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Meine Geschichte

GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P12 / Gen
OC (Own Character) Tegan
04.04.2020
04.04.2020
11
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04.04.2020 4.421
 
Midnight Breed

Meine Geschichte


Kapitel 1
Die Vergangenheit / Einführung

Geboren wurde ich in Neu England im Jahre 1100 nach Christus. Mein Vater ist ein Gen Eins Vampir und meine Mutter eine der wenigen Stammesgefährtinnen, welche tatsächlich mit einem Vampir zusammen ist und geliebt wurde. Meine Eltern haben sich wirklich abgöttisch geliebt.
Mein Vater hätte alles für seine Frau getan. Die beiden waren ein Herz und eine Seele.
Meinem Großvater einem Außerirdischen, welcher auf der Erde gestrandet ist, mit seinem Raumschiff gefiel das ganze gar nicht.
Er war brutal und nahm sich einfach jede Frau vor, die er kriegen konnte, um mit ihr zu schlafen und Nachkommen zu zeugen. Wobei viele Frauen bei dieser Prozedur starben, was ihn einfach gar nicht interessierte.
Mir allerdings bereitete es nur angst, eine höllische Panische und auch sehr rationale Angst.
Mein Vater hielt deswegen mich und auch Kaname versteckt. Nur Personen, welch er als Vertrauenswürdig empfand bekamen uns beide zu Gesicht.
So auch unsere Tante.
Sie war die Zwillingsschwester von unserem Vater. Was sie und mich zu einer Rarität machte. Erstens gab es bis dahin noch keine Zwillinge in der Vampir Gesellschaft, außer in unserer Linie und es gab auch keine Frauen.
Es war eigentlich nicht möglich, das weibliche Kinder gezeugt werden konnten, da den Außerirdischen das X Chromosomen für Mädchen fehlte.
So kamen immer nur Jungs auf die Welt.
Und wie ich schon sagte, nur meine Tante und ich, wir waren die Ausnahmen, wobei sich niemand erklären konnte, woran dies liegen könnte.
Aber was das mit sich brachte war eine Kindheit in einem dunklen zu Hause, in der Nacht abgeschottet von allen, außer von der Familie und Tagsüber eine komplette Überwachung von meiner Tante und meiner Mutter, da wir die Sonne vertrugen.

Der einzige unterschied zwischen mir und meiner Tante bestand darin, das ich durch aus auch was anderes alt Blut vertrug, während sie nur mit Blut leben konnte. Und es machte für mich auch keinen Unterschied, ob ich Blut zu mir nahm, oder Menschliches essen. Mein Körper alterte bei beiden Sachen gleich schnell, nämlich kaum.
Dennoch gab mir mein Vater ab und an sein Blut, um eine Familiäre Bindung zu mir auf zu bauen und auch mein Zwillingsbruder gab mir ab und an sein Blut. Wir banden uns damit an ein andere, da wir Zwillinge waren und dies bei uns einfach nicht Möglich war, warum nicht wissen wir selber nicht, aber es ist so.

Und dann kam der Tag, an welchem Kaname Tegan und Lucan kennenlernte. Die drei trainierten mit einander, wobei Kaname meistens unterlag, da er nur ein Gen 2 Vampir wahr, aber dennoch machte es ihnen Spaß.
Mir selber blieb nur die Möglichkeit mich vor den beiden zu verstecken, da mein Vater es so wollte,
Immerhin waren die Väter der beiden nicht gerade dafür bekannt besonders zimperlich mit Menschen Frauen um zu gehen. Er wollte sich gar nicht vorstellen und ich mir auch nicht, was sie dann mit mir machen würde. Einer Frau, welche auf jeden Fall ihren Samen empfangen könnte und Kinder kriegen konnte. Das ich zu diesem Zeitpunkt gerade erst 12 Jahre alt war ließen wir mal dahin gestellt. Diesen Männern wäre alles zu zu trauen gewesen.
