Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Wolfsmond

GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Het
Hidan Kaguya Ōtsutsuki Konan Madara Uchiha OC (Own Character) Yahiko / Pain
04.04.2020
29.05.2021
22
141.068
28
Alle Kapitel
55 Reviews
Dieses Kapitel
5 Reviews
 
23.01.2021 6.701
 
Hallo meine Lieben,

und da wären wir bereits wieder mit einem neuen Kapitel ^^



wie immer bedanke ich mich ganz herzlich bei Hanami Yuki fürs Betalesen <3



Weiterhin möchte ich allen danken, die diese Geschichte lesen, sie favorisieren und empfehlen. Besonders freue ich mich auch über jeden, der sich die Zeit nimmt und mir eine kleine Rückmeldung dalässt. Danke KateEvans, Jashingirl, zet-su und JaelynShay. Mit euren lieben und motivierenden Worten zaubert ihr mir ein fettes grinsen ins Gesicht. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie sehr ich mich jedes Mal über eure Theorien, Rückmeldungen und Ideen zum eventuell weiteren Verlauf, freue. Es ist schön, immer wieder aufs Neue von euch zu hören. Viele Dank dafür. Auch freue ich mich jedes Mal wie ein kleines Kind, wenn hier und da neue Gesichter auftauchen. Neben den Empfehlungen und Favoriteneinträgen sind eure Rückmeldungen das schönste Lob und Dankeschön, was sich ein Autor nur wünschen kann.



Aber jetzt genug davon. Immerhin wollt ihr ja wissen, wie es weitergeht.



Viel Spaß beim lesen






_________________________________15________________________________



Fassungslos sah sie auf das Treiben, auf der Veranda. Das durfte doch nicht wahr sein! Zorn machte sich in ihr breit und sie knirschte mit den Zähnen. Ihre Fäuste ballten sich zusammen. Dieser Vollidiot hatte doch tatsächlich versagt. Dabei hatte sie ihm diese Schlampe auf einem Silbertablett serviert. Als sie das Lagerhaus verlassen hatte, war sie fest davon ausgegangen, dass ihr Plan aufgehen würde. Wie konnte Damian nur so kläglich versagen!



Sie war davon ausgegangen, dass alles glatt gelaufen war. Kaguya hörte von dem Tumult in der Lagerhalle. Sie hörte, dass ein Mensch gebissen wurde. Dass es einen Kampf gegeben hatte. Das Damian sterben würde war im Plan mit inbegriffen, doch scheinbar konnte sich dieser Versager aus der Situation retten. Seitdem war von ihm keine Spur zu finden. Konnte Kaguya auch egal sein, was allerdings nicht zum Plan gehörte war, dass die kleine Hure dann noch lebte.



Ihr hatte es nicht gefallen, dass die Frau zu diesem Zeitpunkt nicht tot war. Trotzdem war die Weißhaarige davon ausgegangen, dass diese Schlampe die Wandlung nicht überstehen würde. Dieses Menschenweib war dafür viel zu angeschlagen gewesen. Ihr Körper hatte so viele Verletzungen erlitten, dass er das Fieber nicht hätte überstehen dürfen. Wie war das nur möglich?



War es nicht schon Opfer genug gewesen, dass sie mit Damian hatte schlafen müssen, um ihren Plan in die Tat umsetzten zu können? Warum war ihr Plan nicht aufgegangen? Diese Frau hätte den Biss niemals überleben dürfen!



Die Wölfin hatte extra den Vollmond abgewartet um auch ganz sicher sein zu können, dass die Schlampe tot war. Die Weißhaarige hätte Madaras Trauer für sich genutzt. Kaguya wäre für ihn da gewesen, um ihn zu trösten. Er hätte sich gegen ihre Anziehungskraft nicht mehr zur wehr setzten können, da er emotional einfach nicht dazu in der Lage gewesen wäre. Es wäre für sie ein leichtes Spiel mit ihm gewesen. Sie hätte ihn von der Blonden abgelenkt. Hätte ihn wieder an sich gebunden und dann wäre wieder alles so wie früher gewesen. Doch nein! Diese Hure hatte überlebt. Es war alles für die Katz gewesen!



Knirschend rieben ihre Backenzähne aufeinander, während ihr die Blonde nun putzmunter vor der Nase herumstolzierte. Rasende Eifersucht keimte auf, als sie sah wie Madara mit der Blonden tanzte und es auch noch genoss. Diese vertraute Zweisamkeit gefiel Kaguya überhaupt nicht. Ihr Blut begann zu kochen und nur schwer löste sie ihren Blick von der jungen Frau. Ausgiebig begann sie Madara zu mustern.



Der Alpha gefiel ihr heute sogar noch besser als sonst. Sie musste zugeben, dass sein Outfit sie verdammt heiß machte. Nur sein kleines, blondes Accesscoire störte massiv. Mal abgesehen davon, hatte er sich für sie nie so in Schale geworfen. Zumindest hatte er das nie so freiwillig getan, wie er es jetzt tat. Dieser Mann tat für dieses kleine Flittchen Dinge, die sich Kaguya immer gewünscht hatte. Sie unterdrückte das leise knurren, welches ihre Kehle empor stieg.



Bisher wurde sie von niemand bemerkt. Dafür war die Wölfin aber auch zu gut versteckt. Immerhin war sie eine Meisterin der Spionage. Sie kannte sich auf Madaras Grundstück besser aus, als er wusste und ihm wahrscheinlich auch lieb war. Kaguya achtete sogar extra darauf, dass der Wind ihren Duft nicht zu dem Rudel wehte. Immerhin war sie eine erfahrene Jägerin.



Wie oft hatte sie ihn schon beobachtet, ohne dass er ihre Anwesenheit überhaupt bemerkt hatte? Wie oft hatte sie ihn schlafend und unbekleidet in seinem Bett liegen sehen, während sie seinen wunderschönen Körper von draußen bewundert hatte. Wie sich seine Atmung dann unbewusst und automatisch beschleunigt hatte. Wie seine Muskulatur leicht begonnen hatte zu arbeiten. Der Gedanken daran jagte ihr einen Schauer über den Rücken und sie musste ein entzücktes seufzen unterdrücken. Es war so, als wüsste sein Inneres, dass sie da gewesen war. Ob er wohl von ihr geträumt hatte, wenn sie ihn so beobachtete?



