Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / One Piece / FFs / Them

Them

von Corazon x
GeschichteAllgemein / P18 Slash
04.04.2020
21.10.2020
74
95.318
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18.10.2020 1.504
 
die welt hat nie eine gute definition für das wort freiheit gefunden.




Titan ~ [part one]



                                                                                                                                                                                                       LXXI





»Du bist also dieses Ding huh?«

Rocinante blinzelt perplex aufgrund dieser Aussage und sieht einem Mann ins Gesicht, dessen Statur mindestens einen ganzen Kopf kürzer als seine eigene ist.

Zugegeben - als "Ding" betitelt zu werden war wahrlich nicht schön und dieser kalte Blick, der nur nach "Eine falsche Bewegung und ich töte dich" schreit ist genauso unangenehm.
Zumal "Ding" wirklich abwertend klang.


Aber er kann nichts darauf erwidern - wie auch, sein Mund wird von metallischen Schienen verschlossen, sein Körper von eisernen Ketten auf einer Platte gehalten und seine Hände sind auf seinem Rücken mit irgendeiner Konstruktion eingesperrt die er noch nie in seinem Leben gesehen hat.

Wie eine wilde Bestie haben sie ihn gefangen genommen und in Ketten gelegt hier eingesperrt, nachdem sie alle anderen seinesgleichen grausam abgeschlachtet hatten.



»Der Mensch ist die abscheulichste Kreatur dieser Welt.«

Die Worte seiner Mutter kehren zurück aus seinem Gedächtnis in diese grausame Realität.
Wie recht sie doch hatte.



Schon, als er noch ein kleiner Junge gewesen war und mit seinem großen Bruder durch die Wälder gestreift und die Wiesen unterseinen nackten Füßen gespürt hatte, hatte sie ihnen eingeschärft sich ja von dieser "Spezies" fernzuhalten.

»Seine unstillbare Gier nach unbändiger Macht und Reichtum wird alles ins verderben stürzen. Menschen handeln aus Eigennutz, ohne Reue töten sie und jagen und zerstören, was sie nicht kennen weil sie glauben, es könnte sie von ihrem Thron stoßen.

Sie halten sich für die klügsten Geschöpfe, doch sie sind zu dumm um die wahre Schönheit des Lebens zu erkennen und seinen Sinn zu verstehen.«




Unerschütterliche Wut über diese Spezies breitet sich in ihm aus, eine Wut die ihm die Magensäure sauer den Hals hinaufkriechen lässt.

»Wir haben ihn in einem unachtsamen Moment seinerseits gefangen nehmen können.«

Ein zweiter Mann, groß und von stattlicher Natur mit feuerrotem Haar, tritt aus der Masse hervor und schnaubt verächtlich.
Seine rechte Hand presst ein Blutgetränktes Tuch auf seinen linken Arm - beziehungsweise auf seine linke Schulter, denn sein Arm existiert nicht mehr.

Der schwarzhaarige im Arztkittel, mit diesen kalten Augen, wendet sich von Rocinante ab und diesem Koloss zu, scheint ihn zu mustern denn sein Kopf senkt sich ein wenig und wandert wieder nach oben.

»Und deinen Arm hast du auf deiner Mission auch gleich verliehen oder was Eustass« erwidert er düster und der rothaarige presst seinen Kiefer zusammen.
»Laber keinen Scheiß Trafalgar!« knurrt er wütend - kommt plötzlich auf Rocinante zu. »Den hat mir sein Bruder abgebissen dieser Bastard. Und dafür-« Er geht in die Hocke und greift plötzlich nach seinem Haar, presst seinen Kopf mit Schwung zu Boden.
»Hab ich ihm den Kopf weggepustet.«

Der plötzliche Aufprall zerrt an seinen Ketten, jagt einen Schmerz durch seinen Körper und Rocinante kneift reflexartig die Augen zusammen.
»Bist du dann fertig mit diesem Aufzug Eustass? Oder kann ich meine Arbeit machen?«
Law hebt eine Braue, greift in die Tasche seines Kittels und zieht ein Brillengestell hervor, dass er sich auf die Nase setzt. Kid zuckt unbeteiligt mit den Schultern und lässt von dem am Boden liegenden ab, dreht sich um, pfeift seine Leute zurück.
»Mach doch was du willst.«  


Law schenkt dem Abgang keinerlei Aufmerksamkeit.
»Bringt ihn mit mir in mein Labor, sofort.«
»Jawohl Sir!«  

Die Männer, die dem Spektakel bisher nur  wortlos zugesehen haben, salutieren stramm und beginnen dann, Rocinante an den Ketten wieder auf seine nackten Füße und hinter sich her zu zerren.

Seine Haut schmerzt und er will nichts lieber, als sich loszureißen und jeden einzelnen dieser Bastarde in tausende Teile zu zerreißen.




Doch jetzt gerade ist das unmöglich.










»Ok, jetzt wo wir gerade so unter uns sind werde ich dir gleich zwei Dinge beibringen.«

Law streift sich die Latexhandschuhe über. Rocinante kniet erneut auf dem Boden, in einem unterirdischen Raum in den man in geführt hat.
Es riecht seltsam. Das Licht ist grell, brennt in den Augen.

Seine Handgelenke sind inzwischen ziemlich aufgeschürft. Seine Knie schmerzen. Sein ganzer Körper fühlt sich wie eine Blockade an, von der Schwerkraft stärker denn je angezogen.


