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Einsiedler des Dreckslochs

von Deathity
Kurzbeschreibung
OneshotAbenteuer, Humor / P16 / Gen
Antonin Dolohow Hermine Granger
12.04.2020
12.04.2020
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Hellow!

Also eigentlich weiß ich gar nicht, wieso ich hier gelandet bin … da kam plötzlich so ne Nachricht, irgendwas von wegen „Wichteln“ (wobei wir Ostern haben … jetzt gerade wo ich schreibe zumindest) und ja, irgendwie bin ich hier herein geraten :D

Worum es eigentlich geht? Das ist eine verdammt gute Frage! So eine wirkliche Beschreibung habe ich gar nicht bekommen, also schreib‘ ich jetzt einfach mal das, was mir gerade in den Sinn kommt. Allerdings werde ich versuchen, viel Humor einzubringen, denn etwas anderes passt mir momentan nicht in die Laune. Ihr wisst schon, Corona und so. Man sollte meinen, man hat unendlich viel Zeit, aber irgendwie ist genau das Gegenteil der Fall. Meine Zeit ist begrenzt wie sonst etwas, die Außenwelt verschließt einem jede Tür und wenn man doch mal ein paar freie Minuten hat, verbringt man sie freiwillig mit Putzen, denn irgendwie ist man ja schon panisch und gestresst. Naja, lasst uns nicht über so etwas sprechen, das verdirbt mir ja doch die Laune :D

Also, wo war ich, ehe ich mal wieder ins Gelaber abgerutscht bin? Ach ja, der Grund, warum ich hier bin. Ihr Name ist Helia, sie ist mein Love und Feuer, sie hat darum gebeten (und mir Sex geboten) also konnte ich nicht „Nein“ sagen (was an dem versprochenen Sex liegt.)

Mal schauen, was meinem Hirn heute so entspringt, nachdem ich schon an so einem Ding namens Fahrrad rumgeschraubt habe. Ja, so etwas kann man tatsächlich heutzutage noch nutzen! Wobei das Ding nur zwei Räder besitzt, keinen Motor hat und man sich selbst anstrengen muss, damit es vorwärtskommt! Hach.


~*~*~*~


Zittriger Atem, rasendes Herz und höllische Seitenstiche. Das war alles, was Hermine momentan wahrnehmen konnte, als sie über das weite Gelände von Hogwarts rannte. Man sollte meinen, sie kannte mittlerweile jeden Zentimeter von diesem magischen Ort, doch nichts lag der Wahrheit ferner. Auch jetzt, mittlerweile seit zwei Jahren angestellt als Professorin für Zaubertränke, war ihr noch so vieles fremd.

Genau wie diese verdammten Wesen, die gerade nach ihrem Leben trachteten. McGonagall hatte wohl vergessen, diese zu erwähnen, als sie davon erzählte, dass Snape damals seine Forschungen in einem unteren Teil der heulenden Hütte versteckte. Natürlich hatte dieser brillante Mann für einige Sicherheiten gesorgt, immerhin lag dort sein ganzes Wissen versteckt. Mal abgesehen von einigen Tränken, die wahrscheinlich ein Freifahrtschein nach Azkaban darstellen.

Aber bei Merlin, was für Dinger waren das bloß? Eine neue Schöpfung, entstanden aus einem seiner Tränke? Oder tatsächliche Diener der Hölle, wenn man sich deren Schnauze mal ansah, welche sicherlich groß und stark genug dafür wäre, einen ganzen Menschen zu verschlingen. Mit einem kräftigen Schluck versuchte die noch junge Hexe, ihre Angst und die Tränen herunterzuschlucken. Auch ein Teil Wut auf ihre liebste Professorin lag dabei.

Eine kleine Schimpftirade brach dabei in ihren Gedanken los. Worte, die sie nur aus der Welt der Muggel kannte und einige Dinge, die sie selbst erfand. Wieso hatte ihre Neugier nur größer als ihr Verstand sein müssen? Bei genauerer Betrachtung wäre es doch selbstverständlich, nicht ohne eigene Sicherheitsmaßnahmen einen so wichtigen Ort aufzusuchen. Verdammt, ihre Dummheit grenzte gerade wirklich schon an die von so einigen Schülern, denen sie manchmal gern gehässige Kommentare unter ihre Arbeiten geschrieben hätte, wenn ihr Herz nicht so sanft wäre.

Viel zu spät achtete sie dadurch auf ihren Weg, eine weitere Dummheit, als sie die dunkle Umgebung wahrnahm und die Bäume bemerkte, die um sie herum in den Himmel ragten. Hätte ihre ganze Kraft nicht in ihren Beinen gesteckt, hätte die Braunhaarige sich selbst eine Backpfeife geben können. Wo war ihr Verstand hin? Ihre Genialität, die sie so gerne raushängen ließ, wohlwissend, dass andere eben genau diese Art an ihr nicht ausstehen konnten und sich klein fühlten?

Das nasse Laub unter ihren Füßen bot keinen festen Halt, Stöcke und Steine gruben sich durch ihre Hausschuhe, während der kalte Herbstwind unaufhaltsam durch ihren Bademantel zog. Ganz richtig, die Muggelgeborene hatte nicht einmal daran gedacht, sich gescheit für diese Aktion anzuziehen. Warum auch, wenn man denkt, man ginge kurz hinüber, hole ein paar Dinge und kehre dann wieder zurück vor die Wärme des Kamins?

Kopfschüttelnd versuchte die junge Frau diese albernen Gedanken loszuwerden, die ihr einfach nicht dabei helfen wollten, einen kühlen Kopf zu bewahren und vielleicht endlich einen Überblick über diese Situation zu gewinnen. Wobei das wahrscheinlich vergebens war, denn ihre Füße trugen sie immer weiter ins Dunkle hinein, ins Herz des verbotenen Waldes.

Das Schnaufen hinter ihr wurde zwar etwas leiser, wofür sie ihrer Ausdauer wirklich dankte, aber das nahm ihr nicht die Angst. Immer wieder kam der Gedanke in ihr auf, dass es bald enden würde. Ihre Beine doch den Dienst versagen würden, im wichtigsten Moment, einfach wegknickten, ehe sich gelbliche Zähne durch ihr Fleisch graben würden. Eine Gänsehaut überzog ihre Arme.

Zwar kam dieses Ende ein wenig anders, als Hermine es sich vorgestellt hatte, aber es kam. Ihr Fuß verhing sich mit dem Nichts, wie das immer so ist, ihr Körper stürzte zu Boden und schmerzhaft rutschte sie über den Boden. Ihr flauschiger Bademantel zog sich voll mit nassem Dreck, verwandelte sich vom wunderschönen Weiß in ein hässliches Gemisch aus Braun und Dunkelgelb.

Sofort kam das Schnaufen näher, rasant schnell näherte es sich ihr. Gerade in dem Moment, wo sie den Kopf nach hinten drehte, blickte sie einem dieser Dinger auch schon direkt ins Gesicht. Konnte seinen widerlichen Atem nicht nur auf ihrer Haut spüren, sondern auch tief einatmen. Der Reflex, Würgen zu wollen, konnte nur dadurch unterdrückt werden, da sie die Hoffnung hatte, das Vieh vor ihr wäre vielleicht blind und würde einfach nur irgendwelchen Geräuschen folgen.

Doch natürlich war das nicht so. Kreischend gab das Wesen den Fund der Beute bekannt, blickte mit seinen verblichenen blauen Augen direkt in ihre. Gierig. Wahnsinnig. Boshaft. Rein aus Instinkt schrie Hermine mit, machte ihre Angst freie Bahn und ließ sie heraus. Sie war schon gefunden worden, was sollte ihr jetzt noch Schlimmeres passieren können?

Für einen kurzen Moment schien die Welt zu erstarren. Jegliche Bewegungen einzufrieren, ehe es ganz langsam weiterging. Sie konnte ganz genau beobachten, wie das Maul sich öffnete, die verfaulten Zähne preisgab, den Geruch noch schlimmer in der Luft verbreitete und ihr immer näherkam. Wie der Speichel schon über ihr Bein lief.

Das letzte, was die Hexe sah, war die Schwärze. Als würde sie direkt ins Maul dieses Wesens blicken und ihr Ende schon sehen. Doch da war kein Licht am Ende des Tunnels, sondern nur Dunkelheit. Als würde sie verschlungen werden, was wahrscheinlich gerade auch geschah, aber das Gefühl war so schlimm, es schien den Schmerz auszublenden.

Verwirrt zog sie ihre Augenbraue hoch. Da müsste Schmerz sein. Das Gefühl, zerrissen zu werden. Ihr Blut, welches irgendwo herunterlief. Warum war davon nichts präsent? Hatte ihr Hirn nun den völligen Schaden erlitten? War ihre Dummheit zu groß für Schmerzen geworden? Das klang so abwegig, das konnte doch einfach nicht der Wahrheit entsprechen.

Ein seltsames Geräusch drang an ihre Ohren, verwirrte die Muggelstämmige nur noch mehr. Konnte nicht einmal ihr Tod unkompliziert von dannen gehen? War nicht einmal dies ihr gegönnt, nach all den Jahren des Krieges? Theatralisch warf sie den Kopf in den Nacken, nicht wissend, wieso sie weiterhin starr in diese Schwärze starren sollte.

Noch mehr Schwarz. Aber es war anders. Vollkommen unterschiedlich zu einem Augenschlag davor. Der Mond brach durch das Blätterdach, schenkte ihr ein wenig die Sicht zurück. Doch mit schwarzen, ledernden Flügeln hatte sie nicht gerechnet. Flügel, die über ihr ausgebreitet waren. Flügel, die auch ihren Körper nach vorne abzuschirmen versuchten. Und plötzlich schien die Realität wieder über ihr einzubrechen.

Gekreische, Hufgetrampel, Schnauben. Was ging hier bloß vor sich?

Das Wesen vor ihr bewegte sich, gab den Blick auf eine Thestralherde preis, die wütend mit ihren Hufen nach den teufelsgesannten Viechern traten. Die versuchten, mit ihrem schnabelartigen Mundwerkzeug nach ihnen zu schnappen, sie zu besiegen. Und es war, als wäre Hermine in einem Traum gefangen, ausgerechnet von diesen Wesen gerettet zu werden.

Keinen Moment später packte sie etwas, zog sie nach hinten. Weg von diesem Anblick, dieser kleinen Schlacht, die gerade wegen ihrem Leben ausgefochten wurde. Erst einige Momente später realisierte sie, dass es wahrscheinlich nicht gerade etwas Schlaues war, sich von irgendetwas nach hinten ziehen zu lassen, weg von der Herde, die ihr Leben verteidigte.

Fast schon aggressiv schlug sie das weg, was ihren Bademantel gepackt hatte, rappelte sich so schnell wie möglich wieder auf die Beine und rannte los. Den Thestralen entgegen, die die Überhand gewonnen hatten, ehe der Boden unter ihr einfach nachließ. Sie rannte noch ein Stück weiter, bemerkte es mit geweiteten Augen, doch ihr Körper fiel längst. Hinein in die nächste Dunkelheit, von der sie so langsam genug hatte.

~*~*~*~


„Verdammt!“, wütend schlug Hermine auf den Boden, immer wieder, als würde es irgendetwas ändern können. Schön wär’s!

Ihr Fuß schmerzte höllisch, war sie doch irgendwie darauf gelandet, ihr Kopf pochte unangenehm und so langsam konnte sie die Kälte nicht mehr von sich fernhalten, hier unten, nicht mehr in Bewegung. Als würde sich so langsam die ganze Welt gegen sie stellen, wie eine gemeine Kreatur, die einfach nicht von ihr abließ.

Fast schon schnaubte sie empört, als sie es irgendwie schaffte, auf die Beine zu kommen. Mit der linken Hand stützte sie sich an der matschigen Wand, während die andere in ihrem Ausschnitt nach ihrem Zauberstab suchte. Einen Augenblick später erhellte ihr Lumos die Umgebung, oder eher das, was man in einer Höhle so sehen konnte. Dreck.

Ein Niesen später, weil ihr so viel Erde in die Nase gerieselt war, schleppte sie sich vorwärts. Es schien eine Art Tunnelsystem zu sein, in welches sie gestürzt war, also musste es irgendwo einen Eingang geben, der sie wieder ins Freie lassen würde. Oder in den verbotenen Wald, aber darüber wollte sie in diesem Augenblick nicht wirklich nachdenken.

Die Luft stand modrig und abgestanden, der Sauerstoffgehalt schien nicht der Beste zu sein, trotzdem kämpfte sie sich vorwärts. Überwand diese Strapazen, wenn es hieß, dass sie irgendwie wieder hier herauskommen würde. Auf ihrem Schreibtisch lagen noch immer Hausarbeiten, die dringend kontrolliert werden mussten!

Eine normale Hexe wäre in Panik ausgebrochen, hätte geweint, geschrien, um sich geschlagen. Aber nicht Hermine, nein. Sie würde sich selbst retten, wie sie es schon so oft getan hatte. Wie sie es schon so oft tun musste. Nichts würde sich jemals wirklich ändern, das hatte sie leider schon immer am eigenen Leib erfahren müssen.

Ihr Fuß vergrub sich immer wieder fast in dem modrigen Boden, der sie wieder zu Fall bringen wollte. Als würde er sie hierbehalten wollen, in der unheimlichen Stille und endlosen Schwärze. Ein Gefängnis aus widerlich stinkendem Matsch, welchem die junge Frau einfach nur entfliehen wollte. Zurück in ihre Räume in Hogwarts. Vielleicht aber erst nachdem sie Pomfrey aufgesucht hätte.

Die Hand an der Wand war mittlerweile ein einziger Klumpen geworden, schob sich einfach nur noch vorwärts, wenn ihr Körper es verlangte und gab nicht mehr ganz den Halt, den sie am Anfang geboten hatte. Aber Hermine hätte schwören können, einen Luftzug bemerkt zu haben, welcher ihre Kraft noch einmal aufleben ließ. Nur aus dieser Höhle raus!

Immer schneller schlängelte sie sich durch den engen Pass, von welchem die erdige Decke fast ihren Kopf streifte, doch der Drang nach sauberer Luft war so immens geworden, dass sie sogar den Schmerz in ihrem Fuß vergaß. Genau wie die Tatsache, dass sie eine Hexe war und sich selbst hätte heilen können, doch ihr Verstand war nach den Ereignissen vor ihrem Sturz etwas in Mitleidenschaft gezogen worden.

Und gerade als sie dachte, so etwas wie Licht gesehen zu haben, brach ihre Welt ein weiteres Mal zusammen. Fast schon die Enttäuschung in Person ließ sie sich auf die Knie fallen, rutschte mit ihrer Hand einfach an der matschigen Wand hinunter und blieb, wie sie war. Starrte auf dieses seltsame Lagerfeuer, welches fast erlischt war.

„Bei allen guten Geistern, ist das ganze Universum nun gegen mich?“, zwar konnte diese Frage niemand hören, aber es tat ihr gut etwas anderes wahrzunehmen als die Stille und schmatzende Geräusche, die von ihrem Gang erzeugt wurden.

