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The Melancholy of Despair

von Lizerah
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P18 Slash
Gavin Reed RK800-51-59 Connor
13.04.2020
20.11.2020
6
17.715
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27.04.2020 2.697
 
„Gavin, scheiße, kannst du mich hören?“, waren die ersten Worte, die Gavin vernahm, als er langsam wieder zu sich kam. Er spürte eine Berührung am Arm und hörte wie aus weiter Ferne Chris‘ Stimme. „Verdammt, wo bleibt der Notarzt?“
„Die sind seit der Revolution maßlos überlastet, da ihnen einige Androiden fehlen, zehn Minuten“, antwortete eine weitere Stimme. War das Officer Lewis?
„Connor, komm mal her“, war es nun wieder Chris, der sprach.
Connor? Was zur Hölle suchte der denn hier?
„Können wir ihm irgendwie helfen, bis die Rettungskräfte kommen?“, schien Chris sich an den Androiden zu wenden.
Wieder spürte Gavin eine Berührung an seinem Arm, bevor ihn plötzlich jemand zur Seite schob und ihn zwang, sich auf den Boden zu legen. Er hatte erwartet, dass der Schmerz dadurch ansteigen würde, doch stattdessen fühlte sich sein ganzer Körper einfach nur taub an.
„Es besteht keine unmittelbare Lebensgefahr. Seine neunte Rippe auf der linken Seite ist gebrochen. Sein rechter Arm ebenfalls. Seine Nase blutet stark, aber sie ist nicht frakturiert“, vernahm er Connors Stimme, worauf er am liebsten aufgesprungen und von hier geflüchtet wäre.
Jemand ergriff seinen Arm und hob seinen Kopf an. Er hörte ein leises Wimmern und stellte nur anhand von Chris‘ Reaktion fest, dass es sich um sein eigenes handelte. Scheiße.
Einer der beiden wischte ihm mit einer Art Tuch über das Gesicht, er vermutete, dass es Chris war, doch er konnte immer noch nicht die Augen öffnen, um sich dessen zu versichern.
„Detective? Können Sie uns hören? Haben Sie Schmerzen?“, hörte er wieder Connor, diesmal ganz nah an seinem Ohr, so dass ihm eine Gänsehaut durchfuhr.
„Leck mich doch“, sprach Gavin seine Gedanken laut aus und erschrak selbst darüber.
„Ich glaube nicht, dass Beleidigungen uns sonderlich weiterbringen, aber schön zu hören, dass sie bei Bewusstsein sind“, konterte der Android in seiner typisch überheblichen Art und Weise. Wie Gavin diese hasste.
Endlich wich die Schwere von Gavins Augen und er öffnete sie mit einem langsamen Blinzeln. Mit der Kontrolle über seinen Körper kamen jedoch auch die Schmerzen zurück, so dass er laut aufstöhnte. Verzweifelt versuchte er sich aufzurichten, in der unsinnigen Hoffnung, so dem Schmerz zu entgehen, doch man hielt ihn fest.
„Sie sollten liegen bleiben“, war es wieder Connor, der sprach, doch Gavin hörte ihn kaum, denn ein plötzlicher stechender Schmerz presste ihm alle Luft aus den Lungen. Noch schlimmer als der vorherige. Er versuchte zu atmen, doch wieder dieser starke Schmerz.
Wieder und wieder und wieder.
„Ich habe doch gesagt, dass Sie liegen bleiben sollen“, hörte er Connors Worte nur noch am Rande, während sein eigener hektischer Atem in seinen Ohren tönte.
„Gavin?“, fragte Chris besorgt. „Connor, ich glaube, er kann nicht atmen.“
„Doch, das kann er. Der Schmerz hält ihn nur davon ab“, erklärte er und wandte sich Gavin zu. „Legen Sie sich auf die unverletzte Seite und versuchen Sie konzentrierter zu atmen. Atmen Sie ein, bis der Schmerz kommt und dann wieder aus, bevor er sich steigert.“
Gavin versuchte es, doch er konnte nicht.
