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Können Erinnerungen Wunden heilen?

von Lilliam
GeschichteFamilie, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Der Tod Kaiserin Elisabeth Kronprinz Rudolf
05.04.2020
19.05.2020
6
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05.04.2020 2.649
 
Hallo, das hier ist zum Einen meine erste Fanfiction im Elisabeth Fandom und zum Anderen die erste Fanfiction seit ca 7 Jahren, die ich schreibe. Also seid bitte nachsichtig, ich versuche mich zu verbessern!
Ich möchte versuchen, halbwegs regelmäßig zu posten. Hoffentlich gelingt mir das. Zeit hab ich ja gerade...
Ich spreche mal im Vorherein eine Triggerwarnung für Themen wie Suizid, Selbstverletzung, Essstörungen usw aber wer das Musical kennt, sollte nicht sonderlich überrascht sein.
Ich hab etwas recherchiert, gerade was so die Leben der realen Personen angeht und habe deswegen vielleicht Dinge hier drin, die im Musical wenig oder gar nicht behandelt werden.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen und hoffe dass ihr einigermaßen mit der aktuellen SItuation um Covid-19 klar kommt, passt auf euch auf!
Lg,
Lilliam
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-Im Totenreich, einige Jahre nach Elisabeths Tod-

Der Tod:

Als der Tod das Schlafzimmer betrat, sah er Elisabeth, wie sie mit angezogenen Beinen auf dem Bett saß und abwesend auf die Bettdecke starrte. Er konnte eine Nässe auf ihrem Gesicht erkennen, hatte sie etwa geweint?
Da sie seine Anwesenheit wohl bisher nicht bemerkt hatte, ging er vorsichtig auf sie zu und setzte sich zu ihr.
Der Tod blickte zu der Frau, die so zusammengekauert neben ihm saß. Sie sah so traurig aus, innerlich zerrissen. Was sie wohl beschäftigte?
Sie zuckte zusammen, als sie schließlich die Gestalt neben ihr wahrnahm. Doch anstatt etwas zu sagen, starrte sie nur weiterhin auf das Bett.
Er wollte ihr helfen, ihr alle schlechten Gefühle nehmen, sie beruhigen. Doch er wusste auch, dass sie es gar nicht leiden konnte, wenn er dafür seine Kräfte einsetzte. Er seufzte. Dann musste er diese  Situation eben anders lösen, auf ganz menschliche Art und Weise.
Er legte sanft seine Finger an ihr Kinn und streichelte ihre Wange, bis die Braunhaarige zu ihm blickte.
Er schaute ihr in die Augen und konnte in ihnen so viel erkennen. Schmerz, Trauer, Wut aber auch Liebe.
Liebe... er verfiel in Gedanken.
‚Engel nennen‘s Freude, Teufel nennen‘s Pein. Menschen meinen, es muss Liebe sein.‘ (Elisabeth das Musical, Prolog, Michael Kunze und Sylvester Levay)
Innerlich schmunzelte er über diese alte Weisheit. Sie liebte ihn. Und er liebte sie auch, dies wusste er seit langem. Nur sie war in der Lage gewesen, damals dieses Gefühl in ihm zu entfachen. Nur in ihren Augen konnte er stundenlang versinken, sie zog ihn in ihren Bann und besaß dadurch Macht über ihn, wie sonst niemand. Ja, es war Elisabeth allein, die Macht über seine Majestät den Tod, Herrscher über Leben und Tod , höchstpersönlich besaß. Die Macht der Liebe.
Er wurde sich wieder einmal bewusst, wie verfallen er ihr doch war...er gehörte nur ihr, und sie gehörte nur ihm, ihm allein...
„Wolltest du auch etwas sagen, oder warum starrst du mich nur an?“ wurde er plötzlich von ihrer Stimme aus seinen Gedanken gerissen. In ihr lag Unsicherheit, aber auch Erleichterung dass sie nun nicht mehr alleine war.
Sie blickte ihn fragend und mit hochgezogener Augenbraue an.
Er nahm ihre Hand und führte diese zu seinem Mund, um diese anschließend leicht zu küssen.
Als er bemerkte, dass sie immer noch auf seine Antwort wartete, seufzte er leicht und lächelte sie liebevoll an.
„Ich kann es nicht ertragen, dich so traurig zu sehen. Sag schwarze Möwe, was belastet dich so sehr? Ich merke doch, dass etwas nicht stimmt.“
Sie wendete den Blick ab, doch rutschte ein Stück näher zu ihm. Er legte einen Arm um sie und zog sich zu sich. Langsam platzierte sie ihren Kopf an seiner Brust.
Er bemerkte wie ihre Atmung sich beschleunigte und sie leicht zu zittern begann.
„Rudolf war hier.Vor ein paar Stunden“, murmelte sie, und brach bei dem Gedanken an ihren Sohn in Tränen aus.
Erstaunt richtete er sich auf, nahm ihr Gesicht in seine Hände und blickte sie an.
„Warum hast du mir das nicht früher gesagt mein Engel? Ich wäre früher gekommen. Was wollte er? Wie geht es dir?“. Es sprudelte nur so aus ihm heraus. Doch als er sah, dass er sie mit dieser Redeflut gerade überforderte, strich der Blonde ihr sanft über ihr Haar und zog sie wieder an seine Brust. Daher rührte also der Schmerz und die Traurigkeit. Er wusste, dass es sie noch immer belastete, dass sie sich zu Lebzeiten nicht mehr mit ihrem einzigen Sohn versöhnen konnte. Seit ihrem Tod hatten sie natürlich ein paar Mal darüber gesprochen, ob sie ihn sehen wollen würde, doch zu groß war damals noch ihre Angst, er würde nicht mit ihr sprechen wollen. Doch auch Rudolf schien damals nichts von seiner Mutter wissen zu wollen. Der Tod hatte seinen Freund zwar oft besucht, seitdem er ihn mit in sein Reich genommen hatte, aber Rudolf hatte bei all ihren Gesprächen nie mehr seine Mutter erwähnt. Deshalb verwunderte es ihn umso mehr, dass ihr Sohn scheinbar nun doch den Kontakt suchte..