„Nur ich wahrscheinlich“, sprach da plötzlich doch jemand. Wie von der Tarantel gestochen schmiss die Braunhaarige sich nach hinten, als würde das einen Unterschied machen oder sie gar retten.

Panisch hielt sie ihren Zauberstab vor sich, um die fremde Stimme mit ihrem Licht zu blenden und tatsächlich, Gott war gnädig, funktionierte diese Taktik ganz gut. Der Fremde stöhnte auf und verbarg sein Gesicht hinter den Händen, schien vor Schmerzen fast schreien zu wollen.

„Nimm deinen verdammten Zauberstab runter! Versuchst du immer, fremde Zauberer erblinden zu lassen?“, aggressiv wehte diese Stimme zu ihr herüber, von starkem Akzent getränkt und definitiv männlich. Fast schon zu männlich.

„Wer bist du?“, den Stab weiterhin erhoben, wollte Hermine sich in Sicherheit wiegen. Wenn er wirklich so geblendet war, wie er den Anschein erwecken wollte, würde er sie schon nicht angreifen können.

„Dein Peiniger, wenn du diesen Stab nicht gleich senkst“, noch immer schwenkte pure Wut in jedem Wort mit, auch wenn man leicht die Qual heraushören konnte.

„Ich würde nur ungern in alte Verhaltensmuster zurückfallen, aber wie mir scheint, besitze ich die Oberhand. Oder zumindest einen Stab“, sich mutig geben erhob die junge Frau sich, noch immer vorsichtig, um den Fuß nicht noch schwerer zu verletzen.

„Wo wir schon bei deinem Stab sind“, der Fremde kam näher. „Den kannst du mir sicherlich überlassen, dann wirst du dieses Loch lebend verlassen können“, seine Hand griff blind nach dem Stab, verfehlte ihn dabei allerdings um mehrere Armlängen.

„Ich verstehe“, irritiert hob sie eine Augenbraue, nicht wissend, wie man mit so einem Typ Mensch umgehen sollte. „Vielleicht einigen wir uns erst einmal darauf, dass du dich zu Boden begibst und ich den Lumos senke.“

Ein Knurren und fremdsprachige Worte folgten, welche selbst die Hexe als Beleidigung erkannte, ehe der Mann tatsächlich das tat, worum sie gebeten hatte. Das Licht hatte im offensichtlich mehr zugesetzt, als sie zu glauben bereit war. Lebte er etwa hier, in diesem modrigen Drecksding?

„Also“, auch sie setzte sich wieder, senkte den Zauberstab. „Wie komm ich hier wieder raus?“

„Zu dieser Uhrzeit gar nicht, außer du möchtest den Acromantula als Mitternachtssnack dienen, wobei sie auch deinen Stab mitfressen würden, was für mich dann wieder ein Problem und weitere Jahre in diesem Zustand bedeuten würden“, war seine Stimmlage am Anfang noch etwas defensiv und beleidigt, so wurde sie zum Ende hin wieder wütend. Dieser Mann litt eindeutig an Stimmungsschwankungen!

„Ich werde diese Nacht sicherlich nicht mit dir hier verbringen“, empörte sie sich. Nicht auszumalen, was dieser seltsame Mann ihr noch antun würde!

„Du fällst in mein Heim und lädst dich selbst wieder aus? Was für eine Kriegsheldin“, zog er sarkastisch über sie her, das Gesicht hinter Bart und Schatten verborgen.

„Dein Heim? Du willst mir doch nicht wirklich erzählen, dass du in diesem Erdhaufen haust?“, um ihre Aussage zu untermalen, winkte sie mit ihrer Hand vor der matschigen Dreckswand herum.

„Nach einigen Jahren wird es ganz gemütlich“, grummelte er ihr entgegen, weiterhin auf seiner sarkastischen Schiene und den Blick starr auf ihren Stab gerichtet.

„Nun, jeder hat seine Vorlieben“, wollte sie das Thema beenden, immerhin ging es sie ja im Endeffekt nicht wirklich etwas an.

„Ohne Stab kann ich diesen Wald schlecht verlassen“, erinnerte er sie an ihr Umgebungsfeld, welches eigentlich noch in ihrem Kopf hätte präsent sein müssen.

„Normalerweise verliert man seinen Stab auch nicht einfach so“, schnappte sie zurück, gereizt von seiner Art, welche sie stark an ihren alten Tränkeprofessor erinnerte. Durch den sie erst in diese Lage kam! Verdammter Snape. Verdammte Schutzmaßnahmen!

„Schlaue Hexe“, sein Kommentar war so trocken, Hermine wusste sofort, dass sie diesen Mann niemals würde ausstehen können. Wer auch immer das überhaupt war.

„Ich werde nun gehen“, gab sie wohlwollend bekannt, ein Gefühl der Macht in ihrer Mitte, da er hier wohl weiterhin sitzenbleiben müsste.

„Wo ist das Helfersyndrom von Hermine Granger, die niemals jemanden zurücklassen konnte, nicht einmal Hauselfen waren davor sicher?“

„Momentan nicht anwesend“, damit zog sie sich auf die Beine und schleppte sich an der Wand entlang. „Zumindest dann nicht, wenn man so herablassend behandelt wird.“

„Harriebert wird dich schon zurückbringen“, erklang es noch hinter ihr, ehe sie diesen Raum verlassen hatte. Ein Loch in einem Loch. Tapfer schluckte sie das Mitleid herunter.

Erst jetzt kam ihr der Gedanke, sich selbst zu heilen. Anstatt weiterhin wie ein Muggel halbwegs kriechen zu müssen, griff sie ihren Stab ein wenig fester und richtete ihn auf ihren Fuß. Einen Episkey später stand der Fuß wieder normal, befreit von Schmerzen. So langsam zweifelte die Hexe wirklich an ihrem Verstand. War das alles hier überhaupt Realität?

Nun wieder flotter auf den Beinen, joggte sie den engen Pass entlang, sich wundernd, wie ein Mann hier überhaupt gescheit durchpasste. Und warum man nicht zumindest das Versteck wechselte, wenn dieses doch eindeutig nicht zum Leben geeignet war. Aber leider würde sie diese Antwort wohl nicht bekommen. Nur ein ungutes Gefühl.

Irgendein Klacken drang immer lauter an ihren Ohren, ein seltsames Geräusch, welches sie nicht wirklich einordnen konnte. Es klang vertraut und dann doch wieder seltsam fremd. Etwas, was ihr Inneres sich zusammenziehen ließ, warum auch immer. Sie hatte heute so viel Mut bewiesen, sie würde auch dieses elendige Geräusch überstehen.

Wobei der Laut kein Problem mehr darstellte, als sie dem Verursacher gegenüberstand. Oder eher seinem Hinterteil, wobei das schon schrecklich genug war und schon Ausschluss genug darüber gab, um wen, entschuldige, was es sich handelte.

Antonin ….. geh zurück …….. es ist Nacht“, klackte es mit seinen Zähnen, noch immer mit dem Hintern zu ihr stehend.

Und ganz langsam ging sie einen Schritt zurück. Plötzlich schien ihr Gehirn wieder normal zu funktionieren, realisierte in einer unfassbaren Geschwindigkeit alles Mögliche und hielt den wichtigsten Punkt in den Vordergrund.

Sie war eingesperrt. Zwischen einer verdammten Acromantula und … Antonin Dolohov, dem Einsiedler aus der Dreckshöhle?

