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The Angel Who Watches Over Me ❇ Daryl Dixon Fanfiktion

von LiaLein
GeschichteDrama, Familie / P12
Beth Greene Daryl Dixon Judith Grimes Merle Dixon OC (Own Character) Rick Grimes
11.04.2020
14.01.2021
15
14.315
3
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14.01.2021 1.484
 
"Wir haben uns heute hier versammelt um zwei wichtige Ereignisse zusammen zu erleben. Bis vor kurzem wussten es die meisten noch nicht, doch unser Ilisix Evan ist leider vor 4 Tagen von uns gegangen. Doch er ist nicht ohne guten Grund von uns gegangen, sondern mit einer noblen Tat. Er hat damit seiner Tochter Melina Sophie das Leben gerettet..." Hermes war ein unglaublich guter Redner. Ob er es bewusst tat oder nicht aber er traf immer die richtige Wortwahl.

Mit gemischten Gefühlen blickte ich in die Menge. Dort unten standen mehr Engel als unsere Stadt Lorem Ipson jemals gesehen hatte.

Ich sah die Trauer. Jeden von ihnen traf es das ihr Ilisix von uns gegangen war.
Ich sah die unbändige Wut darüber das ein Abtrünniger es gewagt hatte einen von uns anzugreifen und uns Engeln zu drohen.
Und ich sah die Hoffnung in ihren Augen, dass ich eine ebenso gute Lisix werden würde wie mein Vater einer war. Ich wandte mich von der Menge ab, um auf das Podest zu sehen, wo der gläserne Sarg stand.

Evans Haut war blass, in seinen Händen hielt er seine Klinge Orcis, was soviel hieß wie Friedensbringer. Dieses Schwert hatte vielen den Tot gebracht, doch ich hoffte das es wenigstens jetzt meinem Vater Frieden bringen würde. Er sah aus wie eine Wachsfigur. Es war schrecklich für mich ihn so zu sehen.

Auch, wenn wir nie eine gute Vater-Tochter Beziehung hatten. Im Gegenteil es war immer sein Bruder Cupid, den ich als Vater gesehen hatte und er nahm mich auf wie seine Tochter. Trotzdem schmerzte Evans tot, etwas das ich nicht für möglich gehalten hatte, da wir nie die beste Beziehung gehabt hatten.

Als Cupid und Hermes den Sarg jedoch in die kleine Gruft trugen, fühlte ich wie sich eine eiserne Hand um mein Herz legte. Sie stellten den Sarg neben den meiner Mutter Sophie. Ich musste den Blick abwenden, um nicht in Tränen auszubrechen, das war einfach zu viel.

Zum Glück war die restliche Beerdigung schnell vorbei gewesen, oder hatte sie lange gedauert? Ich wusste es nicht so genau. Nun saß ich im Kreise meiner Familie. Hermes und Melody Socessa, die Schwester und der Schwager meiner Mutter. Hermes war das Familienoberhaupt der Botenengel, Melody war das Oberhaupt der Schutzengel. Links neben mir saß mein Onkel Cupid der Bruder meines Vaters und das Oberhaupt der Liebesengel. Der Platz recht neben mir war leer. "Wo ist Jade?"

Jade Scale war die adoptierte Schwester von Evan und Onkel Cupid. Sie war das Oberhaupt der Todesengel. Ihre Eltern starben als sie erst 20 war, deshalb nahm Oma sie in unsere Familie auf.

"Sie redet noch mit einigen ihrer Engel. Seitdem die Beißer da sind haben alle mehr zu tun als sie sollten und ihre Truppe hat neue Anweisungen gebraucht."

Es war seltsam am Kopfende dieser Tafel zu sitzen. Doch das war etwas an das ich mich besser gewöhnen sollte. Alle sahen mich gespannt an, sie warteten darauf das ich irgendetwas sagte. Immerhin hatte ich diesen Rat einberufen. Jedoch wollte ich warten bis meine Tante Jade auch anwesend war. Cupids mangelnde Antwort auf meine Idee hatte mich zum Nachdenken gebracht.

Zwar würde ich es gerne so umsetzen wollen doch was nützte es mir wenn niemand sonst hinter der Entscheidung stand. "Es tut mir leid das ich zu spät bin aber die letzten Wochen haben meine Leute mitgenommen." Ihr Blick fiel dabei auf mich.

Ohne auch nur zu fragen, wusste ich das ihre Truppe mit mir zu tun gehabt hatte. Sie mussten mich die ganze Zeit am Leben gehalten haben bis Evan alles geregelt hatte. Ich fühlte mich schlecht, obwohl ich diese ganze Sache gar nicht wollte.

"Ähm... ja." Unwohl blickte ich durch die Runde und spielte nervös mit meinen Händen, welche auf dem Tisch lagen. Auf dem Tisch saß der kleine Aski. Inzwischen hatte ich mich für einen Namen entschieden - Ophelia. Sie blickte mich mit ihren roten Augen gespannt an und schien genau wie die anderen auf das zu warten, was ich zu sagen hatte. "Jetzt, wo alle da sind, möchte ich mit euch etwas bereden, dass mir sehr am Herzen liegt." Meine Stimme klang unsicherer als ich das wollte. Wie sollte ich ihnen zeigen, dass ich fähig war die Führung des kompletten Himmels zu übernehmen, wenn ich vor einer Diskussion mit meiner eigenen Familie Angst hatte? Erneut ließ ich meinen Blick durch die Runde schweifen. Jade hatte sich an ihrem Platz niedergelassen. Ihr Blick war unergründlich und das steigerte mein schlechtes Gewissen ins Unermessliche.

