Dead Men Catch No Fish

GeschichteAbenteuer, Romanze / P16
Captain Jack Sparrow Davy Jones Elizabeth Swann Gibbs OC (Own Character) Will Turner
15.04.2020
14.08.2020
21
81.035
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15.04.2020 675
 
Prolog

Mit schweißnassen Händen klopfte das Mädchen an die Tür des ersten Hauses, an dem sie vorbeikam. Niemand jedoch öffnete und so versuchte sie es weiter. Es war tiefste Nacht und Nebel wanderte wie verlorene Seelen über den Boden von Port Royal. Das fünfte Haus, an welches Skyler sich wagte, öffnete zögernd seine Tür und eine junge Frau sah hinaus.
>>Bitte, helft mir.<<
Stöhnend stütze sich Skylar mit der einen Hand an der Hauswand ab. Mit der anderen hielt sie sich den kugelrunden Bauch. Nicht länger zögernd öffnete die Hausbewohnerin ihre Türe ganz und hielt das schwangere Mädchen an, sich an ihr abzustützen. Langsam und mühsam quälten sie sich in den schmalen Salon des Hauses und eine breite Spur tiefroten Blutes bildete sich von der Haustüre bis zu ihnen.  
>>Du meine Güte, Aynsley! Rasch!<<, rief die junge Hausherrin, als sie eben dieses Blut entdeckte und legte das schwangere Mädchen auf einem der großen Salonteppiche ab.
>>Tace, meine Liebe, was ist de – <<, begann der junge Steuermann und rieb sich die Augen, ehe sich diese vor Schreck weiteten.
>>Was geschieht hier, Tace?<<, fragte er atemlos und blieb wie angewurzelt im Türrahmen des Raumes stehen. Sein Blick viel auf die vor Schmerzen stöhnende junge Frau und beim Anblick des vielen Blutes schien sein Magen sich zu drehen.
>>Ich brauchte Felicitas. Hole sie, schnell!<<, rief seine Frau jedoch nur. Und wie immer, wenn Tace etwas von ihrem Ehemann verlangte, so tat er es. Für sie würde mit nackten Füßen über Kohlen spazieren.
>>Heyjah!<<, rief er und versetzte seiner Stute einen leichten Stoß in die Hüften. Mit lautem Hufgeklapper ritt er die lange Hauptstraße von Port Royal entlang und kam wenige Minuten später vor dem Haus des Gouverneurs zum Stillstand.
Die Tür des Salons schwang auf und die Hebamme von Port Royal betrat den mittlerweile mit Kerzen erleuchteten Raum.
>>Felicitas, dem Gott sei es gedankt, dass du hier bist. Ich brauche deine Hilfe. Dieses junge Mädchen … sie gebärt, aber ich kann nichts tun. Ich habe bereits Tücher und Wasser bereit. Kannst du ihr helfen?<<, mit verzweifeltem Seufzen nahm Tace ihre Kindheitsfreundin bei der Hand und führte sie zu dem blutenden Mädchen.
Felicitas ging stumm ihrer Arbeit nach und schickte Aynsley aus dem Raum. Sie wünschte nie Männer bei einer Geburt. Es dauerte nicht lange, da ertönte ein erstickter, aber befriedigender Laut des Neugeborenen und die Kindesmutter stöhnte erleichtert auf.
>>Dir geht es gut. Dir geht es gut …<<, flüsterte sie immer und immer wieder, während sie ihr Kind leicht wiegte.
>>Miss?<<, erkundigte sich Tace nach der jungen Frau. Obgleich sie sie nicht kannte, so lag ihr deren Wohl dennoch am Herzen.
>>Ich bin Euch sehr dankbar. Doch ich befürchte, mein Dank wird nicht von langer Dauer sein<<, erwiderte das Mädchen und blickte stumm an sich hinab.
>>Es hört nicht auf zu Bluten, Tace<<, stellte Felicitas mit bleichem Gesicht fest. Natürlich war es nicht unbekannt, dass eine Geburt gefährlich war, doch Felicitas war noch immer nicht an den Schrecken gewöhnt, den sie anrichten konnte.
>>Ich werde von dieser Welt schreiten. Doch meine Tochter wird leben. Bitte, sorgt dafür, dass sie nicht in der Gosse landet!<<, bettelte Skyler und ergriff das Handgelenk ihrer Retterin.
>>Tace, könntet ihr sie nicht aufnehmen? Für eine kurze Zeit wenigstens?<<, warf Felicitas ein und löste dabei etwas in Tace aus, dass sie noch nie zuvor gespürt hatte.
>>Natürlich<<, hauchte sie deshalb und das Lächeln, was sich auf Skyler Gesicht bildete, war Dank genug.
>>Nehmt dies an Euch. Doch bitte, versprecht mir, ihr niemals von ihrem eigentlichen Schicksal zu erzählen. Mein Schicksal soll nicht das ihre werden<<, flüsterte Skyler, reichte Trace mit letzter Kraft ihr Vermächtnis und blickte sterbend ein letztes Mal in die Augen ihrer Tochter.
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