Elisabeth:

Ihre Gedanken rasten. Er war hier, ihr Sohn war nach all den Jahren zu ihr gekommen. Sie stand am Fenster und goss die Lilien, welche auf dem Fensterbrett standen, als sie ihn sah. Sie beobachtete, wie er vor dem Haus stand und unruhig hin und her lief. Er schien sie nicht am Fenster zu bemerken.
Er fuhr sich mit der Hand durch sein Haar und trat zur Klingel, doch gerade als Elisabeth zur Tür gehen wollte um ihm zu öffnen, sah sie wie er sich umdrehte und weglief. Sie riss sofort die Tür auf. „Rudoooolf!“, schrie sie noch verzweifelt.Er blieb kurz stehen, doch drehte sich nicht um. „Bleib!“, rief sie ihm zu, aber er hatte sich bereits wieder in Bewegung gesetzt, weg von dem kleinen Häuschen in dem sich Elisabeth aufhielt, weg von seiner Mutter.
„Engel?“ hörte sie eine vertraute Stimme, die sie kurz auf zucken ließ. Ach ja richtig, das war ja alles schon vorbei. Rudolf war wieder weg. Sie begann heftig zu schluchzen und erzählte dann dem Tod, was vorgefallen war.
Als sie fertig war, spürte sie erneut eine Hand an ihrem Kinn. Sie schaute ihn an, sah seinen besorgten Blick und lehnte sich leicht vor. Sie gab ihm einen leichten Kuss, doch intensivierte diesen dann. Sie legte eine Hand in seinen Nacken und zog ihn zu sich. Sie brauchte ihn jetzt, sie brauchte seine Nähe, seine Liebe…
Er bemerkte was sie vorhatte und stoppte sie sanft, ja, schob sie leicht von sich weg. Unsicher sah sie zu ihm auf. „Begehrst du mich nicht mehr?“ fragte sie ihn enttäuscht und drehte sich leicht weg.
„Nein Elisabeth, das tue ich, sogar sehr.“ Verwirrt schaute sie ihn an. „Dann wieso-“, doch er unterbrach sie. „Aber wir sollten über die Sache sprechen, ich möchte dir helfen. Ich möchte nicht, dass du unsere Leidenschaft dafür nutzt, es zu verdrängen.“  Als er ihren beschämten Blick sah, fügte er rasch hinzu: „Ich verstehe das und es ist nicht schlimm, aber du verstehst doch dass es wichtig ist, darüber zu sprechen?“
Elisabeth nickte leicht. Ja, natürlich verstand sie das.
„Ja, okay.“ seufzte sie und lehnte sich wieder an seine Brust.
„Ich habe da auch schon eine Idee...“ raunte der Tod ihr leise ins Ohr.


