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Spielsucht

von Skillz
GeschichteSuspense, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Han / Han Jisung Lee Felix Seo Changbin
15.04.2020
20.12.2020
49
124.501
16
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Dieses Kapitel
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15.11.2020 2.545
 
,,Ich liebe dich.”

Und da ist es.

Das, was Felix vermutet hat. Dennoch hat er nicht einmal gewagt, es zu Ende zu denken. Der Gedanke ist so absurd und ergibt Sinn zugleich. Die Situation entgleitet ihm wie glitschige Seife und er versucht, zu verarbeiten, was diese Aussage nun alles verändert.

Impulsiv denkt er an Jisung, der unten im Wohnzimmer wohl noch mit Minho tanzt. Sein Herz krampft dabei deutlich zusammen.

,,Ich dich auch”, erwidert Chan ruhig und nimmt nun die Kissen um sie zu beziehen, ,,Deswegen will ich dich ja hier behalten, du Idiot.” Er schmunzelt, aber Felix merkt, dass seine Hände etwas beben.

Chan ist nicht blöd. Er weiß, was diese Worte bedeuten.

,,Nein, ich meine nicht auf Freundschaftsbasis”, erklärt Woojin und schaut nun auf, ,,Chan, bitte.”

,,Was?” Der andere hält nun still und sieht ihn an. ,,Woojin, das kannst du nicht abziehen. Nicht jetzt, wo du gehst.” Seufzend rutscht er nach hinten, bis er den Rücken ans Bett lehnt. Den Kopf legt er erschöpft auf der Matratze ab.

Woojin zieht die Schultern hoch. ,,Ich glaube, eben weil ich gehe, muss ich es sagen.”

Als wöge seine Hand eine Tonne, hebt Chan sie unsagbar langsam und legt sie an seine Stirn. ,,Und Lia? Du hast doch ewig von ihr gesprochen.”

,,Ich dachte auch, dass da was wäre. Ich glaube, das war eher … Ablenkung”, kommt es stockend hervor.

,,Ablenkung." Chan unterdrückt ein spöttisches Lächeln. ,,Das ist so ein Klischee.”

Woojin sieht ihn abwartend an, doch es kommt nichts.

Indes kann Felix nur angespannt den Atem anhalten. Natürlich dürfte er nicht hier sein, aber wie kann er nun verschwinden, wenn die Lage sich vollkommen gedreht hat.

,,Du hast an meinem Geburtstag gesagt, dass du in jemanden verliebt bist”, fährt Woojin fort, ,,In wen?”

,,Du kannst mich nicht drängen.”

,,Natürlich kann ich das nicht.”

Chan sieht ihn mit zusammengepressten Lippen an und zieht die Augenbrauen zusammen.

Langsam rutscht Woojin an ihn heran und hockt sich neben ihn. Schweigend schaut er auf seine Hände.

,,Es ist Jisung”, antwortet Chan.

,,Jisung”, wiederholt Woojin, ,,Ja, ich hatte immer das Gefühl, dass ihr euch nahesteht.” Er lächelt sogar ein bisschen, was Felix wiederum verwirrt.

,,Hmh, ja. Es tut mir leid.” Chan will aufstehen, allerdings hält Woojin ihn fest.

,,Du bist ein so verdammt schlechter Lügner.”

Verwirrt sieht Chan ihn an. ,,Was?”

,,Ich kenne dich seit wir klein sind." Fest sieht Woojin ihn an. ,,Ich weiß noch genau, als du in der sechsten Klasse meintest, dass du und ich zusammengehören. Für immer.”

,,Ja, aber das war nicht so  gemeint”, verteidigt sich Chan vehement und spannt sich an.

,,Doch, war es.” Sanft, aber auch etwas bitter lächelt Woojin ihn an. ,,Hör’ bitte auf, zu lügen.”

Chans Spannung lässt nach. Der Jüngere setzt sich wieder hin und fährt sich durchs Haar. ,,Okay, vielleicht … vielleicht  habe ich gehofft, dass ich dich dadurch vergesse." Er sucht nach den passenden Worten. ,,Ich dachte, dass ich wirklich auf Jisung stehe.”

Felix unterdrückt ein ,,Scheiße” und presst sich dichter an die Wand.

,,Schon ironisch. Da haben wir uns knapp verpasst”, erwidert Woojin.

,,Haben wir”, bestätigt Chan und nimmt eine Kerze, um mit ihr herumzuspielen. Lange sowie zitternd atmet er aus. ,,Es wäre perfekt gewesen.”

,,Zu perfekt. Deswegen klappt es nicht”, murmelt Woojin, sodass Felix ihn fast nicht versteht.

,,Schade. Vielleicht im nächsten Leben”, meint Chan und lacht tonlos auf, ehe er sich an seinen Kindheitsfreund wendet. Er zwingt sich zum Lächeln. ,,Ich war so froh, als du mit Lia Schluss gemacht hast.”

,,Ich auch.” Und dann lehnt sich Woojin einfach nach vorne, um Chan sehnsuchtsvoll zu küssen.

Felix verschlägt es den Atem, als er dabei zusieht, wie Chan zuerst erstarrt, aber nach einer zögernden Weile erwidert.

Sobald er die Augen schließt, lässt er sich treiben und vergräbt schlussendlich die blassen Hände im dunklen Haar, um den anderen näher an sich zu ziehen.

Felix kann sich keinen Zentimeter bewegen. Zu geschockt ist er von den Ereignissen und wartet darauf, dass etwas vom Himmel fällt und ihn in die Bewusstlosigkeit schlägt. Das Chaos. Das verdammte Chaos. Er kann es kaum mehr aushalten.

Mit geweiteten Augen verfolgt er, wie sich die beiden Jungen hemmungslos küssen und nahezu übereinander herfallen. Als hätten sie Ewigkeiten nur auf diesen einen Augenblick gewartet.

,,Ich werde dich so vermissen”, gibt Woojin erstickt von sich, ehe sein Mund den bleichen Hals hinab wandert. Seine Hand gleitet dabei mehr ungeschickt als alles andere zwischen Chans Beine.

,,Und ich dich erst”, stöhnt Chan leise und knöpft währenddessen das weiße Hemd mit bebenden Fingern auf.

Die beiden sind so verzweifelt und lechzen quasi nacheinander. Deswegen wirkt es beinahe tollpatschig, wie sie sich gegenseitig ausziehen und ihre Lippen immer wieder nacheinander suchen.

Felix wird aus seiner Trance geholt, als Chan anfängt, zu wimmern. Weint er etwa?

Er entscheidet, dass er genug gesehen hat, daher steht er auf und schleicht wieder nach unten ins Wohnzimmer. Ihm ist ziemlich schwindelig, daher muss er erst einmal auf die Couch setzen und etwas trinken.

,,Alles gut?”, erkundigt sich Jisung besorgt.

Er nickt atemlos.

,,Wo sind Chan und Woojin?”, fragt Minho neugierig.

,,Die sind eingeschlafen.” Ja, lügen kann Felix mittlerweile wirklich. Er hat noch gerade genügend Kraft, um seine Fassade nicht hier und jetzt brechen zu lassen.

Seungmin wirft einen Blick auf die Uhr. ,,Naja, es ist schon ein Uhr morgens. Verdenken kann man es ihnen nicht.”

Nachdenklich tippt sich Hyunjin ans Kinn. ,,Woos Eltern sind auch noch nicht zurück.”

,,Die Nachbarschaft ist auch riesig”, erwidert Seungmin.

Felix will sich beinahe übergeben. Mit zusammengekniffenen Augen hält er sich die Stirn, während er tief durchatmet. ,,Ich gehe kurz raus. Mir ist übel.” Bevor jemand etwas sagen kann, steht er auf und wirft die Haustür hinter sich zu. Mit unsicheren Schritten stakst er die Treppen hinunter und hockt sich auf die unterste Stufe.

,,Fuck”, flüstert er und vergräbt das Gesicht in seinen Händen.

Wenn Jisung das erfährt, wird er am Boden zerstört sein. Am liebsten würde er sowohl Chan als auch Woojin eine reinhauen.