Ihre Augen lagen immer noch gebannt auf Madara doch ein verräterischer Laut kam ihr nun unkontrolliert über die Lippen, als sie sah wie diese Schlampe ihren Mann küsste. Tief in ihrer Brust spürte sie die dunkle Vibration immer lauter ihre Kehle emporklettern.



Die blauen Augen der Frau flogen sofort in ihre Richtung und entdeckten sie. Der Blick der kleinen Schlampe verfinsterte sich und brachte Kaguya Genugtuung. Die Wölfin genoss das dunkle Glitzern, welches sich in die blauen Augen der Frau schlich. Kontrolle schien wohl ein Fremdwort für Madaras kleines Spielzeug zu sein. Tja, dann konnte sie sich jetzt auch den anderen zeigen und die Party konnte starten.



Mit langen eleganten Schritten kam sie aus ihrem Versteck getreten. „Der Ehrengast ist gerade eingetroffen. Vielen Dank für die Einladung“, ihre Stimme triefte nur so vor Spott und Hohn. Ihr Blick glitt durch die Menge und sie lächelte arrogant. Kaguya würde diese Hure heute ein für allemal loswerden und sie wusste auch schon ganz genau wie. Wenn die heimliche Taktik nicht funktionierte, dann half eben nur rohe Gewalt, gewürzt mit einem Hauch Finesse.







Madara war zunächst etwas verwundert gewesen, als sich Yuna in seinen Armen verspannte. Doch dann nahm er die allzu bekannte Frauenstimme wahr. Sein Körper verspannte sich ebenfalls und sein Blick glitt über seine Schulter. Mit zusammengezogenen Augenbrauen musterte er Kaguya abfällig. Sie trug wie üblich ein elegantes Kleid und High Heels. Strahlte diesen eleganten aber arroganten Sexappeal aus, der sie ausmachte. Doch Madara beeindruckte sie damit schon lange nicht mehr. Langsam drehte er sich um und schob dabei Yuna reflexartig hinter sich.



Er rechnete mit Kaguyas Auftauchen, doch war er nicht davon ausgegangen, dass es heute passierte. Er dachte, sie würde sich mehr Zeit lassen und zu einem späteren Zeitpunkt erscheinen. Immerhin war ihr letztes Zusammentreffen noch nicht allzu lange her. Andererseits könnte er das Problem jetzt ein für allemal aus der Welt räumen.



„Kaguya! Das du es wagst hier aufzutauchen, nach allem was du getan hast!“ Madaras Stimme war mehr ein dunkles knurren, als alles andere. Die Wölfin sah ihm unschuldig in die Augen. Dieser gespielte Blick, als wüsste sie nicht, was er meinte, brachte sein Blut zum Kochen. „Was soll ich denn getan haben?“ Sie legte empört ihre Hand auf die Brust und tat so als wüsste sie von nichts. Spielte das Unschuldslamm.



Madaras Wut stieg weiter an. Nun zeigte sie mal wieder, wie falsch sie eigentlich war. Das sie ein Wesen war, dem man niemals vertrauen sollte. Das sie einem mit dem Messer in den Rücken fiel, sobald man ihr diesen zudrehte. Wieso erkannte er dieses Wesen nicht schon früher in ihr? Er hätte sich so viel ersparen können!



„Mach nicht einen auf unschuldig. Das bist du nicht und wirst es auch niemals sein. Das wissen wir beide doch sehr genau.“ Madaras Stimme war eiskalt. Er war ihre Spielchen sowas von Leid. Sie sollte ruhig wissen, dass sie mit ihrer Masche hier nicht durchkam. Kaguya sah ihn verärgert an. In seinen Augen konnte sie deutlich lesen, dass er ihr kein Wort glaubte. Er sah es an der kurzen aber eindeutigen Reaktion in ihren Augen. Ein kurzer Hauch der Unsicherheit, welcher aber schnell wieder verschwand.



„Was soll ich denn deiner Meinung nach gemacht haben?“ Mit langsamen Schritten kam sie auf die Veranda zu. Ihr Blick glitt erneut durch das Rudel. Angespannt saßen die meisten von ihnen am Tisch. Ihre Blicke fixierten sie, was Kaguya zum schmunzeln brachte. Madara wusste, dass die meisten von ihnen in einem Zweikampf keine Chance gegen diese Frau haben würden. Die Weißhaarige lebte schon seit Jahrhunderten und diese Welpen, wie Kaguya die meisten seiner Mitglieder nannte, waren ihr nicht gewachsen.



Natürlich hatten seine Leute schon die ein oder andere Auseinandersetzung mit der Frau hinter sich. Jedes Mal, wenn er sie weggeschickt hatte, waren sie zur Stelle gewesen und hatten dafür gesorgt, dass sie auch wirklich verschwand. Wobei sie immer im ganzen Rudel vorgegangen waren. Yahiko wusste genau, dass diese Frau Madara immer etwas aus der Bahn warf und er war seinem Beta unendlich dankbar, dass er ihm den Rücken freihielt. Natürlich hätte Madara es gerne selber getan, doch diese Anziehung, die Kaguya auf ihn ausgeübt hatte, war unfassbar schwer zu widerstehen gewesen. Er war seinem Rudel mehr als Dankbar, dass sie seine moralische Stütze waren und dafür sorgten, dass die Wölfin verschwand.



Madara war immer darauf erpicht gewesen, dass seine Leute unverletzt aus der Sache herauskamen und sich zu verteidigen wussten. Nicht umsonst arbeiteten Kakuzu und er immer daran, dass sie regelmäßig, gemeinsam trainierten. Er wollte unter keinen Umständen, dass einer von ihnen in irgendeiner Situation aufgeschmissen war.



Sein Augenmerk legte sich auf Kaguya, während seine Gedanken in den Hintergrund rutschten und er zu sprechen begann. „Du hast Izuna getötet und wolltest Yuna töten lassen.“ Madara beobachtete sie, während er ihr die Worte entgegenschleuderte. Der Drang sie direkt anzugreifen war stark, aber er wollte ihr Geständnis mit eigenen Ohren hören. Er musste es hören, um die Bindung zwischen ihnen zu zerstören, die sie stetig versuchte aufzubauen. Denn auch wenn er nicht mehr unter ihre Erschaffungsbindung stand, so fühlte es sich immer noch falsch an, sie töten zu wollen.



