Das Haus der 101 Dalmatiner - Dalmatinerflecken und eine ungeahnte Freundschaft

GeschichteHumor, Familie / P6
06.04.2020
17.05.2020
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06.04.2020 1.749
 
Hallo Leute! Ich habe meine neuest Story hier hochgeladen, weil es zu dieser Serie keine eigene Kategorie gibt (Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass dies die erste Fanfikton zur Fernsehserie "Das Haus der 101 Dalmatiner" ist. Zumindest hier auf dieser Website).
Ich hoffe euch gefällt was ich hier schreibe.
Viel Spaß beim lesen.
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Leise riselten die Flocken aus den dicken Wolken auf die Erde herab. Gestern Nacht war über den Ozean ein eisiges Tief aus dem Norden über ihr Land hinweg gefegt und hatte als Gastgeschenk einen gewaltigen, wie völlig unerwarteten Schneefall mitgebracht. Alles war bedeckt von einer dicken Schicht aus weißen Flocken. Die aufgehende Sonne kämpfte sich durch die dicken Wolken und sorgte dafür, dass sich das weiß der Welt mit einem Lichtspektrum von rosa, über gold und orange vermischte. Die eisige Luft funkelte und es sah aus, als würden winzige im Licht funkelden Diamanten umherschweben.

Im Park, abgesehen vom Gezwitscher der Vögel, herrschte eine seltsame Stille, welche schon fast etwas mysteriöses an sich hatte. Mitten in dieser Stille stampfte eine, in dicke Wintersachen eingepackte, Gestalt durch den tiefen Schnee, welcher unter ihren Füßen knirschte. Sie ließ ihren Blick schweifen. Sie fühlte sich wie in einem verwunschenem Wald, welcher geradewegs aus einem ihrer Bücher entsprungen ist. Es war großartig  durch den Park zu gehen. Vorallem jetzt da sie ihn sogut wie für sich alleine hatte. Alle anderen Leute waren ja Zuhause. Entweder aus Prinzip, bei so viel Schnee nicht raus zu gehen oder weil sie vor der Schneesturmwarnung zu große Angst hatten. Sollten sie ruhig machen. Sie würde sich die Gelegenheit mit ihrer Sofortbildkamera Fotos von einer solch atemberaubenden Kullisse zu machen, nicht entgehen lassen. Sie würde es schon noch rechtzeitig zum Bus zurück schaffen, bevor der Schneesturm losbrach. Es war ohnehin niemand da, welcher auf sie warten würde.

Denn obwohl gerade ihre Osterferien begonnen hatten, hieß dass nicht, dass ihr Vater sich auch freinehmen würde. Jetzt gerade war er bei der Arbeit. Eigentlicht tat er nichts weiter als arbeiten. Arbeiten, arbeiten und noch mehr arbeiten. Sollte er doch arbeiten bis er umfiel, sie konnte sich mühelos selbst beschäftigen. Sie hatte ja auch jetzt genug Zeit dafür, immerhin hatten ihre Ferien gerade begonne. Aber dass so ein plötzlicher Wetterumschwung kommen würde? Sie wusste zwar, dass der April für sein verrücktes Wetter bekannt war, aber es war erst Ende März und bis zum 1. April war es noch eine Woche. „So viel zur Klimaerwärmung.“, würde der ständig genervte, alte Hausmeister ihrer Schule jetzt sicher sagen.

Sie hatte gerade ein weiteres Foto gemacht und wartete darauf, dass es sich entwickelt hatte, als sie Spuren im Schnee entdeckte. Es erinnerte sie an die Spur eines Snowboardes, nur wesentlich kleiner. War außer ihr noch Jemand im Park? Aber hier Snowboard fahren? Ging dass überhaupt? Sie steckte das Foto weg und verstaute ihre Kamera sicher in ihrer Umhängetasche und begann der Spur zu folgen. Sie führte tiefer in das kleine Wäldchen und immer weiter weg vom einen der Hauptwege des Parkes. Während sie weiter der Spur folgte, wurde ihr klar, dass dies wo sie sich befand auch ein Weg war. Zumindest muss es früher mal einer gewesen sein. Denn links und rechts von ihr sah sie kleine Holzzäune, welche wohl als Wegmarkierungen dienten. Plötzlich machte der Weg eine Kurve und dort befand sich ein Abhang. Vorsichtig näherte sie sich dem Abhang. Denn, was auch immer sie folgte, schien hier entlang gekommen  und mit voller Wucht durch den Zaun gekracht zu sein.