Vater sprach immer wieder sehr abfällig darüber, wie die Väter der beiden und auch andere Ihrer Art, Frauen benutzten und dann weg warfen, meistens hatten sie auch kein Interesse an ihren gezeugten Kindern.
Nur ein paar kamen ein paar Monate später zurück um zu schauen, ob ihr Samen den Sinn erfüllt hat. Und wenn ja, verschwanden sie wieder bis zur Geburt um den Frauen dann ihre Kinder weg zu nehmen. Manche aber ließen den Frauen ihre Kinder auch, vögelten die Frauen aber direkt nach der Geburt wieder, um noch ein Kind zu zeugen.
Es war kein Akt der Liebe oder ähnliches, es war einfach nur wildes Verlangen.
„Pass auf dich auf meine Tochter.“ Sagte mein Vater immer wieder. Er war auch der einzige aus der Familie, der wusste was für Fähigkeiten ich hatte, da er sie mit mir in jeder freien Sekunde trainierte. Ich war froh darum, das er das tat. Ich liebte meinen Vater einfach nur ungemein.

„Papa? Warum darf ich Tegan und Lucan Julietta nicht vorstellen?“ Diese Frage von Kaname sollte den Stein ins rollen bringen. Aber das wusste zu diesem Zeitpunkt noch keiner.
„Deine Schwester ist was ganz besonderes, ich möchte nicht, das die beiden sie kennenlernen, weil ich Angst um deine Schwester habe.“ Kaname verstand nicht ganz, was Haruka (unser Vater) ihm damit sagen wollte.
„Er macht sich Sorgen um deine Schwester, weil die beiden Väter haben, die ihr etwas antun könnten.“ Versuchte unsere Mutter Kaname die ganze Sache ein bisschen besser zu erklären.
„Aber die beiden mögen ihre Väter nicht mal.“ Versuchte er es noch einmal und ich sah, wie Vater und Mutter sich kurz in die Augen schauten. „Die beiden sind wirklich liebe Jungs, wollen wir es nicht Versuchen Haruka? Julietta war schon immer einsam, so ganz alleine nur mit ihrem Bruder.“ Versuchte Mutter es nun auch bei Vater, welcher seiner Frau einfach nur in die Augen schaute uns dann seinen Kopf zur Kapitulation sinken ließ.
„Aber Kaname, ich verlasse mich auf dich, das du den beiden ins gewissen redest, das sie niemanden was von deiner Schwester sagen dürfen okay? Niemanden!“ Richtete Vater sein Wort auch schon an meinen Zwillingsbruder. „Ja klar, ich werde meine Schwester vor den Vätern der beiden schützen Papa.“ ich sah, wie stolz Vater auf das Verhalten von Kaname war
„Aber sei Vorsichtig meine Tochter okay?“ Fragte er nun mich und ich nickte nur, da ich seine Sorge durchaus nachvollziehen konnte. „Klar pass ich auf mich auf Papa.“
Und damit trennte sich unser Familientreffen auch schon, weil Mama und Papa so kurz vor Sonnenaufgang noch ein bisschen Zeit für sich haben wollten und für Kaname jetzt Schlafenszeit war, während ich mich nach oben zu meiner Tante begeben musste.
„Was habt ihr heute so vor?“ fragte Kaname mich, als wir vor seiner Zimmertür angekommen sind. „Eigentlich gar nichts, aber ich habe gestern ein neues Buch angefangen zu lesen. Es ist eigentlich spannend, wenn du auch...“ Und da viel mir wieder ein, das Vater es nicht als wichtig erachtete, das Kaname lesen lernte, da er eh den Rest seines Lebens nur mit Vampiren zu tun haben wird, die Nachts Leben. Ich selber aber auch die Möglichkeit hatte, mich unter Menschen zu mischen, da war es schon nützlich, das ich lesen konnte. „Es tut mir leid ich hatte es wieder vergessen.“ und da merkte ich den traurigen Blick meines Bruders, als er die Hand nach mir ausstreckte und meinen Kopf tätschelte.
„Ist nicht so schlimm, du kannst mir ja erzählen, wie es war und was in dem Buch passiert ist.“ „Möchtest du... also nur wenn du möchtest.... Ich könnte dir das lesen auch bei bringen...“ Sagte ich und er weitete die Augen. Wir hielten uns nicht häufig in einem Raum auf, zumindest nicht alleine, da ich schon sehr stark überwacht wurde.
„Julietta, wo bleibst du denn? Die Sonne geht bald auf.“ Hörte ich da auch schon die Stimme meiner Tante. „Ach, du redest noch mit Kaname. Aber der sollte jetzt auch ins Bett gehen, die Sonne geht bald auf.“ Und ich merkte, wie Kaname sich von mir trennen wollte, um diesen Indirekten Befehl nach zu geben. „Ich meine es ernst Bruderherz. Ich würde es dir gerne bei bringen, das lesen.“ „Vielleicht irgendwann mal, aber jetzt sollte ich schlafen gehen. Ich wünsche dir noch eine gute Nacht meine Schwester.“ Sagte er und verschwand dann auch in seinem Zimmer. Ich seufzte kurz und ging dann auch auf meine Tante zu, welche natürlich alles mit bekommen hatte. Und ging mit ihr nach oben.

Mich wunderte es, das sie gar nichts dazu sagte. Wir saßen nun schon ein paar Stunden in der Bibliothek und dennoch hatte sie mich noch nicht gefragt. Doch da hatte ich mich auch schon zu früh gefreut. „Du willst Kaname das lesen bei bringen?“ ich nickte. „Warum?“ „Ich möchte, das ich ihm die Bücher welche mir gefallen geben kann, damit er sie auch lesen kann und mir seine Meinung dazu sagen kann. Ich möchte ihm zettel schreiben mit Sachen die mich bewegen. Ich möchte einfach, das er jetzt gerade nicht alleine in seinem Zimmer sitzt und sich langweilt, bis er einschlafen kann. Und das alles nur, weil ihr Angst habt, da mir etwas passieren könnte.“ „Du liebst deinen Bruder wirklich sehr oder Julietta?“ Sie hatte ein lächeln auf den Lippen während sie sprach. „Ich liebe ihn abgöttisch. Wir beide sind... anders und er bedeutet mir genau so viel, wie meine Mama, wenn nicht sogar noch mehr.“ Da war selbst meine Tante ein bisschen überrascht, wobei es sie nicht wunderte, ihr ging es schließlich genau so mit meinem Vater..“Ich kenne das Gefühl. Ich unterstütze dich bei dem was du vor hast. Ich denke auch, das es Kaname gefallen würde die selben Bücher zu lesen, welche du auch liest. Ihr beide seit euch doch in dieser Hinsicht relativ Ähnlich.“
Wir redeten noch eine Weile darüber, wie ich es am besten Anstellen konnte Kaname das lesen bei zu bringen, bevor ich dann auch schlafen ging.

Meine Schlafenszeiten unterschieden sich nur geringfügig von denen von Kaname. Während er seine sechs Stunden von 10 Uhr morgens bis 16 Uhr schlief, machte ich es ganz anders. Ich schlief jeweils zwei mal drei Stunden. Einmal von Mitternacht bis 3 Uhr morgens, da dein mein Vater auf mich aufpassen konnte und er nahm diese Aufgabe auch wirklich ernst und einmal von 13 Uhr bis 16 Uhr. In dieser zeit passte meine Tante auf mich auf, das mir nichts passierte. Ich durfte keine sechs Stunden durch schlafen, da in dieser Zeit zu viel passieren könnte. Und somit wurde mir von klein auf Antrainiert, das ich jeweils immer gestaffelt schlief.
Und wenn ich um 16 Uhr aufwachte, wartete Mama schon immer im Obergeschoss auf mich, mit einem reichlich gedeckten Frühstückstisch.