Antonin?“, der wuchtige Körper drehte sich langsam, das Klackern der Zähne ein ständiger Begleiter. Ehe Hermine überhaupt wusste, was sie tun sollte, löste sich der schrille Schrei aus ihrer Kehle, sorgte für ein Zusammenzucken der riesigen Spinne.

Ohne lange zu überlegen, stürzte sie zurück in das Erdloch, egal, ob der Fremde da unten ein gesuchter Todesser war oder nicht. Gegen ihn würde sie zumindest die Chance haben, ihn mit ihrem Stab unter Kontrolle zu halten, aber diese gottverdammte Acromantula mit dem lächerlichsten Namen der Geschichte? Wahrlich ein Ding der Unmöglichkeit.

Schneller als es ihr auf dem ersten Weg vorgekommen war, stand sie schon wieder im Schein des weiterhin erlöschenden Lagerfeuers. Ihr gegenüber einer der wohl gefürchtetsten und gefährlichsten Todesser, lebendig und anscheinend auch noch immer charakterlich unverändert. Aber immerhin menschlich und besiegbar.

„Du hast Harriebert also kennengelernt“, stellte er fest, immerhin musste er den Schrei gehört haben.

„Nicht nur deine dumme Hausspinne musste in den Kreis meiner Bekanntschaften eintreten, sondern auch du, Antonin Dolohov“, ihr Stab lag fest in ihrer Hand, jederzeit zum Angriff bereit. „Was wird das hier? Hast du dich hier versteckt, Fallen aufgebaut und wartest darauf, dass jemand mit einem passenden Stab hineinfällt?“

„Ja“, war seine schlichte Antwort, als wäre das völlig normal.

„Also bin ich nur hier, weil du den Boden etwas gelockert hattest, damit du mir meinen Stab abnehmen und mich dann töten kannst?“, entrüstet sank kurzzeitig ihr Arm, ehe ihr wieder in den Sinn kam, dass das dort Dolohov persönlich war. Mit Vollbart.

„Über das Töten lässt sich streiten, aber der Rest entspricht völlig der Wahrheit“, in aller Ruhe griff er nach einem Stück Holz und ließ es in die Feuerstelle fallen.

„Du, Antonin Dolohov, zusammen mit Snape die rechte Hand von Voldemort, hast eine Falle gebuddelt? Gegen Zauberer, die einen Stab besitzen, der dich eher töten würde, als in deine Hände zu gelangen?“

„Hier ist seit über fünf Jahren niemand aufgetaucht, ich habe ehrlich gesagt vergessen, dass die Fallen noch existieren“, er war seltsam offen und gesprächig, was Hermine nur noch mehr in Alarmbereitschaft versetzte.

„Und du dachtest, mit dem Vollbart würde dich niemand erkennen?“

„Hat bei dir immerhin funktioniert“, er zuckte mit den Schultern und begab sich wieder in eine bequemere Position. Für ihn stellte die aufgebrachte Hexe in keinster Art und Weise eine Gefahr dar, zumindest ließ er sich diese nicht anmerken.

Daraufhin war die junge Frau völlig sprachlos. Sie stand hier, den Stab erhoben und bereit zum Angriff, doch was machte ihr Gegenüber? Lehnte sich zurück und sonnte sich in seinem Dreck. Das war definitiv nicht der Mann, den sie kannte. Er hatte nichts mit dem gemein, der ihr diese hässliche Narbe zufügte und beinahe ihre Seele in das Jenseits beförderte.

„Ich habe einen Stab“, sprach sie, völlig überfordert mit der Situation. „Ich kann ihn benutzen.“

„Und dann? Stehst du als Mörderin dar, zumindest was dein Gewissen angeht und vor Sonnenaufbruch kommst du nicht aus diesem Wald heraus. Ob mit Stab oder ohne, jetzt gerade bist du auf meine Gastfreundschaftlichkeit angewiesen, Schlammblut. Mach es dir bequem oder bleib dastehen, es ist mir völlig gleich.“

Antonin. Antonin, verfickt, Dolohov! In ihren Gedanken gab Hermine sich eine Backpfeife für dieses Wort, doch jetzt gerade fiel ihr keine passendere Beschreibung ein. Vielleicht, weil es schon so spät war, vielleicht aber auch aus dem Grund, weil sie sich nie hatte auf diese Begegnung vorbereiten können. Das einzige, was sie wollte, war hier wegzukommen. Und das tat sie auch.

Ohne noch ein weiteres Wort zu sprechen, ging sie wieder den kleinen Gang zurück, fest darauf fixiert, die Acromantula zu überlisten und einfach zu rennen. Sie war die schlauste Hexe ihrer Generation, es würde ihr schon gelingen, aus diesem verdammten Wald zu fliehen und zurück nach Hogwarts zu kommen. Irgendwie zumindest.

Doch ein weiteres Mal stellte sich ihr ein Problem in den Weg, denn Harriebert sah sie dieses Mal direkt an. Seine Augen waren auf sie gerichtet, die langen Zähne klackerten auffällig bedrohlich und leise. Verdammte Spinnen!

„Geh mir aus dem Weg!“, obwohl ihre Knie vor Angst schon zitterten und ihre Beine schon fast instinktiv wieder umdrehen wollten, hielt sie all dieser Bürde stand. Zeigte Rückgrat und Willen!

Aber eine Acromantula war eine Acromantula. Groß, haarig, widerlich. Sie hatte damals schon nicht verstehen können, wie Hagrid es mit diesen Wesen ausgehalten hatten, vor allem, wenn er in ihre Mitte ging, um seinen Freund zu besuchen. Vor allem, nachdem diese versucht hatten, Harry und Ron zu töten. Aber der Wildhüter hatte ein großes Herz, für alles und jeden, bei Antonin konnte sie das nicht so ganz glauben.

Und irgendwo in ihrem Kopf wusste sie auch, dass diese Spinne nicht zu überlisten war. Ihre Augen, wenn man das denn so nennen konnte, wirkten nicht nur bedrohlich, sondern zeigten eine Intelligenz, die man von solchen Kreaturen sicherlich nicht gewohnt war. Ein Gedanke, der einen noch mehr dazu brachte, innezuhalten.

Es gab keinen Weg an ihr vorbei. Es würde auch keinen Weg an ihr vorbei geben, denn der Ausgang war komplett von ihrem sperrigen Körper und den gänsehauterregenden Beinen versperrt. Ihre Flucht würde nicht funktionieren, egal, wie viel Mühe sie sich dafür geben würde. Es war aussichtslos, an diesem Geschöpf vorbeizukommen.

Warum war sie nicht einfach bei den Thestralen geblieben, die ihr Leben für sie riskiert hatten? Sie hätte sich in ihrer Mitte verstecken können und auf einem von ihnen einfach aus dem Wald herausfliegen können. Eine kurze, aber schnelle und effektive Lösung. Aber nein, das Schicksal hatte gegen sie entschieden.

Es machte Hermine so wütend, sich dies eingestehen zu müssen, dass sie fast gewillt war, die Acromantula vor sich anzugreifen. Einen Fluch auf sie zu werfen, der vielleicht irgendwie helfen würde, aber in ihrem Hinterkopf spukte der Gedanke, dass sie vielleicht nicht allein war. Dass da vielleicht noch mehr waren, wenn man an die ganzen Nachkommen von Aragog dachte.

Aber sie wollte auch nicht umkehren. Wollte nicht ein weiteres Mal zu diesem gefährlichen Mann in die Höhle stapfen, der es so oder so nur auf ihren Zauberstab abgesehen hatte. Wie sollte sie sich da entspannen, gar schlafen können, wo ihr Körper doch so sehr danach verlangte? Die junge Frau war so angespannt, dass das Holz in ihren Händen nachgeben würde, wenn es nicht magisch wäre.

