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14. April: Ein schwarzer Tag [by Nyanlove]

OneshotHumor, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Gaara Rock Lee
14.04.2020
14.04.2020
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3.496
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Dieses Kapitel
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14.04.2020 3.496
 
Tag der Veröffentlichung: 14. April
Zitat: "Deine Worte fallen wie saurer Regen auf die wunden Blütenblätter meines Herzens." (The Big Bang Theory)
Titel der Geschichte: Ein schwarzer Tag
Autor: Nyanlove
Hauptcharaktere: Gaara, Rock Lee
Nebencharaktere: Kankuro
Pairings: Lee x Gaara
Kommentar des Autors:  Ich hoffe ihr habt Spaß bei diesem kleinen etwas ungewöhnlichen Pairing xD Eigentlich wollte ich etwas anderes schreiben, aber irgendwie fand ich das hier viel witziger. Viel Spaß beim Lesen und bleibt gesund. <3





„Vielen Dank für eure Arbeit“, sagte Gaara und nahm das Artefakt von Gai entgegen. „Es ist schon ziemlich spät, wenn es euch recht ist stelle ich euch eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Ihr könnt euch nach Belieben in Suna umsehen und noch entspannen vor eurer Abreise“
„Das wäre super“, sagte TenTen und rieb sich ihre Schulter, „Das war echt eine anstrengende Reise“
„Wir nehmen Ihr Angebot gerne an“, sagte Gai für sein Team und alle bis auf Lee bedankten sich.
Als TenTen dies bemerkte rüttelte sie Lee am Arm, weshalb dieser total erschrak. „J-ja, vielen Dank“
Etwas verwirrt schaute Gaara zu Lee, der gerade eine Standpauke von TenTen erhielt. Lee schien dies gar nicht zu interessieren. „Ist alles in Ordnung Lee?“, fragte er und stand vom Tisch auf.
„Hm? Oh, ja alles klar“, sagte dieser leicht geistesabwesend und blickte zu Boden. So hatte der Rothaarige ihn noch nie erlebt, normalerweise war dieser immer laut und das blühende Leben. Doch jetzt war er das komplette Gegenteil.

Nachdem Team Gai das Zimmer verlassen hatte, widmete sich Gaara seinem Papierkram zu. Er musste das Museum benachrichtigen, dass das Artefakt aus Iwagakure angekommen war. Gerade als er dabei war das passende Formular herauszusuchen, hörte er einen dumpfen Aufschlag gefolgt von einem überraschten Lee.
„So-Sorry“
„Was ist denn heute los mit dir?“
„Gar nichts Neji“

Ein splitterndes Geräusch war zu hören, was Gaara sorgen bereitete, weshalb er sich entschied nachzusehen, was passiert war. Er musste auch gar nicht weit gehen. Als er die Tür zu seinem Büro öffnete und den Gang herunter sah, sah er bereits was passiert war. Lee hatte eine Vase im Gang umgeworfen. Kaum hatte Lee den Rothaarigen bemerkt, sprang er sofort auf und rannte zu ihm. „Gaara! Es tut mir so unendlich leid wegen der Vase, wirklich!“ Er verbeugte sich entschuldigend vor ihm. „Ich werde sie dir ersetzen. Ich suche dir genau dieselbe nochmal, nein, eine viel größere!“ Hektisch riss er den Kopf hoch, „Nur sei bitte nicht sauer“
„Natürlich nicht“, Lee atmete erleichtert auf. Gaara warf einen Blick zu Lees Teamkameraden und Gai. Sie alle schienen auch verwirrt zu sein, was mit Lee los war. „Am besten machst du das gleich. Die neue Vase besorgen meine ich“, sagte Gaara und ging an Lee vorbei den Gang entlang, ehe er sich kurz wieder umdrehte, „Du hast doch jetzt Zeit, oder?“
„Ok. Tut mir leid, Gai-Sensei! Wir verschieben dann unser Training im Sand auf später“, rief er Gai zu und rannte dann Gaara hinterher, der schon weiter gegangen war. „No problem Lee. Neji und TenTen begleiten mich“
„Was? aber eigentlich wollte ich …“, protestierte TenTen, doch Lee hörte sie schon nicht mehr.