Endlich hatte sie den Zaun erreicht und spehte vom Abhang in die Grube, welche sich vor ihr öffnete. Aber mit dem was sie dort unten sah, hatte sie nun wirklich nicht gerechnet...

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„Uhhhh....“

Dass war das Einzige, was Dolly hervor bringen konnte, nachdem sie aus der Schwärze der Bewusstlosigkeit wieder auftauchte. Was war passiert? Sie versuchte sich zu erinnern. Aber dies hatte zufolge, dass sich das schmerzhafte Pochen in ihrem Schädel nur verstärkte. Sie wollte ihre Augen öffnen, den Kopf heben und sich umsehen. Aber ausirgendeinem Grund gehorchte ihr, ihr Körper nicht. In einem Punkt war sie jedoch sicher: sie lag irgendwo. „Okay, cool bleiben. Was würde Dylan jetzt tun?“, dachte sie und versuchte sich zu erinnern. Zu allererst: versuchen sich einen Überblick zu verschaffen und da sie sich auf ihre Augen zur Zeit nicht verlassen konnte, nutzte sie schließlich ihre anderen Sinne. Eines war sicher: sie spürte Schmerzen. Ziemliche Schmerzen! Zwar waren die Schmerzen überall auf ihrem Körper verteilt, aber am stärksten spürte sie sie an ihrem Kopf und an ihrem rechtem Hinterbein. Sie versuchte ihren Hinterlauf zu bewegen. Aber irgendwie ging es nicht. Er fühlte sich hart und steif an.

Was war nur passiert? Trotz ihrer Kopfschmerzen versuchte sie sich zu erinnern. „Dolly! Du kannst nicht rausgehen. Der Wetterbericht hat einen weiteren Schneesturm im Verlauf des nächsten Tages voraus gesagt und niemand weiß, wann genau er London treffen wird.“, hörte sie das Echo der Stimme ihres Bruders Dylan in ihrem Kopf schweben. Aber, Schnee? Es war doch Ende März. Da gab es doch keinen Schnee mehr. Oder?

Doch!

Sie erinnerte sich, wie die Welpen am vergangenem Abend wie aufs Stichwort zu den Fenstern gerannt sind, um nach draußen zu blicken, wo dicke Flocken zur Erde fielen. Dem Moment wurde jedoch ein Dämpfer verpasst, als ihre Mutter ihnen verkündete, dass aufgrund der Schneesturmwarnung, keiner von ihnen das Haus verlassen durfte. Alles, abgesehen vom Garten, war Tabuzone. Allerdings hatte sie dies nicht davon abgehalten sich am nächsten Morgen in aller Frühe, als alle anderen noch geschlafen haben, ihr Snowboard zu schnappen, sich aus dem Haus zu schleichen und Richtung Park zu gehen. Es war großartig. Abgesehen von ihr war niemand im Park gewesen. Als hätte sie das ganze Gelände für sich allein gehabt. Bis sie sich dazu entschieden hatte, diese ihr bis dato Strecke durch das kleine Wäldchen zu fahren. Auf der unebenen Strecke hatte sie die Kontrolle über ihr Snowboard verloren. Das Letzte an dass sie sich erinnern konnte, war wie sie durch die Luft flog und den morschen Zaun auf sich zu kommen sah. Alles danach war ein großes schwarzes Fragezeichen.

Plötzlich hielt sie inne. Sie hatte etwas gespürt. Da war etwas vor ihr. Sie spitzte ihre Ohren, aber sie hörte nichts. Schließlich nahm sie einen tiefen Atemzug durch ihre Nase und da witterte sie es. Es roch nach...

Einer Katze? Endlich konnte Dolly die Kraft aufbringen ihre Augen zu öffnen. Sie musste ein paar Mal kräftig blinzeln, da alles in ihrem Blickfeld verschwamm. Sie wunderte sich, warum sie noch nicht das Kreischen ihrer kleinen Geschwister und das Trippeln von unzählingen winzigen Pfoten gehört hatte. Sie ließ ihren Blick schweifen, als sie plötzlich direkt in ein paar grünblauer Augen blickte. Erschrocken stellte sie fest, dass das Paar zu einer Katze gehörte, welche vor ihr auf dem Boden saß. Die Katze hatte kurzes graues Fell und man konnte ihr ihr hohes Alter deutlich ansehen. Dolly wusste zwar nicht wie alt diese Katze war, aber sie war bestimmt eines der ältesten Tiere, welche ihr jemals begegnet sind. Die Katze war vielleicht alt, aber ihre Augen waren klar und wach. Diesen Augen entging sicher nichts. Da war Dolly sich sicher.