Ich genoss es schon, das ich so umsorgt wurde, doch es nervte mich auch. Ich konnte und durfte einfach nichts alleine machen. Nicht so wie Kaname, der einfach raus durfte um Leute kennen zu lernen, oder seinen Blutdurst zu stillen.

Und wieder streifte ich durch das viel zu große Haus. Kaname hatte schon vor zwei Wochen von Vater das Okay bekommen, das er mich Tegan und Lucan vorstellen durfte, doch Kaname wartete damit noch ein bisschen ab. Er hatte aber schon angesprochen und gefragt, wie viel die beiden mit ihren Vätern reden würde und beide Antworteten, da sie eigentlich kaum Kontakt zu ihren Vätern hatten.
Dies beruhigte Kaname wenigstens schon einmal ein bisschen, aber heute bekam ich eine Unterhaltung mit, als ich an dem Trainingsraum vorbei gehen wollte. Die Tür war nicht komplett geschlossen, sondern stand noch einen Spalt breit offen.
„Vater war heute wirklich sauer, er hat Mama geschlagen und meinen Bruder verprügelt.“ Hörte ich die Stimme von einem der beiden unbekannten Vampire. „Aber dein Bruder ist doch auch gerade erst 18 geworden oder?“ Kaname dachte ich nur. „Ja ist er, aber mein Vater ist unberechenbar.“ „Ja mein Vater auch. Sei froh, das du nur ein Gen 2 Vampir bist.“ Sagte nun auch der dritte im Bunde. Seine Stimme erkannte ich als die von Tegan.
Es war nämlich nicht das erste mal, das ich die drei belauschte. Das erste mal war Vater stink sauer auf mich gewesen.
„So schön ist es auch nicht immer Gen 2 zu sein.“ „Na ja, du hast einen sehr lieben Vater und eine sehr lieb Mutter. Mein Vater schlägt meinen Bruder und mich einfach, wenn ihm gerade irgendwas nicht gefällt.“ Sagte nun der dessen Stimme dann wohl Lucan sein musste.
„Hmm... aber es ist dennoch nicht immer leicht. Meine Familie hat ein Geheimnis, was niemand Erfahren darf.“ Sagte Kaname auch schon und ich konnte fast schon die Neugierde der beiden anderen Vampire in dem Trainingsraum fühlen.
„Willst du es uns sagen?“ Fragte Tegan und ich konnte durch mein Familienband spüren, das Kaname mich gerade sehr gerne bei sich hätte, aber dies nicht ging.
Ich spürte ihn, so wie er spüren konnte, das ich direkt vor der Tür stand.
„Ich weiß es nicht. Ich habe Angst, das ihr es an eure Väter weiter gebt und ich damit die Familie in Gefahr bringe.“ Die beiden anderen schauten sich überrascht an. Denn auch wenn die drei noch sehr jung wahren und oft Mist bauten, waren sie doch für ihr alter schon Relativ Rational und alt. Sie wussten, das die Welt nicht immer einfach war. „Wir versprechen dir, das wir es nicht unseren Vätern sagen, wenn es dir so viel bedeutet. Dann muss es ein wirklich großes Geheimnis sein. Nicht war Tegan?“ „Ich werde meinem Vater auch nichts sagen, ich verachte ihn. Aber dein Geheimnis, es muss groß sein.“ I“Ja ist es, es würde diese Welt auf den Kopf stellen. Aber ich bitte euch, seit lieb.“ Ich spürte die Verwirrung der beiden anderen, merkte aber auch, das Kanames Präsenz näher kam, was hieß, das er aufgestanden sein muss.
Und damit öffnete er die Tür weiter und ich kam zum Vorschein. „Es sind keine besonders guten Manieren andere Leute zu belauschen Schwesterherz, das hat Tantchen dir doch bei gebracht oder?“
Sagte Kaname zu mir, während die beiden hinter ihm mich nur mit großen Augen musterten.