Als er Gaara eingeholt hatte, waren sie bereits draußen und Lee lief neben ihm. „Du brauchst dir keine Gedanken zu machen, Gaara. Ich werde den perfekten Ersatz finden. Dir wird es nicht mal auffallen, dass es eine Neue ist. Das verspreche ich dir“ Mit einem strahlenden Grinsen gab er Gaara einen Daumen nach oben, ehe er sich umsah. „Du musst mir nur so sagen, wo euer Laden für sowas  ist“, suchend warf er seinen Kopf hin und her. „Die Vase ist mir egal. Ich wollte nur wissen, was mit dir los ist“ Gaara blieb stehen und sah zu dem Schwarzhaarigen, der mit seinen Fingern spielte und versuchte Gaara nicht in die Augen zu schauen. „Ich bin wie immer“, sagte er und versuchte ganz unbeteiligt zu klingen. Gaara zog die Stirn kraus, „Jetzt vielleicht, aber vorhin nicht. Bitte sag mir was dich bedrückt“ Protestierend öffnete Lee den Mund, schloss ihn dann aber wieder und ließ die Schultern hängen. „Es ist aber nichts wichtiges“
„Lee, du bist mein Freund. Du bist mir wichtig also“
„Gaara“, sagte Lee gerührt und wischte sich über die Augen, ehe er sich theatralisch auf den Rothaarigen warf, „Du bischt so ein guuuuuuter Freund“, heulte er.
„L-Lee jetzt beruhig dich doch“, sagte Gaara leicht überfordert.

Wenig später saßen die Beiden auf dem Boden und sahen den vorbeigehenden Leuten, die ihnen verwirrte Blicke zuwarfen, zu. Dass der Kazekage mit einen Konoha-Ninja einfach so auf dem Boden saß, war schließlich nicht alle Tage. „Wieder beruhigt?“, fragte Gaara und Lee nickte, „Ja, also … Ich, urg“ Er klatschte sich mit beiden Händen gegen die Wangen „Ok! Jetzt geht’s mir besser“ Er zog die Knie an und legte seine Arme darauf. „Bei unserer Mission mussten wir eine Nacht in Iwagakure bleiben, in einem Gasthof“ Gaara nickte verstehend und Lee sprach weiter. „Da war dieses wunderschöne Mädchen“, seine Wangen färbten sich rot und er versteckte sein Gesicht. „Sie war schön und total nett, sogar hübscher als Sakura. Wir hatten uns total gut verstanden. Natürlich hab ich mit Gai-Senseis Hilfe ihr versucht mein Interesse zu zeigen, doch sie hat nicht reagiert. Also musste ich direkter werden“ Gaara zog eine Augenbraue hoch, Was meint er damit?
„Also habe ich einen ganzen Nachmittag verbracht 100 Blumen zu suchen, um ihr meine Liebe zu zeigen und weißt du was sie dann gesagt hat. Vier furchtbare Worte.

Ich hab’ einen Freund


Kannst du dir das vorstellen?“, er drehte sich zu Gaara und fasste sich mit einer Hand dramatisch an sein Herz. „Ihre Worte fielen wie saurer Regen auf die wunden Blütenblätter meines Herzens
Meine Blüte der Jugend, einfach zerstört. Nicht mal zu meinem Morgentraining konnte ich mich aufraffen und dann habe ich noch deine Vase zerstört“, er sackte wieder zusammen wie ein Häufchen Elend. „Ich bin ein Nichtsnutz“

„Na na na“ sagte Gaara und tätschelte Lees Rücken unbeholfen in der Hoffnung diesen aufzumuntern, „Du findest jemand anderen“
„Ich werde einsam sterben!“, brüllt Lee und fing an Rotz und Wasser zu heulen. Hilflos sah Gaara ihn an und wusste nicht, was er tun könnte, währenddessen schauten einige Spaziergänger zu ihnen und begannen zu tuscheln. Als Gaara das bemerkte, stand er auf, er konnte nicht zulassen, dass die Leute schlecht über Lee sprachen. „Komm, ich möchte dir was zeigen“, er streckte Lee die Hand hin, dieser sah die Hand kurz verwundert an und ließ sich dann von Gaara hochziehen.