Aber … ganz ehrlich? Irgendwo hat er es doch geahnt. Jeder hat es geahnt. Und so gesehen ist niemand jemandem verpflichtet. Immerhin sind Jisung und Chan nicht offiziell zusammen. Ganz abgesehen davon, dass Jisung selbst Felix mehrmals geküsst hat.

Und dann ist da auch noch Changbin.

Changbin.

Changbin.

Verdammt nochmal, Changbin.

Tief atmet Felix durch und schließt die Augen. Jetzt bloß nicht die Nerven verlieren. Damit ist sonst niemandem geholfen. Aber wie soll er noch großartig die Ruhe bewahren, wenn sein Leben (mal wieder) eine 360 Grad Kehrtwende vollführt hat? Kann es noch irgendwie repariert werden mit all den Rissen in der Spiegeloberfläche?

Auf einmal öffnet sich die Tür und jemand tritt hinter ihn.

,,Nicht jetzt, Jisung”, murmelt Felix, ,,Ich möchte alleine sein.”

,,Alleine sein ist gut”, ertönt die raue Stimme hinter seinem Rücken.

Verwirrt dreht sich Felix um und schaut Changbin entgegen, der sich nun neben ihn auf die Stufe setzt. ,,Aber einsam sein, ist schlecht.” Er stemmt die Handflächen auf die Steinplatten und sieht gen Himmel. ,,Ist dir nicht kalt?”

,,Nein.”

Trotzdem zieht Changbin seine Jacke aus und legt sie um Felix’ schmale Schultern.

Wortlos lässt der andere diese Geste über sich ergehen. Er zieht die Lederjacke enger und kräuselt die Lippen.

,,Ich verlange nicht, dass du mit mir redest, keine Sorge.”

,,Wieso bist du dann hier?”, seufzt Felix. Er will genervt sein, aber alles in ihm weigert sich, so zu reagieren. Er hat schon zu lange allergisch auf Changbin reagiert. Der Kindergarten muss allmählich ein Ende haben.

,,Ich wollte nur sicherstellen, dass du nicht einsam bist. Aber alleine kannst du gerne sein.”

Felix schaut auf seine Füße. ,,Das klingt nach einem neuen Songtext.”

,,Ja. Ist es auch. Du bist eine großartige Quelle an Inspiration.”

Das wiederum lässt Felix perplex aufblicken. ,,Du schreibst Songs über mich?”

Changbin lacht leise. ,,Soso, jetzt sind wir also doch in einer Konversation.” Er neigt den Kopf zur Seite und lenkt den Blick auf die Straße. ,,Ist es nicht traurig? Die ganzen Straßenlaternen stehen ganz einsam da. Obwohl sie nicht die Einzigen sind, können sie sich nicht gegenseitig erreichen. Trotzdem versuchen sie hell und breit zu lächeln.”

Okay, gut. Dann also ein drastischer Themenwechsel. Kann Changbin dennoch aufhören, Felix so zu verwirren?

,,Jetzt redest du aber von dir.”

,,Deine Analyse-Fähigkeiten haben mich schon immer begeistert.”

Felix’ Wangen röten sich. Zögerlich rutscht der Jüngere näher, bis ihre Oberschenkel aneinander gepresst sind. Somit wird ihm wenigstens etwas wärmer.

Sie verbringen eine Weile in Stille, während Felix seinen Atem in Form von weißen Wolken in der Luft betrachtet. Es hat etwas seltsam Meditatives.

,,Liebe ist kompliziert”, sagt er schließlich.

,,Das kann ich nicht verneinen.” Changbin schmunzelt und stupst mit dem kleinen Finger Felix’ Hand an, ehe er zögerlich danach greift.

Felix schluckt schwer und schließt die Augen. ,,Ich wünschte nur, dass es nicht so viel zerstören würde.”

,,Liebe zerstört nicht nur.”