Ich öffnete meine Hände als Ophelia auf mich zu gehüpft kam. Sie schmiegte sich in meine Handflächen und tschilpte leise und zufrieden. Wie um mich selbst zu beruhigen streichelte ich mit dem Daumen über ihr weiches Gefieder. Mit einer deutlich festeren Stimme wendete ich mich meiner Familie wieder zu.

"Mir liegt viel daran, das diese Apokalypse irgendwie aufgehalten wird. Die Menschen haben ihre Chance verpasst. Sie dachten, dass sie es ganz einfach aufhalten können, dadurch ist die ganze Sache auf der Erde eskaliert. Unsere Truppen haben so viel Arbeit wie schon lange nicht und ich bin mir sicher, dass sie das nicht mehr lange durchhalten. Dort unten auf der Erde zu überleben gleicht einem Drahtseilakt, sobald man einen Fehler macht ist es vorbei. Ich glaube das die Menschen es nicht alleine schaffen diese Katastrophe aus der Welt zu schaffen. Deshalb bin ich der Meinung, dass wir uns wiederzuerkennen geben und auf die Erde zurückkehren, um mit den Menschen Seite an Seite zu arbeiten."

Sofort blickte ich in drei entsetzte Gesichter nur Cupid sah mich mit diesem 'ich habs dir doch gesagt' Blick an.

Doch ich war noch nicht fertig. "Wir müssen diese Apokalypse irgendwie in den Griff bekommen sonst wird nicht nur das Ende der Menschen gewiss sein. Ich habe es selber gesehen das auch wir von diesem Virus betroffen sind. Deshalb müssen wir dem Einhalt gebieten und dürfen nicht nur zuschauen, um der Menschen und unserer Willen.

"Aber deshalb gleich mit den Menschen zusammen arbeiten?" Melody sah mich an als hätte meine Nahtoderfahrung Schäden in meinem Hirn hinterlassen. "Deine Autorität in allen Ehren liebe Nichte, aber ist das nicht ein wenig übertrieben?" Auch Hermes war nicht für meinen Vorschlag zu begeistern.

"Mag sein das es dir übertrieben erscheint, aber harte Zeiten erfordern harte Maßnahmen Hermes. Wenn ihr es nicht für die Menschen macht, dann stimmt für unser Volk zu. Denn ich werde nicht dabei zusehen, wie mein Volk stirbt, obwohl wir handeln könnten." "Unsere besten Wissenschaftler arbeiten an einem Heilmittel, stellst du etwa deren Kompetenz und deren Wissen infrage? Wir können das ganze auch aussitzen, solange bis wir ein Heilmittel gefunden haben."

Melody rutschte unruhig auf ihrem Stuhl hin und her. Es stand gegen ihre Natur, sie hatte den Drang dazu den Menschen zu helfen, wo sie nur konnte. Egal wie ausweglos die Situation schien, sie wollte helfen, weil sie die Menschen mochte und weil es genau das war, was sie liebte. Sie war ein Schutzengel und genau das war der Grund warum die ganze Asquiet der Schutzengel eher auf der Erde sterben würde, als die Menschen ihrem Schicksal zu überlassen.

"Nein ich spreche niemanden seine Fähigkeiten ab, ich weiß das vor allem Maja und Jonathan danach suchen, die meine Freunde sind. Jedoch können wir uns nicht immer Himmel verkriechen, wie lange dauert es wohl bis die ersten Beißer Engel den weg nach Lorem Ipsum finden? Die Menschen waren auch der Meinung das sie die Apokalypse aussitzen können, was daraus geworden ist, könnt ihr nun selber sehen. Wir werden nicht den gleichen Fehler machen."

Jade blickte nachdenklich zwischen uns hin und her. Sie war, mit Ausnahme von Cupid, die einzige die noch nichts zu dieser Diskussion beigetragen hatte. So war sie immer, sie zog nie voreilige Schlüsse, sondern hörte sich alle Meinungen an, bevor sie ihre eigene zu einem Thema bekannt gab. Gespannt blickte ich zu ihr. Es war mir wichtig zu wissen wie meine Familie über diese ganze Sache dachte ich könnte diese Sache auch ohne sie entscheiden, doch was würde es mir nützen?

Wenn sie meine Entscheidung nicht guthießen und ich sie trotzdem umsetzen würde, dann wäre das nicht gut für die Arbeitsmoral aller. Auch ihre Leute würden in Unmut verfallen und ich würde meiner Autorität schaden.

"Ich verstehe dich und dein Anliegen Mel, aber ich verstehe auch die Bedenken der anderen. Wenn wir uns zu erkennen geben, bringen wir uns in große Gefahr. Keiner von uns will die gleichen Dinge erleben wie du und die anderen vier Engel es erlebt habt. Jedoch glaube ich das Melinas Einwand auch seine Berechtigung hat. Diese Beißer Engel stellen auch für uns eine Gefahr, welche wir eliminieren sollten. Und in diesem Punkt gebe ich wieder Melina recht, glaube ich das wir es nicht ohne Hilfe schaffen."
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