„Wo gehen wir eigentlich hin?“, fragte Lee und sah sich um. Sie waren raus aus dem Innenbereich der Stadt und zu einem weniger besuchten Bereich außerhalb.
„Ich wusste nicht, was ich tun sollte, um dich aufzumuntern“, gestand Gaara schüchtern, „Deshalb zeige ich dir wo ich immer hingehe, wenn es mir schlecht geht“ Die beiden gingen zu einem Geschäft, das Lee nicht ganz zuordnen konnte. Sie gingen durch die Tür und wurden direkt von einer Mitarbeiterin begrüßt. „Oh, der ehrenwerte Kazekage, was verschafft uns die Ehre Ihres Besuchs?“, fragte eine ältere Frau und verneigte sich kurz. „Ich möchte nur meinem Gast etwas zeigen, ist das in Ordnung?“
„Gewiss doch, ich sage noch meinem Mann Bescheid, dass Sie hier sind. Er möchte noch etwas mit Ihnen besprechen“ Gaara nickte ihr zu und wandte sich an Lee, „Folge mir einfach“
Während Lee Gaara folgte, sah er sich um und erkannte wo er war. „Ein Gartenshop!“, sagte er laut. „Äh ja, ist das ein Problem?“, fragte Gaara verunsichert. War das vielleicht doch keine gute Idee?

„Nein nein nein“, sagte Lee schnell und fuchtelte mit seinen Armen vor sich, „Ich war nur überrascht, dass es in Suna sowas überhaupt gibt“
„So? Naja wir sind da. Das wollte ich dir zeigen“, er hielt den Schwarzhaarigen eine Tür auf die in ein Gewächshaus führte. Als Lee dies betrat machte er große Augen. Überall waren Kakteen in voller Blüte, verschiedene Setzlinge, Blumentöpfe in verschiedenen Größen und bunte Blumen in Tischreihen aufgestellt. „Wow“, sagte Lee und rannte durch die Gänge um die verschiedenen Pflanzen zu betrachten. „Wusste gar nicht, dass die auch Blüten haben“, sagte er und begutachtete einen Kaktus. „Und dieser hat ja einen Blütenkranz“
„Vorsicht manche der Blüten haben-“
„Autsch!“, quietschte Lee und betrachtete seinen Finger, „Das tut voll weh“ Er steckte sich ihn in den Mund in der Hoffnung, dass es dann nicht mehr wehtun wird. „Zeig mal her“, sagte Gaara gelassen und betrachtete den Finger genau, als Lee ihm diesen hinhielt. „War der giftig?“, fragte Lee kleinlaut, doch Gaara schüttelte amüsiert den Kopf. „Die giftigen sind nicht hier. Halt kurz still, ich muss den Stachel rausziehen“
„Da-da-da ist ein Stachel in meinem Finger?“, stotterte Lee und wurde mit einem Mal ganz bleich im Gesicht. „Hm, geht aber ganz schnell, ich habe immer was dabei“, sagte Gaara und hatte bereits die Pinzette zur Hand. „Ma-mach-mach aber ganz schnell“, sagte Lee und hielt Gaara zitternd seine Hand hin. „Du musst sie ruhig halten bitte“, sagte Gaara und versuchte den kleinen Stachel zu entfernen, was gar nicht einfach war mit Lees zitternder Hand. „Tut- tut mir leid, ich kann Nadeln einfach nicht leiden“
„Aber ich hole ihn ja nur raus“
„Nur noch schlimmer, dass er in mir ist“, quäkte Lee und hielt sich die andere Hand über die Augen. „Bitte mach schnell, ich glaube ich halte das nicht mehr lange aus. Die Nadel, sie macht mich fertig“
„Schon fertig“
„Was!“, verblüfft nahm Lee die Hand weg und schaute zu seinem Finger, „W-wie?“
„Ich steche mich öfter an meinen Kakteen, ich bin geübt darin“, gestand Gaara und Lee machte große Augen, „Deine Kakteen? Züchtest du eigene?“ Gaara nickte, „Es beruhigt mich immer, da ich mich um etwas anderes kümmern muss. Es klärt meinen Kopf irgendwie und wenn ich mal nicht weiter weiß, komm ich hierher. Die vielen Pflanzen, die ruhige Atmosphäre. Wenn ich sehe wie sie täglich anders sind und sich verändern, gibt mir das irgendwie Hoffnung. Ich komme gern hierher, wenn das Kazekage sein etwas schwer für mich wird und dann geht es mir immer besser“ Lee nickte heftig, „Versteh ich, vor allem-“ Lee wurde unterbrochen von einen alten Mann, der Lee zur Seite drückte.
„Ehrenwerter Kazekage, gut dass ich Sie noch erwischt habe. Ich möchte Ihnen unsere neue Züchtung zeigen. Kommen Sie“ Gaara nickte den alten Mann zu und wandte sich kurz an Lee, „Ich bin gleich wieder da“