„Aber mir war langweilig.“ Das brachte Kaname zum lachen. „Wenn Papa das hört, dann kriegst du nur wieder ärger.“ „ich weiß, aber du würdest mich nicht Verpetzten und Tantchen ist am schlafen. Und Mama ist dabei zu putzen, also … außerdem wäre ich eh früher oder später gegangen.“
Kaname konnte sich kaum halten vor lachen und wischte sich schon ein paar lach Tränen aus seinen Augen, während die anderen beiden die Situation inzwischen interessiert musterten, da sie Kaname noch nie so befreit erlebt haben.
Damit nahm Kaname mich an die Hand um mich in den Raum zu ziehen und sich hinter mich zu stellen und seine Hände auf meine Schultern zu legen. „Das hier ist meine Zwillingsschwester Julietta. Bitte seit lieb zu ihr.“ Tegan musterte mich nur und schenkte mir dann ein lächeln, während Lucan dem ganzen nicht so traute. „Es gibt keinen bestätigten Fall, das ein Mädchen geboren wurde. Es ist Biologisch gesehen eigentlich gar nicht möglich.“ Das brachte mich zum lachen, was mir einen überraschten Blick von Lucan einbrachte. „Es ist eigentlich auch nicht möglich, aber meine Tante und mein Vater sind auch Zwillinge. Es liegt in unseren Familiären Genen.“ Antwortete ich ihm, währen Kaname schweigend und lächelnd hinter mir stand. „Ihr solltet vielleicht wissen, das meine Schwester relativ clever ist und sie scheinbar Leuten vertraut, denen ich vertraue, was vielleicht nicht so clever ist.“
„ich verstehe jetzt aber, warum du wolltest, das wir es dir Versprechen. Dies hier ist... überraschend. Ein Mädchen, welches die Tochter eines Stammesvampir ist.... wenn die Alten sie, oder eure Tante in die Arme bekommen, dann ist es aus mit ihnen... Sie während Brutkästen für neue Vampire. Ich werde dein Geheimnis schützen. Du scheinst sie sehr zu mögen.“ Sagte Lucan, während Tegan nickte und ihm nur Recht gab.
„Sie ist meine Schwester. Ich weiß nicht, wie es ist einen Bruder zu haben, ich weiß aber, wie es ist eine Schwester zu haben. Und ich denke nicht, das sich das groß Unterscheidet, ich will sie vor allem und jeden beschützen und passe auf sie auf.“
„So geht es mir mit meinem jüngeren Bruder auch.“ Antwortete Lucan und bestätigte damit, das es keinen großen Unterschied zwischen Schwester und Bruder gibt.
„Aber kommt jetzt doch beide her und setzt euch zu uns.“ „Oder wir gehen in mein Zimmer“ Sagte dann Kaname und die beiden bestätigten dies schon, in dem sie aufstanden und auf uns zu gingen.
„Da können wir vielleicht besser reden.“ gab Tegan zu. „Ich will euch aber nicht von irgendetwas abgehalten haben.“ Sagte nun auch ich. „Mache dir keine Sorgen Schwesterherz, wir waren heute eh mehr als faul. Wir hätten eh nicht mehr trainiert.“ „Lass das bloß nicht Papa hören.“ Antwortete ich nur, was dazu führte, das Kaname mir durch die Haare fuhr. „Ja ja, nicht jeder von uns hat das Glück mit Papa zu trainieren.“ Wieder eine Hochgezogenen Augenbraue von Tegan und Lucan, aber wir gingen in Richtung Kanames Zimmer, bevor wir diese unausgesprochene Frage beantworteten.
Doch als sich die Tür schloss. „Euer Vater trainiert nur Julietta?? Und dich nicht Kaname? Ist das nicht etwa gemein?“ Kaname, welcher sich auf sein Bett gesetzt hatte und mich zu sich gezogen hatte, schaute seine Freunde, welche einer auf dem Sessel und einer auf dem Sofa aß überrascht an.
