Aufeinmal ändert sich alles

von celi4799
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 Slash
Joschka Leon Markus Maxi Raban Vanessa
06.04.2020
01.06.2020
10
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06.04.2020 1.565
 
Es ist vorbei. Wir haben unsere Aufgabe erfüllt. Seit einigen Jahren schon. Wir haben unsere Nachfolger gefunden, den Teufelstopf und das wilde Kerle Land vor dem dicken Michi verteidigt und gerettet. Naja unsere "jüngeren ichs" haben das gemacht. Mit tatkräftiger Unterstützung. Wir haben alle immer ein Auge auf unsere "Sprösslinge", aber sie machen ihr eigenes Ding. Sie spielen Fußball, trainieren für jede Herausforderung die noch kommen mag, sind ein Team in jeder Hinsicht und ergänzen sich wo es geht. Sie haben ihre Diskussion und Streitereien. Aber wer hat das nicht als Mannschaft? Wer hat das nicht unter Freunden? Freunden und manchmal, in seltenen Fällen, auch Feinden. Feinde gegeneinander oder gegen sich selbst. Sie sind wie wir damals. Jung und wild. Naja.. eben so wie wir. So wie wir es mal waren. Wenn man älter wird wird man ruhiger, bodenständig, irgendwie vernünftig. Man wird eben erwachsen..
Jetzt sitze ich in meiner Werkstatt. Alleine, lasse mir alles durch den Kopf gehen, das vergangene sowie das gegenwärtige, während ich an irgendwas undefinierbaren herumbastel. Ich habe meine Werkstatt über die Jahre erweitern können. Habe einige Hallen dazu kaufen und bauen können. Sie sind voll mit Schrauben, Maschinen, Werkzeug, Auto - und Motorradteilen. Alles was man auf einem Schrottplatz findet, nich gut ist und noch brauchen kann. Ich konnte mir im laufe der Zeit einiges aneignen und beibringen. Mein Vorteil das ich der einzige in der Stadt bin der sowas kann und macht. Das Einkommen reicht gerade so zum überleben. Grünwald ist eben nicht groß. Meine Werkstatt ist das Hauptgebäute. Dazu kommen aber noch vier Nebengebäude. In ihnen ist alles andere was ich brauche. Dazu gehört eine kleine Lackiererei. Sie wird meistens von Joschka oder Raban genutzt, wobei ich das auch manchmal machen muss. Ich hasse diese Arbeit. Man kann sich aber leider nicht immer vor dem drücken was man nicht mag. Alles in allem Liebe ich mein Leben so wie es ist. Ich habe es zu schätzen gelernt. Jeden Tag zu genießen mit den Menschen die man liebt und die einem etwas bedeuten. Leider haben wir uns alle ein wenig auseinander gelebt aber zum Glück immer noch guten Kontakt. Leon und Vanessa sind zusammen gezogen. Machen eine Reise quer durchs Land auf ihren Motorrädern. Wie alle haben aber seit einiger Zeit schon nichts mehr von ihnen gehört. Marlon ist komplett weg gezogen. Versucht sich weit weg was eigenes aufzubauen. Was genau es ist weiß keiner. Er wollte es noch keinem verraten. Er meine es kommt alles mit der Zeit und ist eine Überraschung. Er ist gleich nach dem Sieg über den dicken Michi "abgehauen". Somit haben die restlichen vier die Verantwortung über unsern Nachwuchs. Ich selber habe mit Raban, Joschka und Maxi den meisten Kontakt. Raban und Joschka basteln den ganzen Tag an irgendwelchen skurrilen Erfindungen rum die, wie sie sagen, mal die Welt Revolutionär erobern werden. Naja sie haben den Traum davon.
Maxi hat die Bank seines Vaters übernommen. Sagen wir mal so.. er musste die Bank seines Vaters übernehmen. Er wurde praktisch gezwungen und total mit dieser Aufgabe überrumpelt. Er ist ein Fußballer und kein Bänker. Genauso fühlt es sich für ihn aufjedenfall an, wie er mir gesagt hat. Er fühlt sich eben total in diese Rolle hineingedrängt. Aber er meistert seine Aufgaben so gut es geht und so gut er kann. Sein Vater hat sich weit weg zur Ruhe gesetzt. Er und Maxi haben sehr oft Kontakt. Für ihn manchmal zu viel. Sein Vater möchte über alles informiert werden und will über alles Bescheid wissen. Warum er seine Bank abgegeben hat weiß deshalb keiner.
Maxi hat mich unterstützt wo es ging. Mental auch materiell. Er hat mir einige Türen geöffnet und die eine oder andere geschlossen. Durch ihn kann ich das jetzige Leben so leben wie ich es tue. Er hat das alles möglich gemacht. Alleine hätte ich meine damalige Werkstatt schon lange zu machen können.
Seit Maxi die Verantwortung über die Bank und somit auch irgendwie über die halbe Stadt hat, hat er nur noch selten Zeit. Wir versuchen aber trotzdem immer was zu unternehmen. Wann immer die zeit es eben zulässt. So wie heute Abend. Er hatte gesagt er kommt vorbei wenn er fertig ist.
Ich sah von meiner Arbeit auf und gleich danach auf die Uhr. Es ist gerade neun uhr abends. Der einzige Gedanke der mir durch den Kopf schoss war das es ein langer Abend werden kann. Es wird wieder mal weit in die Nacht hinein gehen. Mit ein oder zwei Bier und genug Gesprächsthemen hat ist das alles kein Problem.