„Ich bitte dich“, stotternd sah sie der Acromantula in die vielen Augen. „Lass mich gehen.“

Doch sie bekam keine Antwort. Die Spinne stellte sich nur größer auf, als würde sie verneinen und brachte Hermine nur weiter in die Panik, die sich durch jede Zelle in ihrem Körper kämpfte. Sie wollte nicht hierbleiben, bei einem Mörder, der ihr die schrecklichste Narbe verpasst hatte, die selbst die Heiler im St. Mungos nicht hatten heilen können. Sie hatte Angst.

Aber sie hatte auch keine andere Wahl. Harriebert würde sie nicht gehen lassen und die Herde der Thestrale waren ihr am anderen Ende dieses Tunnels zur Hilfe geeilt, sie würden kein weiteres Mal kommen. Vielleicht war es sogar die Acromantula gewesen, die sie nach hinten gezogen hatte? Sie schüttelte sich vor Ekel, dass dieses Wesen sie berührt haben könnte.

Mit schlaffen Schultern ließ sie sich einfach an der Wand heruntergleiten. Rieb noch mehr Matsch und Dreck in ihre Erscheinung, falls das überhaupt möglich war. Niemand würde sie retten. Sie saß hier fest, einen mächtigen Gegner vor sich und einen weiteren hinter sich. Eine aussichtslose Situation, aus der es kein Entkommen gab.

Auf der anderen Seite fühlte sie sich allerdings sicher. Wusste, dass kein anderes der Wesen da draußen an der Acromantula vorbeikommen würde, während von hinten ein Todesser ihren Rücken schützte, wenn wahrlich auch nicht von ihm beabsichtigt. Für das Erste konnte sie sich ein klein wenig entspannen.

Harriebert schätzte ihre Geste anscheinend als defensiv und ließ sich selbst wieder nieder. Gab die aggressive Haltung auf, da die Hexe keine Gefahr mehr ausstrahlte und den Stab gesenkt hatte. Er schien nicht daran interessiert, sie zu fressen oder zu töten, was zwar für Verwirrung in ihrem Kopf sorgte, aber ein wenig der Angst nahm.

„Ich wollte nur die Forschung von Snape finden“, ließ sie die Spinne wissen, warum auch immer sie den Drang hatte, sich mit dieser zu unterhalten. „Er war ein brillanter Tränkemeister, ich hatte gehofft, er hätte irgendetwas gehabt, was mich gepackt hätte. Mich daran erinnerte, warum ich überhaupt Professorin werden wollte.“

Die Acromantula sah interessiert zu ihr herüber, als würde es sie tatsächlich neugierig machen, warum sie sich überhaupt in diesem Wald verlaufen hatte.

„Aber anstatt einer Bestätigung für mein Dasein hier, fand ich nur einen weiteren Grund, warum ich verschwinden sollte. Jeder ist seinem Traum nachgegangen, aber ich habe eher das Gefühl, als würde ich nur irgendwelchen Erwartungen gerecht werden, die die Menschen an mich hatten“, mit einem frustrierten Seufzen kritzelte sie mit ihrem Stab im Erdboden herum.

Hermine hatte keine Ahnung, was sie vom Leben erwartet hatte, aber diese Einöde, diese ständige Langeweile, engten sie ein. Ihre Freunde schienen alle so glücklich, so erfüllt, aber sie war eher ein kleiner Niemand geworden. Eine Schachfigur, die nur in eine Richtung laufen konnte. So hatte sie sich das Leben nach dem Krieg nicht vorgestellt.

„Harriebert ist kein Psychologe“, erklang es da plötzlich amüsiert hinter ihr. Aber anstatt zusammenzuzucken, wie sie es vielleicht sonst getan hätte, regte die Hexe sich bei seiner Stimme nicht einmal wirklich.

„Er ist ein guter Zuhörer“, bekräftigte sie, wobei sie ihm noch so viel mehr hätte sagen wollen.

„Entweder hast du dir den Kopf bei deinem Sturz mehr angeschlagen, als ich dachte, oder die Kriegsheldin Hermine Granger ist ein wenig dem Wahn verfallen“, trotz seiner abfälligen Worte setzte Antonin sich zu den beiden.

„Oder ich bin eine normale Hexe mit normalen Problemen“, schulterzuckend kritzelte sie weiter, als hätte sie Spaß daran, etwas so Kostbares wie einen Zauberstab durch den Dreck zu ziehen.

„Wieso rennt eine Professorin mitten in der Nacht in den Wald?“, diese Frage schien den Todesser tatsächlich zu interessieren, auch wenn es ihm nicht wirklich um sie, sondern eher um ihren Stab ging.

„Ich rannte vor einer teuflischen Schöpfung von Severus Snape davon“, allein der Gedanke an diese widerlich blassblauen Augen ließ ihr Blut fast gefrieren. „Der Mann wusste, wie er seine Forschung schützte.“

„Er hat für den dunklen Lord gearbeitet, er konnte es sich nicht leisten, dabei erwischt zu werden“, fast klang es so, als wäre da Anerkennung in seiner Stimme.

„Du meinst wohl eher, er hat für Dumbledore gearbeitet, wollte also nicht, dass die Todesser ihn bei seinem Verrat erwischen“, ein bisschen Salz in die Wunde zu streuen tat immer gut.

„Snape hat nie zu uns gepasst“, unbeeindruckt sah Antonin zu ihr herüber. „Er wollte weder Muggel töten noch Schlammblüter. Er betonte immer, dass er der Forschung mehr Zeit widmen wollte als dem Vergießen von unwürdigem Blut.“

„Er war ein Verräter“, seltsamerweise klangen diese Worte nicht hasserfüllt. „Aber er hatte seine Prinzipien und seine Überzeugungen, auch wenn ich nicht nachvollziehen kann, wie er für diesen alten Mann arbeiten konnte.“

Ein wunder Punkt. Auch Hermine hatte diese Tatsache nie wirklich verstehen können. Aber jeder Mensch hatte seine Überzeugungen, denen er treu blieb. Auch wenn Außenstehende das oftmals nicht nachvollziehen konnten.

„Warum lässt du mich nicht einfach gehen? Selbst mit dieser Acromantula auf deiner Seite, werde ich dir meinen Stab nicht geben. Wir könnten diese grauenhafte Nacht schneller beenden“, sie war erschöpft. So müde, dass sie wahrscheinlich tatsächlich neben diesen beiden einschlafen könnte.

„Ohne deinen Stab werde ich diese Wälder niemals verlassen können. Wenn du mir den Stab nicht gibst, wirst du ihn auch nicht verlassen“, seine Worte klangen neutral, völlig langweilig ausgesprochen.

„Du hast eine Acromantula an deiner Seite, du könntest einfach herausspazieren“, fast war sie gewillt, die Augen zu rollen, aber in dem diffusen Licht hätte ihr Gesprächspartner es nicht einmal gemerkt.

„Und dann?“, er fuhr sich durch den Vollbart. „Laufe ich mit Harriebert einfach durch die Winkelgasse, besorge mir einen neuen Stab und kämpfe heroisch gegen die Auroren?“

„Du hast Menschen ermordet. Findest du nicht, dass du dafür eine Strafe verdient hast? Zumindest dein Leben in Azkaban absitzen könntest?“

„Ihr Helden seht das alles immer so unkompliziert“, schnaubte der Russe. „Beide Seiten haben gemordet, beide Seiten haben sich dazu entschlossen, das Leben eines anderen zu beenden. Doch wieder kommen nur die in den Geschmack von völliger Bestrafung, die diesen Krieg ausgefochten haben, ehe die Guten sich dazu entschlossen haben, sich zu wehren.“

„Was meinst du damit? Ihr seid aufgetaucht und habt Unschuldige geschlachtet wie Tier. Wie kannst du uns die Schuld an irgendetwas davon geben, nur, weil wir uns gewehrt haben?“, vielleicht war es doch keine so gute Idee, sich auf ein Gespräch mit diesem Irren einzulassen.

