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13. April: Der zubezahlende Preis [by Driakuna]

OneshotFamilie, Schmerz/Trost / P12 / Gen
13.04.2020
13.04.2020
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13.04.2020 744
 
Tag der Veröffentlichung: 13 April
Zitat: "Die Liebe ist viel Mächtiger als die Vernunft." (Game of Thrones)
Titel der Geschichte: Der zubezahlende Preis
Autor: Driakuna
Hauptcharaktere: ------------------
Nebencharaktere: -------------
Pairings: ------
Kommentar des Autors: Ich hoffe ihr habt Spaß beim Lesen. ^^





Die Liebe ist viel mächtiger als die Vernunft


Strahlend weiße Augen sahen ihr aus einem Fuchsgesicht entgegen, als sie nachdenklich auf die spiegelglatte Oberfläche des kleinen Weihers hinab sah.
Wie so oft in den letzten Jahren fragte sie sich selbst, ob sie ihre Entscheidung damals richtig getroffen hatte.
Zu gut konnte Inola sich an den entsetzten Blick in dem Gesicht ihres Mannes erinnern, als sie den Zauber vollendete.
Es hatte befremdlich gewirkt in dem sonst so stoischem Gesicht solche Emotionen zusehen.
Es hatte ihr das Herz zerrissen, an den Gedanken niemals für ihre Tochter da sein zu können.
Doch ihr Leben war ein kleiner Preis, den sie bereit war zu zahlen, wenn es bedeutete das sie sicher sein konnte, dass alle, die ihr nahe lagen, in Sicherheit waren.
Inola konnte sich noch gut an die eisige Kälte erinnern, die nach ihr gegriffen hatte, als ihr Zauber seinen Dienst tat und die beiden Dimensionen voneinander trennte.

Du vermisst sie, nicht wahr?

Aufhorchend hob Inola den Kopf und sah sich suchend nach ihrem Urgeist um, bevor ihr wieder einfiel dass Gefion nicht mehr da war.
Mit einem Seufzen legte sie ihren Kopf auf ihren Pfoten ab und schloss die Augen, während sie das Irrlicht in sich beruhigte.

Ich weiß es nicht

Betrübt wandte sie sich dem Teich zu und beobachtete das leichte Kräuseln der Wasseroberfläche.
Sie war hin und her gerissen zwischen Wut und Trauer.
Wut gegenüber Merlin, die sie in diese ganze Situation hinein manövriert hatte und Trauer darüber, dass ihr letztendlich nichts anderes übrig geblieben war, als das Selbstopfer das sie gebracht hatte.
Der Erschrockene Blick von Robin, als sie realisierte was passierte, die Schreie von Ruffy dass sie aufhören sollte. Anouk, der von der sinkenden Realisation starr von Trauer überwältigt mit ansah, wie seine kleine Schwester ihr Leben gab.
Und der voller Unglauben starrende Blick ihres Mannes auf ihr.

Mit einem Schnauben rollte sie sich zusammen und vergrub ihre Schnauze in dem flauschigen Ende ihres Schweifes.
Sie dachten alle, dass sie tot war.
Sie trauerten alle über sie.
Mit einem leisen Wimmern rollte sich Inola noch enger zusammen.
Sie wünschte sich nichts lieber, als zu ihren Freunden und Geliebten zurückzukehren und sich für all den Schmerz zu entschuldigen.
Doch es war ihr nicht möglich, würde es nie wieder sein.
Dafür hatte der Zauber gesorgt.
Die Verbindung war zerschlagen und würde sich nicht mehr bilden.
Die Magie war komplett in diese Welt zurückgekehrt, während sie die andere in allem verließ.

Ihre Vernunft fragte sie, ob es wirklich das richtige gewesen war, oder ob sie alles nur noch verschlimmert hatte.
Immerhin hatte sie Aslan und sein Gefolge mit in nach Yilfheim gerissen.
Ihr Herz wetterte dagegen und summte ein sanftes Lied vor sich her.
Das Opfer war es wert gewesen. Sie konnte ihre Freunde und Geliebten in Sicherheit wissen, weit weg von verrückten Hexen oder Halbwesen, die nach Rache dürsteten.
Merlin wäre stolz auf sie.
Der Gedanke ließ Inola stocken und blinzelnd legte sie den Kopf schief, während sie sich fragte, wie sie dazu kam.
Die Wut auf ihre alte Meisterin war nach einiger Zeit plötzlich Verschwunden und war mit Dankbarkeit ersetzt worden.
Vielleicht hatte ihr Herz ja Recht.

Hätte sie den Zauber nicht gesprochen, wäre es gut möglich, dass sie nicht einmal die Chance gehabt hätte ihre Tochter aufwachsen zu sehen.
So war es wahrlich nur ein kleines Übel, das sie ertragen musste.
Auch wenn ihr es Leid tat sich niemals entschuldigen zu können, so konnte sie wenigstens all jene, die ihr ans Herz gewachsen waren, aus der Ferne beobachten, mit dem Wissen, dass ihnen Aslan nichts mehr anhaben konnte.

Mit einem Gähnen stand Inola auf und trottete zu ihrem Lieblingsbaum, nur um sich darunter erneut zusammen zu rollen.
Müde legte sie ihren Kopf auf ihre Pfote und sah noch einmal zu dem kleinen Weiher, bevor sie die Augen schloss.

Du hattest Recht Gefion, anscheinend ist die Liebe doch Stärker als die Vernunft.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine sehr schöne Geschichte, und auch wenn ich die Originalgeschichte nicht kenne, ist Oneshot dennoch verständlich. Das Zitat wurde hier wirklich gut umgesetzt.

Eure lula-chan
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