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Selenophile

OneshotAllgemein / P12 / Gen
06.04.2020
06.04.2020
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2.921
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Daniel hatte gerade die Entscheidung verkündet - Christina dachte schon die würde nie enden, die Minuten bis sie und Luca weitergekommen waren fühlten sich wie Stunden an - als Luca ihr schon seine Hand hin hielt und andeutete aus dem Studio gehen zu wollen. Christina sah ihn kurz verwirrt an. Mussten sie nicht noch für das Exklusiv Special da bleiben!? Aber so genau hatte dazu ja auch niemand etwas gesagt also konnten sie wohl auch gehen.

„Ähm...also zum Glück sind wir weitergekommen“, fing Luca auf dem Weg zu ihren Umkleiden ein Gespräch an, während er dabei unablässig ihre Hand festhielt.
„Oh Ja! Ich dachte schon diese Entscheidung würde nie enden“, stimmte sie ihm zu und seufzte gespielt theatralisch auf. Eigentlich war die Gefahr dass sie gehen mussten gar nicht so hoch gewesen, aber es war Let’s Dance und da war irgendwie alles möglich.
„Ging mir auch so. Hoffen wir mal dass das nächste Woche nicht so wird“, meinte Luca und grinste kurz, bevor er schließlich ihre Hand los lies und in seiner Umkleide verschwand.
„Ja dann musst du dich wohl mal anstrengen! Und vergiss das Training am Sonntag nicht! Pünktlich um 9! Um 9 Uhr nach der Zeitumstellung!“, rief sie ihm noch hinterher und verschwand dann ihrerseits in der Umkleide der Proftänzerinnen, in der schon Kathrin ihre letzten Sachen zusammen packte.

Christina nickte ihr kurz zu, wechselte dann ihre Klamotten und hing ihr Slowfoxkostüm zurück in die Garderobe.
„Eure Samba war echt gut. Mustafa der Löwe wäre sicher stolz!“, fing sie schließlich ein Gespräch mit ihrer Kollegin und Freundin an und ging scherzhaft auf ihre Aussage im Trainingseinspieler ein.
„Euer Slowfox aber auch! Ihr hättet mehr als 22 Punkte verdient gehabt“, entgegnete diese ihr, während sie sich mit dem dritten Parfüm an diesem Tag einsprühte. Manchmal fragte Christina sich ob Kathrin einen eigenen Koffer nur für ihre Parfüms mitgenommen hatte.
„Danke! Na hoffentlich strengt Luca sich im Training morgen mal mehr an, damit das nächste Woche wieder mehr Punkte werden“, grinste Christina und sah irritiert zur Tür durch die gerade Robert und Andrzej den Raum betraten. War deren Umkleide nicht nebenan?
„Morgen Christina? Trainiert ihr nicht wie alle erst am Sonntag!?“, griff Robert auch direkt ihre Aussage auf und sah sie irritiert an.
„Bambi kann es vermutlich schon gar nicht mehr wieder erwarten ihren Luca wiederzusehen“, scherzte Andrzej.
„Wie lustig. Das stimmt überhaupt gar nicht. Ich habe mich halt im Tag geirrt. Und außerdem ist es ja praktisch morgen weil es schon nach 24 Uhr ist. Also macht meine Aussage Sinn“, rechtfertigte Christina sich und sah Andrzej vorwurfsvoll an als hätte er gerade alle ihrer bisherigen Choreografien kritisiert.
„Mhm das kannst du vielleicht deinem Kaffee erzählen“, schaltete Kathrin sich wieder ein, die in der Zwischenzeit ihr Parfüm wieder eingepackt hatte.
„Was wollt ihr denn von mir?“, fragte Christina ihre Freunde genervt.
„Die viel wichtigere Frage ist doch: Was willst du von Luca?“, Konterte Robert und Andrzej hielt ihm anerkennend die Hand zum Einschlagen hin. Hatten die sich alle gegen sie verschworen? Und Christina dachte das wären ihre Freunde.
„Gar nichts. Überhaupt nichts. Er ist mir egal. Wir sind nur Tanzpartner. Wir trainieren nur zusammen. Für Let’s Dance. Mehr nicht“, antwortete sie ihnen also, sah sie irritiert an als sie alle lachten und beschloss dann den Raum zu verlassen. Noch länger musste sie sich das nicht anhören. Und außerdem musste sie ihre Jacke suchen.