Während Lee auf Gaara wartete, sah er sich etwas um und betrachtete die Pflanzen wieder. Da fiel ihm ein besonderer Kaktus auf. Er war umgeknickt, aber trotzdem hatte er eine Blüte.
Dieser Kaktus faszinierte ihn irgendwie, er wusste selbst nicht warum.
„Sind Sie der Freund des Kazekage?“, fragte die alte Frau von vorhin Lee, was diesen aus seinen Gedanken riss. „Oh ja, ein ziemlich guter sogar“, grinste er verstohlen und Frau nickte verstehen. „So, so. Hm, ich bin gleich wieder da“, sagte sie und ging wieder. Kurz darauf kam sie wieder mit einem kleinen Wagen auf dem Pflanzen standen. Sie stellte die Blumen auf den Tisch vor Lee ab und drehte sich zu diesen. „Oh Jungchen, ihr Finger“, sagte die alte Frau besorgt und Lee schaute sich den Finger genauer an. „Machen Sie sich keine Sorgen. Gaara hat sich schon darum gekümmert“
„Nicht doch, ich …“, sie fühlte ihre Taschen ab, „Ach Gottchen, ich dachte ich hätte noch ein Pflaster für Sie“
Ihr Blick ging nach oben, „Oh, haben Sie nicht immer etwas dabei, ehrenwerter Kazekage. Ihr Freund bräuchte ein Pflaster“, trällerte sie und Gaara drehte sich zu ihr. Entschuldigend sah er den alten Mann kurz an, eher zu dessen Frau und Lee ging. „Was ist denn los?“, fragte er. „Ihr Freund blutet etwas, leider habe ich keine Pflaster mehr. Können Sie aushelfen“
„Ich brauche wirklich nichts“, versuchte Lee sich rauszureden, doch die alte Frau schüttelte den Kopf. „Unsinn, der Kazekage hilft immer gerne“, sagte sie bestimmend und sah lächelnd zu Gaara. Dieser hatte bereits ein Pflaster hervor geholt und sich vor Lee gestellt. „Bitte schön“, er hielt es ihm hin und Lee nahm es dankend an. „Danke, wäre aber wirklich echt nicht nötig gewesen. Oh wow, die Blumen hinter dir haben ja dieselbe Farbe wie deine Haare“, lachte Lee und fügte ein, „Mir ist noch nie aufgefallen wie rot deine Haare sind“ Anerkennend nickte die alte Frau, „Da haben Sie recht. Wie unsere Wüstenrosen ist unser Kazekage auch ein ganz Hübscher und so furchtbar nett“ Gaara wurde ganz rot im Gesicht, „Bitte lassen Sie das“, sagte er verschüchtert. „Ach Unsinn. Es ist die Wahrheit, fragen Sie ihren Freund. Das finden Sie doch auch, oder etwa nicht?“, fragte die Frau an Lee gewandt, der nicht genau wusste, was er sagen soll. „Also, ja klar ist Gaara schön und attraktiv, nein ich meine hübsch und ich-“
„Yoriko, lass unsere Gäste in Ruhe und hilf mir lieber“, ertönte die Stimme des alten Mannes und Lee und Gaara seufzten erleichtert auf. „Ach“, zischte die alte Frau und ging zu ihren Mann, „Siehst du nicht, dass ich versuche der Jugend zu helfen?“

Gaara räusperte sich, „Ich denke wir können gehen. Tut mir leid, dass ich dich nicht aufmuntern konnte“
„Machst du Witze? Mir geht’s definitiv besser!“, sagte Lee fröhlich. „Wenn selbst ein umgefallener Kaktus wieder blühen kann, kann ich es erst recht. Ich spüre schon wie die Kraft der Jugend mich wieder durchströmt. Und das nur dank dir, ich werde gleich morgen noch viel härter trainieren und mir mehr Mühe geben, um die Frauen besser zu verstehen“
„Das freut mich zu hören“, schmunzelte Gaara.  „Wenn Ihnen Kakteen gefallen, sollten Sie zum ehrenwerten Kazekagen nachhause gehen. Er hat ganz viele, die bestimmt auch schon blühen“, sagte die alte Frau, die plötzlich wieder bei den Beiden war. „Yoriko!“
„Ich meine ja nur, er wird sie Ihnen bestimmt zeigen“, sagte die Frau und ging wieder zu ihrem Mann. „Warum eigentlich nicht. Ich war noch nie bei dir zuhause“, sagte Lee. „Wenn du möchtest können wir gehen. Wahrscheinlich ist Kankuro da, stört dich das?“
„Ach quatsch, wieso sollte mich das stören?“
„Mir fallen da ein Paar Gründe ein“, murmelte die Frau kichernd, „Yoriko!“