Ich stand auf. Mir tat der Rücken weh. Jedesmal wenn ich stundenlang auf dem Boden sitze tut mir was anderes weh. Dadurch merkt man das man alt wird. Ich ging die Treppe hoch zu meiner Wohnung. Das Licht ließ ich unten an und die Tür auf, da ich weiß das Maxi gleich kommen müsste.
Ich ging in die Küche. Machte mir was zu trinken. Bevor ich ins Schlafzimmer ging um mich umzuziehen sah ich aus dem Fenster. Es war schon recht dunkel und ganz kurz kam es mir so vor als ob ich jemanden am gegenüberliegenden Waldrand stehen sah. Komplett schwarz angezogen und nur schwer zu erkennen. Ich blinzelte ein paar mal und sah nochmal hin um sicher zu gehen. Doch da war keiner. Ich hatte mir das alles nur eingebildet. Sicherlich weil ich über dieses Stundenlange konzentrieren einen an der klatsche habe. Es wäre beunruhigend gewesen, da das hier schon ein bisschen abgelegen ist. Nur ein paar Laternen erleuchteten die Straße von der Stadt bis hier her. Es standen in dieser Straße nur zwei verlassene Häuser in denen schon lange keiner mehr wohnt.
Ich drehte mich um, stellte das Glas auf den Tisch und verschwand im Schlafzimmer wo ich mir ein paar saubere Sachen raus nahm. Während ich mich Umzug hörte ich wie unten in der Werkstatt die Tür auf ging. Das laute schrille quietschen hörte ich bis hier hoch. Genau in dem Moment kam mir wieder mein Vorhaben in den Sinn diese Tür zu ölen. Hätte ich schon lange machen sollen. Das war nur Maxi der endlich mit seiner Arbeit fertig war. In dem Moment hörte ich wie irgendwas Metallisches runter fiel. Vom Geräusch her könnte es der Schraubenschlüssel gewesen sein. Ich hörte alles. Das runter fallen von meinem Werkzeug, die Tür, Schritte. Langsame und leise Schritte. Aber keine Begrüßung. Typisch für maxi dachte ich mir.
Ich zog mir meinen Pullover über, trat aus dem zimmer um noch ein paar Flaschen zum trinken zu holen. "Ich komm gleich" rief ich runter. Bekam aber keine Antwort. Mich nervt es wenn ich keine Antwort bekomme. Das weiß er ganz genau. Mit zwei Flaschen Bier ging ich die Treppe runter und schloss die Tür meine Wohnung.
Ich hatte recht. Es lag der Schraubenschlüssel am Boden. Sonst war alles unverändert, nur die Tür stand weit offen. Da wo es am Tag 35° Grad hatte war es jetzt ziemlich frisch geworden. Wieso ließ Maxi die Tür auf? Ohne die Flaschen abzustellen ging ich zur Tür um sie zu zumachen. Es war eine beängstigende Stille. Mir kam das Summen der Grillen und das Zwitschern der Vögel nicht wirklich vor. Ich hatte dieses komische Gefühl das etwas nicht stimmt. Dieses ganz blöde bauchgefühl das gleich irgendwas passiert.
Ich ging zur Tür raus. Sah mich um. Aber es war keiner da. Es stand weder ein Motorrad noch ein Auto auf dem Parkplatz. Es war auch sonst nichts zu hören was auf einen Motor oder ähnliches deuten ließ. Ich zuckte mit den Schultern. Einfach eine komische Stimmung heute. Als der Wind wieder kam jagte es mir einen Schauer über den Rücken. Es war echt sau kalt. Ich drehte mich auf der Stelle um, blieb aber noch kurz stehen und lauschte nochmal. Nichts. So beschloss ich wieder rein zu gehen. Vielleicht verarscht mich Maxi und er wartet drin. Ist ihn ja zuzutrauen. Gerade als ich dabei war die große Metalltür zuzuziehen hörte ich ein knacken. Wie wenn man auf einen Ast tritt. Ich verharrte in meiner Bewegung. Mein Herz schlug schneller und wieder machte sich das Gefühl in mir breit das hier irgendwas faul ist. Mir war das alles nicht geheuer. Ich streckte nur den Kopf nach draußen um zu gucken ob da doch jemand war. Sah aber keinen. Egal in welche Richtung ich sah. Ich stempelt das alles als eine Einbildung der Philosophie ab und versuchte mich zu beruhigen. Ich atmete tief ein und wieder aus. In dem Moment als ich die Tür weiter zu machen wollte höre ich was hinter mir. Sehr laut. Das war keine Einbildung! Da war doch jemand.. In dem Moment merke ich nur wie mir irgendwas ins Gesicht gedrückt wurde. Ich ließ wie Flaschen fallen um mich zu wehren. Ich sah nur noch verschwommen. Mein Körper gehorchte mir nicht mehr. Ich merkte wie mir die Kontrolle über mich selbst nach und nach genommen wurde. Dann wurde alles schwarz..





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Hi,

Ich bin nicht neu hier und es ist meine zweite Geschichte. Ich freue mich jederzeit auf Verbesserungsvorschläge und vielleicht auch auf die ein oder anderen Ideen von euch? Falls ihr also irgendwas habt was ihr cool findet und sagt 'ja das wäre eine idee' oder 'das kann man mit einbauen' dann schreibt das einfach mit in eure Rückmeldung.
Ich freue mich über alles was ihr schreibt also schön lesen und dann tippen
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