erhob Phryne sich von der Tafel um ihre Tante zu begrüßen. „Welch ein interessante Projekt Inspektor.“ Bemerkte diese kaum,  dass sie den Salon betreten hatte. „Ich hätte nicht für möglich gehalten das der Polizeipräsident so etwas genehmigt. Haben sie ihren alten Einfluss geltend gemacht?“ Jeder im Raum, mit Ausnahme von Gereon und Charlotte wussten worauf die alte Lady anspielte.“ Jack räusperte sich kurz bevor er antwortete. „Nun in der Tat, mein Ex Schwiegervater ist ein Befürworter unseres Vorhabens aber ohne mein zu tun.“  Jetzt wurde Phryne mit einem missbilligenden Blick bedacht. „Dann lassen sie mich raten, wer ihn dazu überredet hat.“ Phryne tat empört. „Aber Tante Prudence  du wirst doch wohl verstehen, dass mir viel daran gelegen ist , dass Jack und seine Kollegen  in Zukunft noch schneller und sicherer ihre gefährliche  Arbeit für den Staat Victoria erledigen können.“ Zugegeben das klang vielleicht eine Spur zu pathetisch, aber es verfehlte nicht seine Wirkung. „Nun ja,“ stimmte ihre Tante ihr nach einigen Sekunden der Überlegung schließlich zu. „Nach dem was vor kurzem passiert ist, sollte mach vielleicht wirklich jede Möglichkeit des Fortschritts uns des Wissens nutzen.“  Charlotte verfolgte gespannt den Dialog. Zwar verstand sie nicht alles, aber wenigstens so viel. Der Inspektor hatte eine Ex Frau und etwas war vor nicht all zu langer Zeit passiert, was Miss Fisher anscheinend berührt hatte, denn als ihre Tante es erwähnte, war da ein Schatten über ihre Züge geglitten. Nur für einen Augenblick, aber doch deutlich. Tante Prudence wandte sich nun Gereon zu. „So junge Mann und sie sind also was genau?“ „Kommissar Misses Stanley zuständig für Morddelikte“  beeilte der sich erklären „Wie Inspektor Robinson?,“ „Genau“ Er nickte Jack kurz zu. „Und die junge Dame ist ihre Frau?“ Charlotte verschluckte sich an ihrem Kaffee. „Äh nein, Fräulein Ritter ist meine Assistentin, Kriminalassistentin um genau zu sein.“ „Ach du liebe Güte!“ rief Prudence nun aus. „Nicht noch eine Frau die es vorzieht sich mit Leichen und Verbrechern herumzuschlagen.“ Ihr Blick streifte erneut ihre Nichte. „Ich dachte so etwas wäre zum Glück selten.“ Miss Fisher und Charlottes Blicke trafen sich. „Nun, Fräulein Ritter ist natürlich in erster Linie fürs protokolieren zu ständig, aber dabei legt sie einen  lobenswerten Ehrgeiz an den Tag.“ Charlotte glaubte sich verhört zu haben. Wie bitte? Das klang ja grad so als ob sie nichts anderes konnte, als fehlerfreie Sätze aneinander zu reihen. Am liebsten hätte sie gleich klar gestellt, worin sie wirklich Ehrgeiz besaß, nämlich darin Verbrechern das Handwerk zu legen, aber Tante Prudence erleichtertes „Na dann bin ich ja beruhigt.“ Ließ sie ihr geplantes Vorhaben nicht in die Tat umsetzten. Sie wollte nicht aufsässig wirkten, zumal das Gespräch nun eine andere Wendung  nahm. „Phryne liebes denkst du bitte daran, dass am kommenden Wochenende das Springtime Festival ansteht?“ „Wie könnte ich das vergessen, es findet ja jedes Jahr zur gleichen Zeit statt.“ Ihrem Gesichtsausdruck nach zu urteilen schien sie Tante Prudence sich dem nicht so sich zu sein. „Gut ich hoffe ich kann wieder auf deine Unterstützung zählen.“ „Aber natürlich, Bert und Cec wissen bereits Bescheid und Dot und Mr Butler haben schon damit begonnen die Einkaufslisten zu erstellt.“ Jetzt erst verschwand der angestrengte Zug um Tante Prudence Mund. „Wunderbar. Deine Gäste  und Inspektor Robinson sind natürlich auch eingeladen.“ Charlotte bemerkte wie Miss Fisher und der Inspektor einen raschen aber eindringlichen Blick wechselten. „Vielen Dank Misses Stanley“  und auch Charlotte und Gereon bedankten sich höflich für die Einladung. „Wir werden sehr gerne ihre Gäste sein.“
Wenig später verabschiedete sich Tante Prudence und auch Jack machte sich kurz danach auf den Weg nach Hause. Phryne und er nutzten den kurzen Augenblick, als sie alleine im Flur standen. Phryne griff nach seinen Mantelaufschlag, während er sich den Hut aufsetzte. „Sehen wir uns Morgen?“ Er lächelte, dann sah er sich rasch um, bevor er sie küsste. „Das hoffe ich doch, du willst doch bestimmt dabei sein, wenn Sanderson und Keaton unseren neuen Kollegen und seine Assistentin willkommen heißen.“ Sie grinste von einem Ohr zum anderen. „Unbedingt.“
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast