Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / One Piece / FFs / Them

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Them

von Corazon x
GeschichteAllgemein / P18 Slash
04.04.2020
04.12.2020
83
108.400
4
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9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
29.04.2020 1.423
 
nichts lässt so sehr auf ein wiedersehen hoffen wie der augenblick des abschieds.



never do that again!



                                                                                                                                                                                                       XXV




Regen prescht im Sekundentakt gegen die Fenster und das klopfen der aufeinander treffenden Substanzen hallt in dem sterilen Krankenzimmer wieder, dessen Umgebung langsam in eine schummrige Lichtquelle gehüllt wird.

Das Zimmer liegt still da - lediglich der Monitor zur Überprüfung des Elektrokardiogrammes piepst. Aber sein Herz, welches ruhig und gleichmäßig weiter schlägt, scheint in Ordnung und intakt.
Doch der Patient selbst, zu dem diese Herztöne gehören, liegt ruhig da - sieht aus, als würde er schlafen. Sein Körper trägt noch viele Blessuren, die er sich zugezogen hat, und in seinem Haar und auf seiner Haut  sind noch Blutreste zu finden, die getrocknet daran festkleben.

Seine Atmung, die durch eine Atemmaske geregelt wird, ist kontinuierlich - hat etwas beruhigendes. Doch seine Gestalt, die so blass - beinahe kränklich - und regungslos - leblos - in diesem Krankenbett liegt, von neuen und alten  Narben und Wunden geziert, ist erschreckend und einfach nur traurig, zerreißend, anzusehen.


Doch - er ist nicht allein. War er nie.
Er war, seit dem ersten Tag, nie allein.




Eine seiner Hände wird von einer zweiten berührt, die Finger sind miteinander verschränkt - und ein Daumen, der nicht sein eigener ist, fährt sanft über seinen Handrücken. In der stetigen Hoffnung bleibend, er spürt diese Berührung - ihre Wärme, den darin aus eigener Hand erfassten Lichtblick, die Liebe - und kehrt zu ihm zurück.

Laws' Augenringe sind so dunkel wie nie - seine Iris wird von roten Äderchen überzogen und er gähnt unaufhörlich - doch er weicht nicht von seiner Seite. Bleibt bei ihm. Schläft hier - verlässt nur in dringendsten Notfällen seinen Platz neben Corazons' Bett und kehrt danach sofort immer zu ihm zurück.


Seit heute - sind es genau siebenundfünfzig Tage. Siebenundfünfzig, unendlich lange, Tage - die Law mit jeder vergangenen Sekunde gezählt, und in seinem Kopf gespeichert, hat. Und jede freie Minute verbringt er bei ihm - hofft, glaubt, dass er seine Präsenz und alles von ihm spürt  - will ihn nicht allein lassen. Und hofft, dass Corazon ihn, trotz all der anderen Prognosen seiner Kollegen, wieder aus diesen warmen, braunen Augen anstrahlt, sobald er sie öffnet - ihn anlächelt - und sich selbst wieder in irgendwelch abstruse und etwaige Situationen bringt. Indem er sich anzündet oder stolpert, weil seine Tollpatschigkeit an ihm haftet wie ein Schatten.

Bei diesen Gedanken zucken Laws' Mundwinkel, doch es ist nur von kurzer Dauer. Er fährt noch immer mit seinem Daumen über die Hand Corazons' - sucht Trost und Zuflucht in dieser einseitigen Berührung.


Man hatte ihm durchaus angeboten, dass jemand anderes sich um ihn kümmern könnte - damit Law sich auf andere Dinge konzentrieren und damit vielleicht ablenken könne - doch das hat er abgelehnt. Wie immer.
Er will jeden Moment hier bei ihm sein - will den Augenblick, in dem er erwachen könnte, nicht verpassen - und gleich zur Stelle sein.



Gelegentlich kommt einer seiner Kollegen, eine Schwester - fragt nach dem Zustand des Patienten - und seinem. Und jedes mal ist es unverändert.

Er verstärkt den Druck auf Corazons' Hand und beißt die Zähne zusammen.
»Verdammt Cora-San!« murmelt er erstickt - und blinzelt die leichte Tränengischt auf seinen Augäpfeln einfach beiseite - »Wieso zum Teufel wachst du nicht endlich auf?!«  


Law weiss, dass es unsinnig ist sich darüber aufzuregen. Denn ein Koma kann Jahre andauern - und er, als ausgebildeter Mediziner, weiss das besser als jeder andere - und doch hat er gehofft, dass ihnen diese Bürde nicht aufgelegt wird. Das auch sie mal ein Wunder trifft - etwas Glück im Unglück.


