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Schwarzer Sand

von Caelena
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12 / Gen
Jack Frost OC (Own Character) Pitch
08.04.2020
09.05.2020
12
8.631
2
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7 Reviews
Dieses Kapitel
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09.05.2020 807
 
Als ich meine Augen das nächste Mal aufschlug, fühlte ich mich seltsam schwerelos. Obwohl ich bis eben noch in eisigem Wasser gewesen war, spürte ich jetzt keinerlei Kälte. Ich sah mich um und bemerkte ein paar schritte neben mir eine Gruppe gestalten, die sich alle um einen Körper gesammelt hatten. Ich ging zu ihnen und erkannte, dass es mein Körper war, um den sie sich geschart hatten. Bei dem Anblick des leblosen Körpers spürte ich nichts. Kein Bedauern, keine Angst, einfach nichts. Dann nahm ich die Stimmen wahr. „Ich kann sie retten!“, sagte eine leicht zischelnde Stimme. Das musste der Mann in schwarz gewesen sein. Ich konnte mich nicht erinnern, wie er hieß. Ein Junge mit schneeweißem Haar antwortete ihm: „Tu es!“ „Sie wird danach kein Mensch mehr sein!“, warf der Schwarze ein. Ich verstand nicht, was er damit sagen wollte doch der Junge schien es zu begreifen. Für einen Moment flackerten Zweifel in seinen Augen, dann straffte er die Schultern und sah den Mann in schwarz fest an. „Rette sie!“, befahl er. Der Mann nickte nur, dann kniete er sich hin und legte seine blassen Hände auf die Brust des Körpers, meines Körpers. „Sag ihr, es tut mir leid!“, bat er den Jungen. Irgendetwas an der Bitte störte mich, aber ich konnte einfach nicht benennen, was es war. Dieses Mal war es an den Jungen einfach nur zu nicken. Der Mann senkte den Kopf und legte seine Lippen auf die Stirn des.... meines Körpers.

Plötzlich durchfuhr mich ein stechender Schmerz und dann spürte ich wieder. Ich spürte Angst, Schmerz und eine bleierne Müdigkeit. Trotzdem zwang ich mich meine Augen zu öffnen. Der schwarze Mann war verschwunden. Pitch, sein Name war Pitch, erinnerte ich mich. Der Junge, Jack lehnte sich über mich und sah mich erleichtert und gleichzeitig traurig an. „Wie geht es dir?“, fragte er besorgt. Ich schluckte trocken, dann krächzte ich: „Wo ist Pitch?“ Jacks Augen wurden noch trauriger und nun mischten sie sich mit Schuldbewusstsein. „Ich soll dir sagen, es tut ihm leid!“, flüsterte er. Jetzt viel mir auf, was mich vorher an den Worten gestört hatte. Die Bitte, es mir zu sagen. Warum tat er das nicht einfach selbst? Und dann begriff ich. Es war ein Abschied gewesen. Was hatte er noch gesagt? Sie wird kein Mensch mehr sein! Meine Augen weiteten sich, als ich begriff, was das bedeutete. Ich richtete mich stöhnend auf und sah an mir herab. Ich betrachtete das schwarze Gewand, das ich trug. Eine Träne stahl sich aus meinem Auge und rann mir über die Wange. Ich spürte, wie Jack mich in den Arm nahm, doch im Gegensatz zu früher fröstelte mich nicht dabei. „Es tut mir so leid!“, flüsterte er. „Hätte ich nicht versucht in anzugreifen, wäre das Eis nicht gebrochen und er hätte sich nicht opfern müssen!“ Ich klammerte mich an ihn und versuchte nicht länger, die Tränen zurückzuhalten. Als ich mich schließlich etwas beruhigt hatte, sah ich Jack an und flüsterte: „Es ist nicht deine Schuld!“ Mehr sagte ich nicht. Ich begründete meine Aussage nicht, doch ich bemerkte die Dankbarkeit in seinem Blick.

Dann legte sich eine große Hand auf meiner Schulter. Ich sah den Weihnachtsmann an, der traurig lächelte und dann zu mir und Jack sagte: „Wir sollten zum Pol gehen. Sie muss sich ausruhen und an ihr neues Leben gewöhnen. Wir werden ihrer Familie sagen, dass sie bei uns ist, immerhin glauben sie alle an uns. Wenn Olive möchte, kann sie ihnen später die gesamte Wahrheit sagen!“ Jack nickte und hob mich vorsichtig hoch, dann trug er mich zum Schlitten. Tooth, der Sandmann und der Weihnachtsmann stiegen auch mit ein, nur Bunny klopfte mit dem Fuß auf den Boden und meinte nur: „Wir treffen uns am Pol!“, bevor er in seinem Tunnel verschwand. Der Weihnachtsmann nahm die Zügel in die Hand und trieb die Rentiere an. Als wir über den See flogen, schüttelte er eine Schneekugel und meinte grinsend: „Zum Pol!“, dann warf er sie und flog mitten durch das Portal. Hinein in eine mir fremde Zukunft.


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Sodele....
hier ist das letzte Kapitel und damit sind wir am Ende dieser Geschichte angelangt.
An dieser Stelle möchte ich mich bedanken! Danke an all die, die diese Geschichte mitverfolgt haben. Gestern hat diese FF 200 Aufrufe erreicht und vielleicht ist das für manche nicht viel, aber für mich ist das eine Menge und ich bin super glücklich, dass es Menschen gibt, die diese Geschichte gelesen haben. Das hier war meine bisher längste FF und ich arbeite gerade an einem zweiten Band. ich weiß nicht, ob er jemals fertig wird, aber ich versuche es. Der Titel dieses zweiten Bandes wird `schwarzer Nebel´ sein. Falls ihr dort also vorbeischauen wollt, sobald ich ihn fertig habe, würde ich mich sehr freuen.

Also dann: Danke fürs Lesen dieser FF, lasst doch zum Abschluss gerne ein Review da!

Liebe Grüße: Caelena
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