Als die beiden bei Gaaras Wohnung angekommen waren, sperrte dieser die Tür auf und hielt sie Lee auf. „Nach dir“
„Oh nein nein nein“, sagte Lee und fuchtelte mit dem Händen vor sich herum, „Das ist deine Wohnung. Nach dir“
„Aber du bist mein Gast“, sagte der Rothaarige ruhig. „Ja schon, aber du bist doch der Kazekage, das geht doch dann nicht“, warf Lee ein doch Gaara verneinte, „Ich mache mir aus sowas nichts, also nach dir“
„Nach mir!“, stöhnte Kankuro genervt und quetschte sich zwischen den beiden vorbei durch die Tür. „Euch kann man ja nicht zugucken“, grummelte er und warf sich aufs Sofa, „Kommt ihr jetzt, oder wollt ihr Wurzeln schlagen?“ Gaara seufzte und ging vor Lee rein, der diesem nachging.
„Wollen wir was zu essen bestellen? Ich hab riesen Hunger“, sagte Kankuro und wie auf Kommando knurrte Gaaras Magen. Peinlich berührt sah er zur Seite, während Lee eine Idee kam.
„Keine Sorge, ich kenne das perfekte Gericht, das ich euch kochen kann. Meine Spezialität, und Leibgericht, das Curry des Lebens! Ihr werdet es lieben, glaub mir“, rief Lee voller Begeisterung und wandte sich direkt der Küche zu. „Als Dank für eure Gastfreundschaft und Gaaras Hilfe koche ich es jetzt gleich für euch“
„Also das musst du echt nicht, nicht wahr Gaara“, hilfesuchend sah der Puppenspieler zu seinen kleinen Bruder, dieser überlegte kurz. „Ich helfe dir“
Mit einer Hand klatschte Kankuro sich auf die Stirn und murmelte, „Na toll gerade die zwei die definitiv nicht kochen können, kochen“  Er konnte sich noch gut daran erinnern wie es das letzte Mal war als Gaara kochen sollte. Ihm wurde bei dem Gedanken immer noch mulmig zumute ihn auch nur in die Nähe einer Küche zu lassen.

„So, für mein Spezialcurry benötige ich-“, Lee öffnete einen Küchenschrank und sah hinein.
„Hm, da muss ich wohl experimentieren, aber keine Sorge“, er gab den beiden Geschwistern einen Daumen hoch, „Auch wenn es kein Curry wird, bereite ich euch ein Festmahl zu“. Er wendete sich wieder dem Schrank zu und holte einige Sache heraus „Ok, Nudeln, Zucker, Kartoffelstärke … Uh, Bohnenpaste“
„Eh, warum ist die schwarz?“, warf Kankuro  beunruhigt ein, „Sie sah anders aus, als wir sie gekauft haben“
„Das ist für den Geschmack. Oh und Chilipulver habt ihr auch noch“, fröhlich nahm er sich die Zutaten und legte diese zu den anderen auf den Tisch. „Dann fehlt noch etwas Gemüse und Fleisch“
„Wir haben noch etwas im Kühlschrank“, sagte Gaara und holte es. „Das wird super“, verkündete Lee fröhlich und fing an zu kochen. Kankuro beobachtete die beiden argwöhnisch. Ob er ihnen vertrauen konnte die Küche ganz zu lassen?

Mit einem war sich Kankuro sicher, er würde nie wieder Konoha-Ninja bei sich kochen lassen. Das würden seine Nerven nicht durchhalten. Nicht nur das die Küche fast in Flammen aufgegangen wäre, hätte Kankuro nicht das flambierte Gemüse mit Wasser abgegossen, nein, die Sauerei die Lee hinterlassen hatte, ließ ihn endlich verstehen warum Temari so viel auf Sauberkeit gab. Und Lees Essen sah, interessant aus. Ein netteres Wort war Kankuro nicht eingefallen für das, was Lee dort fabriziert hatte. Er hatte Nudeln mit Fleisch, Gemüse und einer dickflüssige Soße aus schwarzer Bohnenpaste gemacht. Wenn Kankuro ehrlich zu sich war, hatte er etwas Angst das zu essen. Lee stellte drei Teller auf den Tisch und Kankuro musste ein Würgen unterdrücken, als er sich das Essen genauer ansah. Auch Gaara war unsicher, Lee hatte ihn aus der Küche vertrieben und so sah er erst jetzt das fertige Gericht. So ein Gericht ist also in Konoha beliebt?