„Ich habe diesen Krieg auch nicht angefangen“, gab er nur schlicht als Antwort, als würde das alles erklären.

„Du bist nur einem Wahnsinnigen gefolgt?“, Hermine hätte lachen können, sah es dann aber doch als schlechte Idee, als sie das kleine metallene Ding an seiner Hüfte sah. Der Irre hatte ein Messer!

„Tom war nicht immer der, der er nachher wurde. Ich bin jemandem gefolgt, der die Zaubererwelt wieder zu einem besseren Ort machen wollte. Sicherer. Nicht dauerhaft von den Muggeln unterdrückt und hinter einer magischen Wand lebend.“

Diese Worte hatte die junge Frau schon oft gehört. Nicht nur von Todessern, sondern auch von vielen die auf ihrer Seite gekämpft hatten. Viele hatten das Gefühl, niemals wahre Freiheit zu erlangen, niemals den Himmel tatsächlich grenzenlos wahrnehmen zu können. Und irgendwo gehörte sie selbst auch zu diesen Menschen.

Aber sie hatte diese Worte nie ausgesprochen. Hatte nie versucht, sich gegen die Regeln zu stellen, die jeden Zauberer umgingen und die Sicherheit von ihnen allen schützte. Und verdammt, sie hatte nie den Stab gegen jemanden erhoben, der sich weder wehren noch etwas dafürkonnte! Jede Welt hatte ihre Geheimnisse, nur waren die von dieser etwas schwerwiegender.

„Sag mal, wie hast du eigentlich überlebt? Immerhin konntest du nicht gerade in den nächsten Laden gehen und dir Nahrung kaufen“, eine Frage, die sie interessierte, seitdem er gesagt hatte, wie lange er schon in diesem Drecksloch hauste.

„Ich habe einem Zentauren das Messer gestohlen und gehe seit jeher mit Harriebert auf die Jagd. Wir teilen uns die Beute“, wie bei einem guten Freund tätschelte Antonin das Bein der Acromantula. „Er ist ein guter Jäger.“

So langsam zweifelte Hermine an allem, was heute geschah. An jeder Kleinigkeit, an jedem winzigen Ding, welches sie erlebt hatte. All das konnte nicht der Realität entsprechen und doch schien es genau das zu sein, so abwegig es auch war. Völlig unzumutbar, jemandem diese Dinge zu erzählen. Die Heiler im St. Mungos hatten noch immer nicht genügend Betten.

„Und was willst du tun, wenn du tatsächlich einen Stab bekommst und dieser Einöde entfliehen kannst?“, sie glaubte nicht daran, dass sein Leben sich bessern würde. Im Gegenteil, sie dachte eher daran, dass es schlimmer werden würde, als es jetzt schon war.

„Das tun, was ich tun will“, seine Augen blickten direkt in ihre. „Niemand, der mir sagt, was ich tun soll, sondern einfach so leben, wie ich es für richtig erachte. Meinem eigenen Weg folgen.“

Banale Worte. Nichtigkeiten. Der Wunsch eines jedem. Und auch der ihre. Überrascht musterte sie ihn offen, zum ersten Mal. Nahm seine Gesichtszüge wahr, seine Augen, die so dunkel zu ihr herübersahen und in denen sie doch nichts von dem sehen konnte, was sie erwartet hatte. Er war einfach entspannt, ruhig. Ein völlig normaler Mensch.

Das war der Moment, in dem Hermine zum ersten Mal bewusstwurde, dass sie nicht gegen Monster gekämpft hatten, sondern gegen Zauberer und Hexen wie sie selbst und ihre Freunde. Gegen Menschen, die ihre eigene Überzeugung hatten. Ihre eigenen Vorstellungen. Ihre Wünsche, Träume, Sehnsüchte.

„Und was genau würdest du tun?“, ihre Neugier war geweckt. Wer war dieser Antonin Dolohov bloß?

„Die Welt bereisen. Orte erkunden, die ich noch nie gesehen habe. Kreaturen beobachten, wie die Acromantula, von so vielen gefürchtet und doch eigentlich solch schlaue Wesen. Ich würde meinen Wissensdurst in jeder Art und Weise befriedigen, ich hätte all die Zeit dazu.“

„Das ist ein sehr großer Traum“, bestaunt starrte sie weiterhin offen zu ihm.

„Es ist kein Traum, Mädchen“, ein seltsames, bedrohliches Lächeln entstand auf seinen Lippen. Klein, was unscheinbar. „Es ist die Realität, die auf mich wartet.“

Beinahe hätte sie gefragt, ob er sie mitnehmen würde. Ihr all diese Orte zeigen würde, von denen er da sprach. Die Wesen, die es auf der ganzen Welt gab. Jeden Stein umdrehen, um zu schauen, ob sich darunter nicht doch etwas versteckt, wohlbehütet vor den Augen der restlichen Welt. Ein seltsames Kribbeln breitete sich in ihrem Magen aus. Es klang so verdammt verlockend!

Sie fühlte sich gepackt. Als hätte etwas von ihr Besitz ergriffen, sie fest in seiner Hand. Es war so lange her, dass sie das verspürt hatte. Die Vorfreude auf das Unbekannte. Das letzte Mal war, als sie den Brief aus Hogwarts bekommen hatte. Genau so fühlte es sich an. Als wäre sie wieder elf Jahre jung und die ganze Welt würde ihr offenstehen.

„Nur weil ich jetzt hier hause, in diesem Loch aus Dreck und anderen Dingen, die ich gar nicht beschreiben möchte, heißt das nicht, dass das mein Leben ausmacht. Ich warte auf den Moment, wo ich ausbrechen kann. All die Jahre hinter mir lasse, die mich schon so viel gekostet haben“, auch er schien von etwas gepackt, etwas, das ihn nicht losließ.

Gerade als Hermine darauf antworten wollte, ertönte ein Geheule durch den Wald. Zerriss die Stimmung, in die sie gerade gekommen war und erinnerte sie daran, wo sie hier eigentlich war. Keinen Moment später war der vollbärtige Mann vor ihr aufgesprungen, hatte sich ihren Arm geschnappt und zog sie tiefer mit sich in die Höhle.

„Was wird das?“, leicht im Schock gefangen folgte sie ihm einfach. Hatte noch immer das Bild vor Augen, wie die Spinne sich ein weiteres Mal vor dem Eingang des Erdlochs positionierte. Mächtig.

„Du rennst ausgerechnet an Vollmond durch den verbotenen Wald?“, fast schon knurrend kamen diese Worte von ihm, während er einfach weiterlief.

„Ich musste mir in den letzten Jahren keine Gedanken um Werwölfe machen“, leicht schnippisch kamen ihr diese Worte über die Lippen. In Hogwarts traf man diese Wesen eher selten, um genau zu sein nie. „Hätte ich gewusst, dass ich hier landen würde, hätte ich das Schloss nie verlassen.“

„Und hättest dich weiterhin der Langeweile hingegeben?“, kopfschüttelnd zog Antonin sie in einen noch engeren Gang. Drückte ihren Körper dicht an seinen, um sie beide hindurchzubekommen. „Ich habe dir zugehört, du bist selbst nicht glücklich mit deinem Dasein.“

„Trotzdem habe ich nicht um den Tod gebettelt“, die Hexe musste den Atem anhalten, um bei Verstand zu bleiben. Wann hatte dieser Mann das letzte Mal ein Bad gesehen?