Er musste einfach ihr Geständnis hören, um endlich mit allem abschließen zu können. „Hat sie dir das erzählt ja? “ Kaguya nahm sich eine Flasche Bier vom Tisch, deutete damit abfällig auf Yuna und trank genüsslich einen Schluck. Madara hörte, wie sein Rudel im Kollektiv knurrte, antwortete aber nicht auf Kaguyas Frage, sondern wartete ab. „Und du glaubst das was sie dir sagt?“ Die Wölfin zog belustigt die Augenbrauen nach oben, bevor sie einmal einen Blick durch die Runde schweifen ließ.



„Natürlich glaube ich ihr. Sie ist meine Gefährtin.“ Madara war etwas ruhiger geworden. Er würde sich auf ihr Spiel nicht einlassen. Er drehte den Spieß einfach um! Er würde Kaguya so weit reizen, dass sie die Fassung verlor und es zugab. Sie so sehr reizen, dass sie einen Fehler machte. Er würde sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.



Alles andere machte keinen Sinn, sie würde sonst nur mit Lügen versuchen sich herauszureden. Innerlich musste er grinsen, als er sah wie sich ihr Blick bei dem Wort „Gefährtin“ zunächst überrascht weiteten. Anscheinend gab es immer noch Dinge, die sie nicht wusste, auch wenn er inzwischen vermutete, dass sie ihn öfter ausspioniert hatte, als er vermutlich bemerkt hatte. Es bereitete ihm eine unheimliche Genugtuung ihr die Tatsache seines Seelenbunds zu Yuna auf einem Silbertablett zu servieren. Vor allem, da dieser jetzt auf Gegenseitigkeit beruhte.



Er beobachtete wie Kaguyas Blick dunkel wurde. „Du willst mir also sagen, dass sie sich nach der Wandlung ebenfalls auf dich geprägt hat?“ Ihre Stimme war gefährlich leise. Innerlich grinste Madara. Gleich hatte er sie da, wo er sie haben wollte. „Du hast mich schon verstanden.“ Madaras Worte waren provokant. Er setzte sogar noch einen oben drauf, indem er hinter sich nach Yunas Hand griff. Dann zog er Yuna sanft an seine Seite und legte einen Arm um ihre Schulter. Er drückte seine Gefährtin fest an seinen Körper. Die weißhaarige Wölfin sollte sehen, dass sie keine Chance mehr hatte, sich zwischen Yuna und ihn zu drängen.



„Sie gehört jetzt zu mir und selbst du weißt, dass geprägten Wölfen nichts angetan werden darf.“ Die Worte kamen ruhig über seine Lippen, während sein Blick desinteressiert auf Kaguya lag. Sein Blick sollte ihr das Gefühl vermitteln, dass sie ihm nichts bedeutete. Genau dieses Wissen der Prägung, war es gewesen, weshalb keiner seiner Leute sie bisher angegriffen hatte. Es wäre ein taktischer und fataler Fehler gewesen. Wenn sie Yuna als Mensch getötet hätte, wäre sie wahrscheinlich nochmal mit einem blauen Auge davongekommen. Immerhin hatte es so etwas noch nie gegeben. Zumindest nicht, dass sie davon gewusst hätten. Doch nun war Yuna ein Wolf und das änderte alles. Madaras Provokation zeigte seinen gewünschten Erfolg.



Kaguya drückte die Glasflasche so fest in ihrer Hand zusammen, dass diese, mit einem lauten Knall, in tausend Scherben zersprang. „Ist das so.“ Ihr aggressives Knurren erfüllte die Veranda. Madara wusste, dass Kaguya keine Frage stellte. Er wusste, dass sie ihre Wolfsgesetze genau kannte. Immerhin handelte sie meistens in den Lücken und Grauzonen eben dieser Gesetzte.



Ihr Blick fixierte Yuna, welche ihr mit einem selbstbewussten Lächeln in die Augen blickte. Der Alpha war stolz auf sein Mädchen, dass sie sich in dieser Situation so gut unter Kontrolle hatte und es beruhigte ihn, dass sie nun kein zerbrechlicher Mensch mehr war. Andererseits durfte er Yunas Selbstkontrolle auch nicht überschätzen. Etwas angespannt wartete auf eine Reaktion seitens der Weißhaarigen. Diese schien fieberhaft zu überlegen, was sie als nächstes tun sollte.



Aus dem Augenwinkel beobachtete Madara, wie Hidan und Kakuzu sich von ihren Stühlen erhoben. Bereit sich auf Kaguya zu stürzen, sollte dies nötig sein. Madara erkannte, wie sie Beide auf ein Zeichen wartete, doch er würde keines geben. Zumindest noch nicht. Es wäre ein taktischer Fehler gewesen, als erstes den Angriff zu starten.



Kaguya entspannte sich plötzlich und ihre Stimme war ruhig, als sie zu Sprechen begann. „Tja wenn das so ist Madara, dann glaub eben der Kleinen. Ich habe Izuna nicht getötet. Das hätte ich dir nicht antun können.“ Die Wölfin lächelte und dieses Lächeln gefiel Madara überhaupt nicht. Sie musste irgendeinen Plan entwickelt haben, sonst wäre sie jetzt nicht wieder die Ruhe selbst.



Kaguya drehte sich auf dem Absatz um und hob wie zum Abschied die Hand. „Vielen Dank für das Bier. Ich werde dann wohl wieder gehen. Ich will dem jungen Glück ja nicht im Weg stehen.“ Die Weißhaarige blickte über ihre Schulter zu Madara und ein bösartiges, spöttisches Grinsen legte sich auf ihre Lippen.



Mit eleganten, langen Schritten ging sie den Waldweg entlang. Provokant wiegte sie ihre Hüften von einer Seite zur Anderen. Jeder Mann, der sie nicht kannte, würde sich vermutlich sofort von ihr angezogen fühlen. Ihre verruchte Stimme erklang leise, doch laut genug, dass er es hören konnte.



„Ich werde mir wohl einen neuen Lover zulegen müssen. Wie heißt es so schön? Andere Mütter haben auch schöne Söhne“ Er konnte das Lächeln, welches sich auf ihren Lippen bildete heraushören, während sie ihm spielerisch zuzwinkerte. „Vielleicht versuch ich es auch mal wie du mit Menschen, Madara.“ Die Worte trällerte sie fröhlich über die Lippen, während sie weiter in den Wald ging.



