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Zwischen Widerstand und Sekte

von Lxrxk
GeschichteAllgemein / P18 / Gen
Jacob Seed John Seed Joseph Seed OC (Own Character) Rookie / Junior Deputy
12.04.2020
14.04.2020
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14.04.2020 3.096
 
"One night an one more time
Thanks for the memories even though they weren't so great"

Beim Refrain von dem Lied erhöhte ich die Lautstärke des Radios, um genauso Laut mit zu singen.
Wie ich Autofahren liebe, vor allem wenn ich alleine bin. Keiner der einen anmeckert. Keiner der einen vollquatscht. Einfach nur meine Musik und ich. Ich war schon lange kein Freund mehr davon mit anderen Leuten Auto zufahren, damals hatte ich nie Probleme damit gehabt. In meinem Freundeskreis war ich die Erste, die ihren Führerschein hatte, und dementsprechend sind diese täglich bei mir mitgefahren. Jedoch änderte es sich schnell, als meine geliebte Schwester ihre Prüfung bestanden hatte: "Mach die Musik leiser!" - "Du musst langsamer Fahren!" - "Wir müssen aber in diese Richtung!" Und noch viele anderen Dingen durfte ich mir jedes Mal anhören, wenn sie bei mir als Beifahrerin saß. Tja, sie erfüllt halt jedes "Beifahrer - Klischee". Was ich jedoch nie verstehen konnte, da ich es schließlich war, die ihr das Autofahren bei gebracht hatte.

Mein kleiner Bruder, Jace war immer das totale Gegenteil von Amanda. Jedes Mal hat er gefragt ob wie denn nicht schneller fahren könnten oder die Musik nicht noch lauter kann. Nun, ich bin nun halt von meinen jüngeren Geschwistern geprägt. Natürlich gibt es auch "normale" Beifahrer, jedoch hatte ich dank' den beiden keine Lust mehr jemanden bei mir mitfahren zulassen, selbst mein bester Freund darf bei mir nicht mit fahren, wenn ich fahre. Bei der Arbeit ist diese "Abneigung" ein Segen, das behaupten alle jedenfalls. Bei uns ist es fast eine Tradition Schere, Stein, Papier zu spielen, wer beim nächsten Einsatz fahren darf, und ich bin halt die Einzige, die da raus fällt.

"He tastes like you, only sweeter
One night, yeah, and one more time
Thanks for the memories, thanks for the memories
See, he tastes like you, only sweeter, oooh"

Nachdem ich den Sheriff meine Meinung mitteilte, und gedroht habe eine "Ein - Mann - Mission" zu machen, bekam er einen Anruf vom Marshall. Dieser Leitet unsere jetzige Mission  und erwartete uns noch am selben Tag, beim Flugplatz. Der Plan ist es mit einen Hubschrauber zu deren Kirche zu fliegen, und wenn Joseph da war, sofort festnehmen. Sollte er nicht da sein, jemanden von seinen Anhängseln aufzufordern, uns zu ihn zu führen. Am Flugplatz wurde leider- zu meinem Glück, festgestellt das wir zu wenig Platz im Hubschrauber haben, da der Sheriff, Deputy Hudson mit genommen hat. So selbstlos wie ich nun Mal bin, habe ich mich freiwillig dazu entschieden mit dem Auto zu fahren. Keiner hatte etwas dagegen ein zusetzten, da mit dem Hubschrauber fliegen, genauso beliebt ist wie der Fahrer beim Autofahren zu sein. Auch bei dieser Sache lieben mich meine Kollegen, dank meiner Flugangst.

Das ist Teil eins des Plans Teil zwei, ist das Dan und ich in Hope Country bleiben, um weitere Informationen zu sammeln, da seine Geschwister sich auch mit in diesen Project befinden. Jedoch gibt es bei ihnen keine Handfeste Beweise, wie tief sie da drin stecken. Und somit kommen wir beide ins Spiel.  

Deswegen befinde ich mich grade in meinem Auto auf den Straßen von Hope Country, um diesen Vater festzunehmen. Da ich ja länger brauche als die anderen, bin ich etwas früher losgefahren um nicht all zu spät dort auf zu tauchen. Die letzten Sonnen strahlen erheben sich schwach über die große Bergkette. Der Himmel leuchtet in schönen Rot - Lilatönen mit einen schwachen dunkel Blau dazwischen. Die Nacht wird bald einbrechen und das bedeutet das es eine lange Nacht werden würde, sollte Joseph nicht in der Kirche sein. Auf den Straßen ist nur selten mir jemand entgegen gefahren oder gelaufen, aber wenn dann hatte alle dasselbe Symbol auf deren Klamotten. Das Symbol von Eden's Gate. Außer das jeder, von denen Waffen bei sich trägt, machen sie einen ruhigen eindruck. Doch wie sagt man sie schön? "Der Schein trügt".