„Du wirst nicht sterben, Hermine“, er wirkte amüsiert. „Es ist nicht die erste Nacht, in der die Werwölfe mir näherkommen, als mir lieb ist.“

„Ich mag diese Wesen nicht“, schaudernd ließ sie sich von ihm, halb umarmt, mitreißen. „Nachdem Greyback Lavender“, sie musste schlucken. „Nachdem er sie gebissen hatte, gründete sie doch tatsächlich ihr eigenes Rudel. Sie hat mir Rache geschworen.“

„Glaubst du sie hat deinen Geruch aufgenommen und dich bis hier verfolgt?“, das schien auch den Todesser ein wenig in Alarmbereitschaft zu versetzen.

„Nicht wirklich, dafür fehlt ihr dann doch die Intelligenz“, Lavender war vielleicht gefährlich, blieb aber trotzdem dumm.

„Warum erzählst du das dann in dieser Situation?“, er drückte sie beide durch eine Öffnung, wo Hermine das Gefühl bekam, die Luft würde reiner werden.

„Nur so“, leicht verwirrt betrachtete sie den Aufstieg, der sich vor ihr ergab. „Was ist das?“

„Ein weiterer Ausgang“, er löste sich von ihr.

„Du lässt mich gehen, einfach so?“, das konnte sie nicht glauben. Niemals.

„Ich habe mir geschworen, nie wieder jemanden zu töten. Wenn ich deinen Stab nehme, wirst du diesen Wald auch am Tag nicht lebend verlassen können“, er trat einen Schritt zurück, musterte die Hexe vor ihm. „Außerdem wäre es doch sehr seltsam, wenn du so morgen früh in der großen Halle erscheinen würdest.“

„Und du hast keine Angst davor, dass ich dich verraten könnte?“, der Drang, zu gehen, war seltsam klein geworden. „Du würdest deinen Traum nicht mehr erleben können.“

„Wir sind alle für uns selbst verantwortlich, Hermine. Wenn es mein Schicksal ist, nach Azkaban zu kommen oder zu sterben, dann werde ich diesem Schicksal nachgehen. Vielleicht haben doch nur die Guten ein Recht darauf, ihre Träume zu erfüllen“, in diesem Moment sah er seltsam verloren aus.

„Das wäre nicht fair“, die junge Frau schwenkte ihren Stab, entfernte jeglichen Geruch, Dreck und diesen schrecklichen Haarwuchs von Antonin. „Wenn nicht einmal du das erreichen kannst, was du dir erträumst, wie sollte ich es dann jemals schaffen können?“

Erstaunt sah der Russe an sich herunter. Fuhr sich mit der Hand über die saubere Kleidung, die von Dreck, Löchern und Ungeziefer befreit war. Strich sich durch das Gesicht, welches nicht mehr einem Urwald glich, sondern eher einem stoppeligen Bart, wie er sie immer getragen hatte.

Und ehe er begreifen konnte, hatte die Muggelstämmige schon seine Hand ergriffen und floh mit ihm. Verließ diesen dreckigen Ort, der den einen Menschen in seiner Freiheit einsperrte und dem anderen gezeigt hatte, was es alles im Leben zu erreichen gab. Sie durften sich von nichts und niemandem einsperren lassen.

„Was machst du denn da?“, wütend und überrascht zog er an seiner Hand, verwirrt darüber, dass die zierliche Frau vor ihm so gut im Griff hatte. „Wenn du mich an das Ministerium ausliefern willst, dann bitte nicht auf diese Art und Weise, bei welcher ich noch draufgehen werde!“

„Ich weiß nicht, wie du dir deine Flucht vorgestellt hattest, aber ich habe tatsächlich eine Idee“, mit einem breiten Grinsen rannte sie zielstrebig über den rutschigen Waldboden. „Etwas, womit das Ministerium nicht rechnen wird.“

„Und warum genau willst ausgerechnet du mir helfen?“, Antonin packte ihre Hand fester und überholte sie spielend leicht. Nun zog er sie hinter sich her.

„Keine Ahnung“, gab sie plump von sich, noch immer das dämliche Grinsen im Gesicht. „Die Welt ist nicht mehr das, was sie mal war, die Dinge haben sich geändert.“

„Ich bin ein Todesser. Ich habe gemordet. Selbst dich hätte ich fast getötet“, erinnerte er sie, die Stimme belegt.

„Aber ich habe überlebt. Und du auch. Wenn das Schicksal es so will, dann helfe ich dir. Warum sonst hätte ich dich treffen sollen? In diesem Erdloch hast du niemandem geschadet, außer dir selbst vielleicht.“

„Das macht meine Sünden nicht weniger“, zum ersten Mal schien es, als würde er seine Taten bereuen.

„Das auf keinen Fall, aber wenn wir sie nicht ungeschehen machen können, können wir auch nichts an ihnen ändern. Zumindest in diesem Augenblick nicht. In Azkaban oder tot kannst du keine Buße tun“, der Weg kam ihr endlos lang vor. Wie weit war sie vor wenigen Stunden gerannt?

„Und wie stellst du dir diese Buße vor?“

„Lebe, Antonin. Lebe, um deine Opfer nicht zu vergessen. Tue Gutes, wo du Gutes tun kannst. Sei ein besserer Mensch als damals und beweise dir selbst, dass das Böse nicht geboren, sondern gemacht wird“, die Hexe fühlte sich seltsam befreit. Fast so, als wäre ich eine tonnenschwere Last von den Schultern genommen worden.

„Du klingst zu optimistisch, dafür, dass du vor wenigen Minuten noch daran geglaubt hattest, ich würde dich töten“, schnaubte er amüsiert, ehe er russische Worte flüsterte.

„Keine Ahnung“, wiederholte sie, denn ihr Kopf fühlte sich wie leergefegt an. Als wäre einfach alles Mögliche verschwunden, was ihr sonst so viele Sorgen bereitet hatte.

Der Weg schien endlos weit und das Geheule der Wölfe war noch immer in ihrem Nacken, als ein weiteres Geräusch dazukam. Das Gesicht von Hermine leuchtete auf, als sie erkannte, was es war und stemmte sich gegen Antonin, um ihn zum Stehen zu bewegen.

„Bist du eigentlich genau so wahnsinnig wie Barty?“, fassungslos sah er auf sie herunter, vollends verwirrt, warum sie so glücklich wirkte.

„Uns wird es gut gehen“, und da ihre Worte nicht reichten, um ihn daran glauben zu lassen, deutete sie hinter ihn, wo ungefähr siebenundvierzig Paar schwarze Flügel wütend um sich schlugen.

„Was?“, dem Todesser fiel alles aus dem Gesicht. „Thestrale?“

„Eine ganze Herde“, Hermine winkte ihnen überglücklich zu und es schien, als würden einige der Tiere ihr tatsächlich zum Gruß kurz das Haupt neigen. „Dein Ausweg.“

„Mein was?“, der Russe schien nicht wirklich mit seinen Gedanken bei der Sache zu sein.

„Ein Fluchtplan, von dem niemand erraten wird, dass du ihn genutzt hast“, sanft zog sie ihn mit sich, den Geschöpfen entgegen. „Besser geht es nicht!“

„Wie sollen mich Thestrale retten können?“, er zweifelte wirklich an dem Verstand der seltsamen Hexe.

„Sie werden nicht in der Luft nach dir suchen, falls sie überhaupt noch nach dir suchen“, sie streckte die Hand aus und streichelte einem von ihnen über die Nüster.