„Bis heute habe ich es eigentlich nie als ungerecht empfunden. Ich bin ein Vampir, meine Schwester im weitesten Sinne auch, aber ich hatte immer das Gefühl, das ich mit meinen Fähigkeiten besser klar komme als Julietta. Sehe ich doch Richtig oder Schwesterherz?“ Ich legte den Kopf schräg und schaute kurz zur Decke. „Ich habe mir darüber nie wirklich Gedanken gemacht wenn ich ehrlich bin. Aber du hast Recht, ich hatte immer mehr Schwierigkeiten mich nicht selber in Brand zu setzten.“ Woraufhin ich kurz auflachen musste.
„Ich bin verwirrt.“ Sagte Tegan. „Wie viel hat deine Schwester, also du Julietta jetzt eigentlich von einem Vampir, also was unterscheidet dich von uns? Außer das du nach Kirschblüten, Honig und Büchern riechst..“ Ich merkte, wie mein Bruder neben mir sich versteifte. „Kaname ich denke nicht, das er das böse gemeint hat.“ „Das mag ich auch für ihn hoffen“ knurrte Kaname ihn dann auch kurz an, was Lucan auflachen ließ. „Typisches Geschwister verhalten. Ich würde an deiner Stelle aufpassen, was ich sage Tegan, nicht das du dir noch Kaname zum Feind machst.“ Mischte sich Lucan ein.
„Es war nur eine Frage und eine Feststellung, mehr nicht.“ Entschuldigte Tegan sich dann auch schon.
„Hoffentlich... aber ich möchte dir deine Frage so weit beantworten, wie es mir möglich ist, du ergänzt okay?“ Ich nickte „Gut. Also Julietta könnte wie wir alleine vom Blut leben, sie ist aber nicht drauf angewiesen. Sie kann aber genau so gut auch das Essen von Menschen essen, ohne das etwas passiert. Das kann unsere Tante nicht, sie aber schon und es sättigt sie genau so gut. Und es macht für sie auch keinen Unterschied, ob es Blut ist, oder Menschliche Nahrung. Nicht so wie bei den Stammesgefährtinnen. Diese werden ja ohne das Blut eines Stammesvampirs alt. Julietta allerdings nicht sie hat s´die selbe Lebensspanne, wie alle Vampire. Auch kann Julietta sich im Sonnenlicht bewegen, ohne das groß was passiert.“ „Na ja, ich bekomme auch nach zwei bis drei Stunden Sonnenbrand, wenn ich mich nicht eincreme.“ Mischte ich mich ein, was mir nur ein Augen verdrehen von Kaname einbrachte. „Ja aber erst nach Stunden und es ist ein Sonnenbrand, wie die meisten Menschen ihn auch nach vier oder fünf Stunden hätten.... Na ja.. wo war ich... ach ja. Was ihr Fähigkeiten angeht, habe ich keine Ahnung, das ist ein Geheimnis zwischen Julietta und Papa. Meine Vermutung, sie ist auch in dieser Hinsicht vermutlich besonders..“
„Hmm... bin ich auch, aber das bleibt bei Papa und mir.“ Sagte ich und merkte, wie Kaname mir zu lächelte.
„Die beiden Trainieren meistens irgendwann am Tag, damit ich nichts mitbekomme. Manchmal finde ich es schon ungerecht, das mir das vor enthalten wird.“ „Beruhigt es dich ein bisschen, wenn ich dir sage, das Papa inzwischen auch keine Lust mehr hat, seit er fünf Tage in folge gegen mich verloren hat?“ Nun waren die Jungs ruhig. Immerhin war Vater ein Gen 1 und den setzte man nicht so schnell außer Gefecht.
„Ja ich denke schon, das es mich beruhigt, das bedeutet, um dich brauche ich mich nicht sorgen.“ Und damit zog er mich näher an sich ran und ich schloss für einen kurzen Moment meine Augen. Lange genug, das einer der anderen mich hätte angreifen können.
„Sie vertraut wirklich sehr darauf, das du sie beschützen würdest vor allem. Sie ist irgendwie, wie jede menschliche Frau auch, aber sie hat irgendwas an sich, das mir das Gefühl gibt, sie zu schützen und sie auch anders zu behandeln als „normalen“ Frauen.“ Gab Lucan zu bedenken.
