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Die Vorteile des Zimmerteilens

von BuchEule
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / MaleSlash
Simon Snow Tyrannus Basilton "Baz" Grimm-Pitch
09.04.2020
10.04.2020
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09.04.2020 569
 
Alle Figuren gehören Rainbow Rowell, ich setzte sie nur in andere Verhältnisse. Parallelen zu anderen Fanfics sind unbeabsichtigt, sollte soetwas auftreten, bitte ich, mich auf diese hinzuweisen.



Ich renne und renne. Mein Atem geht stoßweise und die Muskeln in meinen Beinen schmerzen höllisch. Mein Verstand begreift nichts, gar nichts, aber mein Körper weiß, was zu tun ist und rent weiter, aber irgendetwas stimmt nicht. Ich spüre, wenn sie mich einholen, dann bin ich verloren. Rennen! Schneller! Verdammt, warum bewege ich mich nicht vom Fleck? Noch schneller! Ich komme nicht weiter! Bin ich verzaubert? Es ist, als ob mich etwas zu sich holt. Nein! Nein! Nein! Mein Hals kratzt schon vom Schreien.
„Simon!“ Shit, woher wissen die, wie ich heiße? Und warum habe ich den Zauberspruch nicht gehört? Dann hätte ich versuchen können, einen Gegenzauber zu finden. Obwohl… wenn sie meinen Namen kennen, wissen sie auch, dass ich nicht viel mit meinem Zauberstab anfangen kann. Das ist immer so. Rennen! Nicht ablenken lassen! Schneller! Etwas packt mich an der Schulter. Ein weiterer Schwall Panik bricht in mir aus. Nein! Ich schlage um mich. Der Griff um meinen Arm lockert sich. „Snow!“ Jetzt klingt die Stimme verärgert. „Snow! Jetzt wach endlich auf! Das ist nur ein verdammter Albtraum!“ Moment mal! Ist das… Baz? Verwundert schlage ich die Augen auf. Und erschrecke sofort. Keine 20 cm vor mir schweben die Augen eines wütenden Vampirs. Mal wieder hat er mich gerettet -zwar nur aus einem Traum, den ich jedes Mal für die Realität halte, aber trotzdem.

„Wenn du endlich aufhören würdest, dich so bescheuert im Bett hin und her zu werfen, könnte ich versuchen, wenigstens etwas Schlaf in den nächsten Stunden abzubekommen!“, faucht mein Zimmermitbewohner, dreht sich um und läuft geschmeidig, sicher und leise - das genaue Gegenteil von mir- durch die Dunkelheit zu seinem Teil des Zimmers. „Noch dazu kommt, dass du dabei auch noch rumschreist“, beschwert er sich, selbst laut werdend. „Das nächste Mal werfe ich dich einfach raus! Wenn ich dich versuche zu wecken, schlägst du mich nämlich, verdammt noch mal!“
Ups, ich habe ihm schon mal im Traum eins auf die Nase gegeben. Zum Glück bin ich trotz des Zimmergenossenbanns nicht von der Schule geflogen.

Automatisch muss ich grinsen. Baz und seine ruhige, friedliche und sanfte Art (haha) holen mich ins Hier und Jetzt zurück. Auch wenn ich spüre, dass mein Herz noch rast, wird mein Atem wieder langsamer. Verschwitzt setze ich mich langsam im Bett auf. Boah, ist das warm hier drinnen. Von meinem Platz aus mustere ich den Typen, der sich seit 2 Jahren mit mir das Zimmer teilen muss. Und häufig von meinen Träumen geweckt wird. „Was?“, fährt er mich an. Ich zucke die Schultern. Ich weiß, dass er es sehen kann. Ich weiß, dass er ein Vampir ist, auch wenn er es leugnet. Und er weiß, dass ich es weiß.

Langsam schiebe ich meine Beine aus meinem Bett. Ich muss dringend aufs Klo und mir kaltes Wasser ins Gesicht spritzen, das hilft mir meistens nach einem Scheißtraum. Dabei ebbt langsam die Angst ab. Im Bad angekommen blicke ich in den Spiegel und sehe klatschrote Wangen, verwuscheltes, strähniges Haar und fiebrig glänzende Augen. Nee, schön bin ich nach einem Albtraum nie.

Als ich mich nun wieder müde zurück ins Zimmer schleife, steht das Fenster offen und ich weiß, ohne das Licht anschalten zu müssen, dass Baz nicht hier ist. Ich spüre seine Abwesenheit.

Schon wieder.
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