Er ist umgeben von Regalen mit verschiedenen Kisten, Gläsern - und Büchern. Und Maschinen, die er noch nie in seinem Leben gesehen hat - von diesen Werkzeugen mal ganz zu schweigen.
Dieser ganze Ort ist ihm suspekt - genauso, wie dieser Mann vor ihm der ihn mit diesen ausdruckslosen Augen ansieht.

Plötzlich hebt dieser sein Bein - und tritt ihm so hart in sein Gesicht, dass ihm kurzzeitig schwarz vor Augen wird.
Seine Nase knackt gefährlich. Der Schmerz ist neu - und furchtbar.

Er schnappt mit der Nase reflexartig nach Luft, röchelt. Beginnt zu husten, als Law seinen Fuß aus seinem Gesicht entfernt.
»Du bist solange am Leben, wie ich will. Ich kann dich töten, solltest du auch nur versuchen irgendeine Dummheit anzustellen. Und glaub mir-«
Er geht in die Knie, greift mit seiner Hand in den blonden Haarschopf und zieht ihn zurück.
Sein Gesicht nähert sich dem des am Boden knienden bis auf wenige Millimeter.

Rocinante läuft Blut aus den Nasenlöchern, aus den Mundwinkeln. Er schmeckt den metallischen Geschmack des roten Lebenselixirs auf seiner Zunge, spürt sie auf seinen Zähnen. Gleichzeitig sind diese Dinger noch immer dabei, ihn am sprechen zu hindern.
»Ich bin niemand, der das Wort Gnade auch nur ansatzweise in Erwägung zieht.«  


Dann lässt er sein Haar wieder aus seinen Finger gleiten. Sein Kopf fällt vorwärts, bleibt mitten in der Luft hängen als die strammgezogenen Ketten seinen schwachen Körper halten.
Das Blut tropft zu Boden, bildet eine kleine Pfütze. Das Geräusch hallt in seinen Ohren - um das zehnfache lauter, als es womöglich wirklich ist.

»Mir ist auch egal, ob du irgendwann krepierst wenn deine Regenerationsfähigkeit nicht schnell genug funktioniert. Du, als Titanenwandler besitzt sie doch, nicht?«

Überrascht zuckt Rocinante zusammen.
Dieser Mann wusste davon?


Law schnaubt belustigt, als er seine Reaktion beobachtet.
»Überrascht? Nun, ich weiss auch, dass einige die Fähigkeit besitzen, andere Titanen zu rufen - sie zu befehligen.«
Er verschränkt die Arme.
»Und die sogenannte "Verhärtung" präziser Körperteile - oder des ganzen Körpers - ist auch eine praktische Eigenschaft. Euer einziger Schwachpunkt sitzt in eurem Nacken«  

Law löst seine Arme, beugt sich erneut zu ihm - greift ihm in den Nacken.
»Aber nicht jeder Titan stirbt, wenn man ihm den Nacken aufschlitzt. Die Wandler "lösen" sich lediglich.«

Ihre Blicke treffen sich und der schwarzhaarige runzelt die Stirn.
»Ihr habt nach einer Verwandlung und eurer Rückverwandlung in einen Menschen eine unbekannte Zeitspanne, in der ihr euch nicht sofort wieder in einen Titanen verwandeln könnt. Und jede neue Verwandlung setzt eurem Körper ziemlich zu.«

Rocinante spürt die Erschöpfung, die langsam überhand nimmt und sowohl seinen Körper - als auch seinen Geist - müde machen.
»Ihr verwandelt euch, indem ihr euch in die Hand schneidet - soweit wir das herausfinden konnten.«  


Der Griff in seinen Nacken wird fester und er presst seine Zunge gegen die Vorrichtung auf seinem Mund, als sich die Nägel des Mannes in seine Haut bohren.
»Wahrlich interessante Fakten, die ihr beherbergt - und noch immer verbergt. Ich kann nicht verleugnen, dass ihr schon recht faszinierende Wesen seid.«  

Dann lässt er ihn wieder los. Sein Körper ist ein einziger Schmerz.

»Aber du bist nicht hier, um schon bestehende Fakten zu unterstützen - sondern neue Theorien entweder zu bestätigen. Oder eben nicht. Du bist mein neues Versuchskaninchen.«

Doch trotz dieses Schmerzes kann er ein Schnauben aufgrund dieser Aussage nicht unterdrücken. Law wendet sich von ihm ab.
»Ja das gefällt dir natürlich nicht - aber das ist mir auch scheißegal Blondie. Also versuch erst gar nicht, dich aufzulehnen. Glaub mir, der Schmerz würde sich nicht lohnen - diese Schellen kannst selbst du nicht lösen.«




Unbeteiligt, als ginge ihn das alles hier überhaupt nichts an, spaziert er durch die Gegend - greift nach irgendwelchen Dingen, blättert auf Unterlagen auf seinem Tisch herum - bereitet dann eine Spritze mit irgendeiner lavendelfarbigen Flüssigkeit vor und Rocinantes' Augen weiten sich.  

Law stellt das leere Fläschen auf dem Tisch ab, schnippt einmal gegen die Spritze und blickt ihm wieder ins Gesicht, mit soviel Gleichgültigkeit, dass es ihm eiskalt den Rücken herunterläuft.

Und er sollte hier das Monster sein?


Monoton kommt er wieder auf ihn zu und plötzlich lächelt er. Eiskalt.




»Das wird jetzt ganz kurz ein wenig piksen. Aber ich denke, damit solltest du keine Probleme haben.«  








weil ich zu viel snk gesehen hab - i'll try something
trash as always halt
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