„Aber sie hat keine Glyphen, an denen man erkennen würde, was in ihr vor geht oder?“ Fragte nun auch Tegan.
„Julietta, würdest du bitte so freundlich sein?“ Fragte Kaname mich und ich wusste, das er wollte, das ich meinen Pullover auszog um dann vor den dreien im T-Shirt zu sitzen. (Ja ich zog mich für die Zeit nicht Frauen gerecht an, aber ich war ja auch anders.)
Ich folgte der bitte meines Bruders und zog meinen Pullover aus, wodurch meine Glyphen an den Armen zum Vorschein kamen, welche in meinem T-Shirt verschwanden. Sie waren nicht so dick wie die von meinem Bruder und auch nicht so geballt. Meine wahren eher weiter auseinander und filigran, was auch eher zu meinem äußeren passte.
Und ich merkte auch, wie die beiden Jungs mir gegenüber meine Glyphen musterten. Sie waren eine eigene Sprache. Sie sagten zu welcher Familie ich gehörte und sprachen eine ganz eigene Sprache. Aus meinen Glyphen an Rücken und Bauch konnte man erlesen, was meine Fähigkeit war, während an meinen Armen nur meine Abstammung aufgeführt war. Und natürlich mein Stammesgefährtinnen Merkmal. Die Mondsichel mit der Träne. Sie prangte an meinem rechten Oberarm zwischen etwas das aussah, wie eine Rose und ein Wasserfall aus anderen Zeichen.
„Beeindruckend.“ Sagte Lucan, als ich mir wieder meinen Pullover anzog.
„Jetzt habe ich nur noch eine Frage und die wäre, warum du Julietta Blonde Haare hast und blau grüne Augen, Kaname aber braun rote Augen und Haare.“
ich schaute Kaname an, da ich wollte, das er es beantwortete. „Julietta hasst es. Die Blonden Haare und die Augen, die übrigens je nach Stimmung ihre Augen von blau, zu grün zu grau wechseln können, hat sie, weil ihr irgendein Gen fehlt, welches sie von Menschen unterschiedet. Ihr Körper kann weder das Melanin, was für die Färbung der Augen und Haare zuständig ist, anständig produzieren, und noch vieles mehr.“ „Deswegen habe ich auch über 100 Allergien. Etwas das ihr nicht kennt. Aber meine Augen schwellen an und ich niese die ganze Zeit, wenn ich nur an einem Baum vorbei laufe, der gerade blüht. Bei Nüssen habe ich das Gefühl ich sterbe, weil ich keine Luft mehr bekomme und noch vieles mehr.“ Kaname schaut mich traurig an, weil er weiß, das es seine Schuld ist, er hat mir im Leib unserer Mutter vieles genommen, was er eigentlich nicht gebraucht hätte. Aber Mutter wusste es leider nicht besser, sie hätte mich in der Schwangerschaft mit ihrer Kraft unterstützen müssen, mich gegen meinen Bruder durch zu setzten. Aber nun gut, sie wusste es nicht besser. „Das hört sich aber wirklich nicht gut an.“ Gab Tegan zu bedenken. „Es ist auch nicht schön, aber ich komm damit klar.“ Sagte ich nur dazu, auch wenn mich alle drei Jungs im Raum traurig musterten. „Darf ich fragen wie?“ Fragt Lucan und ich schaue Kaname an. „Na ja, weil … Julietta durch unsere Familienverbindung ein besseres Immunsystem bekommt, beziehungsweise sie wird durch unsere Familienverbindung gestärkt.“ Sagt Kaname und ich nicke nur. „Familienverbindung?“ „Julietta, Vater, Tantchen und ich haben eine Familienverbindung. Es ist fast so wie die Verbindung zwischen Stammesgefährtinnen. Wir wissen immer wie es dem anderen geht, können aber nicht genau einordnen, wo der andere gerade ist. Es sei denn der andere ist nicht mehr als einen Meter entfernt, erst dann können wir ihn fühlen.“ „Stimmt, hört sich sehr nach Stammesgefährtin an, aber irgendwie auch nicht. Ist aber doch gut, wenn es Julietta dann doch besser geht.“
Ich nickte. Denn es war ja wirklich so. „Was hast du heute noch vor Julietta? Irgendetwas geplant?“ Fragte er mich.