,,Aber davon konnte ich noch nicht wirklich viel sehen.” Erneut atmet Felix tief durch und öffnet seine Augen. Langsam neigt er den Kopf nach hinten und schaut hinauf zu den Sternen. ,,Ich verstehe nur nicht, wieso alles gleichzeitig ins Chaos geraten muss. Ich versuche, es zu analysieren und zu verstehen. Aber das Leben …”

,, … ist ein Arschloch.”

,,Exakt.” Felix zögert und legt langsam den Kopf auf Changbins Schulter. Sein Herz will wieder einfach davon galoppieren, aber er lässt diese überfordernde Empfindung dieses Mal zu. Die Aufregung wärmt ihn nämlich so schön von innen.

Changbin stützt vorsichtig den Kopf auf dem von Felix ab und streicht beruhigend mit dem Daumen über den kleinen Handrücken. Und ehe er noch großartig etwas sagen kann, merkt er, dass die Schultern des Jüngeren beben.

Stumm fängt Felix an, zu weinen. Er kann es nicht mehr aushalten. Zu viele Gefühle haben sich in ihm angesammelt und er weiß nicht, wohin mit ihnen. Für sie hat er keinen Plan ausgeheckt. Er kann nicht mit ihnen klarkommen, sie nicht austricksen, nicht manipulieren, nicht aus seinem Leben schaffen. Sie sind da und er hat keine Ahnung, ob es überhaupt einen Weg gibt, sie zu besiegen.

,,Tut mir leid”, haucht er und setzt sich auf, bevor er sich über die nassen Wangen streicht. Sobald er Changbin anschaut, verschlägt es seinem Gegenüber die Sprache.

Dieser Moment von Verwundbarkeit bringt einmal mehr so viel zum Vorschein. Ausdrücke, Eigenschaften, Farben und Emotionen, die Changbin schon fast vergessen hat. Die Dinge, die dafür gesorgt haben, dass sein Herz ganz anders für Felix schlägt. Es ist diese Naivität, diese Verlorenheit, diese plötzliche Wärme, die ihm den Atem raubt.

Felix wirkt wie ein kleiner Sonnenschein.

Ein ,,Wow” kann er nicht unterdrücken und es kommt so unerwartet, dass es ihm peinlich ist. Aber was soll er schon großartig tun? Vielleicht ein Taschentuch anbieten? Er tastet bereits seine Taschen ab, als Felix ihn stirnrunzelnd ansieht.

Dann kichert er. ,,Du siehst so bescheuert aus.” Er zieht die Nase hoch und lächelt. Es ist ein süßes Lächeln. Das Lächeln, das Changbin wirklich ganz und gar aufrichtig liebt. Am liebsten würde er darin ertrinken.

,,Sorry”, entschuldigt sich Felix nochmals. Er fährt erneut über sein Gesicht und zieht die Nase kraus. ,,Ich weiß nur nicht mehr, wie ich damit klarkommen soll.” Er schüttelt den Kopf und plustert die Wangen auf. ,,Es gibt so viele Dinge, die ich nicht verstehe. Ich will anders sein und trotzdem wird es nicht besser.” Nun wendet er den Kopf zu Changbin. ,,Ich wünschte nur wirklich, ich könnte die Zeit zurückdrehen. Bis zum Valentinstag.”

Changbin blickt ihn überrascht an. ,,Ja, ich auch.”

Felix lächelt bitter. ,,Weil du mir sagen würdest, dass du auch in mich verliebt bist? Seo Changbin, du … bist ein Vollidiot.” Er lehnt sich etwas nach vorne. ,,Aber ein süßer Vollidiot.” Fast amüsiert und verzweifelt über sich selbst kann Felix nur erneut den Kopf schütteln. ,,Du hast keine Ahnung, wie ich dir hinterher gehechelt habe.”

,,Ich-”

,,Und dieser Tag sollte alles verändern. Aber nicht so. Ich wollte dieses Chaos nicht.” Erneut kullern Tränen über Felix’ Sommersprossen. Es ist kaum zum Aushalten. ,,Warum hast du mir das angetan?”

,,Was angetan?”, bringt Changbin flüsternd hervor.