Madaras Augenbrauen zogen sich zusammen. „Ich habe vor kurzem einen sehr attraktiven, jungen Mann kennengelernt. Dunkle, kurze Haare und wunderschöne bernsteinfarbene Augen. Vielleicht sollte ich ihn wandeln? Er hat bestimmt großes Potential. Sein Name ist Mitsutada.“ Sie blickte ein letztes Mal provokant über ihre Schulter und sah Yuna wissend an.



Madara verspannte sich bei dem Namen. Bevor er reagieren konnte war Yuna mit einem lauten Knurren losgerannt und sprang von der Veranda. Völlig Perplex sah er ihr nach. Sie hatte sich einfach so von ihm losgerissen. Der Schwarzhaarige konnte sehen, wie sie sich im Flug verwandelte und auf allen vieren auf dem Waldboden landete. Wäre er nicht so schockiert über ihre Reaktion gewesen, hätte er sie für diese schnelle Verwandlung bewundert.



Auf einmal dämmerte ihm was Kaguya vorhatte. Sie wollte, dass Yuna sie angriff. Das war von Anfang an ihr Plan gewesen! Kaguya durfte nach den Regeln der Wölfe Yuna nichts antun. Doch wenn Yuna sie angreifen würde, könnte sie die Blonde töten ohne dafür zur Rechenschaft gezogen zu werden. Sie würde auf Notwehr plädieren.



Kaguya wusste wie sie Yuna reizen musste um eine Reaktion hervorzurufen. Sie wusste, dass die Blonde sich noch nicht unter Kontrolle haben würde. Sie nutzte dieses Wissen um Yuna so zu reizen, sodass diese unweigerlich die Kontrolle verlieren musste! Madara knurrte zornig auf als er darüber nachdachte, während er sich bereits in Bewegung setzte um Yuna zu folgen. Er hätte besser auf sein Mädchen achtgeben müssen!







„Yuna nicht!“ Seine dunkle Stimme prallte gegen die Bäume. Sie nahm sein rufen wahr, doch sie war so in Rage, dass sie nicht darauf reagierte. Sie hatte komplett die Kontrolle verloren.



Zunächst hatte sie es geschafft cool zu bleiben, doch je mehr Kaguya von sich gab, desto wütender wurde Yuna. Als sie hörte wie Kaguya über Izuna redete und dann auch noch Mitsu in die Sache reinziehen wollte, da waren bei ihr einfach alle Sicherungen durchgebrannt. Ihre innere Bestie schrie danach die weißhaarige Frau in Stücke zu reißen.



Ohne darüber nachzudenken hatte sie sich von Madara gelöst und war losgelaufen. Ihre Wut hatte ihren Körper kompletten übernommen. Sie war unfähig auch nur einen klaren Gedanken zu fassen. Die Wandlung hatte sie überhaupt nicht gespürt. Genauso wenig hörte sie das Geräusch von reißendem Stoff hinter ihr. Von Pranken, die ihr hinterherhetzten.



Mit ihrem Blick fixierte sie Kaguya, die sie unbeeindruckt musterte und dann provokant anlächelte. „Ist dir ein Mann nicht genug du kleines Flittchen.“ Spöttisch trafen die Worte der Weißhaarigen auf die Ohren der Blonden. Yuna knurrte aggressiv und beschleunigte ihre Schritte. Kaguya sah sie unbeeindruckt an und begann sich in aller Ruhe zu verwandeln. Die Blonde setzte zum Sprung an, doch wurde sie aufgehalten, als etwas Schweres auf ihr landete.



Die Luft wurde aus ihren Lungen gedrückt, während sie auf dem Waldboden aufschlug. Der silberhaarige Wolf drückte sie mit seinem ganzen Gewicht nach unten. Yunas Wut stieg ins unermessliche. Sie hatte keine Kontrolle mehr über ihr Verhalten. Ihr Hirn stand auf Standby. Sie hatte nur noch das Ziel Kaguya auseinander zu nehmen. Warum stellte sich Hidan ihr in den Weg und half dieser Frau? Wieso ließ er nicht zu, dass sie Kaguya angriff und ihr das gab, was sie verdiente?



Wütend schnappten ihre Zähne nach seinem Bein und trafen auf Fell, Muskel und Knochen. Tief bohrten sich ihre Fänge in sein Fleisch und sie konnte den metallenen Geschmack von Blut auf ihrer Zunge schmecken. Sein schmerzerfülltes jaulen ließ sie überrascht aufhorchen. Die Wölfin war davon ausgegangen, dass er ausweichen würde. Wieso hatte er sich von ihr beißen lassen und war nicht ausgewichen?



Doch sie dachte nicht weiter darüber nach. Ihre Bestie hatte wortwörtlich Blut geleckt und begann zu randalieren. Ihre Killerinstinkt lief Amok. Ihre innere Bestie wollte Kaguya zerreißen. Sie Stück für Stück auseinandernehmen, bis nichts mehr von ihr übrig war. Sie würde dem Wald mit Kaguyas Blut einen neuen Anstrich verpassen! Mühsam drückte sie sich gegen das Gewicht von Hidan. Ihre Muskeln zitterten leicht, durch die Anstrengung, doch es war ihr egal. Wild wandte sie sich unter dem silberhaarigen Wolf. Er drückte sie immer noch mit seinem Gewicht nach unten und sie konnte hören, wie sich ihr jemand näherte.



>>Du musst dich beruhigen Yuna. Kaguya will nur dass du sie angreifst.<< Die Blonde blickte nach oben, als Madara in seiner Wolfsgestallt neben sie trat. Seine Worte waren zu ihrem Hirn durchgedrungen, doch schaffte sie es nicht sich unter Kontrolle zu bekommen. Der animalische Instinkt war größer und stärker, als ihre menschliche Seite. Der Mond stand mittlerweile hoch am Himmel. Auch wenn es kein Vollmond mehr war, so übte er dennoch eine starke Energie auf die junge Wölfin aus. Er feuerte ihre Instinkte an und ließ sie weiter die Kontrolle verlieren.