„Ich habe wieder ein Buch Angefangen zu lesen, es ist echt schön. Es geht um einen Jungen, dem niemand was gönnt, weswegen er sich irgendwie..“ Und da wurde ich auch schon von einem lachen unterbrochen.
„Liest du gerne?“ Fragte mich Lucan. „Ja“ sagte ich und lächelte ihn an. Tatsächlich konnte ich die beiden wirklich gut leiden. „Könnt ihr beiden lesen?“ Richtete Kaname seine Frage an die anderen beiden. „Ich kann ein paar Buchstaben entziffern, aber nicht wirklich nein, du?“ „Ich kann leider auch nicht lesen und du Tegan.“ Doch dieser schüttelt nur den Kopf.
„Warum fragst du Kaname?“ „Na ja, weil Julietta mich vor ein paar Wochen gefragt hatte, ob sie mir das lesen bei bringen soll.“ Die beiden schauten mich überrascht an. „Du würdest ihm wirklich das lesen bei bringen?“ „Ja würde ich, und euch auch, wenn ihr es möchtet. Lesen hat so etwas beruhigendes an sich.“ Die beiden schauen erst sich und dann mich überrascht an. „Deine Schwester ist... mir fehlen die Worte.“ „Nett?“ versuchte Tegan Lucan aus zu helfen. „Das stimmt wohl, sie ist nett. Ich kenne niemanden, der so ist wie sie.“ Ich schaue die beiden überrascht an. „Wirklich? Dabei tue ich doch gar nichts, außer euch das Angebot zu machen euch lesen bei zu bringen.“ „Ja aber, dieses Angebot würde doch sonst keiner machen... denke ich....“
„Wollt ihr denn“ „Ja“ beantwortete die beiden mir die Frage und ich schaue Kaname an. „Also vor dem Training, oder nach dem Training dann lesen lernen?“ Fragte Kaname die beiden.
„Ich denke, das es nach dem Training sinnvoller wäre, da Julietta dann einfach während des Trainings zu uns kommen kann, um zu zeigen, das sie wach ist und fertig ist mit allem was sie sonst noch zu tun hat.“ Sagte Lucan. „Na ja, ich habe ja eigentlich nichts großartiges zu tun, also mir soll es egal sein.“ Die Jungs schauen mich an und dann sich. „Du machst wirklich die meiste zeit nichts?“ Wider ein nicken von mir. „Das müssen wir ändern. Wir sind jeden Abend hier. Ab jetzt hast du Abends eine Beschäftigung.“

Und damit war es besiegelt. Ich brachte den Jungs das lesen bei, während ich ihnen auch relativ häufig beim trainieren zu schaute. Wir hatten alle Spaß und es war auch einfach nur lustig.
Bis Tegan, Lucan und Kaname eine Gruppe von Kriegern Gründeten, um gegen die Außerirdischen an zu treten. Sie wollen sie ausrotten.
Kaname hielt mich von dem ganzen ab. Ich wollte doch auch helfen, aber ich durfte nicht. Meine einzige Möglichkeit nicht unnütz zu sein, bestand darin, auf meine Mama auf zu passen, welche ein Kind erwartete.
Währen Kaname, Tegan, Lucan und seine Brüder und alle anderen Krieger in die Schlacht zogen. Und auch mein Vater und meine Tante zogen in die Schlacht. Es zog mein Selbstwertgefühl ziemlich runter muss ich sagen.
Und das überraschende war auch, das selbst Vater mich nicht in den Krieg ziehen lassen wollte, obwohl er wusste, was für Fähigkeiten ich hatte.
Aber das ist wieder eine andere Story


 
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