Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / One Piece / FFs / Them

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Them

von Corazon x
GeschichteAllgemein / P18 Slash
04.04.2020
04.12.2020
83
108.400
4
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Dieses Kapitel
1 Review
 
06.05.2020 1.412
 
und plötzlich kommt eine neue person in dein leben - und zeigt dir, dass man niemals planen sollte.



new one - part 1



                                                                                                                                                                                                       XXIX





Interessiert beobachtet er mit Argusaugen den großen Transporter der vor dem Nachbarshaus steht und gerade ausgeladen wird.

Sein Blick bleibt dabei oft - vielleicht sogar viel zu oft - an dem Sohn des Ehepaares hängen, der mit ausdrucksloser, beinahe desinteressierter Mine Karton für Karton - Mobiliar für Mobiliar - in das Haus hievt. Ohne das kleinste Zeichen von Anstrengung.
Seine Schwester hingegen - scheint schon erschöpft von den vielen kleinen Blumentöpfen zu sein, die sie einzeln - und  zu beginn mit vollem Enthusiasmus - hinein trägt.  


Normalerweise ist Rocinante kein Stalker oder irgendetwas in diese Richtung - und er verflucht es eigentlich, dass ausgerechnet er ein Zimmer zur Straßenseite besitzt - doch jetzt gerade, ist er mehr als dankbar dafür.

»Du gaffst ja schon wieder« ertönt plötzlich die Stimme seines älteren Bruders und er zuckt ertappt zusammen. Doffy grinst schelmisch und gesellt sich zu ihm ans Fenster.
Rocinante hingegen, versucht vergeblich sowohl den leichten Rotschimmer auf seinen Wangen, als auch seine Verlegenheit im generellen zu überspielen.

Doch leider ist der Sohn der Nachbarn gerade dabei, irgendwelche schweren Kisten zu heben und fasziniert, mit leicht geöffnetem Mund, stellt Roci fest, dass er noch mehr Tattoos besitzt.
Die auf den Fingern hat er in einem Glücksmoment heute früh schon aus dem Fenster sehen können - die auf seinen Armen sind zum Vorschein gekommen, als er sich die Jacke ausgezogen und einfach über das Verandagelände geworfen hat als es ihm zu warm geworden war.

Und jetzt, hat er die obersten Knöpfe seines Hemdes geöffnet - und geben dem blonden die Möglichkeit, ihn erneut zu analysieren.
Dieser bemerkt gar nicht, dass er schon wieder starrt - seine Lippen geöffnet sind - und er seinen Bruder vollkommen zu vergessen haben scheint.
Bis Doffy sein charakteristisches Gegluckse »Fufufu« von sich gibt - und ihn dann ernst anblickt.

»Anstatt ihn einfach anzustarren - sprich ihn doch einfach mal an.«
Rocinante seufzt betrübt. »Ach ich weiss nicht Doffy.. Ich kenne ihn doch gar nicht. Möglicherweise ist er nicht mal gleichgeschlechtlich orientiert, hat ne Freundin - und ich mach mich, mal wieder, zum Obst der Woche.« - »Du machst dir ja gleich wieder zu viele Gedanken über Situationen, die noch gar nicht passiert sind.«
Eine seiner Hände legt sich auf die Schulter seines jüngeren Bruders. »Du sollst ihn ja nur ansprechen - dich unauffällig erkundigen. Wenn du gleich mit der Tür ins Haus fällst, wäre das ziemlich dumm von dir.«  
Roci schnaubt. »Na danke!« Doffy seufzt. »Ich meine ja nur. Du könntest deine Hilfe anbieten.«

Rocinante hebt eine Braue. »Ich - soll meine Hilfe anbieten? Wobei? Beim demolieren sämtlicher Porzellantassen?«
Sein Bruder seufzt. »Du könntest vielleicht Teppiche tragen - oder so. Naja, irgendetwas was nicht sofort zu Bruch geht - wenn es dir runterfallen sollte.« - »Okay, Doffy - wir reden hier von mir. Vermutlich würde ich schon bei der Hilfestellung irgendwas dummes tun - stolpern - mich anzünden - ihrem Hund auf den Schwanz treten oder sowas.«
»Die haben nen Hund?!«

Rocinante rollt mit den Augen. »Das war ein Beispiel!« - »Schade. Ich hätte mich auf einen flauschigen Nachbarn gefreut.« Doffy klingt, ehrlich, ein wenig enttäuscht - und sein jüngerer Bruder schmunzelt ein wenig, ehe er seine Aufmerksamkeit wieder dem Nachbarhaus widmet und auch gleich den Jungen ins Visier nimmt.
Dieser hilft dem Mädchen gerade dabei, Bücherkartons zu tragen.

»Gut - dann bleib du eben hier und schmachte weiter den neuen Burschen von nebenan an wie ein verliebtes Schulmädchen. Ich gehe nachsehen, ob Mum' mit dem Abendessen fertig ist.«

Doffy verschwindet wieder - und er selbst nimmt den neuen Nachbarsjungen genauer ins Visier. Bis ihm wieder einfällt, was sein Bruder gesagt hat.

Hochrot wendet er den Blick dann schließlich doch ab und entscheidet, seiner Mutter beim Abendessen behilflich zu sein.