Zappelnd wandte sich Yuna immer noch unter Hidan. Er hatte mittlerweile große Mühe sie unter sich zu halten. Sie spürte, wie der Druck auf ihren Körper geringer wurde. Wie immer mehr Fläche ihres Körpers die Freiheit erlangte. Die Kraft des Mondes half ihr, dass sie sich Stück für Stück langsam unter ihm herausrobben konnte.



Weit kam sie aber nicht, denn Madaras Zähne packten sie fest im Nackenfell. Er fixierte sie auf dem Waldboden. Hidan erhob sich zügig von ihr und überließ Madara seinen Platz. Sie spürte, dass sich der Silberhaarige erhoben hatte und wollte ihre Chance nutzen. Madara wusste dies aber zu verhindern. Mit seinem gesamten Gewicht drückte er die Wölfin auf den Boden. Wild warf sie den Kopf zur Seite und sah Hidan hinterher, nachdem Madara ihr Nackenfell losließ.



Yuna hatte keine Ahnung das Madara, auf Grund der Hierarchie, der Einzige war der sie Maßregeln durfte. Hidan gesellte sich zu dem Rest des Rudels, welche nur wenige Meter hinter Madara Position bezogen hatten. Sie alle hatten sich gewandelt, um auf das kommende vorbereitet zu sein. Vorsichtig leckte der Silberhaarige immer wieder über sein Bein, bevor Kakuzu ihn mit seiner Schnauze aufmunternd anstupste und die Aufgabe übernahm. Yuna bekam dies nur am Rande ihres Bewusstseins mit, denn sie war immer noch damit beschäftigt sich gegen Madara zu wehren.



Die Blonde wusste nicht, dass Madara bereits erkannt hatte, dass sie die Kontrolle nicht zurückerlangen konnte. Sie wusste nicht, dass er nun gezwungen war schwerere Geschütze aufzufahren. Yuna knurrte wütend auf, als sie die provokanten Blicke der weißen Wölfin auf sich spürte. Kaguya hatte sich hingesetzt und beobachtete amüsiert das Schauspiel. Überheblich blickte sie der Blonden entgegen.



Mit aller Kraft stemmte sich Yuna gegen Madaras Gewicht, schaffte es sogar, sich ein kleines Stück vom Boden zu erheben. Aber Madara war einfach stärker und drückte sie wieder in die altbekannte Position. Sie knurrte frustriert auf. Seine Zähne hatten ihr Nackenfell erneut fest gepackt. Drohend knurrte er sie an, doch sie reagierte überhaupt nicht darauf. Stattdessen versuchte sie um sich zu beißen und ihn irgendwie zu erwischen. Also biss er kurz und kräftig zu. Sie spürte wie seine Zähne sich in ihrer Schulter vergruben und sie jaulte auf.



Der Schmerz explodierte in ihrer Schulter und ließ ihre innere Bestie überrascht innehalten. Die Augenblicke vergingen.



Anscheinend schien seine raue Methode von Erfolg gekrönt zu sein, denn mit einem Mal erinnerte sie sich daran, dass er der Alpha war. Das er über ihr stand und sie ihm Respekt zu zollen hatte. Augenblicklich brach ihr Widerstand und ihre innere Bestie riss sich zusammen. Ordnete sich ihm unter. Nur langsam schaffte sie es die Kontrolle zu übernehmen. >>Tut mir leid mein Mädchen, aber anders hast du es anscheinend nicht verstanden.<< In seiner Stimme schwang Reue mit und sie spürte, dass er sie nicht verletzten wollte. >>Schon in Ordnung. Verzeih mir, dass ich versucht habe dich zu beißen<< antwortete sie verständnisvoll und entspannte sich unter ihm, während sie das schlechte Gewissen überkam.



Nachdem er bemerkte, dass ihre Muskeln an Anspannung verloren, nahm er sein Gewicht von ihr herunter. Yuna sog die Luft in ihre Lungen und erst jetzt viel ihr auf wie schwer Madara eigentlich war. Er wog bestimmt mehr als 100 kg in seiner Wolfsgestallt. Endlich konnte sie wieder frei atmen. Aus dem Augenwinkel sah sie, wie er ihre Schulter betrachtete. Dann beugte er sich runter und sie spürte seine raue Zunge über ihr Fell gleiten. >>Es gibt nichts zu verzeihen. Ich hätte besser auf dich achtgeben müssen.<<



Liebevoll leckte Madara über die Bissstelle und ihr Blut bedeckte seine Zunge. Yuna schloss die Augen. Sie genoss seine liebevolle Liebkosung und blieb brav liegen. Seine Geste beruhigte sie ungemein und wäre sie eine Katze und kein Wolf, dann wäre sie jetzt am Schnurren. Immer wieder glitt er mit seiner rauen Zunge über die Verletzung.



Sie neigte den Kopf über die Schulter und leckte ihm sanft über die Lefzen. Er schien sofort zu verstehen, dass sie ihm nicht böse war. Es war schön, dass sich scheinbar nichts so schnell zwischen sie stellen konnte. Völlig in der Situation versunken hatten sie Kaguya komplett ausgeblendet.







Kaguya bemerkte schnell, dass ihr keinerlei Beachtung mehr entgegengebracht wurde. Wut keimte in der Wölfin auf. Wenn sie eine Sache auf den Tod nicht ausstehen konnte, dann war es die, wenn sie ignoriert wurde. Das Madara und die Blonde so liebevoll und vertraut miteinander umgingen gab ihrer Selbstbeherrschung den Rest. Mit einem Knurren stürzte sie sich auf die sandfarbene Wölfin. Ihr waren die Konsequenzen scheiß egal. Sie konnte dieses Bild vor sich einfach nicht länger ertragen. Sie stieß Madara durch den Einsatz ihres Körpergewichtes und den Schwung von der anderen Wölfin weg.



Da der Schwarzhaarige völlig abgelenkt war, war es für Kaguya ein leichtes ihn aus dem Gleichgewicht zu bringen. Die Wölfin schüttelte innerlich den Kopf. Dass er einen solch fatalen Fehler machte zeigte doch nur, dass die Blonde nicht gut für ihn war. Es wurde höchste Zeit, dass er das endlich einsah.