Die Dunkelheit trat immer mehr ein und meine Scheinwerfer beleuchtet den dunklen Feldweg. Laut Navi sollte ich in fünf Minuten da sein.
Nach ungefähr fünf Minuten kann ich zwischen den Bäumen weiße Baracken erkenne. Mit leiseren Musik und langsamen Tempo näher ich mich dem Haupttor, vor dem ich auch schließlich halte.

Aus dem Auto aus betrachte ich kurz die Lage. Wow, das nenne ich mal ein Empfang. Denke ich sarkastisch und beobachte  nervös jeden Einzelnen mit deren Waffen. Habe ich vorhin gedacht die machen einen ganz ruhigen Eindruck? Also ab jetzt merkt man zu was sie bereit wären. Sollte hier etwas schief gehen, sind wir so was von tot. Kurz schlucke ich, bevor ich meine Sachen schnappe und aussteige. An meiner Autohaube lehnend, versuche ich so gelassen, wie möglich zu wirken. Die anderen sind nicht viel später losgeflogen, als ich, eigentlich müssten sie gleich da sein. Suchend schaue ich in den Himmel und versuche irgendetwas zu erkennen, doch der Nebel macht es einen nicht leicht. Kurz schließen ich meine Augen und versuche, mit meinen gehör Hubschrauber Geräusche zu erkennen. Nach ca. fünf Minuten kann ich tatsächlich Hubschraubergeräusche vernehmen, die sich nähern. Endlich. Erleichtert stoße ich mich von meinem Wagen und warte ruhig, bis das Monster landet und alle aussteigen. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg durch die bewaffneten Menschen. Meine ganze Aufmerksamkeit ist auf die Umgebung gerichtet, um rechtzeitig Eingreifen zu können, sollte etwas passieren. Dabei bekomme ich nur Wage die Diskussion zwischen den Marshall und den Sheriff mit.

Vor der Kirche bleiben wir an der Tür stehen, durch welche Gesang ertönt. Der Marshall wollte schon die Tür öffnen, jedoch hält der Sheriff ihn noch auf. "Hudson, an die Tür. Deck uns den Rücken. Lass keinen dieser Leute hier rein. Rookie und Hayley, folgt mir. Und du... ", am ende richtet er sich zum Marshall, um ihn auch einen Befehl zu geben, "mach einfach keine Dummheiten." Doch dieser nimmt es nicht so ernst und legt seinen Gegenüber, seine Hand auf die Schulter "Ganz ruhig, Sheriff. Du wirst deinen Namen bald in der Zeitung lesen." Mit Mühe kann ich verhindern meine Augen zu verdrehen. Ja, weil der Sheriff das auch alles freiwillig macht und großes Interesse hat, seinen Namen in einer Zeitung zu lesen. Sein großes Ziel, dass noch einmal zu schaffen vor der Rente. Dan, der wohl weiß, was ich denke, blickt mich von der Seite leicht belustigt an, wird jedoch schnell wieder ernst. Ein letztes Mal hohle ich noch mal tief Luft. Auf in die Höhle des Löwen.
Wir öffnen die Türen zur Kirche. Der Mond strahlt durch das mittlere Fenster. Auf dem Podest steht ein Mann, welcher wohl Joseph sein muss und spricht zu seinen Leuten. Diese hören gespannt ihren Vater zu, beobachten jedoch gleichzeitig jeden Schritt von uns. "Etwas kommt auf uns zu. Ihr spürt es, oder?" Seine Stimme hallt im ganzen Gebäude. Eine Gänsehaut breitet sich bei mir überall aus, als ich seine Stimme hörte. Misstrauisch verfolge ich das Geschehen um uns herum, wie die anderen versuchen uns zu umzingeln, während wir weiter eintreten. "Dass wir auf den Abgrund zusteuern ... und dass der Tag der Abrechnung kommt." Seine Stimme wird immer lauter, je näher wir auf ihn zu gehen, doch auch er macht langsame Schritte auf uns zu. Meine rechte Hand wandert automatisch zu meiner Waffe, um mir eine gewisse Sicherheit zu geben. So lächerlich es auch sein mag, eine gewisse Sicherheit breitet sich in mir aus. Wenn ich aber ehrlich zu mir selber bin, wird meine jetzige Waffe mir nicht viel nützen, wenn was passieren sollte.

