Veränderung

von Slate
GeschichteAllgemein / P12
Alisa de Vamalia Franz Leopold de Dracas
11.04.2020
23.05.2020
4
3.643
 
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23.05.2020 726
 
Hi. Habe mir dieses Mal sehr viel Zeit gelassen und dazu ist das Kapitel noch recht kurz. Schule und so. Naja, viel Spaß beim Lesen. :-)

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"Und du meinst, dass die ganze Welt doch gegen dich verschworen hat, weil du, und das möchte ich anführen, deinen ehemals besten Freund zweimal in den letzten 24 Stunden getroffen hast? Alisa, Schätzchen, findest du das nicht auch ein wenig...", Elina sah ihre Tochter nach Worten ringend an. Sie wollte ihr nicht sagen, das sie fand, dass ihre Tochter überreagiert. Es würde sie nur verletzen und das bräuchte sie wohl gerade am wenigsten.
"Du meinst also, dass ich einfach mit der Situation klarkommen soll. Mit den immensen Mengen an Arbeit, mit der Trennung von Melcolm und mit dem Auftauchen Franz-Leopolds?", Alisa sah sie empört an, "ich dachte wenigstens du würdest mich verstehen."
Elina lächelte. Wie jung ihre Tochter doch noch war. Aber das würde sie nicht davon abhalten, manche Dinge klarzustellen: "Zu allererst, deine Trennung von Melcolm ist jetzt schon sieben Monate her. Ich verstehe, dass du Zeit brauchst, aber lass dich von diesem Schmerz nicht so auffressen. Er hat dich einfach nicht verdient. Und darf ich anmerken, dass du nur wegen ihm deine Stunden bis ins kleinste Detail vorbereitest. Das du nur wegen ihm in lauer Organisationsstoff ertrinkst? Komm über ihn hinweg. Er tut dir nicht gut. Und ja, ich verstehe, dass das Stufentreffen gestern alte Narben aufgerissen hat, aber lass dich deswegen nicht unterkriegen.
Was Franz-Leopold angeht, ich weiß nicht warum und worüber ihr euch damals so gestritten habt. Ich will es auch gar nicht wissen, denn es sind alte Kamellen. Niemanden interessiert das mehr. Nur du hackst noch darauf rum."
Alisa hatte ihrer Mutter schweigend zugehört und irgendwo musste sie sich eingestehen, dass Elina irgendwie recht hatte.
"Nun komm Liebling. Iss was. Dein Vater hat gestern Hackbraten gemacht und es ist noch welcher im Kühlschrank."

Als Alisa aus der Tür trat, wusste sie nicht was sie über die Antwort ihrer Mutter denken sollte. Auch wenn ihr klar gewesen war, dass die Trennung von Melcolm an ihrem doppelten Fleiß schuld war, wollte sie es doch nicht wahr haben. Es war ihr unangenehm, dass dieser Mensch, der sie für eine andere hatte sitzen lassen, noch so viel Macht über sie hatte. Aber das war sie ja gewohnt. Erst Franz-Leopold und dann Melcolm. Noch irgendwer der ihr das Herz brechen wollte? Mit diesen Gedanken, machte sie sich auf den Weg nach Hause.

Franz-Leopold. Auch wenn sie es nicht wollte, musste sie innerlich lächeln. Ivy war damals unglaublich in ihn verknallt gewesen und Alisa war sich sicher, das er das wusste. Aber es war ja nicht nur Ivy gewesen. Eigentlich war so gut wie jedes Mädchen an ihrer Schule in Franz-Leopold verschossen gewesen. Sie mit eingeschlossen.
Und für ihn. Für ihn war sie immer die beste Freundin gewesen.
Die Person mit der er über alles und jeden reden konnte. Selbst Luciano war nicht so nah an ihn herangekommen und das hatte ihr einen gewissen Mut geben
(ich habe keine Ahnung, ob das jetzt grammatikalisch korrekt war...).
Auch wenn sie nur seine beste Freundin war, war sie doch etwas besonderes für ihn. Und das freute sie, genauso sehr, wie es sie verletzte.
Und dann hatte Ivy ihn Mitte der neunten ausgefragt, und er hatte zugestimmt. Sie war total aufgeregt gewesen, während Luciano und Alisa ihrem Herzschmerz hinterher hingen. Jeder hatte mitbekommen, dass Luciano in Ivy mehr als nur eine Freundin sah. Nagut. Jeder außer Ivy.
Die beiden waren ein wunderschönes Paar. Wortwörtlich. Und Alisa hatte Ivy immer beneidet. Bis die beiden ihre Beziehung beendeten. Ivy hatte irgendwas gesagt oder getan, mit dem Franz-Leopold nicht wirklich einverstanden war und doch war nach ihrer Trennung alles so wie vorher. Sie gingen damit um, wie richtige Erwachsene, ohne böses Blut. Alisa war insgeheim froh über dass Aus der Beziehung gewesen. Sie wusste es war gemein, ihre Freundin hatte wirklich Liebeskummer, aber sie konnte dem nicht helfen und auch Luciano schien eher glücklich darüber zu sein. Doch über den restlichen Verlauf der Geschichte wollte sie heute nicht einmal mehr nachdenken. Es war ihr schrecklich peinlich, wie das ganze Hin und Her zwischen ihr und Franz-Leopold verlaufen war. Doch sie hoffte, dass er genau das Gleiche fühlen musste, wie sie.

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Tschüss