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Fundbüro

von CmdrTMir
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAllgemein / P12 / Gen
14.04.2020
14.04.2020
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14.04.2020 359
 
Hallo ihr Lieben, ich hoffe ich konnte trotz der hageren Beschreibung euer Interesse wecken. Außerdem hoffe ich, dass die Geschichte nicht zu umständlich bzw kompliziert ist. Ich würde mich diesbezüglich über Kritik freuen.


Fundbüro


Leider war ich schon einmal dort, in dem traurigen Laden. Sie hatte mich in der U-Bahn verloren. So kam ich da hin. Ein alter Mann sah mich auf dem Boden liegen und nahm mich mit. Erst hatte ich Angst, er würde mich behalten und mich einfach auf sein Sofa setzen, das wäre unerträglich langweilig. Aber dann brachte er mich in den traurigen Laden. Es war irgendwie düster darin, obwohl es kleine Fenster gab. Der Mann hinter dem Tresen sah uns müde an, als ich auf dem Tresen abgelegt wurde. Der müde Mann nahm mich auf und setzte mich in ein staubiges Regal. Als er am Abend ging sah ich mich gründlich um. In den anderen Regalen und um mich herum waren keine anderen Stofftiere zu sehen. Aber in einer Ecke lag eine alte Sonnenbrille und es gab viele Mützen, einzelne Schuhe, Schals, Handschuhe und sogar T-Shirts, die unter anderem, in Kisten herumlagen.
Die Sonnenbrille fing an zu reden. „Wieso bin ich eine einfache Sonnenbrille…“, schluchzte sie. „Andere Brillen werden gesucht und von hier abgeholt, nur ich nicht. Ich bin nicht teuer und werde auch nicht zum lesen benötigt.“
Auch die Schuhe und Schals fingen an zu weinen. „Ja, ja, wir werden auch nicht vermisst. Wir sind schon soo lange hier.“
Ein blauer Turnschuh sah mich an und sagte: „Du hast es gut, du wirst vermisst. Du kommst schnell wieder hier raus, aus diesem trostlosen Gefängnis.“
Schon am nächsten Tag hörte ich eine vertraute kleine Stimme. „Ich will meinen Teddybär zurück“, sagte sie zu dem müden Mann. Der müde Mann kam auf mich zu und sah plötzlich ganz freundlich und fröhlich aus. Er nahm mich mit an den Tresen. „Ist das dein Teddybär?“, fragte er sie. „Ja, ja“, freute sie sich. „ Dankeschön.“ Sofort wurde ich fest in den Arm genommen und gedrückt. Sie ließ mich den ganzen Weg nach Hause nicht ein Mal los. Ich bin sehr froh ein Teddybär zu sein.
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