,,Diese Gefühle. Ich sagte doch, Liebe macht alles kompliziert.” Felix blinzelt; seine Wimpern sind schon benetzt von all den Tränen und die Straßenlaternen werfen einen Glanz auf seine nassen Wangen. Es ist ein verzweifeltes und dennoch so unfassbar schönes Bild. Das, was Changbin vor sich sieht, ist so rau und ehrlich. Die pure Form von der Person, die an den Fasern seines Herzens zieht und dafür sorgt, dass es nie wieder wie vorher funktionieren kann.

,,Du bereitest mir echt Aorta-Schmerzen”, meint Felix.

Changbin muss auflachen.

,,Lach’ nicht. Ich versuche, dir gerade zu erklären, dass du ungefähr der verwirrendste Mensch auf diesem Planeten bist. Weißt du, wieso ich mich in dich verliebt habe? Weil du-”

Ehe es sich Felix versieht, beugt sich Changbin nach vorne und haucht einen zarten Kuss auf den offenen Mund.

Felix blinzelt und läuft rot an. Er stammelt vor sich hin und schluckt schwer, ehe er sich an den Brustkorb greift. Die Schmerzen werden allmählich wirklich unerträglich. ,,Ich … Ich …” Etwas zwiegespalten schaut er wieder zu Changbin.

Wieso paasiert das? Die ganze Zeit hat er versucht, Changbin zu küssen. Und jetzt ist er derjenige, der dumm da sitzt.

Schließlich legt er die Hand auf Changbins Oberschenkel und drückt sich nach vorne, um ihn zurück zu küssen.

Changbin nimmt daraufhin sein Gesicht in beide Hände und neigt den Kopf zur Seite, sodass ihre Lippen sich wie zwei Puzzleteile miteinander verschließen. Die Berührung ist so lieblich und sanft, voller Geduld und Zuneigung.

Es ist unerträglich, aber Felix kann förmlich spüren, wie viel Changbin für ihn empfindet. Es macht ihm Angst.

Das hier ist anders. Anders als Sungjin zu küssen. Anders als Jisung zu küssen.

Es ist transparent und ehrlich. Changbin küsst ihn nicht, weil er ihn physisch begehrt. Sondern er küsst ihn, weil er diesen besonderen Moment mit ihm teilen will. Für die Erinnerung beider.

Felix greift an sein Handgelenk und seufzt wohlig auf, bewegt den Mund langsam gegen den von Changbin und lässt sich Zeit für den Kuss, während die Gedanken durch seinen Kopf wirbeln.

Schließlich kommt die Frage auf: Was jetzt? Ist das eine Besiegelung für eine Beziehung? Nein. Oder doch?

Ruckartig löst sich Felix und sieht Changbin geschockt an.

,,Alles okay?”, fragt sein Gegenüber besorgt und fasst ihm an die Schulter, doch Felix stößt seine Hand weg.

,,Ich … ich kann das nicht.”

Überfordert blinzelt Changbin und sieht ihn getroffen an. Vorsichtig fasst er ihm an die Hände. ,,Schhh, nein, alles gut. Du musst gar nichts können. Wir können auch einfach langs-”

,,Nein! Lass das!" Felix reißt seine Hände weg und spürt, wie ihm übel wird. ,,Red’ mir nichts ein!” Er steht auf und stürmt nahezu panisch ins Haus hinein.

Die anderen schauen wieder Filme, gucken jedoch überrascht auf, als Felix sich seinen Rucksack schnappt und all seine Sachen hinein stopft.

,,Felix, stimmt was nicht?”, fragt Hyunjin irritiert.

,,Ich muss nach Hause. Sorry. Wir sehen uns morgen”, gibt er erstickt von sich und drängt sich an Changbin vorbei, der soeben wieder herein gekommen ist.

,,Felix, bitte.”

Er wird ignoriert und die Haustür fällt zu. Seufzend hält er die Hand an seinen Kopf.

,,Was hast du gemacht?”, fragt Minho verwirrt.

,,Offensichtlich Scheiße gebaut”, murmelt Changbin und denkt daran, dass er heute Nacht ohne Jacke, aber dafür mit einem schlechten Gefühl nach Hause gehen wird.
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