Weidel und der Gummi

GeschichteParodie, Romanze / P18 Slash
Alice Weidel Sahra Wagenknecht
04.04.2020
17.10.2020
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Es war Donnerstag. Es war wieder einer der besonderen Tage im Bundestag, wenn es wieder hieß: Generaldebatte. Da konnten sich die Fraktionsvorsitzenden der Oppositionsparteien mal wieder so richtig schön über die Regierungschefin auskotzen. Oder auch einfach nur sachlich kritisieren.

Um kurz nach 8 sollte Alice noch ein Interview im „moma“ bei Dunja geben, bevor sie um kurz nach 9 als erste Rednerin an diesem Tag im Bundestag „vom Leder ziehen“ durfte. Da sie von ihrer Geschlechtsgenosssin nur wieder Fragen der alten Leier gehört hatte und bei dezent ausschweifenden Ausholungsversuchen von Dunja direkt unterbrochen und verbessert wurde, hatte sie nun „allerbeste“ Laune. Dummerweise war ihre gefertigte Rede heute nicht so auf Krawall gebürstet wie manch andere zuvor. So grübelte sie einen kurzen Moment darüber nach, während sie zum Gebäude ihres Büros gefahren wurde. Freundlich verabschiedete sie sich von ihrem Fahrer und ging ins Innere des Hauses. In ihrem Büro nahm sie einen Schluck Wasser und atmete durch, bevor sie zu ihrem Schrank ging, um in dem dort befindlichen Spiegel ihr Outfit zu checken. Sie löste den Haargummi, kämmte mit ihren Händen ihr blondes Haar nach hinten, um es erneut zu einem strengen Zopf zurück zubinden, stellte noch einmal den Kragen der weißen Bluse nach. Dann lockerte sie kurz ihre schwarze Blazerjacke und entfernte einen Fusel auf ihrer dazugehörigen schwarzen Blazerhose, ehe sie ihre Unterlagen zusammen packte und in ihren Nikes zum Reichstag lief. Unterwegs traf sie noch den ein oder anderen Kollegen, der ebenfalls dorthin eilte.
Sie schrieben sich ein und betraten den Plenarsaal. Alice nickte ihren Fraktionskollegen freundlich zu, während sie zu ihrem Platz ging und ihre Unterlagen ablegte. Sie grüßte herzlich ihren Co-Vorsitzenden und versuchte mit unterdrückter Stimme Gauland ihr eben widerfahrenes Leid zu klagen. „Ich habs gesehen liebe Frau Weidel, unmöglich. Sie haben das dennoch gut gemacht. Sie können gleich Ihrem Unmut Luft machen.“ versuchte er sie etwas aufzumuntern.

Das letzte Klingeln ertönte. Die Türen wurden geschlossen und der Bundestagspräsident rollte zu seinem Platz, eröffnete die Sitzung und übergab das Wort an Frau Dr. Alice Weidel. Ihrer vorgefertigten, gemäßigten Rede versuchte sie mit harter Tonlage und einigen spontan eingeworfenen Attacken, gegenüber den frotzelnden Parlamentariern der Grünen, Nachdruck zu verleihen. Die „linke“ Seite im Plenarsaal tobte, die „rechte“ lachte und applaudierte als sich Alice fürs Zuhören bedankte und zu ihrem Platz zurückging. Sie war semi zufrieden, freute sich aber zumindest darüber, dass sie den Saal mal wieder direkt zum Kochen gebracht hat.
Ihr Blick wanderte nach und nach durch die Fraktionen, die noch immer tobten, bis sie bei den Linken, genauer gesagt, bei der „Vordenkerin der Kommunisten“, Sahra Wagenknecht, hängen blieb, die zurück schaute und nur mit dem Kopf schüttelte. Jetzt konnte sich Alice ein freches Grinsen nicht verkneifen und zwinkerte ihrer Gegenüber zu. Blitzartig dämmerte es ihr und sie guckte nach oben zu den Fernsehkameras, ob gerade eines der Objektive auf sie gerichtet war. Zu ihrer Erleichterung nicht. Schäuble mahnte die Bande sich langsam wieder zur Beruhigung und übergab nun das Wort an die Bundeskanzlerin und es wirkte. Die Parlamentarier richteten ihre Aufmerksamkeit der Wortführerin zu.

Die ganze Debatte zog sich noch über mehrere Stunden hinweg. Nachdem alle Fraktionen einmal an der Reihe waren, wurde es Alice allmählich langweilig. Als nächstes sprach noch ihr Co, aber danach wurde es richtig ermüdend. Sie war zwischenzeitlich 3 Level des Handyspiels „Die Eiskönigin“ weitergekommen. Gauland hatte ihr dabei interessiert zugesehen und war beeindruckt. Ihre noch immer in ihr wohnende Wut konnte sie nur mäßig dadurch besänftigen. Denn sie hatte, logischerweise, immer wieder aufgesehen und als sie in die Gesichter der anderen Abgeordneten geblickt fühlte sie sich direkt genervt. Nur das Gesicht von Sahra besänftigte das Gefühl ein wenig. Dafür brach dabei immer wieder ein anderes Gefühl in ihr auf. Selbst ein Scrollen durch die Bilder, die sie mit ihrer Frau und auch den Kindern zeigte, konnte dieses Gefühl nicht abtöten. Sie liebte sie. Doch es würde auch noch 1 ½ Wochen dauern, bis sie einander wieder sahen. Sie brauchte jetzt Nähe dringend. Sahra war genau ihr Typ. „f*ck“ dachte sie sich nur noch. Ein anderer Gedanke war nicht mehr möglich.