Denn so, wie er seinen Bruder kannte - knabberte dieser lieber wieder an ihren Chipsvorräten herum.

Außerdem befand sich die Küche im hinteren Teil des Hauses - und so würde er vielleicht endlich aufhören, ständig herüberzugaffen.



-




Leider, wurde das mit dem nicht ständig gaffen zum Abendessen hin - eine fast unmögliche Aufgabe.


Rocinante war in die Küche gekommen - durfte letztendlich aber nur beim kochen zusehen - und hatte lustlos am Tresen die Erdbeeren für den Nachtisch abgetupft, als seine Mutter die Hiobsbotschaft des Jahrtausends verkündet hatte.

»Wir erwarten übrigens Besuch zum Abendessen« hatte sie fröhlich mitgeteilt und sowohl er, als auch sein Bruder, hatten eine Braue gehoben.
»Aber nicht unseren verrückten Onkel, oder Mum?« - »Da würde ich lieber verhungern!«

Doch sie hatte abgewunken. »Achwas, den würde ich nicht mal mehr über meine Türschwelle, geschweige denn Veranda, kommen lassen.«
Ihr trüber Blick war wieder aufgehellt und sie hatte in die Hände geklatscht.
»Ich hab die Trafalgar's eingeladen.« - »Die wen?« war es unisono aus den Mündern der beiden heraus geschossen - und ihre Mutter hatte ihnen beiden eine über gezogen.
»Ihr seid unmöglich! Ich spreche von den neuen Nachbarn!«

Kurzzeitig hatten beide nur geblinzelt - und dann verstehend eine Faust in die flache Handfläche geschlagen. »Ah.«

Und dann war Rocinante beinahe hyperventiliert, als er wirklich registriert hatte, was seine Mutter gesagt hatte.

»Sie sind eine Ärztefamilie - wirklich nette Leute. Sie übernehmen die Praxis am Ende der Straße. Dann müssen wir nicht ständig in die Stadt fahren« berichtete sie bereitwillig - bemerkte den seltsamen Anfall ihres jüngeren Sohnes überhaupt nicht - und machte sich dann auf die Suche nach ihren Zwiebeln.

Während sie die Küche verließ und in der Vorratskammer verschwand, war Rocinante gerade dabei sich von seinem Hustenanfall einigermaßen zu beruhigen. Und Doffy hatte ihm grinsend auf den Rücken gehauen.

»Scheint ganz so, als wäre dein Objekt der Begierde bald zum greifen nah Brüderchen! Wenn du willst sorg' ich dafür, dass ihr beim Essen gegenüber sitzt - und du ihn noch weiter anschmachten kannst.«  

Und da hatte Rocinante Doffy eine schellende Ohrfeige verpasst.


»Halt bloß die Schnauze!«






Und jetzt, nur wenige Stunden später, sitzen sie alle gemeinsam am großen Esstisch der Donquichottes' und ihre Eltern sprechen über die Arbeit.

Die neue Praxis der Trafalgars' - die Kanzlei von Doffys' und Rocis' Vater, der inzwischen auch Zuhause angekommen ist und sich vorgestellt hat.
Und Rocinante will am liebsten einfach nur sterben. Auf der Stelle.

Denn wie sein Bruder schon angedroht hat - sitzt er Law, so heißt sein Objekt der Begierde, gegenüber und gibt sich die größte Mühe, unentwegt auf seinen Teller zu starren und sich voll und ganz auf sein Abendessen zu konzentrieren.
Lamy, so heißt dessen kleine Schwester, berichtet gerade von den vielen Festen ihrer alten Heimatstadt Frevance.

»Es war so toll! Es gab Luftballons und Hotdogs und viele verschiedene Auftritte!« schwärmt sie und Homing, das Donquichotte Familienoberhaupt, lächelt breit.
»Dann wirst du es hier wirklich mögen - an den Wochenenden gibt es in Strandnähe so etwas wie einen Rummelplatz. Es ist nicht ganz das gleiche, aber auch da kriegt man einiges zu sehen.«
Seine Frau klatscht begeistert in die Hände. »Ohja! Als Doffy und Roci noch klein waren, sind wir oft dort gewesen! Und auch wir haben uns amüsiert!«
Lamys' Augen glänzen und Miss Trafalgar tätschelt ihrer Tochter sanft über das braune Haar.

Ihr Bruder - sieht allerdings überhaupt nicht begeistert aus und stochert lustlos in seinen Kartoffeln herum.
Rocinante mustert ihn neugierig - bis er einen Fuß an seinem Bein spürt, seinen Bruder anblickt und beleidigt die Wangen aufplustert, als dieser ihn wieder so schelmisch angrinst und mit seinem Kinn auf Law deutet.

Er fühlt sein Herz wild in seiner Brust pulsieren. Sein Blut rauscht wie ein Wasserfall seine Venen hindurch und er beginnt, sich nervös auf die Unterlippe zu beißen.



Und er wollte wieder - am liebsten einfach nur sterben.




to be continued








yeah i know - noch ist ü b e r h a u p t  n i c h t s passiert. aber es wird ein mehrteiler - so, abwarten.

spannung ist da - nicht. as always, müll.


weisheit:

"Wir leben alle unter einem Himmel, aber wir haben nicht alle den gleichen Horizont."
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