Aus dem Augenwinkel sah sie, wie Madara sich mehrere Male überschlug und hart auf dem Boden aufkam. Sie ignorierte seinen restlichen Abgang jedoch und das auf sie zustürmende Rudel. Sie wusste, dass sie nur ein kurzes Zeitfenster hatte um zu agieren. Ihr Focus lag auf der perplexen Wölfin vor ihr. Sie biss Yuna ins Nackenfell und schleuderte sie mehrere Meter weiter gegen einen Baum. Die Wölfin jaulte kurz auf und fiel unsanft auf den Boden. Reglos blieb sie an dem Baum liegen. Nun stand Kaguya zwischen dem Rudel und deren neusten Mitglied.



Das Rudel stürzte sich sofort auf die weiße Wölfin. Ohne Mühe trat die Weißhaarige Sasori weg, der sie als erster ansprang. Der rotbraune Wolf, mit den braunen Augen schlitterte einige Meter über den Boden. Sie sah ihm nicht hinterher, war sie bereits dabei Deidara auszuweichen. Blitzschnell drehte sie sich um und setzte zum Gegenangriff an. Sie packte den unerfahrenen Jungwolf im Nackenfell und schleuderte ihn mühelos gegen den nächstbesten Baum. Diese Fliegengewichte waren doch keine Gegner für sie. Reglos blieb der Wolf mit dem dunklen, sandfarbenen Fell liegen.



Ein bösartiges Grinsen zog ihre Lefzen nach oben, bevor sie unter etwas Schwerem begraben wurde. Kakuzu, Madaras linke Hand war schon ein anderes Kaliber, als die beiden Leichtgewichte. Trotzdem war sie ihm durch ihre Erfahrung und Wendigkeit überlegen. Sie wandte sich mit schnellen Bewegungen unter ihm heraus, spürte jedoch, dass er ihr bei seinem Aufprall erneut eine Rippe gebrochen hatte. Der Schmerz und die Wut darüber feuerten ihre Instinkte nur noch weiter an. Er versuchte ihr Handeln zu unterbinden, indem er nach ihr schnappte, doch Kaguya ließ ihn ins Leere beißen und kam frei. Das Geräusch seiner aufeinandertreffenden Kiefer ließ das Adrenalin durch ihren Körper schießen. Ohne zu zögern verpasste sie ihm einen kräftigen Schlag mit der Pranke gegen den Schädel.



Der schwarzhaarige Wolf, mit den giftgrünen Augen, sah sie überrascht an und taumelte etwas nach hinten. Dann schüttelte er kurz den Kopf. Er gehörte zu einem der vielen, die ihren Schlag unterschätzte, denn der hatte es in sich. Auch wenn sie als Wolf eher athletisch war, so hatten ihre Schläge einen ordentlichen Wumms. Doch die Wölfin hatte keine Zeit sich darüber zu freuen. Madara war bereits wieder auf den Beinen und kam auf die Gruppe zugelaufen. Außerdem sah sie, wie Konan und Yahiko einen Teamangriff starteten. Sie liefen von zwei Seiten auf die Weißhaarige zu. Doch Kaguya wusste genau was sie zu tun hatte. Gekonnt wich sie der dunkelgrauen Wölfin aus.



Konan prallte in der Luft gegen den orangebraunen Wolf mit den lila Augen. Gemeinsam gingen sie hinter Kaguya zu Boden und rissen Kakuzu von den Füßen, der sich gerade auf seine Hinterläufe aufgerichtet hatte. Der Staub, den sie dabei aufwirbelten nahm Itachi, Kisame und Madara kurz die Sicht. Sie wusste, dass sie gegen sie alle gemeinsam niemals gewinnen konnte. Deshalb war ausweichen und zuschlagen die beste Taktik in diesem Fall. Sie würde sich auf keinen Fall mit einem der Schwergewichte in einen Kampf verwickeln lassen. Sie musste das hier so schnell wie möglich zu ihren Gunsten beenden.



Blitzschnell wandte sich Kaguya zu Yuna um und rannte los. Itachi, der schwarzhaarige Wolf mit den dunklen Augen und Kisame, der massige dunkelgraue Wolf verfolgten sie. Doch ihr Abstand war inzwischen zu groß, um die Weißhaarige noch zu erreichen. Madara war ebenfalls hinter ihr her und überholte bereits ihre beiden Verfolger, was zweifelsohne an dem Adrenalin in seinem Blut lag. Doch auch er würde es nicht schaffen sie von ihrem Ziel abzuhalten.



Kaguya fixierte Yuna, die sich ganz langsam wieder aufrappelte und setzte zum Sprung an. Sie würde dem ganzen jetzt ein schnelles Ende bereiten, bevor Madara sie erreichen würde. Ihre Hinterläufe drückten sich kräftig vom Waldboden ab, während der Wind durch ihr Fell glitt.



In der Luft prallte sie gegen Hidan. Sein massiger Körper drückte ihren zurück auf den Waldboden. Die Luft entwich aus ihren Lungen, doch sie ignorierte den damit eingehenden Schmerz. Raschelnd landeten die Beiden in einem Knäuel aus Krallen und Zähnen im Laub des Waldes. Kaguya war wütend. Dieser Mann musste gewusst haben, dass er verletzt keine Chance gegen die Weißhaarige hatte. Das ein Frontalangriff zwecklos gewesen wäre. Also hatte er sich, während sie mit den Anderen beschäftigt gewesen war, auf den Weg zu Yuna gemacht. Sich un Position gebracht und einen passenden Augenblick gewartet. Als sie dann gesprungen war, hatte er sie einfach im Sprung abgepasst.



Gar nicht übel, dass musste sie zugeben. Doch er würde dafür bezahlen, dass er sich zwischen sie und ihre Beute stellte. Immer noch kugelten sich die beiden Wölfe über den Boden. Sie hatte die Oberhand und kam auf ihm zum Liegen. Ohne zu zögern biss sie dem Silberhaarigen in den Hals. Sie schmeckte augenblicklich das Blut und konnte sein schmerzerfülltes jaulen höre. Ihre Zähne lösten sich aus seinem Fell.



Entschlossen wollte sie seinem Leben ein Ende setzten. Ein Gegner weniger, um den sie sich kümmern musste. Sie setzte erneut zum finalen Biss an. Ihre Zähne wollten sich gerade in seiner Kehle versenken, als sie im Nackenfell gepackt wurde. Sie spürte, wie sie von dem Silberhaarigen weggezogen wurde und landete unsanft auf dem Boden. Ihr Blick glitt zu dem Angreifer.