„Ich wünsche euch einen guten Appetit, ich hoffe es schmeckt euch“, grinste Lee und holte seine Essstäbchen hervor, um die Nudeln mit der Soße zu vermischen.
„J-ja, danke fürs Essen“, quetschte Kankuro hervor und debattierte, ob er einem Herzinfarkt vortäuschen sollte, um es nicht essen zu müssen. Gaara wollte Lee nicht enttäuschen und wollte es wenigstens probieren.  Vorsichtig fischte er sich mit den Essstäbchen eine Portion und nahm sie in den Mund.
„Ich werde dich vermissen kleiner Bruder“, dachte Kankuro und sah entsetzt zu, wie sein Bruder das Essen kaute. Gaara schluckte es herunter und sah zu Lee, der erwartungsvoll auf Gaaras Feedback zu seinem Essen wartete.
„Das ist total lecker“, sagte Gaara und wirkte selbst überrascht von seiner Antwort, während Lee vor Freude auf hüpfte.
Kankuro beugte sich zu seinen Bruder, „Ist das wirklich dein Ernst?“, flüsterte er und inspizierte argwöhnisch das Essen. Gaara nickte. Schluckend nahm Kankuro sich eine Portion und schloss die Augen beim Probieren. „Oh mein Gott du hast recht!“

Nachdem sie, das erstaunlicherweise gut schmeckende Essen, fertig gegessen hatten und Kankuro entschieden hatte das Küchenchaos erst morgen zu beseitigen, meinte Lee, dass er zu seinem Team zurückgehen sollte. Vor der Tür verabschiedete sich Gaara noch von ihm.

„Nochmals vielen Dank für heute. Das hat mir wirklich geholfen“, sagte Lee lachend.
„Kein Problem dafür sind Freunde ja da“
„Trotzdem“, sagte Lee und nahm Gaara hoch und wirbelte ihn umher, „Es ist so schön jemanden zu haben“ Er drückte den Rothaarigen noch enger an sich, „Ich bin froh dich als Freund zu haben“
„Ist schon in Ordnung“, sagte Gaara verlegen, „Lass mich bitte runter“
„Oh ja, tut mir leid“, etwas ungeschickt ließ Lee ihn herunter und kratzte sich unsicher am Kopf. „Ich geh dann. Wir sehen uns bestimmt bei deinem nächsten Besuch in Konoha“
„Ganz sicher“, sagte Gaara und gab sich alle Mühe nicht allzu traurig darüber zu klingen. Sie winkten einander zum Abschied zu und Gaara ging zurück in die Wohnung.

„So also was-“, fing Kankuro an wurde von Gaara aber unterbrochen, „Da ist nichts!“, sagte Gaara mit hochroten Kopf. „Okay- Eigentlich wollte ich fragen was wir Temari sagen, wenn sie später kommt wegen der Küche“

Seit dem Besuch von Team Gai waren bereits zwei Tage vergangen, als plötzlich ein Eilkurier in Gaaras Büro auftauchte. Verwirrt nahm Temari ein Paket für ihren Bruder entgegen. „Erwartest du noch irgendwas?“, fragte Kankuro. Gaara selbst hatte auch keine Ahnung. Er öffnete das Paket und holte eine schöne, selbstbemalte Vase hervor, auf der rote Blüten drauf gemalt waren. Verwirrung machte sich auf den Gesichtern von Temari und Kankuro breit, „Wieso schickt dir jemand sowas?“
Während die Älteren versuchten herauszufinden, ob was an der Vase verdächtig war, bemerkte Gaara eine Karte, die auf den Boden des Paketes gefallen war. Er holte sie heraus und las sie.

Hoffe sie gefällt dir.  
Die Kraft der Jugend erstrahlt mit jeder ihrer Blüten!
Dein Freund Lee ;]






~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine lustige, humorvolle Geschichte mit einem Touch Romantik, der mir sehr gefallen hat. Auch das Zitat hat super gepasst. Dass Lee die zerbrochene Vase durch eine selbstbemalte ersetzt hat, fand ich richtig schön. Das ist doch viel mehr wert als wenn er einfach eine gekauft hätte.

Eure lula-chan
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