„Ich soll fliegen?“, vor Schreck ließ er ihre Hand los. „Du bist wahrhaftig wahnsinnig!“

„So sind wir damals auch zum Ministerium gekommen, stell dich nicht so an“, sie griff einfach wieder nach seiner Hand und zog ihn näher. „Es ist absolut sicher.“

„Und was ist mit Harriebert? Der wird wohl kaum fliegen wollen“, sorgte er sich um seinen Jagdkumpel, den er zurückgelassen hatte.

„Den wirst du auf eine andere Art und Weise holen müssen“, auffordernd drückte sie ihn gegen das Wesen. „Steig schon auf.“

„Und was ist mit dir?“, so schnell war er nicht von dieser Sache zu überzeugen.

„Ich habe eine ganze Herde bei mir, mir wird es gut gehen“, der Thestral ließ sie herunter, eine eindeutige Aufforderung. „Los jetzt.“

Grummelnd tat Antonin, was von ihm verlangt wurde, auch wenn der Widerwille in seinem Gesicht klar zu lesen war. Er hielt nichts davon, die Hexe hier zurückzulassen, wo er die goldenen Augen der Werwölfe in den Schatten doch schon sehen konnte. Aber er war ihr auch keine Hilfe, eher ein Klotz am Bein, völlig hilflos ohne Zauberstab.

„Sie fürchten sich“, wollte sie ihm die Sorge nehmen. „Sie werden nicht näherkommen.“

Und gerade als der Russe saß, wurde er ein weiteres Mal von der Muggelstämmigen überrascht. Sie drückte ihm ihren Stab in die Hand, drückte zu und gab dem Thestral einen leichten Klapps aus den Hintern fast im gleichen Moment stürmte das Wesen nach vorne.

Erbleicht sah er auf den Stab und zurück zu der so sonderbaren jungen Frau, die ihm traurig zum Abschied winkte und lautlos einige Worte formte.

Zumindest einer von uns beiden ist nun frei.

Kurz danach, als Todesser und Thestral in der Dunkelheit verschwunden waren, kippte der Körper der Hexe zur Seite. All der Stress, die Angst und Anstrengung, forderten nun ihren Tribut. Ließen sie keinen weiteren Muskel mehr bewegen und zogen sie mit sich, hinein in eine traumlose Welt, wo sie nur der Schlaf erwartete.

~*~*~*~*~


Aufgeschreckt hob Hermine den Kopf und sah sich verwirrt um. Vor lauter Haaren im Gesicht konnte sie nichts sehen, spürte allerdings ihre Decke und roch saubere Luft. Sie fühlte sich kurzzeitig orientierungslos, ehe ihr bewusstwurde, dass das hier ihr Schlafzimmer war. Kein verbotener, kalter, dunkler Wald.

Gereizt stellte sie fest, dass sie aus dem Bett gefallen war. Direkt mit dem Kopf auf den Boden. Ihr Fuß hatte sich zusätzlich noch im Gitter ihres Bettes verfangen und tat höllisch weh. Das hatte ihren Traum anscheinend so verdammt realistisch wirken lassen, immerhin hatte sie sich hier fast selbst ermordet. Im Schlaf.

„Wie immer eine sehr gewöhnungsbedürftige Schlafposition“, wurde sie angesprochen und aus den Gedanken gerissen. Leicht umständlich befreite sie sich aus ihrer Situation.

„Ich hatte einen sehr gewöhnungsbedürftigen Traum“, gab sie schnaubend von sich und stellte sich aufrecht hin. Ihre Haare waren mal wieder ein wahres Kunstwerk.

„Was war es?“, interessiert kam er näher, befreite seine Hände von den Handschuhen voller Stroh.

„Unser Kennenlernen. Wenn auch sehr verkürzt und nicht so ernst, wie es damals abgelaufen war“, erschöpft ließ sie sich in seine Arme fallen, atmete den Geruch nach Stroh und Leder tief ein.

„Dann war es zumindest nichts schlechtes“, er streichelte kurz über ihren Rücken, ehe er sich von ihr löste und sie mit sich nach draußen zog.

„Nein“, mit einem offenen Lächeln folgte sie ihm und genoss wie immer den Anblick der Thestrale, die direkt vor der Hütte auf sie gewartet hatten. Auch Harriebert hob zum Gruß kurz eines seiner Beine, ehe er sich wieder über das erlegte Wild hermachte, welches neidisch von einigen Jungen betrachtet wurde.

„Auch wenn ich mir meine Zukunft so nicht vorgestellt hatte“, murmelte Antonin, das kleine Lächeln gut hinter der Tasse versteckt.

„Ich hatte auch nie damit gerechnet, mein Leben mit dem Einsiedler des Dreckslochs zu teilen“, lachte Hermine, griff nach einem Stück rohem Fleisch und warf es in die Herde.

Perfekter hätte das Leben nicht sein können.


~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~



Fertööööööög!

Hat ja nur … paar Stunden gedauert. Und nur einen Tag! Und es ist noch …

Fucking ….

OSTERSONNTAG!

Helia, siehst du es? Bin ich nicht deine liebste, beste, krasseste Love und Feuer Oberthestral Liebe deines Lebens?!

Ein paar Eastereggs sind auch hier reingelaufen. Wie? Keine Ahnung! Aber es ist Ostern, da passt das doch, nicht? Ich wünsche jedem Spaß, der sie erkennt, wobei das wohl nicht viele sein werden, die alle finden :D Eine Auflistung davon wird es nicht geben, denn es sind so viele, ich hab selbst den Überblick verloren. Die Anspielungen auf Helias Geschichten werden hoffentlich gefunden, so schwer zu erkennen sind sie ja nicht :b

Und ja, dieses Ding ist, wie einige vielleicht schon am Lesefluss gemerkt haben, innerhalb von Stunden entstanden. Ich habe es einfach runtergeschrieben wie eine Irre und jetzt, wo ich fertig bin, haben wir den 12.04. … 3.47 Uhr … Mir ist jetzt erst ein Name eingefallen und ich muss sagen, ich war noch nie zufriedener mit einem Titel :D

Und auch ja, der Inhalt könnte besser sein, aber nö. Wir haben Ostern, es ist Wichteln und ich wollte mich von der Außenwelt abschotten. Das Schreiben genießen, mir nicht allzu viele Gedanken um irgendwas machen und einfach SPAAAAß haben, was man leider nicht so oft hat, wenn man sich in irgendwelchen Plots verrennt oder einfach das Gefühl hat, zu negativ für die eigene Laune zu werden. Das hier ist einfach etwas, um die Seele ein wenig zu entspannen und baumeln zu lassen. Außerdem habe ich so herausgefunden, dass es eine Spinne gibt, die wie Aragog aussieht und sogar nach ihm benannt wurde. Einfach genial.

Jetzt muss ich nur noch darauf warten, dass Helia hochlädt, damit ich hochladen kann. Hoffentlich schreibt sie mir, wenn sie hochgeladen hat, nicht, dass ich dann schon unterwegs bin und es sau spät wird und jetzt es vor mir schafft. Ich bin Oberthestral, ich muss die Erste sein! xD Alles aus Liebe! (und dem versprochenen Sex …)

Wer bei diesem komischen Wichteln (zu Ostern .,…) mitmachen will, schaut einfach mal bei Helia vorbei, da stehen die seltsamen Vorgaben. Hinterlasst ihr ein Review, werdet Thestral und tretet dem seltsamen Wichteltrupp bei!

Schöne Feiertage euch noch!

Und übersteht diese Pandemie bloß alle gesund!

Eure Helia vernarrte Deathity~
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