Irgendwann entschwand Sahra Wagenknecht in ihrem roten Rockanzug aus dem Plenarsaal. Alice hatte es gerade noch gesehen. Sie meldete sich hektisch bei ihrem Co-Chef unter irgendeinem Vorwand ab und verließ ihn ebenfalls. Sie hatte richtig vermutet, dass die ehemalige Linkenfraktionschefin das „Stille Örtchen“ besuchen würde. Sie ging ebenfalls hinein. Links von ihr war der Waschtisch mit 5 nebeneinander liegenden Becken, Seife und Papiertücher auf und Abfallkörben in den Waschtischen. Rechts von ihr je zwei Wandvorsprünge abschließend an den jeweiligen Querwänden. Dazwischen war der Durchgang zu einer der 5 Kabinen.

Alice stellte sich neben die Tür und als Sahra dabei war aus einer der Kabinen hervor zu kommen, ging sie zum ersten Waschbecken um sich die Hände zu waschen. Sahra trat neben sie und tat selbiges, nickte und lächelte nur stumm in Alices Richtung.
„Was hat sie vor?“ dachte sie sich und griff nach einem der Papiertücher um sich ihre Hände zu trocknen, denn auch Alice sagte nichts und trocknete sie ihrerseits. Sie selbst wusste es eigentlich auch nicht so recht, wie sie sie rum kriegen sollte. Die Blondine wusste nur, dass sie es jetzt wollte. Sahra warf ihr Papier in den Korb unter ihr und meinte nur „Emotionale Rede!“ während sie dabei war zu gehen. Gerade als sie auf Höhe von Alice war, griff diese nach ihrer Hand und blickte ihr schüchtern in die Augen. Da war er wieder, einer der unsicheren Momente, der auch Sahra nicht entgangen sein dürfte. „Mach jetzt!“ schrie ihr Unterleib. Ein sanftes Lächeln breitete sich auf ihrem Gesicht aus und ein leises „Danke“ verließ ihren Mund. Sie gab sich einen Ruck und mit einer schnellen Handbewegung legte sie ihre freie Hand um Sahras Nacken, drückte ihre Lippen auf die der „Kommunistin“ und schob sie gegen die Wand hinter ihr. Erstaunlicherweise wehrte sie sich nicht sondern erwiderte ihren Kuss. Beinahe fassungslos ließ sie kurz von ihr ab und blickte ihr tief in das dunkle Funkeln ihrer Augen:
„Sicher?“
„Wenn du es denn auch bist!“ gab Sahra schlagfertig zurück.
Alice lächelte verlegen.
„Na dann komm. Besser in der Kabine.“
„Du bist so klug“ meinte Alice, küsste sie erneut und die beiden wanderten in Richtung der Kabine, aus der Sahra kurz zuvor gekommen war. Sie verschwanden darin und schlossen ab.

„Du musst nichts machen, wenn du es nicht möchtest. Ich möchte nur deinen „Volkskörper“.“ hauchte ihr die Blonde ins Ohr.
„So uneigennützig? – keinen Sinn für Solidarität?“
„Ja, doch. Ich gebe dir die Freiheit darüber zu entscheiden, ob du es möchtest.“
„Wie großherzig.“
„Apropos. Zeig mir deine Möp*e“ Sahra öffnete die Knöpfe ihres Blazers, sodass ihr BH zum Vorschein kam, während sich Alice an Sahras Hals entlang nagte und mit ihren Händen sanft über ihren Rücken und Hintern strich um anschließend eine Hand zwischen Sahras Beine zu führen.
„Mach mir aber keinen Knutschfleck. - Das gibt Ärger zu Hause“ schmunzelte die begattete Frau.
„Wir haben jetzt keine Zeit für Scherze“ schnaufte Alice, während sie ihre andere Hand an Sahras BH legte und ihn nach unten zog, um die Prachtexemplare aus Thüringen freizulegen und sich mit ihnen zu vergnügen.
„Mach mal den Gummi auf“ raunte Alice, als sie kurz abließ um zur anderen Brust zu wechseln.
„Wie Gummi?“ fragte Sahra erstaunt.
„Meinen Haargummi!“ schmunzelte Alice.
„Achsoo!“ kicherte Sahra, zog das Band erst langsam und in letzter Sekunde dann ruckartig von ihren Haaren, was Alice Kopf etwas nach hinten riss.
„Autsch“
„Wie Autsch?“
Alice warf ihren Kopf nun eigenständig nach hinten um ein wenig ihre Mähne aufzulockern.
„Du bist übrigens total hübsch und so weich, wenn du die Haare so offen trägst.“ flüsterte Sahra und strich ihr liebevoll über eben genanntes.
Das Herz der Fraktionsvorsitzenden blieb für einen Moment stehen und sie schaute Sahra entsetzt an.
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