Immer noch von dem Gespräch verwirrt lief sie erst durch Maske, Garderobe und Catering bis sie schließlich sogar die Toilette nach ihrer Jacke durchsuchte. Sie war sich sicher dass sie die Jacke heute morgen mitgenommen hatte, aber sie war nirgends zu finden. Das konnte doch nicht sein!
„Sag mal Luca, hast du zufälligerweise meine Jacke gesehen? Ich war mir sicher dass ich sie dabei hatte aber ich finde sie einfach nicht“, wand sie sich an ihren Tanzpartner. Vielleicht hatte er ja zufälligerweise mitbekommen wo sie Ihre Jacke hingelegt hatte.
„Äh nein!? Aber ich kann mich auch nicht erinnern dass du eine Jacke an hattest“, antwortete er ihr und sah sie verwirrt an.
„Echt? Ich dachte ich hätte sie heute morgen angezogen. Dann muss ich wohl so heim gehen“, meinte sie und zuckte mit den Schultern.
„Du kannst meine Jacke haben wenn du willst. Also ich meine nur es ist relativ kalt, nicht dass du dich erkältest!“, schlug Luca schließlich vor und hielt ihr innerhalb von Sekunden seine Jacke hin.
„Aber dann hast du ja keine...“, entgegnete sie ihm. Egal wer von ihnen beiden sich erkältete, für die Show war es nicht gut.
„Ach das passt schon, mir wird nicht so schnell kalt! Soll ich dich noch nach Hause bringen? Also ich meine nur ich habe noch Zeit bis das Shuttle ins Hotel fährt“, fuhr Luca weiter fort und sah sie fragend an.
Christina zuckte mit den Schultern. Sie konnte auch alleine nach Hause gehen aber ein bisschen Begleitung würde sicher nicht schaden. Und dann konnte sie Luca auch gleich wieder seine Jacke geben. Also nickte sie schließlich und ging voran in Richtung des Ausgangs.

Nach einem kurzen Fußweg den sie größtenteils schweigend verbracht hatten (keiner von ihnen wusste so wirklich was er sagen sollte), waren sie an Christinas Wohnung angekommen und die Profitänzerin sperrte die Tür auf.
„Komm gerne rein! Aber es ist nicht aufgeräumt. Dazu bin ich diese Woche irgendwie noch nicht gekommen“, erklärte sie die, für ihre Verhältnisse, große Unordnung in ihrer Wohnung. In Wahrheit standen nur ein, zwei Tassen und Teller in der Küche herum.
„Ach alles gut, mein Hotelzimmer ist auch nicht wirklich aufgeräumt“, entgegnete Luca ihr, der sich wohl gerade in ihrer Wohnung umsah, während sie ihren Schlüssel und Ihre Tasche verstaute und schließlich die Jacke auszog.
„Ähm also willst du was trinken oder so?“, fragte sie schließlich, nachdem sie sich einige Zeit angeschwiegen hatten.
„Klar gerne. Wasser oder so?“, antwortete Luca ihr und sah sie irritiert an als hätte ihn die Frage gerade komplett aus seinen Gedanken gerissen. Manchmal wüsste Christina gerne was andere Leute so dachten.
„Okay. Also ich hätte auch Wein. Also nur wenn du willst. Ich trinke manchmal abends Wein. Also nicht immer. Aber manchmal“, sprach sie weiter, während sie sich selbst etwas Weißwein aus dem Kühlschrank einschenkte. Sie hatte die Flasche in der letzten Woche zusammen mit Lucas Choreographin India aufgemacht und so langsam sollte sie den Wein mal austrinken.
„Okay dann nehme ich auch Wein“, beschloss Luca.
„Okay dann nimm das Glas ich hole mir schnell noch eins“, meinte Christina bevor sie zu ihrem Schrank verschwand und ein weiteres Weinglas herausholte. Oder es zumindest versuchte. Stattdessen fielen ihr zwei der Gläser entgegen und auf den Boden und zu allem Überfluss schnitt sie auch noch an einem der Gläser.