Beschützerich hatte sich die helle, sandfarbene Wölfin vor den Silbernen gestellt. Ihre Augen funkelten zornig und Mordlust spiegelte sich darin wieder. Kaguya verfiel bei ihrem Anblick in Rage. Dieses kleine Miststück wagte es sich doch allen Ernstes sie herauszufordern und glaubte auch noch sie würde eine Chance haben. Lächerlich! Wurde Zeit, die kleine Schlampe endlich in die Hölle zu schicken. Genauso wie sie es bei Izuna getan hatte. Niemand nahm ihr Madara weg!



Erneut setzte sie zum Sprung an, die sandfarbene Wölfin fest im Blick. Doch noch bevor sie mit den Hinterläufen den Boden verlassen hatte, prallte erneut etwas Massiges gegen ihren Körper. Sie spürte, wie ihr abermals die Luft aus den Lungen gedrückt wurde und der Schmerz in ihrer Brust explodierte. Mit einem kurzen Jaulen ging sie zu Boden. Das dunkle, unheilverkündende Knurren kannte sie nur zu gut.



Ihr Blick glitt zu den roten Augen des Schwarzhaarigen. Madara baute sich drohend vor ihr auf und drückte sie mit seiner Pranke auf den Boden. Seine Zähne packten ihre Kehle und drückten wie beim letzten Mal bestimmt zu, nahmen ihr die Chance zu Atmen. Die Luft wurde knapper und entwich langsam aus ihrer Lunge. Doch das war kein Grund für Panik. Sie wusste genau was sie zu tun hatte.



Die Weißhaarige zog den Schwanz ein und begann unterwürfig zu winseln. So wie sie es schon oft ihm gegenüber getan hatte. Sie signalisierte ihm, dass er sie dominierte und sie sich ihm ergab. Innerlich lachte sie siegessicher. Er würde sie nicht töten, es würde ihm reichen, dass er die Oberhand hatte, sie dominierte. Auch wenn sie eigentlich immer diejenige gewesen war, die die Fäden sponn. Außerdem war die Bindung zwischen ihnen einfach noch zu stark. Sie hatte so gut wie gewonnen.



Sie sah, wie er in seiner Bewegung zu stocken begann und triumphierte innerlich. Dann nutze sie diese Chance, um ihn von sich herunterzustoßen. Erneut trat sie ihm mit ganzer Kraft gegen die Brust, sodass neue Narben entstehen würden. Er taumelte ein Stück zurück und sie schmiss sich auf ihn. Jetzt war er derjenige der unten lag. Sanft und liebevoll leckte sie ihm über dessen Lefzen. Wie sie dieses Spielchen mit ihm doch liebte.



Das Knurren neben ihr, warnte sie vor dem bevorstehenden Angriff der Blonden. Blitzschnell reagierte sie, ohne mit der Wimper zu zucken. Sie packte die sandfarbene Wölfin mit ihren Fängen am Hals. Jetzt hatte sie dieses unerfahrene Miststück da, wo sie sie haben wollte. Sie würde ihr die Kehle herausreißen und sie in die Hölle schicken.



Als sie ihren Kiefer schließen wollte, um Yuna den Rest zu geben, stockte sie plötzlich. Ein unbeschreiblicher Schmerz traf auf ihren Hals und ließ sie in der Bewegung innehalten. Warme Flüssigkeit verteilte sich über ihrem Fell. Die Haut an ihrer Kehle pochte stark und unangenehm. Als sie von Yuna abließ, um nachzusehen, erkannte sie, dass Madara ihr in Kehle gebissen hatte. Er hatte ihre Halsschlagader getroffen.



Augenblickblich verwandelte sie sich zurück und kippte seitlich von dem schwarzen Wolf herunter. Verzweifelt versuchte sie mit der Hand die Blutung zu stillen, doch immer mehr der warmen Flüssigkeit sprudelte aus ihrem Körper auf den trockenen Waldboden. Gierig saugte dieser die rote Flüssigkeit auf. Den Schmerz spürte sie nur am Rande. „Wie konntest du nur!“ Ihr Blick lag vorwurfsvoll und geschockt auf Madara. Wie hatte er das nur tun können? „Ich habe dich geschaffen. Ich habe dich zu dem gemacht der du bist.“ Gurgelnd kamen ihr die Worte über die Lippen, während das Blut warm über ihre Finger floss. Das Atmen viel ihr immer schwerer. Madara hatte sich mittlerweile auch wieder zurückgewandelt.



Sein Körper war bedeckt von ihrem Blut und er stand mit etwas Abstand von ihr weg. Seine Augen lagen betroffen aber unnachgiebig auf ihr. „Das mag sein. Aber zu welchem Preis! Denkst du ich wollte das mein Bruder stirbt? Denkst du ich wollte ein Wolf werden?“ Ihre Augen weiteten sich etwas. „Ich wollte nur nicht, dass er sich zwischen uns stellt. Er ist es selber schuld. Außerdem wollte ich das du stärker wirst. Ich wollte dich ein meiner Seite!“ Ihre Stimme war schwach, als sie die Worte aus ihrem Mund herauspresste. Inzwischen lag sie mehr, als das sie saß.



Madara Augen weiteten sich, als sie ihm endlich Gestand, dass sie Izuna getötet hatte. Dann wurde sein Blick wieder kalt, doch das sah Kaguya bereits nicht mehr. Ihre Sicht begann immer weiter zu verschwimmen, während ihr Körper immer kälter wurde. Sie spürte, wie der Tod seine Klauen in sie versenkte. Ihr die Lebenskraft aussaugte. Sie Stück für Stück in sein Reich mitnahm. „Du warst schon immer ein selbstsüchtiges Wesen Kaguya. Ich bin froh, dass sich unsere Wege nun für immer trennen.“



Es dauerte etwas bis sie Madaras Worte realisierte. Der Schmerz an ihrem Hals war bereits nicht mehr vorhanden. In wenigen Augenblicken wäre es vorbei. Doch sie würde Madara so nicht verlassen. Sie würde diese Worte nicht auf sich sitzen lassen. Ihre Augen weiteten sich, bevor sie mit letzter Kraft die Worte aus ihrem Mund presste und sich ihre Augen für immer schlossen. „Ohne mich hättest du sie niemals kennengelernt. Ohne mich wärst du nicht der, der du heute bist. Ich werde immer ein Teil von dir sein. Vergiss das nie!“






Madara atmete erleichtert aus, als sich Kakuyas Augen für immer schlossen. Er konnte spüren wie die Erschafferbindung von ihm abließ. Endlich war er frei von ihr. Doch gleichzeitig spürte er einen dumpfen Schmerz in seiner Brust. Er war nur schwach, aber er war vorhanden. So als wäre ein kleiner Teil in ihm, mit ihr gestorben. Ihre Worte hallten in seinem Kopf nach und er ballte die Hände zu Fäusten. Natürlich musste sie mit solchen Worten die Welt verlassen!