"Deshalb haben wir das Projekt begonnen. Weil wir wissen, was als Nächstes geschieht. Sie werden kommen. Sie wollen uns alles abnehmen. Unsere Waffen, unsere Freiheit, unseren Glauben! Aber wir lassen sie nicht." Joseph Seed, hat sich ganz vorne auf dem Podest positioniert. Auf seinen freien Oberkörper kann man Tattoos entdecken, aber auch Narben und das nicht grade wenige. Der Marshall dreht sich zum Sheriff um, um ihn aufzufordern, ihn festzunehmen. Doch dieser möchte, dass wir warten. Er scheint das alles hier auch nicht zu Vertrauen, vor allem nach der Ansprache, ist meine Nervosität gestiegen. Aber anscheinen war Joseph nicht ganz fertig. "Weder wird uns ihre Gier, noch ihre Unmoral, noch ihre Verdorbenheit je wieder Schmerz zufügen. Es wird keine Schmerzen mehr geben."Mit jeder Sekunde, die wir länger hier sind, wird das unwohlsein Stärker, ein Schauer legt sich auf meinen Rücken, als er endete. Die Macht seiner Worte zu hören, wenn man genau vor ihn steht, hat tatsächlich einen stärkeren Effekt, als im Video und selbst da hat man gemerkt, wie stark sein Charisma ist.

Vorne angekommen entdecke ich im Hintergrund einen weiteren Mann, welcher John Seed sein muss, der jüngste Bruder. Er wird als ein Psychopath beschrieben, der die ganzen Beichten und Taufen ablegt. Wie diese genau ablaufen wissen wir nicht, aber wenn er wirklich ein Psychopath sein soll, dann werden sie sicher mit viel Schmerz verbunden sein. Gelangweilt beobachtet er das ganze geschehen, nicht bereit ein zuschreiten, wenn wir seinen großen Bruder verhaften. Keiner scheint wirklich Notiz von ihn zu nehmen, weswegen ich die Aufgabe über nehme ihn zu Beobachten. Er hat Braune, zurückgegelte, Haare und trägt, wie die meisten Männer in seinen Alter einen Bart. Unter seinen langen Mantel scheint er eine Weste zu tragen mit einen Blauen Hemd drunter. Die oberen Knöpfe hat er offen gelassen, wo man ein Blick auf eine Narbe erhaschen kann. Alles im einen ist sein Äußeres sehr attraktiv, irgendwie schade das sein Charakter so hässlich sein soll. Meine Augen suchen irgendeine Art von Waffe ab, kann jedoch keine entdecken. Schließlich steigen meine Augen wieder zu seinem Gesicht, nur um festzustellen, dass er mich genauso mustert wie ich ihn. Bei allen anderen Menschen würde ich den Blickkontakt sofort abbrechen, doch irgendetwas verbietet mir weg zu schauen. Erst als ich sein überhebliches Grinsen sehe kann ich mich von seinen Augen los reißen. Meine Aufmerksamkeit legt sich wieder auf die anderen. Der Marshall ist zieht aus seine Tasche den Haftbefehl und hält ihn für alle gut sichtbar nach oben "Joseph Seed! Ich habe hier ein Haftbefehl gegen Sie - wegen des Verdachts auf Entführung mit den Vorsatz der Körperverletzung! Nun, treten Sie vor und lassen die Hände da, wo ich sie sehen kann!" Einige der Anhängsel von Joseph sind zu uns nach vorne getreten und bauen sich bedrohlich auf. Meine rechte Hand, die kurzzeitig meine Waffe verlassen hat, als ich John musterte, legt sich schnell wieder um diese. In mir wütet ein Sturm der jede Situation, die eintreten könnte, analysiert. Der ältere Seed erhebt seine Arme, so als würde er zu Gott sprechen. "Da sind die ja... die Schlangen in unserem Garten... Und sie holen mich." Immer mehr Leute stellen sich beschützend vor ihren Vater. Ganz langsam macht jeder ein paar Schritte zurück. Ein bisschen unhöflich über uns zu reden, als wären wir nicht da. Denke ich mir beleidigt und ziehe in meinem Kopf einen Schmollmund. "Sie kommen um mich euch weg zunehmen. Sie kommen, um zu zerstören, was wir aufgebaut haben." Die Leute fangen an, unruhig zu werden und werden dabei immer lauter, während sie versuchen uns von den Podest weg zu drängen. Wir versuchen sie zu beruhigen, damit es nicht weiter eskaliert, doch es scheint sie nur noch eher an zu stacheln.