„Gavin?“, nannte er ihn diesmal beim Vornamen. Das hatte er schon einmal getan, nämlich als Gavin ihn in der Asservatenkammer mit der Waffe bedrohte.
Er spürte, wie die Panik ihn immer mehr ergriff. Er legte sich auf die Seite und versuchte zu atmen, doch es gelang ihm nicht. Er hustete und der Schmerz wurde dadurch beinahe unerträglich, bis Connor plötzlich seine Hand ergriff und seinen Arm um Gavins Schultern legte, um ihn leicht aufzurichten.
„Versuche dich auf meinen Atem zu konzentrieren und anzupassen“, erklärte Connor und presste dabei Gavins Hand gegen seine eigene Brust.
Seinem Atem? Ein Android hatte keinen Atem. Und warum redete er plötzlich so vertraut?
„Gavin“, ermahnte Connor ihn und Gavin gehorchte. Er hatte keine andere Wahl. Er schloss die Augen und versuchte, sich auf die simulierte Atmung des Androiden zu konzentrieren und im selben Takt zu atmen.
Es funktionierte, verdammt. Es funktionierte. Sein Atem wurde ruhiger, doch umso entspannter er wurde, umso mehr spürte er die Erschöpfung. Sein Körper fühlte sich an wie ein einziger Muskelkater. Kraftlos lehnte er seinen Kopf gegen Connors Schulter. Er wusste, dass man ihn deswegen wohl auf ewig aufziehen würde, doch es war ihm egal. Sie würden ihn sowieso entlassen, also warum Gedanken darüber machen? Erneut kam ihm die Frage in den Sinn, warum Connor überhaupt hier war, doch er hatte keine Energie mehr, darüber nachzudenken. Er wollte einfach nur noch, dass der Schmerz verschwand. Er wollte einfach nur noch seine Ruhe.

Er war sich nicht sicher, ob er nochmals das Bewusstsein verloren hatte oder durch eine Gehirnerschütterung an einer Art Amnesie litt, denn als er wieder die Augen öffnete, fand er sich in einem Krankenzimmer wieder. Man hatte ihm direkt nach dem Aufwachen gesagt, dass die Elle seines rechten Unterarms gebrochen sei. Dasselbe galt für die neunte Rippe, wo auch immer das genau sein mochte,  nur auf der linken Seite. Es könne Wochen dauern, bis die Brüche vollständig verheilt seien. Schöne Scheiße.
Bei den Gedanken daran griff er sich unbewusst an die Nase. Wenigstens war diese von eine Fraktur verschont geblieben. Drei Tage hatte er in diesem scheiß Krankenhaus verbracht und nun saß er hier, in seinem Revier, jedoch nicht als Detective, sondern als Zeuge und Beschuldigter. Verdammt, so hatte er sich seine Rückkehr hierher nicht vorgestellt. Nicht nur, dass er jetzt hier im Befragungsraum saß und sich wie auf dem Präsentierteller fühlte, nein, man hatte ihn auch noch vorsorglich als Beschuldigten vernommen. Dieses Arschloch, das sich Vater nannte, hatte den Spieß herumgedreht und behauptet, Gavin hätte zuerst seine Frau halb tot geprügelt und sich dann an dem Kind vergehen wollen. Was zur Hölle? Er würde nie in irgendeiner Form eine Frau oder gar ein Kind verletzen oder auch nur anrühren. Dass seine Kollegen und allem voran sein Captain diese Behauptung nicht gleich abgeschmettert, sondern überhaupt angesprochen hatten, machte ihn so unendlich wütend. Wenn das Mädchen ihn nicht zufällig in Schutz genommen hätte, wäre er jetzt wahrscheinlich der Verbrecher. Und seine Kollegen würden dies auch noch glauben.
Verdammt, ja, er hatte in letzter Zeit mächtig Scheiße gebaut, aber sowas hatte er nicht verdient. Er hatte die Kleine nur beschützen wollen, er hatte doch nicht einfach zusehen können, wie dieser Wichser sie entführte. Dieses Arschloch hatte bereits seine Frau so heftig gegen die Wand geschlagen, dass diese immer noch nicht aufgewacht war. Verdammt nochmal, hätte sie einfach die Schlüssel genommen, wäre das alles nicht passiert. Was hatte er nur getan, dass sich plötzlich alles gegen ihn wendete?