„Fuck!“, fluchte sie, bevor sie ihre Hand unter den Wasserhahn hielt und mit der anderen Hand versuchte den Schrank wieder zu schließen, bevor noch eines der Gläser herausfiel.
„Zeig mal her! Hast du ein Pflaster oder so da?“, meinte Luca und sah sie besorgt an, bevor er mehr oder weniger fachmäßig den Schnitt in ihrer Hand untersuchte.
„Ich glaube ja im Bad! Fuck, musste das ausgerechnet um diese Uhrzeit noch passieren“, fluchte sie weiter und sah auf den Scherbenhaufen mitten in ihrer Küche. Es würde sicher wieder ewig dauern bis sie das alles wieder aufgewischt hatte.
„Möchtest du mir sagen wo dein Bad ist dann kann ich dir ein Pflaster holen! Und danach helfe ich dir die Scherben zu entfernen“, fragte Luca weiter, aber Christina schüttelte den Kopf.
„Nein ich mache das schon selber. Reicht ja wenn einer von uns dadurch an Schlaf verliert“, schlug sie den Vorschlag ab und verschwand dann selbst schnell in ihrem Bad um sich ein Pflaster zu besorgen.

Als sie zurück in ihrer Küche kam hatte Luca sich einen Besen und eine Schaufel genommen und kehrte die Scherben zusammen.
„Hey ich hätte das schon noch gemacht nachher“, meinte Christina. Sie wollte wirklich nicht dass Luca sich jetzt die Arbeit machen musste die Scherben aufzusammeln die sie selbst verbrochen hatte.
„Klar aber so geht es ja viel schneller. Aber du darfst mir gerne helfen“, entgegnete Luca und grinste sie an, bevor er ihr eine zweite Schaufel hin hielt.
„Äh ja klar. Aber sag mal was ist eigentlich mit dem Shuttle zu deinem Hotel? Nicht dass das schon weg ist!“, fragte Christina weiter.
„Oh shit das habe ich ja komplett vergessen. Naja egal dann nehme ich mir eben ein Taxi“, beschloss Luca und kehrte unablässig weiter die Scherben zusammen.
„Du kannst auch hier bleiben wenn du willst. Also ich meine nur ich habe ein Gästezimmer. Dann musst du das Taxi nicht bezahlen. Also nur wenn du willst. Du musst nicht“, schlug Christina vor, während sie die Scherben in ihrem Mülleimer entsorgte.
Luca schien kurz zu überlegen, nickte dann aber.

Nachdem sie die Scherben zusammen gekehrt hatte und Christina sich selbst - dieses Mal unfallfrei - einen Wein eingeschenkt hatte, zeigte sie Luca den Weg zu ihrem Gästezimmer und stolperte dabei prompt über eine Jacke die auf den Boden gefallen war. Luca hielt sie gerade noch am Arm fest bevor sie komplett auf den Boden fiel.
„Sag mal irgendwie läuft es bei dir heute aber auch nicht so, oder?“, scherzte Luca, nachdem er sie wieder auf seine Höhe gezogen hatte.
„Anscheinend nicht. Vielleicht sollte ich einfach schlafen gehen. Dabei kann ich wenigstens weder hinfallen noch mich schneiden“, scherzte Christina ebenfalls und grinste Luca an der sie währenddessen scheinbar unablässig beobachtet hatte.
Kurz trafen sich ihre Blicke bevor Luca sich ihr langsam näherte und seine Lippen auf ihre legte. Christina hatte kurz das Gefühl gleich wieder zu stolpern so instabil wie sich ihre Beine gerade anfühlten, sodass sie sich an Lucas Arm festhielt.

„Ähm ja also wir sollten dann wohl mal schlafen gehen“, beschloss Luca nachdem sie sich einige Zeit angeschwiegen hatten und Christina nickte. Sie wusste selbst nicht so genau was gerade passiert war und vermutlich würde sie gleich auch nicht schlafen können, aber etwas anderes fiel ihr auch nicht ein was sie tun sollte.
Also verschwand sie in ihrem Bett und wälzte sich einige Minuten die sich wie Stunden anfühlten hin und her, bis sie beschloss wieder aufzustehen und stattdessen an der Choreo für nächste Woche zu arbeiten. Sie würde aktuell wohl eh kein Auge zubekommen und so konnte sie die Zeit wenigstens produktiv nutzen.