Es stimmte, ohne Kaguya würde er Yuna nicht kennen. Er wäre niemals zum Wolf geworden, er hätte sich niemals auf sein Mädchen geprägt. Und vor allem wäre er nicht der, der er jetzt war. Denn nur durch Kaguya wusste er, was wahre Monster waren. Sie hatte ihn zu einem gemacht. Zumindest hatte er das immer geglaubt. Er hatte sich immer die Schuld an dem Tod seines Bruders gegeben. Hatte die Dunkelheit ihn einhüllen lassen.



Erst seit er Yuna kannte, wusste er, dass er keines dieser Monster war. Er war nicht herzlos und kalt, so wie Kaguya. Er war kein schlechtes Wesen. Er hatte etwas Dunkles in sich, dass musste er zugeben, doch nur durch Kaguya war er der Dunkelheit so verfallen. Sie war gewachsen, als er seinen Bruder verlor. Begann ihn von innen zu zerfressen. Erst das Rudel hatte ihm die nötige Stabilität wiedergegeben um sich gegen diese Dunkelheit zu stellen.



Und durch Yunas Licht wurde sie nun in Schach gehalten. Sie zähmte das Dunkle in ihm und brachte seine innere Bestie unter Kontrolle. Natürlich hatte er die letzten Jahrzehnte an sich gearbeitet, doch erst, seit die junge Frau bei ihm wahr, fiel es ihm so viel leichter. Sie gab ihm und seiner Bestie eine Aufgabe. Außerdem liebte sie ihn so wie er war.



Doch das würde Kaguya nie verstehen. Sie strebte immer nur nach Macht und Kontrolle. Wollte Madara immer nur seiner Kraft wegen und nie seiner selbst. Doch nun würde sie nie wieder über sein Leben bestimmen. Das war endlich vorbei!



Zwei warme Arme schlangen sich von hinten um seinen Körper, rissen ihn sanft aus seinen Gedanken. Die weichen Rundungen ihres Körpers schmiegten sich an ihn. Er konnte deutlich spüren, wie ihre Wange sich an seinen Rücken schmiegte. „Geht es dir gut?“, hörte er ihre Stimme vorsichtig fragen. Ihr Atem streifte seine Schulter und er bekam eine Gänsehaut. „Mir ging es nie besser.“, entgegnete er ihr und lächelte.



Er wollte sich gerade zu Yuna umdrehen, als ein gurgelndes ihrer beider Aufmerksamkeit auf sich zog. Bevor Madara sich versah, ließen ihre Arme von ihm ab. Schnell war Yuna an Hidans Seite gelaufen und kniete sich neben diesen. Madara tat es ihr gleich.



Der Silberhaarige hatte seine menschliche Gestalt ebenfalls wieder angenommen. Madara betrachtete ihn besorgt, während er sich neben ihn kniete. Hidan hatte ganz schön was abbekommen. Blut rann unaufhörlich über seinen Hals und benetze den Waldboden. Yunas Hände lagen bereits auf der Wunde um die Blutung zu stoppen. Sie mussten ihn schnell versorgen, anderenfalls-







„Hidan du musst wach bleiben.“ Yuna hatte ihre Hände auf seine Wunde gepresst, um die Blutung zu stoppen. Zitternd lagen sie auf der Blutung, während das Blut zwischen ihren Fingern hervorquoll. Der Silberhaarige sah ihr erschöpft mit seinen violetten Augen entgegen. Suchte geradezu ihren Blick und lächelte leicht. Yunas Herz raste in ihrer Brust. Normalerweise blieb sie in solchen Situationen cool, doch es war nicht irgendwer, der hier lag. Es war Hidan.



Schmerz durchzog ihre Brust und Verzweiflung erfüllte ihren Kopf. Was sollte sie denn jetzt nur tun? „Hidan bleib wach!“, rief die Blonde erneut, als sie merkte, dass er leicht wegdämmerte. Ihre Stimme brach beinahe und sie spürte, wie sich Tränen in ihren Augen bildeten. Er durfte unter keinen Umständen die Augen schließen. Er musste wach bleiben! Hidan durfte nicht sterben. Nein! Er durfte einfach nicht sterben. Doch seine Augenlieder fingen an zu flattern und schlossen sich langsam.



„Hidan!“



_____________________________________________________________



*Sich in Sicherheit bring und vorsichtig um die Ecke lins*

Ehhhm…ja….ich weiß genau was ihr denkt…Wie konnte ich nur ? ^^´

Warum Hidan? Tja..Die kommenden drei Wochen werden für den ein oder anderen zur Geduldsprobe werden, denn ihr wollt ja immerhin wissen wie es weitergeht. Auch wenn der Cut hier mehr als böse ist… ich weiß.

Ich warte schon auf wüste Beschimpfungen ^^



Ich hoffe euch hat das Kapitel dennoch gefallen. Viele von euch hatten Kaguya im Verdacht und nun wisst ihr was sie geplant hatte. Ich hoffe das ist irgendwie plausibel und nicht zu klischeemäßig. Immerhin hätte es auch Damian sein können ^^ Doch irgendwie fand ich Kaguya hier passender. Außerdem habe ich noch andere Pläne mit Damian….Ich meine er hat noch andere Pläne xD.



Ich würde mich riesig freuen, wenn ihr meine Geschichte empfehlt und sie in eure Favoriten packt, sollte sie euch gefallen. Gerne dürft ihr in den Kommentaren euch über die Geschichte im positiven oder auch negativen auslassen. Ich freue mich immer über neue Gesichter aber auch die altbekannten Übeltäter sind gern gesehen.



Bleibt mir nur zu sagen bleibt gesund und bis in drei Wochen



Eure Kawaiikiri <3













Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast