Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / K / Zuhause

Zuhause

GeschichteFamilie / P12
Saruhiko Fushimi
08.04.2020
30.08.2020
16
16.522
6
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08.04.2020 554
 
„Haben Sie Ihr Zuhause gefunden?“

Diese Frage stellte vor zwei Wochen ein Strain, bevor er das Tor von Scepter 4 passierte, um in die weite Welt entlassen zu werden. Dieser Strain namens Natsume hatte der Sondereinheit Saber zuvor viel Kopfzerbrechen bereitet. Seine Fähigkeit, Zugangskarten oder Schlüssel aller Art kopieren zu können, hatte er in der Vergangenheit für mehr illegale als legale Zwecke genutzt. Letzteres ermöglichte ihm, zahlreiche Schlupflöcher für seine Flucht zu finden, was mithin zu einem sehr frustrierten Domyoji führte. Verständlicherweise konnte man ihm keinen Vorwurf machen, da nach elf Verfolgungseinsätzen immer noch keine Erfolge erzielt werden konnten. Das Ganze schien einfach wie verhext zu sein und der gute Kamo konnte mit seinen Kochkünsten die Gruppe auch nur bis zu einem gewissen Grad bei Laune halten.
Als die Mitglieder der Saber-Einheit immer unausstehlicher wurden, sprich Fushimi und Fuse sich nur noch in den Haaren lagen und Hidaka mitten in der Nacht zu Akiyama und Benzai flüchtete, weil Goto das Problem mit Voodoo-Ritualen lösen wollte, sprach der blaue König Reisi Munakata ein Machtwort aus. Mit seiner freundlichen aber bestimmten Art ordnete er das Team an, sich für drei Tage frei zu nehmen und erst dann wieder an den Fall heranzugehen.

So viel Entgegenkommen mag verwundern. Allerdings geschah dies mehr aus Eigennutz als dem Anliegen, die Moral seiner Sondereinheit wieder auf Vordermann zu bringen.
Leutnant Awashima hatte es sich in den Kopf gesetzt, ihn fast täglich in seinem Büro aufsuchen zu müssen, um die Lage zu besprechen. Dies mit einer ordentlichen Portion Anko als Gehirnfutter. Das Ganze gestaltete sich als Problem, als eines Tages Zenjo ein ernstes Wort mit ihm über das übermäßige Füttern seines Katers mit roter Bohnenpaste wechselte.
Kusanagi, der eigentliche Kopf des roten Clans, hatte sich auch gemeldet und bat um baldige Lösung des Falles. Sollte er noch so ein unwürdiges Getränk aus Anko und Gin mit einem Schuss Qumquat-Likör herstellen müssen, werde er wohl oder übel Seri-chan aus seiner Bar rauswerfen müssen. Wenn dadurch seine Beziehung zu ihr in die Brüche geht, würde er ihn, den blauen König, persönlich dafür verantwortlich machen. Er sähe sich dann gezwungen, seinen Trupp von Taugenichtsen auf die Stadt loslassen zu müssen um Unruhe zu stiften. Beiden Männern war bewusst, wie viel Papierkram so etwas verursachen konnte. Fast beiläufig fügte Kusanagi noch hinzu, dass die kleine Anna wohl sehr traurig darüber wäre, ihre beste Freundin nicht mehr sehen zu dürfen.

Der wütende Schlägertrupp wäre Munakata herzlich egal gewesen. Schließlich war er nicht umsonst der Leiter von Scepter 4. Er hat sich noch nie davor gescheut, lästige Arbeit zu delegieren. Aber eine traurige Anna konnte und durfte es schlichtweg nicht geben. Kusanagi, dieser Mistkerl, wusste ganz genau, welche Mittel er für seine Zwecke einsetzen musste. Munakata plante schon die zufällige Beschlagnahme der nächsten Getränkelieferung für die Bar Homra.

Daher also dieser seltene Anflug von Humanität.

Die meisten der Sondereinheit lebten mit der Einstellung „einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul“ und nutzten diesen seltenen und zudem bezahlten Zusatzurlaub aus, um ihre Familien und Freunde zu besuchen. Enomoto schaffte es sogar in einem raren Moment nerdiger Tapferkeit, seine angebetete Yoshino auf einen Kaffee einzuladen. Der Ort des Geschehens war zwar die Scepter 4 Cafeteria, dennoch bekam er viel zustimmendes Gegröle seitens seiner Kollegen sowie ein ehrfürchtiges „Leck mich fett alter, Respekt!“.
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