Tod:

Es war bereits dunkel in den Straßen des kleinen Ortes, welches an ein kleines, deutsches Dorf Mitte des 20. Jahrhunderts erinnerte. Er wusste, dass Rudolf sich oft hier aufhielt, gerade aber nicht hier war.
Leise schlich der Tod um die kleinen Häuser und blieb dann vor einem stehen. Der Name „Krause“ stand in kleinen, weißen Buchstaben über der Tür.
Er klopfte an die Tür und wartete, bis eine junge Frau ihm öffnete.
„Hallo Alina.“, lächelte er sie an. „Kann ich reinkommen?“
Es war reine Freundlichkeit und Respekt ihr gegenüber, dass er sie fragte. Er war der Herrscher, natürlich müsste er nicht fragen, ob er irgendwo herein durfte. Alle ließen ihn rein, und wenn nicht, zwang er die Menschen eben…
„Ja, natürlich, komm rein.“ hörte sie ihn auch schon sagen.
Viele Menschen hatten Angst vor ihm und seiner Macht, doch Alina kannte ihn und wusste deshalb mit ihm umzugehen. Schließlich war sie mit Rudolf zusammen, da hatte man schon öfter miteinander zu tun.
„Setz dich.“, sie zeigte auf ihr kleines Sofa, welches dicht an der Wand neben der Heizung stand.
„Es geht um Rudolf.“ sagte er ohne Umschweife, als er sich dort niedergelassen hatte.
Dann begann er zu erzählen und schloss seine Erzählung mit der Frage „Wusstest du davon?“ ab.
Seufzend sah sie ihn an. „Ja, er hat mir davon erzählt. Er erwähnte dass er mit seiner Mutter sprechen wollte, doch ich habe ihn seitdem nicht gesehen...“
Der Tod nickte. „Ich gehe ihn dann mal suchen. Danke Alina, bis bald.“ sagte er noch, ehe er sich wortwörtlich in Luft auflöste.



Einige Zeit zuvor

Rudolf:

Verzweifelt ließ sich der junge Mann  auf einem Stückchen Gras neben einem nahegelegenem Fluss nieder.
Warum war er nur weggelaufen? Er schlug sich die Hände vors Gesicht und ließ sich auf die Seite fallen, während ihn jede bisher gewahrte Fassung verließ. Warum war er nur so? Sie war doch dort, seine Mutter. Sie rief er sollte bleiben. Doch er rann weg, wie ein kleiner Feigling. Hatte nicht die Kraft sich ihr zu stellen. Er fühlte wie die Fassade, welcher er sich all die Jahre aufgebaut hatte, in großen Teilen herunter bröckelte. Nein, sie bröckelte nicht, sie krachte. Er brauchte seine Mutter doch! Der Braunhaarige drückte sein Gesicht ins Gras, zog Arme und Beine ganz dicht an sich heran und ließ seinen aufgestauten Tränen freien Lauf.
Er lag dort wohl lange, denn irgendwann bemerkte er, wie es dunkel geworden war. Was Alina sich wohl dachte? Was seine Mutter- bei dem Gedanken an seine Mutter begann er zu zittern. Wahrscheinlich dachte sie gar nicht mehr an ihn, er war ihr doch egal. Diese Tatsache war als sie beide noch lebten, nicht anders gewesen.
Ihm wurde kalt und übel. Er war alleine und würde dies wohl für immer bleiben.
„Du weißt, dass das nicht wahr ist?“ hörte er plötzlich eine sanfte Stimme neben ihm sagen. Erst erschrak er sich, doch als er erkannte wer dort neben ihm saß, entspannte er sich merklich. Er klammerte sich an seinen Freund, so wie er es früher immer getan hatte, wenn er nicht mehr weiter wusste.
Er fragte sich nicht warum der Tod wusste, an was er gedacht hatte. Er hatte schließlich Kräfte und Mächte, die er einzusetzen wusste.
„Liebes?“ sah dieser Rudolf schließlich fragend an, nachdem er einige Zeit damit verbracht hatte, ihm sanft über sein Haar zu streicheln und ihn einfach zu halten.
„Ja?“ antwortete der Angesprochene und hob etwas ängstlich seinen Blick.
„Warum hast du mich nicht früher gerufen? Ich sehe dass du leidest. Deine Mutter-“ er wurde unterbrochen. „Meine Mutter interessiert sich nicht für mich.“ sagte Rudolf und versuchte seine Aussage durch einem festem Unterton in der Stimme glaubhaft rüber zu bringen.
„Doch, sie tut es. Sogar sehr. Rudolf, sie ist am Boden zerstört, so wie du. Ihr beide gehört zu den wichtigsten Personen die ich habe, ich habe es immer respektiert dass ihr nicht miteinander sprechen konntet. Doch ich sehe nun, das der Zeitpunkt gekommen ist, ihr wollt es beide. Und ihr habt beide fürchterliche Angst. Ich weiß es.“ schloss er nun und blickte dem jungen Mann ermutigend in die Augen. „Sprich mit ihr.“
Rudolf rasten derweil tausend Gedanken durch den Kopf. Sein Freund hatte Recht. Natürlich hatte er Recht. Aber konnte er einfach so zu ihr? Nachdem er heute weggerannt war? Nachdem er sie dort stehen gelassen hatte? Betrübt schaute er zur Seite, Richtung Fluss. Leichte Wellen kräuselten sich dort am Ufer und trugen einige Sandkörner und Steinchen mit davon. Wenn doch nur eine Welle käme, und seine Gefühle mit davontrug..
Der Tod, welcher die Gedanken des Mannes bemerkt hatte, seufzte und nahm sein Gesicht in seine Hände. „Nein Rudolf, so etwas ist Vergangenheit, das weißt du.“ Fest schaute er ihm in die Augen. „Ich bin doch bei dir.“ Rudolf bemerkte eine Wärme die sich sofort in ihm ausbreitete, als er die Vertrautheit in dem Blick seines Freundes sah und dessen Worte hörte.. Mit brüchiger Stimme, aber entschlossen sagte er : „Bring mich zu ihr.“. Der Tod nickte, hob ihn vorsichtig auf seine Arme und einen Wimpernschlag später waren beide verschwunden.



Elisabeth:

Nervös ging die Frau in dem kleinen Wohnzimmer auf und ab. Sie musste schlucken, als sie an das bevorstehende Gespräch dachte.
Erst vor einigen Minuten hatte sie die ruhige Stimme ihres Liebsten gehört, der ihr mitteilte, dass er mit Rudolf zusammen auf dem Weg zu ihr war.
Früher, kurz nach ihrem Tod war es ihr noch unangenehm gewesen, seine Stimme in ihrem Kopf hören zu können. Doch mit der Zeit gewöhnte sie sich daran. Er war eben kein Mensch, er war der Herrscher über das Totenreich. Ihr schwarzer Prinz. Sie lächelte bei dem Gedanken.
Doch dann zuckte sie heftig zusammen und kippte dabei eine Vase um, als plötzlich mit einem lauten „Wooosh“ jemand mitten auf der Couch erschien. Er war wieder da und im Arm trug er...ja, er hatte ihren Sohn tatsächlich mitgebracht. Wie angewurzelt stand sie dort und starrte Rudolf an. Dieser war noch nicht wieder ganz bei sich, schließlich war diese Art des Reisens nicht so wirklich angenehm für Menschen.
Vermutlich hätte in dem Moment alles passieren können, das Haus abbrennen, oder ein Hirsch durch die Scheibe krachen können. Elisabeth hätte es nicht mitbekommen. Ihr Sohn war wieder bei ihr, nur das war noch wichtig!
Erst als sie eine Hand auf ihrer Schulter spürte, löste sie sich allmählich aus ihrer Starre. Sanft dirigierte der Tod seine Liebste zu dem Sofa, auf dem Rudolf, mittlerweile wieder ganz im Hier und Jetzt, ängstlich in der anderen Ecke des Sofas saß.

Rudolf:

Er wusste nicht was er tun, sagen oder auch nur denken sollte. Er war wie versteinert, sein Herz schlug ihm bis zum Hals. Dort saß sie. Seine Mutter. Er dachte schon ihm würde wieder schwarz vor Augen werden, da spürte er den sanften, liebevollen Blick seines Freundes und fühlte sich sofort besser.
Sein Gedankenebel legte sich und in ihm brannte nun die Frage, die er ihr schon die ganze Zeit stellen wollte. Mit aller Kraft die er in dem Moment aufbringen konnte,formte er nur ein einziges Wort mit den Lippen: „Warum?“

Seine Mutter, die anscheinend mit dieser Frage bereits gerechnet hatte, löste sich aus ihrer Starre und rückte ein Stück näher zu ihrem Sohn. Dieser wich zwar zuerst ängstlich zurück, blieb dann jedoch sitzen und bedachte sie mit einem fragenden Blick.
„Hallo, Rudolf.“ sagte sie mit einem halb gezwungenem Lächeln und versuchte, ihre Anspannung etwas abzulegen, indem sie sich mit einer Hand in das Kissen neben ihre krallte.
Der Tod, der sich schnell um die zerbrochene Vase gekümmert hatte, saß mittlerweile auf einem Sessel direkt vor dem Sofa, also zwischen den beiden Entfremdeten. Als Rudolf bei seinem Namen aus dem Mund seiner Mutter zusammenzuckte, strich sein Freund ihm beruhigend über den Rücken. „Liebes, deine Mutter möchte dir etwas erzählen, und ich möchte dabei helfen.“ Verwundert schaute der junge Mann ihn an. „Wie kannst du ihr beim Erzählen helfen?“
Der Tod lächelte und zeigte auf eine Art Leinwand aus glimmender Luft, die plötzlich erschien und immer größer wurde. Kurze Zeit später waren sie alle von sich spiegelnder Luft umhüllt und sowohl Rudolf als auch Elisabeth fühlten sich etwas benebelt.
Rudolf schaute panisch zu seinem Freund, doch dieser beruhigte ihn sogleich. „Sie erzählt dir jetzt ihre Geschichte, welche ja zum Teil auch deine Geschichte ist. Sie wird sie dir zeigen.“
Rudolf verstand nur noch Bahnhof. Elisabeth, die sehr angestrengt aussah, ergriff einfach seine Hand. Er starrte sie geschockt an, doch sie sagte nur: „Wir sind sozusagen in meinen Gedanken und Erinnerungen. Du wirst gleich alles sehen und vielleicht verstehst du dann, warum ich so war, wie ich war.“ Bevor der junge Mann protestieren konnte, sah er auch schon ein Bild aufflammen. Ein Bild seiner Mutter, sie war jung und sah glücklich aus. Auf einmal setzte sich das Bild in Bewegung...
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