„Ist bei dir alles okay, Gavin?“, fragte Chris, der in einer Ecke des Raumes stand und ihn „bewachte“, während man die Befragung auswertete.
Anstatt eine Antwort zu geben, fuhr sich Gavin mit der Hand über das Gesicht und seufzte. Er spürte, wie sich bei dieser Bewegung ein dumpfer Schmerz in seinem Körper ausbreitete, der kurzzeitig so stark wurde, dass er die Luft anhielt. Das hatte ihm gerade noch gefehlt.
Vor der Befragung hatte er die Dosis der ihm verordneten Schmerzmittel heruntergesetzt. Sie machten ihn müde und lethargisch. Er hatte für die Befragung fit sein wollen und nun rächte sich dies. Er versuchte, sich an die Anweisung von Connor zu erinnern, um sich selbst zu beruhigen und den Schmerz etwas zu dämmen, denn er merkte selbst, wie sein eigener Atem immer hektischer wurde.
„Gavin?“, fragte Chris erneut und trat diesmal auf ihn zu.
„Ich … kann ich mich kurz frisch machen? Mir ist übel.“ Er gab seine Schwäche ungern zu, aber er musste hier raus. Er bekam hier drin keine Luft.
„Natürlich. Soll ich mitkommen? Du siehst nicht gut aus.“
„Nein, scheißen kann ich schon allein“, knurrte Gavin und stand von seinem Platz auf.
„Gavin …“
Gavin hörte nicht mehr, was Chris ihm sagen wollte, denn er war bereits durch die Tür des Befragungsraums getreten. Wahrscheinlich hatte Chris ihn darauf hinweisen wollen, dass er sich nicht allein im Revier zu bewegen hatte, doch es war ihm egal. Es war sein Revier und er ließ sich nicht wie ein Schwerverbrecher behandeln.
Er wandte sich den Toiletten zu und wollte darauf zugehen, doch er kam nicht weit.
„Na sieh mal einer an, Detective … sorry, Mr. Reed zu Besuch im DPD“, vernahm er Hanks Stimme und verdrehte innerlich die Augen. Das hatte ihm gerade noch gefehlt.
Mit einem genervten Blick wandte er sich Hank zu und konnte sehen, wie dieser bei seinem Anblick die Augenbrauen nach oben zog.
„Ah, ich verstehe, du bist heute als Gast hier“, spottete Hank, während er auf Gavin zuging.
„Kaum eine Woche weg und du prügelst dich durch halb Detroit. Nicht mal in Suspendierung kannst du deine Füße stillhalten und dich benehmen. Ich glaube nicht, dass es einen guten Eindruck macht, wenn du …“
Gavin wandte sich einfach ab und ging weiter auf die Toiletten zu.
„Hey, ich rede mit dir“, rief Hank ihm hinterher und schien ihm zu folgen, denn Gavin spürte plötzlich dessen Hand an seiner Schulter, bevor er ihn heftig zurückriss. Der Schmerz fuhr so stark durch seinen Körper, dass ihm ein Schmerzenslaut entfuhr. Hank riss erschrocken die Augen auf.
„Sorry, ich ...“, murmelte er irritiert, wurde dann jedoch von Connor unterbrochen.
„Hank!“, rief er und kam auf die beiden zugerannt. „Lass ihn in Ruhe, er ist …“
Den Rest hörte Gavin nicht mehr, denn ein starker Schwindel ergriff ihn. Er drehte sich von den beiden weg und rannte zur Toilette hinüber. Trotz des Schmerzes riss er die Tür auf und stürzte sofort in eine der Kabinen, bevor er sich auf die Knie fallen ließ und sich heftig übergab.

„... er ist stark verletzt“, beendete Connor den Satz, während sich seine Augen weiteten, als Gavin sich wie von der Tarantel gestochen herumdrehte und zu den Toiletten rannte. Er tauschte einen kurzen Blick mit Hank, der ebenso überrascht dreinsah.
Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, wandte er sich von Hank ab und ging auf die Toilettenräume zu. Langsam öffnete er die Tür und warf einen Blick hinein. Er konnte Gavin sehen, wie er aus einer der Kabinen trat und auf das Waschbecken zustrauchelte. Gavin beugte sich über das Waschbecken und spülte seinen Mund mit Wasser. Hatte er sich etwa übergeben?
Connor wägte ab, ob er zu ihm gehen und ihn fragen sollte, ob es ihm gutging, doch dann sah er, wie Gavins plötzlich in sich zusammensackte und auf dem Boden hocken blieb.
Er schob die Tür auf und ging mit schnellen Schritten auf ihn zu. Er ließ sich neben Gavin auf dem Boden nieder und berührte seine Schulter. Sein Puls raste, doch seine Verletzungen schienen sich nicht verschlimmert zu haben. Connor versuchte, ihm ins Gesicht zu sehen, doch er hatte die Augen geschlossen und sein Gesicht zu einer schmerzerfüllten Miene verzogen.
Connor öffnete den Mund, um etwas zu sagen, schloss ihn jedoch wieder, als er plötzlich Hanks Stimmer vernahm.
„Fuck, scheiße, das wollte ich nicht.“ Hank stand im Rahmen der Tür und sah mit einem entsetzten Blick auf Gavin hinab. Chris stand neben ihm und steckte den Kopf durch eine Lücke zwischen Hank und dem Rahmen. Auch ihm sah man die Überraschung an.
„Chris hat mir gesagt, was passiert ist, es tut mir leid …“
„Das ist nicht deine Schuld, Hank“, wurde er von Connor unterbrochen, bevor dieser sich wieder Gavin zuwandte.
„Gavin, können wir dir irgendwie helfen?“, fragte er vorsichtig und streichelte beruhigend mit der Hand über Gavins Rücken. Zu seiner Überraschung ließ er es zu.
Gavin schüttelte nur den Kopf, sein Gesicht immer noch zu einer Fratze verzogen, doch er schien sich etwas beruhigt zu haben.
„Hast du Schmerzen?“, fragte er, obwohl es offensichtlich war.
Keine Antwort.
„Sollen wir einen Notarzt rufen?“, fragte Hank unsicher.
Gavin antwortete immer noch nicht, sondern versuchte stattdessen, vom Boden aufzustehen. Er richtete sich nicht gänzlich auf, sondern blieb in gebeugter Haltung stehen. Mit dem Arm hielt er sich den Bauch und Connor fühlte sich durch seine Schonhaltung nur noch bestätigt.
„Gavin, du hast offensichtlich Schmerzen“, konfrontierte er ihn mit seiner Erkenntnis, während er ebenfalls aufstand.
„Ich will einfach nur nach Hause“, murmelte Gavin und wischte sich mit dem Handrücken wirsch über Gesicht. Es war ihm sichtlich peinlich, vor seinen Kollegen so zusammengebrochen zu sein, doch nach all dem, was geschehen war, konnte man es ihm nicht einmal verübeln. Selbst Hank hatte dieser Anblick mehr geschockt, als dass es ihn dazu animiert hätte, über Gavin zu spotten. Er kannte solche Zusammenbrüche zu Genüge. Die letzten Tage waren einfach zu viel des Guten gewesen, selbst für einen gestandenen Mann.
Gavin hatte dieses Mädchen und diese Frau nur beschützen wollen und sah sich nun mit Schmerzen und Vorwürfen konfrontiert. Dazu noch die Suspendierung. Die Befragung und der Spott von Hank hatten ihm nur noch den Rest gegeben. Trotz dass sich Connor so oft mit Gavin gestritten hatte, erwischte er sich selbst dabei, wie ihn Gavins Zustand Sorgen bereitete. Trotz dass er von Gavin immer wieder Beleidigungen kassiert hatte, spürte er so etwas wie Mitleid. Und obwohl Gavin auf ihn geschossen hatte, wollte er ihm helfen.