Einer von hinten reist meine Hand von meiner Waffe, nur um sie selber an sich zu nehmen, aber meine Reflexe sind schneller und somit drehe ich seine Hand hinter seinen Rücken. Dieser keucht vor Schmerz auf, was wohl zwei Mitbekommen haben und eingreifen wollen, bleiben aber auf mal ruhig stehen. Erst jetzt fällt mir auf, dass alle wieder ruhiger geworden sind, und lasse den Typen ruckartig los. Joseph steht nun zwischen seinen Leuten und schein sie damit besänftigt zu haben. Ich spure einen Blick auf mir weswegen ich vorbei an Joseph zu John blicke, der mich voller Interesse beobachtet. Während der Vater, die anderen mit seinen Worten ruhig stellt, was ich wenig Beachtung schenke, legen sich meine Augen auf zwei neue Personen, die wohl auch schon die ganze zeit da waren. Auf der linken Seite von mir aus taucht ein großer Mann mit roten kurzen Haaren und Militär Kleidung auf, Jacob Seed, der Älteste Bruder der Seed Brüder. Auf der rechten Seite läuft leicht füßig eine wunderschöne Frau, mit einen weißem Blumensommerkleid, auf die linke Seite von John zu. Das muss dann Faith Seed, die Adoptivschwester der drei Brüder.
Erst als die Tür zugefallen ist, merke ich, wie Dan, die Handschellen an Joseph anlegt und sich auf den Weg raus macht. Mit einen letzten Blick auf die drei Geschwister, drehe ich mich um und laufe mit eiligen Schritten den anderen hinter her.
Neben Dan angekommen, lasse ich mein Blick kurz über unseren gefangen schweifen, welcher sehr sicher in seiner Situation scheint, viel zu sicher. Irgendetwas wird passieren! Den Gedanken teile ich auch mit meinen Partner, der mir zustimmt. "Ja, mir ist auch mulmig zu Mute, doch so lange nichts dazwischen kommt müssen wir unseren Job erfüllen." Und damit war das Gespräch zu Ende. Aus dem Augenwinkel kann ich ein lächeln auf den Gefesselten erhaschen. Er hat tatsächlich etwas geplant. In der langen zeit bei der Polizei erkenne ich, wenn Menschen etwas geplant haben und dieser hat definitiv einen Plan, da kann mir einer erzählen, was er will. Wir werden Hope County nicht sicher verlassen, so viel steht fest. Und das macht mir Angst. Natürlich wussten wir ungefähr, was uns erwarten wird. Trotzdem denke ich das wir die Gerissenheit dieses Menschen unterschätzt haben und das wird uns bestimmt sehr schnell zu Verhängnis. Die Körpersprache vom Sheriff lässt verraten, dass er den fast selben Gedanken hat, nur das er ihn nie unterschätzt hat. Nein, er war der Einzige, der nicht wollte, dass wir hier her kommen.