Am nächsten Tag (Christina hatte letztendlich tatsächlich noch ein paar Stunden Schlaf bekommen), verabschiedete Luca sich nach dem Frühstück wieder in sein Hotel, ohne auch nur einmal zu erwähnen was am Abend zuvor passiert war. Christina sah ihm verwirrt hinterher und überlegte hin und her bis sie schließlich beschloss das ganze mit Kathrin, Robert und Andrzej zu besprechen. Für irgendwas mussten ihre Freunde ja gut sein. Also schrieb sie allen eine Nachricht und befand sich wenige Minuten später vor ihrem Laptop in einer Skypekonversationen mit allen dreien und Andrzejs Frau Vica.

„Okay Christina, aber wieso musstest du jetzt unbedingt mit uns allen reden!? Ich wollte eigentlich noch die neue Choreo für Tijan anfangen!“, fragte Kathrin und Christina grinste kurz. Irgendwie wunderte es sie so gar nicht dass Kathrin schon wieder mit der Choreo beschäftigt war.
„Ja Bambi das frage ich mich aber auch. Vica und ich wollten eigentlich gerade spazieren gehen“, stimmte Andrzej der Österreicherin zu.
„Jetzt lasst sie doch einfach mal reden. Sonst kann sie ja gar nichts erzählen“, Schritt schließlich Robert ein und Christina nickte ihm dankbar zu.
„Danke! Also gestern nach der Show, habe ich meine Jacke gesucht und dann hat Luca mir seine geliehen und hat mich nach Hause begleitet und dann ist mir ein Glas aus dem Schrank gefallen und dann haben wir uns geküsst, aber Luca hat davon später nichts mehr erwähnt und jetzt weiß ich nicht was ich machen soll!“, erzählte sie ihren Freunden in einer Geschwindigkeit, dass es eigentlich ein Wunder war, dass sie überhaupt alle verstanden.
„What!?“, reagierte Kathrin als erste und sah sie überrascht an so als hätte sie gerade gesagt, dass sie Parfüms hassen würde.
„Wie wäre es wenn du mit ihm redest?“, schlug Robert vor.
„Ja Bambi, du musst mit ihm reden!“, stimmte auch Vica zu.
„Aber was ist wenn er gar nichts von mir will!?“, entgegnete Christina und sah enttäuscht zu Boden.
„COME ON! Ihr habt euch geküsst! Und hast du schonmal gesehen wie er dich ansieht!? Christina, wenn er nichts von dir will dann bin ich der Kaiser von China“, behauptete Kathrin.
„Kathrin hat Recht. Und außerdem wenn du nicht mit ihm redest wirst du es nie herausfinden“, meinte Robert und sah sie überzeugt an.
„Aber...“, wollte Christina ansetzen, aber alle ihrer Freunde sahen sie warnend an als wollten sie keinen Widerspruch hören.
„Okay, okay ich rede mit ihm. Morgen. Oder übermorgen. Oder am Freitag. Oder ganz wann anderes“, gab Christina nach.
„Nein weder morgen noch wann anderes. Jetzt! Du nimmst jetzt dein Handy und rufst ihn an!“, beschloss Andrzej bevor er den Skypecall beendete und somit Christina ihres Schicksals überließ.

Diese seufzte kurz und griff dann nach ihrem Handy und suchte nach der Handynummer ihres Tanzpartners in ihren Kontakten (ganz so als hätte sie die Nummer nicht ohnehin schon lange unter ihren Favoriten gespeichert. Natürlich nur wegen Let’s Dance) und drückte schließlich auf Anrufen. Sie hatte keine Ahnung wieso sie sich wirklich dazu überreden hat lassen, denn im Moment hatte sie keine Ahnung was sie überhaupt sagen sollte und ihr war eher schlecht als irgendwas anderes vor Nervosität. Dass es dann auch noch Ewigkeiten dauerte bis Luca den Anruf mal annahm, tat ihrer Aufregung nicht gerade besser.