Die Katze schnurrte: „Wie ich sehe bist du wach. Wie fühlst du dich?“ Dolly schüttelte ihren Kopf, in der Hoffnung die letzten Fetzen ihrer Benommenheit damit zu vertreiben: „Ging mir schon besser. Mein Schädel tut weh und mein Bein fühlt sich komisch an. Aber, wer bist du und was tust du hier?“ „Ich bin Royal. Ich bin eine Russisch Blau. Und ich bin hier, weil ich hier wohne.“, antwortete die Katze mit einer, für ihr hohes Alter, überraschend sanften und melodischen Stimme. Dolly rieb sich mit ihrer Pfote über ihr Auge: „Was redest du da für einen Mist? Du wohnst hier doch gar nicht. Dylan hat eine Katzenhaar-Allergie. Nie im Leben würde er freiwillig eine Katze ins Haus lassen.“ „Ich weiß nicht wer dieser Dylan ist. Aber eines weiß ich, du bist hier in unserem Haus.“, antwortete Royal ruhig.

Dolly wollte gerade etwas darauf erwidern, als ihr Kopf plötzlich in die Höhe schnellte. Jetzt da sie wieder klar im Kopf war, konnte sie ihre Umgebung wirklich begutachten. Eiskalt lief es ihr den Rücken herunter, als sie sich umsah. Sie war nicht in ihrem Haus. Voller bunter Farben, Hundespielzeug und Pfotenabdrücke. Dieses Haus war viel sauberer und aufgeräumter. Dylan würde sich hier mit Sicherheit wohlfühlen. Der Raum, in welchem sie sich befand, war ein großes Wohnzimmer, mit dazu gehöriger Küche. Jetzt bemerkte sie auch, dass sie in einem Körbchen lag. Dem starken Geruch von Katzenhaaren zu urteilen, handelte es sich dabei wohl um Royals Schlafplatz. Hektisch blickte sich Dolly um: „Oh, nein! Nein. Nein. Nein. Nein. Nein! Ich muss hier raus.“ Dolly versuchte aufzustehen, kippte jedoch zur Seite um. Als an sich herunter sah, entdeckte sie endlcih warum ihr rechtes Bein sich so komisch anfühlte. Ihr Bein war in einem dicken Verband eingewickelt und sah aus wie eine Mumie. Entsetzt starrte sie darauf: „Was hast du mit mir gemacht?“ „Ich habe nichts gemacht. Du bist diejenige welche sich offenbar im Park verletzt hat. Es scheint nichts gebrochen zu sein. Aber du musst dein Bein für eine Weile schonen und solltest deshalb nicht laufen.“, sagte Royal ihr.

Dolly hatte jedoch kein Interesse daran, sich belehren zu lassen. Irgendwie schaffte sie es aus dem Körbchen zu klettern und mehr kriechend, als laufend sich fortzubewegen: „Danke für die Ratschläge. Ich habe jedoch keine Zeit mich an sie zu halten. Ich werde jetzt nämlich von hier verschwinden.“ „Sagt wer?“, fragte Royal. Dolly wandte ihren Kopf, um die alte Kätzin anzusehen: „Sage ich, Dolly Dalmatinerin! Ich gehe jetzt nach Hause und du wirst mich nicht aufhalten.“ Aber Royal schien keine Anstalten irgendetwas gegen Dollys Fluchtversucht zu unternehmen. Stattdessen begann sie sich in aller Ruhe zu putzen: „Ich habe nicht vor dich aufzuhalten. Dafür bin ich längst zu alt.“

„Schön, dass wir uns verstehen.“, schnappte Dolly verärgert. „Wenn dich aber Jemand aufhalten wird, dann wird es wohl Emma sein.“, fügte Royal hinzu. „Emma? Wer soll dass sein?“, fragte Dolly. Doch ihre Frage wurde beantwortet, als sie eine Bewegung warnahm. Sie drehte ihren Kopf langsam wieder nach vorne und entdeckte ein paar Füße. Als Dolly ihren Blick nach oben wandern ließ, blickte sie in das Gesicht eines jungen Menschen Mädchens.

Dolly schluckte. In was war sie hier nur hinnein geraten?

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Falls euch die Geschichte gefällt und ihr noch weitere Fans der Serie kennt, erzählt ihnen ruhig von meiner Story.
:)
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