Einige versuchen von vorne zu ihren Vater hindurch zu kommen, doch jedes Mal schubst der Marshall die Menschen zu Seite, welche es nicht grade lustig finden. Merkt er gar nicht, wie wütend er sie damit macht? Er bringt uns alle damit noch mehr in Gefahr, wenn er die Wut der Leute steigert. Kurz vor meinem Auto fangen einige an auf uns, etwas zu werfen. Mir wurde von hinten eine leere Dose an den Kopf geworfen, der nicht grade schwach war. Auch die anderen bekommen ordentlich was ab, was wohl den Gedulsfaden vom Marshall reißen lässt und im Eifer des Gefechts in die Luft schießt. Ab hier geht plötzlich alles zu schnell.
Die Menschen ziehen ihre Waffen oder versuchen sich auf uns zu werfen, währen wir zu unseren Gefährten rennen. Die anderen in den Hubschrauber und ich zu meinem Auto. Voller Hektik versuche ich den Motor zu starten, was nicht sofort klappt. Einige versuchen sie geschlossenen Türen zu offen oder sind kurz davor die Scheiben ein zu werfen. Die meisten anderen versuchen es aber eher beim Hubschrauber, da ja Joseph drin hockt. "Komm schon. Komm schon, verdammt!" Schluss endlich geht mein Wagen an und ich rase los, dabei fahre ich die um die an meinem Auto am werk waren. Im Rückspiegel erkenne ich, das mich welche auf ihren Geländewagen und Quads verfolgen. "Komm schon großer, dieses Mal müssen wir schneller sein als sonst!" Murmel ich meinen Wagen zu. Hinter mir höre ich einige Schüsse. "Klar schießt auf mich, Ärsche." Da ich wusste, dass die mit Waffen hantieren, habe ich selber ein paar aus unserer Waffenkammer mit gehen lassen. Eigentlich dachte ich, dass ich die nicht ein setzten, muss, doch da war ich wieder zu naiv. Auf der Straße angekommen, erhöhe ich mein Tempo noch mehr als vorher. Die Schüsse werden immer mehr und scheinen auch naher zu kommen. Aus dem Augenwinkel kann ich neben mir zwei erkennen, die genau auf mich zielen. Fuck. So schnell, wie es geht, lasse ich mein Fenster runter und Ziele mit meiner eigenen Waffe in deren Richtung, jedoch auf die Reifen. Ein Schuss ertönt und kurz darauf eine Explosion.

Die neben mir sind jetzt nur nicht Feuer und Asche. Im Spiegel kann ich erkennen, dass es ein anderen Wagen mit gerissen hat und doch scheinen ein nicht weniger zu sein. Ein Lufthauch zischt an meiner Wange vorbei, dass zerbrechen von Glas nehme ich, nur schwach war. "Kacke, die schießen hier mein Baby kaputt." Aus meiner großen Sporttasche ziehe ich eine Granate, schnell reiße ich den Hebel mit meinen Zähnen raus und werfe den aus meinem Fenster. "Granate!" Schreit einer, doch zu spät. Drei Wagen weniger. Die Straße scheint nicht zu enden und mein Adrenalin, steigert sich mit jeder Sekunde und schein mich zu verschlingen. Ich hoffe, die anderen haben es raus geschafft.

Wieder ertönen Schüsse hinter mir, doch dieses Mal oben. "Ja ne, ist klar und gleich tauch vor mir noch ein rosa Einhorn auf mit einem Maschinengewehr statt mit einem Horn!" Sarkasmus lässt grüßen.

Kurz verliere ich die Kontrolle von meinen Wagen, da wohl eine Granate in der nähe von meinem Wagen eingeschlagen ist. Bitte, ich muss es hier raus schaffen. Verzweifelt werfe ich zwei weitere Granaten und somit meine letzten beiden. Dieses Mal scheine ich alle erwischt zu haben. Bleibt nur noch das Flugzeug. Ein Grinsen bildet sich auf mein Gesicht, wegen des Adrenalins. Das Ende der Straße taucht auf und somit das Ende dieses beschissenen Landes. Das Tempo von meinem Liebling erhöht sich bis zum Maximum. Fast, ich habe es fast geschafft. Eine Träne der Erleichterung fließt über meine rechte Wange hinab. Die Schüsse haben aufgehört. Es ist ein großes Wunder, das das Flugzeug mich kein einziges Mal getroffen hat.

Und dann passierte es wie in Zeitlupe. Ein brennendes Licht Frist sich in meine Augen, weswegen ich sie panisch schließe. Stechende Schmerzen breiten sich in meinem kompletten Körper aus. Scherben, Steine und Äste schneiden sich tief in mein Fleisch rein. Ich kann hören wie meine Knochen brechen, wenn nicht sogar vollkommen zertrümmern. Eine Hitze breitet sich um mich herum aus. Nur noch ein Pfeifen dringt in meine Ohren. In meinem Gesicht scheint irgendeine Flüssigkeit zu laufen, was wahrscheinlich mein Blut sein muss, doch dies nehme ich, nur benommen war. In meinem Körper fängt alles quälend langsam taub zu werden. Nur mit mühe kann ich atmen, um nicht zu ersticken. Eine schwarze Silhouette taucht vor mir auf, der ich keine richtige Aufmerksamkeit schenken kann, da die Krallen der Finsternis mich in eine Umarmung schließen wollen, als hätten wir uns lange nicht gesehen und ich gebe mich dieser Finsternis mit Freude hin.
 
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