„Ah hi Christina! Ich wollte dich eh noch anrufen, wie geht es deiner Hand?“, fragte Luca und Christina wusste erneut nicht was sie genau sagen sollte.
„Meine Hand? Achso meine Hand. Ja also meiner Hand geht es gut. Also sie tut noch ein bisschen weh, aber das ist nicht schlimm. Also es geht schon“, war das einzige was sie herausbekam.
„Okay gut. Also was machst du denn Heute noch so?“, führte Luca den Smalltalk weiter und machte es Christina umso schwerer überhaupt mal zu ihrem eigentlichen Punt zu kommen.
„Heute? Keine Ahnung. Nichts besonderes vermutlich. Vielleicht etwas lesen oder eine Serie schauen oder so. Aber sag mal was ich eigentlich sagen wollte...Also...naja...“, setzte sie an, aber vergaß mittendrin wie man einen normalen Satz bildete. Wieso war das denn auch so schwer?
„Ja was wolltest du sagen?“, fragte Luca nach.
„Also wegen gestern. Also es war echt nett dass du mir geholfen hast mit den Scherben. Das hätte sonst ewig gedauert. Also das war echt nett“, wechselte Christina Kurz vor knapp noch das Thema.
„Ähm klar gerne kein Problem. Aber deswegen hast du extra angerufen?“, fragte Luca weiter.
„Ja das wollte ich eben noch gesagt haben. Also ich freue mich schon auf das Training morgen! Tschüss!“, beendete Christina nervös das Telefonat und legte auf bevor Luca überhaupt noch etwas sagen konnte. Wie unangenehm war das denn gewesen? Sie hätte einfach nie auf den Tipp ihrer Freunde hören sollen.

Sie legte ihr Handy zur Seite und vergrub ihren Kopf in ihren Händen. Wow das hatte ja super funktioniert. Luca musste jetzt denken sie wäre komplett durchgedreht.
Den Rest des Tages verbrachte sie damit ihre Wohnung viermal auf und umzuräumen, sich etwas zu Essen zu kochen, das dann verbrannte und sich stattdessen dann etwas zu bestellen und letztendlich durch Netflix zu zappen ohne sich wirklich auf etwas konzentrieren zu können.
Nach knapp einer Stunde gab sie auf, lies im Hintergrund DSDS laufen und starrte die Wand an, während sie über alles und nichts nachdachte.

Am nächsten Morgen war sie Stunden zu früh beim Training und wartete angespannt darauf bis endlich Luca zum Training kam, in der Hoffnung dass er noch vor den Kamerateams kam sodass sie zumindest kurz noch reden konnten.
„Hey Christina! Bist du schon lange da?“, riss Luca sie schließlich aus ihren Gedanken und Christina sah ihn überrascht an. Sie hatte ihn gar nicht kommen gehört und als sie ihn schließlich sah musste sie unwillkürlich kurz grinsen.
„Ne geht eigentlich. Bin auch gerade erst gekommen“, behauptete sie obwohl sie eigentlich schon seit zwei Stunden da saß.
„Cool also naja bevor die Kameras und so da sind wegen Freitag. Also du weißt schon das mit dem Kuss. Also das war schon echt schön“, sprach schließlich Luca das Thema an, das Christina eigentlich schon am Vortag besprechen wollte.
„Ähm ja also fand ich auch“, stimmte Christina ihm zu, nachdem Luca sich neben sie gesetzt hatte. Gerade wollten sie ansetzen sich zu küssen als sie auf dem Gang Schritte hörten und wenige Minuten später das Kamerateam von RTL vor ihnen stand. Na die hatten ja ein super Timing.

Gerade baute das Kamerateam die Kameras auf als Luca sie wissend angrinste und dann zum Kamerateam schaute.
„Ihr baut ja noch auf, oder? Ich wollte mir noch schnell einen Kaffee holen! Kommst du mit Christina?“, fragte er das Team
Von RTL und sah dann fragend zu Christina.
„Oh Ja Kaffee klingt super!“, stimmte Christina ihm zu und folgte ihm zum Ausgang des Studios nachdem das Kamerateam Schulter Zuckend genickt hatte.

Auf dem Gang schaute Luca sich nochmal kurz um bevor er Christina in eine Raum nebenan zog und sie schließlich endlich küsste. Zumindest hatten sie jetzt noch etwas Zeit bis sie wieder zurück mussten.

Im Laufe der Woche verbrachten die beiden die meisten der Abende miteinander und mussten sich mehr als zusammenreißen sich vor den Kameras nichts anmerken zu lassen. Christina hatte auch nie gedacht dass es mal so schwer werden würde sich während des Trainings normal zu verhalten. Was auch immer normal war. So genau wusste sie das selbst nicht mehr.
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