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Schwarzer Sand

von Caelena
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12 / Gen
Jack Frost OC (Own Character) Pitch
08.04.2020
09.05.2020
12
8.631
2
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7 Reviews
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1 Review
 
19.04.2020 693
 
Meine Hand zog die altbekannten Linien auf dem Papier und ich sah dabei zu, wie beinahe automatisch Jacks Gesichtszüge entstanden. Ich blickte nach unten auf den See und sah meinen Klassenkameraden dabei zu, wie sie lachend über das Eis schlitterten. Ich hatte mich nicht überreden lassen mit auf das Eis zu gehen und saß jetzt zeichnend auf einem Baum, der neben dem See wuchs. Seit ich als kleines Kind einmal in das Eis eingebrochen war, weigerte ich mich auch nur einen Fuß auf eine zugefrorene Wasseroberfläche zu setzen.
Ich konzentrierte mich wieder auf das, was ich tat und überarbeitete vorsichtig die Gesichtszüge. Dann begann ich damit, die Augen mit Details auszuschmücken und vervollständigte dann das Gesicht, indem ich Nase und Mund zeichnete. Während ich die Haare skizzierte, wanderten meine Gedanken zu Baby Tooth und ein Lächeln schlich sich auf meine Lippen. Die kleine Fee war wirklich zu meiner besten Freundin geworden. Jedes Mal, wenn sie mich besuchte, unterhielten wir uns über die Hüter, im Besonderen über Jack. Ich hatte schnell gelernt, ihre Mimik und Körpersprache zu entziffern und mittlerweile konnten wir richtige Gespräche führen.
Ich erschauerte, als es neben mir noch kälter wurde und hob meinen Kopf. Ich zuckte zusammen und wäre beinahe vom Baum gefallen, wenn er mich nicht festgehalten hätte.

Ich blinzelte heftig, doch er verschwand nicht. Das Gesicht, das ich eben noch gezeichnet hatte, grinste mich jetzt breit an. „Baby Tooth hat mir ja erzählt, dass du talentiert bist, auch wenn sie sich weigert eines deiner Bilder mitzubringen, aber das da sieht ja tatsächlich aus, wie ein Foto!“ Ich glaubte mich verhört zu haben und schüttelte leicht den Kopf, um mein Gedanken zu ordnen. Das Grinsen auf Jacks Gesicht wurde noch breiter. Dann ließ er sich mir gegenüber auf dem Ast nieder und deutete auf das Bild in meinen Händen. „Das ist nicht das erste Mal, dass du mich zeichnest, oder?“, fragte er mich. Ich schüttelte nur meinen Kopf, immer noch zu überrascht, um sprechen zu können. Er nickte nur, als hätte er die Antwort schon gekannt. „Baby Tooth sagt, du glaubst immer noch an alle Hüter, obwohl du schon in dem Alter bist, wo uns normalerweise alle vergessen!“, sprach er weiter. Dieses Mal öffnete sich mein Mund und ohne zu denken entfuhr mir: „Ich könnte euch niemals vergessen!“ Jetzt war es an ihm vor Überraschung sprachlos zu sein. Als ich realisiert, was ich da gerade von mir gab, lief ich rot an. „Tut mir leid, ich wollte nicht unhöflich sein!“, entschuldigte ich mich sofort. Jetzt grinste er wieder, doch seine Worte waren ernst als er antwortete: „Entschuldige dich niemals dafür, dass du an mich glaubst!“ Ich erinnerte mich an die Geschichten meines Großvaters und daran, dass niemand hatte Jack sehen können und nickte sofort entschuldigend. Dann bemerkte ich, dass ich mich noch nicht vorgestellt hatte. Ich streckte ihm meine Hand entgegen und grinste nun auch: „Olive Bennet, schön dich endlich kennenzulernen Jack!“ Er sah mich geschockt an und ich fragte mich automatisch, ob ich etwas Falsches gesagt hatte. Doch dann fing er sich wieder, fragte aber doch mit belegter Stimme: „Bennet?“ Endlich verstand ich, was ihn so geschockt hatte und jetzt sah ich ihn verstehend an, es schlich sich ein sanftes Lächeln auf meine Lippen und ich meinte: „Ich soll dir ganz, ganz liebe Grüße von meinem Großvater ausrichten. Er würde sich freuen, wenn du ihn bald mal wieder besuchen kämest!“ „Jamie…“, flüsterte er liebevoll. Dann sah er mich an und fragte: „Du bist also Jamies Enkelin?“ Ich nickte nur. Seine Augen weiteten sich verstehend und er grinste: „Deshalb also glaubst du immer noch an uns.“ Ich grinste zurück und nickte. Dann sah ich ihn an, blickte hinab auf meine Zeichnung, radierte und zeichnete dann den Schwung des Kiefers neu ein. Ich musterte ihn kritisch dann bat ich. „Dreh dich ein Stückchen nach links und neig den Kopf ein wenig nach unten!“ Erst sah er mich verwundert an, dann tat er worum ich ihn gebeten hatte. Das war das erste und sicherlich nicht letzte Mal, dass Jack Frost mir Model saß.

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Hallo,
hier melde ich mich pünktlich mit dem nächsten Kapitel. Ich hoffe es gefällt euch!

Liebe Grüße: Caelena
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