Schwarzer Sand

von Caelena
GeschichteFantasy, Freundschaft / P12
Jack Frost OC (Own Character) Pitch
08.04.2020
09.05.2020
12
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08.04.2020 632
 
Nach fünf Stunden Autofahrt hielt unser Wagen endlich vor dem Haus, in dem wir von nun an wohnen würden. Es war das alte Haus meiner Großeltern, das leer stand seit die beiden in die Großstadt gezogen waren. Ich stieg aus und nahm meinen Koffer aus dem Auto. Dann ging ich durch den Vorgarten und öffnete die Haustür. Wir hatten schon alle Möbel und auch den Rest unserer Sachen hergebracht. Alles was in den Koffern war, waren die Kleider, die wir die letzten Tage getragen hatten, als wir bei unseren Großeltern geschlafen hatten, während hier noch der letzte Rest eingeräumt worden war. Ich zog meine Schuhe aus und stellte sie zu meinen Winterstiefeln in den Schuhschrank. Dann ging ich die Treppe hinauf und betrat mein Zimmer. Es sah aus, als würde ich gerade aus dem Urlaub kommen und nicht als würde ich den Raum zum ersten Mal betreten. Tatsächlich würden morgen die Herbstferien enden und ich würde meinen ersten Tag in der neuen Schule verbringen müssen. Ich war nicht unbedingt schüchtern, aber unter meinesgleichen wurde ich als Freak bezeichnet, weil ich an den Weihnachtsmann und den Osterhasen und, vor allem, an Jack Frost glaubte. Aber ich hoffte ein klein wenig, dass es hier anders sein würde. Immerhin war das hier das Städtchen, in dem die Kinder mit den Hütern Pitch Black bekämpft hatten.

Nebenan im Zimmer hörte ich, wie meine kleine Schwester Nima ihren Koffer auf den Boden fallen ließ und sich lachend auf das Bett schmiss. Ich ging zu ihr rüber und warf mich neben sie auf ihr Bett. „Es ist so toll hier, Vi!“, quietschte sie begeistert. Ich grinste sie an. Sie war die einzige die diesen Spitznahmen benutzte. Meine Eltern nannten mich nur Olive und meine freunde in der Großstadt hatten mich immer Olli genannt. Bei dem Gedanken an meine Freunde zog sich mein Magen schmerzhaft zusammen, doch dann begann meine kleine Schwester mich zu kitzeln und eine Rauferei entstand, bei der ich meine Wehmut schnell wieder vergaß.

Später am Abend, nachdem wir gemeinsam gegessen hatten, stand ich in meinem Zimmer und hängte all meine Zeichnungen an den Wänden auf. Bunny, Sandy, Tooth, den Weihnachtsmann und natürlich Jack Frost. Ein Bild nach dem anderen befestigte ich mit Tesafilm an der Tapete. Ich wusste meine Mutter würde wieder schimpfen, dass das Klebeband Flecken auf der Wand hinterließ, aber das war mir egal.
Ich betrachtete gerade eines meiner Lieblingsbilder, als meine Schwester meine Zimmertür aufriss und mich mir einer Lücke im Gebiss angrinste. „Er ist endlich draußen!“, rief sie überglücklich und hielt den ausgefallenen Zahn in die Höhe. Ich grinste sie an und meinte: „Na dann leg ihn schön unter dein Kissen, dann kommt die Zahnfee heute Nacht!“ Nima nickte und stürmte wieder aus meinem Zimmer, ohne die Tür hinter sich zu schließen. Ich schüttelte nur lächelnd den Kopf und machte sie selbst zu. Dann hängte ich die letzten Bilder auf und betrachtete zufrieden mein Werk. Mit einem Blick auf die Uhr setzte ich mich an meinen Schreibtisch und holte meine Zeichenutensilien hervor. Wir hatten erst zwanzig vor acht und ich somit noch genug Zeit, um ein weiteres Bild von Jack Frost zu malen. Ich schnappte mir also meine Zeichenkohle und begann zu arbeiten.

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Hallihallo,
es ist schon ziemlich lange her, dass ich hier auf Fanfiction etwas veröffentlicht habe, aber dank Corona-Langeweile habe ich mich in den letzten 24 Stunden mal wieder richtig angestrengt und diese Geschichte geschrieben. Ab dem nächsten Kapitel geht die Geschichte richtig los und je nachdem, wie sich meine Motivation hält, wird es hoffentlich auch noch einen zweiten Teil geben. Ich werde jeden Mittwoch und Sonntag ein Kapitel hochladen. Ich freue mich über jede Form der Rückmeldung, ob Kritik oder Lob, alles ist erwünscht! Viel Spaß mit der Geschichte!  *Kekse für alle hinstell*

Liebe Grüße: Caelena
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