„Könnt ihr mich bitte bei Fowler entschuldigen?“, fragte Gavin mit hörbarer Erschöpfung in der Stimme. Chris und Hank nickten stumm, sichtlich überfordert. Gavin machte einen Schritt auf die Tür zu, worauf beide augenblicklich auseinanderstoben.
„Du willst doch so nicht fahren, oder?“, fragte Connor.
„Ich nehm ein Taxi.“
„Und dein Auto?“
„Egal, ich kann es mir bald sowieso nicht mehr leisten“, war Gavins Resignation deutlich hörbar.
„Ich fahr dich“, widersprach Connor.
Gavin sah ihn einfach nur schweigend an, was Connor nur noch mehr Sorgen bereitete. Wo war der Detective mit den zynischen Kommentaren geblieben? Connor wollte es nur ungern zugeben, aber manchmal vermisste er die Wortgefechte zwischen ihnen beiden. Umso mehr er von seiner Programmierung abwich, umso mehr hatte er sich gegen Gavin wehren können. Wäre es am Ende nur nicht so eskaliert, könnten sie vielleicht sogar Freunde sein.
Er trat auf Gavin zu und streckte die Hand aus. „Wo sind deine Schlüssel?“
Gavin sah ihn an, als verstände er seine Worte nicht, bevor er in seine Jackentasche griff und einen Schlüssel hervorholte. Er legte ihn in Connors offene Handfläche, worauf dieser dankbar nickte. Er sah auf den Schlüssel in seiner Hand hinab und erkannte einen Schlüsselanhänger. Eine kleine Katze aus einem Comic, die Connor in Sekundenbruchteilen in seiner Datenbank fand. Es handelte sich um eine japanische Trickserie, die sich ausschließlich um diese Katze drehte. Gavin schien Katzen wirklich zu mögen und auch selbst welche zu besitzen, denn Connor hatte bereits das eine oder andere Katzenhaar an seiner Kleidung entdeckt. Laut seiner Analyse eine Britisch Kurzhaar und eine Ragdoll. Wirklich schöne Tiere.
„Soll ich ihn nicht lieber fahren?“, fragte Chris.
„Du musst nachher zu deiner Familie“, widersprach Connor und sah wieder zu Gavin.
„Brauchst du Hilfe oder kannst du allein gehen?“
„Fahr mich einfach nur heim, okay?“, antwortete Gavin etwas gereizt. Man sah ihm an, dass die Schmerzen sich offensichtlich wieder verstärkten, denn er presste seinen Arm fester an seinen Bauch. Connor nickte schweigend und steckte die Schlüssel in seine Hosentasche, bevor er Gavin bedeutete, ihm zu folgen.
Unter Hanks und Chris‘ ungläubigen Blicken gingen sie durch den Gang und verließen das Revier Richtung Parkplatz.
Dort angekommen, entsperrte Connor Gavins Wagen und öffnete die Beifahrertür. Gavin ließ sich auf den Sitz fallen und fluchte, als dies erneut einen Schmerz hervorzurufen schien.
Connor schloss die Tür und ging um den Wagen herum, um sich auf dem Fahrersitz zu platzieren. Er sah zu Gavin hinüber, der sich mit geschlossenen Augen gegen die geschlossene Tür gelehnt hatte. Ohne etwas zu sagen, beugte sich Connor zu ihm hinüber und zog den Gurt quer über ihn. Gavin quittierte dies mit einem Murren, öffnete die Augen und ergriff selbst den Gurt. Als Connor das Klicken hörte, als der Gurt einrastete, wandte er sich wieder ab und schnallte sich selbst an. Er warf einen Blick in die Spiegel und passte deren Position an seine Sicht an, bevor er den Sitz etwas zurückschob. Er ließ noch nicht den Motor an, sondern sah noch einmal hinüber zu Gavin, der wieder an der Tür lehnte und die Augen geschlossen hielt. Die dunklen Schatten unter seinen Augen waren nun kaum mehr zu übersehen und Connor erwischte sich schon wieder dabei, wie er Gavin bemitleidete. Er sah wieder nach vorn und schüttelte den Kopf, bevor er den Motor anließ und im langsamen Tempo vom Parkplatz fuhr.
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