You still have Hope

von Toxina
GeschichteDrama, Sci-Fi / P12
Commander Shepard Garrus "Archangel" Vakarian Jeff "Joker" Moreau Liara T'Soni Tali'Zorah vas Normandy
16.04.2020
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Hat Shepard überlebt? Gibt es Überlebenszeichen? Kann der Tod bestätigt werden? Fragen wie diese verließen die Normandy immer öfter nachdem die Crew das Schiff wieder in Ordnung gebracht hatte.
Commander Shepard. Groß zierte der Name die Tafel der Verstorbenen auf dem Crewdeck. Doch glauben wollte es trotzdem niemand. Natürlich hatten wir alle gewusst, dass wir für den Sieg über die Reaper bereit sein müssen unser Leben zu opfern.
Uns war auch allen klar gewesen, dass Shepard dazu mehr als bereit gewesen war. Wie damals schon in der Kollektorenbasis. So oft hatte sie uns daran erinnert. Hatte uns daran erinnert, dass selbst sie entbehrlich wäre, wenn es den Sieg über die Reaper garantiert.
Es wäre schon fast verrückt zu erwarten, dass sie jede Sekunde durch die Tür hinter mir kommt. Darüber scherzt wie oft ich doch Sachen wie ‘kalibrieren’ sage. Aber ich erwarte es. Ich rechne jeden neuen Tag damit nur um am Ende von diesem wieder enttäuscht zu werden.
Wir wussten nicht so recht, was geschehen war, nachdem diese Explosion uns getroffen hatte. Alles woran ich mich erinnere sind die letzten Sekunden bevor sie weiter zum Strahl gelaufen war.
Nachdem der Tiegel abgefeuert hatte, war de Citadel regelrecht explodiert. Zumindest zu einem großen Teil. Ebenso wie die Masseneffektportale. Der Neuanfang würde schwierig werden aber das war uns ohnehin klar.
Diese Ungewissheit machte es nur grausamer. Die Crew unterhält sich oft nur sehr ruhig miteinander. Liara war wohl die einzige, die im Moment alle halbwegs zusammenhielt.
Wir alle hatten Shepard viel zu verdanken. Einigen hatte sie das Leben gerettet. Für viele war sie trotz ihrer rauen Art eine gute Freundin gewesen. Doch dennoch würde niemand der anderen verstehen warum ich mich zurückzog. Ich wusste, dass Shepard es nicht gewollt hätte, dass sich wegen ihrem Tod ihre Crew trennt aber derzeit war es einer der wenigen Gedanken, die mich tatsächlich beschäftigten.
Alles auf der Normandy erinnerte an sie. Ich hatte an ihrer Seite die Kollektoren, Saren und selbst die Reaper bekämpft. Stets hatten wir gesiegt. Doch dieses Mal war es anders. Es war ein halber Sieg.
Ich weiß, dass ein halber Sieg stets besser war als eine Niederlage. Zumindest sollte ich es wissen. Aber ich war stets ein schlechter Turianer gewesen.
Ich weiß nicht warum ich das hier überhaupt schreibe. Liara sprach davon, dass es mir vielleicht helfen würde meine Gedanken zu sortieren aber es half nicht. Das alles bewies nur wieder…
“Garrus!” Tali stürmte regelrecht in die kleine Lounge in der ich zu diesem Zeitpunkt saß. Hätte ich hinter ihre Maske sehen können, würde ich bemerken wie sie überrascht ihr Gesicht verzogen hatte. Verwirrung und Schock standen in ihrem Blick.
“Ja?” Ich hob nicht den Kopf. Blieb vor dem Fenster stehen und sah in das Universum hinaus, welches plötzlich noch düsterer aussah als ohnehin schon.
“Hackett hat Joker angefunkt.” Nun sah ich sie doch an. Fragend. Neugierig warum sie mir das nun erzählte. “Moreau gehört zur Allianz. Was ist daran so besonders?”
“Das worüber sie gesprochen haben. Die gesamte Crew hat sich versammelt. Sie warten nur noch auf dich!” Tali war derart aufgeregt, dass sie anfing an mir herumzuzerren. Es war ihr regelrecht egal ob ihr Anzug dabei einen Riss davon tragen würde.
Da spürte auch ich wie ernst es war. Ich gab nach und folgte ihr hinauf ins KIZ der Normandy. Sie hatte nicht gelogen. Absolut jedes Crewmitglied stand bereit. James und Cortez etwas abseits. Chakwas und Adams unterhielten sich leise. Joker saß etwas abseits in Ashleys Nähe. Das emotionale Chaos in ihm war deutlich sichtbar. Unruhe und Anspannung lag in der Luft.
Als Tali und ich aus dem Fahrstuhl traten wandte sich beinahe jedes Augenpaar in unsere Richtung ehe es zurück zu unserem Piloten wanderte, welcher aufstand. Die Blessuren durch den Absturz waren sichtbar noch nicht verheilt. Er hatte Schwierigkeiten zu stehen doch Ashley unterstütze ihn so gut sie konnte.
Seine Worte klangen in meinem Gehör fast fahl. Er erklärte lange worum es gegangen war und beinahe hätte ich einfach abgeschaltet und wäre wieder hinunter zu den Geschützen. Wäre da nicht dieser eine Satz gewesen, der sich regelrecht in meinen Kopf gebrannt hatte.
Ein Satz, den ich stetig wiederholte um ihn realisieren zu können. Doch es gelang mir nicht. Er klang viel zu gut, als dass er wahr sein könnte.
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