Aber - wieder einmal - schienen sie vom Pech verfolgt zu sein.



Zwei Monate - was waren schon zwei Monate?



Er lässt die Schultern hängen - und spürt, dass seine Gliedmaßen schwerer werden. Er hat die letzten Tage kaum geschlafen und war bei jedem noch so kleinen Geräusch hochgefahren wie ein Torpedo. Doch auch, wenn Corazon geistig nicht bei ihm sein kann - so ist die Präsenz und Ausstrahlung seines Körpers doch irgendwie noch wie früher. Lediglich seine Handlungen und Berührungen sind - leider - nicht vorhanden.
Doch seine Anwesenheit fühlt sich noch immer geborgen, warm und geliebt an und Law bettet seinen Oberkörper auf eine freie Stelle neben ihm - die gleiche, die er auch die letzte Zeit als Schlafplatz auserkoren und beschlagnahmt hat.

Sobald seine Haut die weichen Laken berührt, ist er schon eingeschlafen.




-




Es regnet noch, als er langsam die Augen öffnet - und verschwommen analysiert, warum seine Umgebung unscharf und verwackelt um ihn herumtänzelt.
Sein Kopf tut weh. Sein Körper kribbelt unangenehm - und der Schmerz rast durch seinen Körper.

Corazon zischt und versucht, sich langsam aufzurichten. Er bemerkt nach kurzer analysation, dass er fast vollständig unbekleidet in einem Krankenbett liegt und sein Oberkörper vollkommen demoliert aussieht - jedenfalls der Teil, der sich außerhalb der Decke befindet. Die Blessuren und entstehenden Narben mustert er kritisch - und auch die Kabel und Schläuche, die mit seinem Körper verbunden sind, sind ihm suspekt. Besonders die Atemmaske auf seinem Gesicht, die ihn immer noch mit Sauerstoff versorgt - bis er den dunklen Schopf neben sich bemerkt, dessen Atmung durch seine Ohrmuschel rauscht und dieses nervige Piepsen vertreibt.

Er lächelt, als er Law erkennt - und verzieht gleichzeitig das Gesicht, als erneut ein stechender Schmerz durch seinen Körper, bis in seinen Kopf, rast und er eilig an seine Stirn packt. Ihm wird ein wenig schwindelig und er zieht sich die Maske vom Gesicht. Beginnt, die Kabel von seinem Körper zu trennen. Durch das daraus folgende Piepen, schreckt Law aus seinem Schlaf in die Höhe und befürchtet schon, jetzt habe er Corazon vollständig verloren - als er eben diesen quicklebendig und einigermaßen munter aufrecht in seinem Bett sitzen sieht.
Und auch, wenn er noch ein wenig benommen aussieht, beginnt er sein charakteristisches grinsen aufzusetzen  sobald er ihn anblickt - das, was er die letzte, vergangene Zeit so sehr vermisst hat.

Und es vergeht keine Sekunde mehr, die er verschenkt oder vergeudet - sondern ihm gleich mit einem »Cora-San!« um den Hals fällt. Dieser schwankt gefährlich - beide haben in diesem Moment seinen Zustand vollkommen vergessen - und doch schafft er es noch das Gleichgewicht zu halten und erwidert den Griff seines Freundes, der nun ein wenig zu schluchzen beginnt.

Eine seiner großen Hände, gräbt sich in das rabenschwarze Haar und Corazon atmet tief ein und wieder aus, nimmt den so vertrauten Geruch war, den er unterschwellig irgendwo in dieser schwärze gerochen und die Präsenz, die er irgendwo dort ebenfalls gespürt hat.
Die andere Hand, gleitet auf die Matratze zurück und stützt sie beide.

»Ich dachte schon, du würdest nie mehr aufwachen..« murmelt Law erstickt - und Corazon lächelt warm.
»Das hast du nie Law.«  

Sein Griff wird fester und er seufzt angenehm auf, genießt diesen missenden Moment.


Ihn endlich wieder sehen zu können.
Ihn endlich wieder hören zu können.
Ihn endlich wieder berühren zu können.



Es herrscht für einige Augenblicke eine angenehme Stille zwischen ihnen - eine Stille, die sie nutzen, um dem anderen endlich wieder so nah sein zu können.

Bis Law erstickt wieder zu Worten ansetzt und sich fester in Corazons' Arme gräbt.
»Tu' das nie wieder! Hörst du? Nie wieder!«  
Seine Worte sind eine Art Mantra, und Corazon lächelt breiter, umschlingt ihn noch enger - gräbt seine Hände fester in seine Haut, völlig vergessend, dass er vielleicht Schmerzen spüren könnte - und duzt ihm einen Kuss auf sein Haar.


Er sagt nichts - doch Law versteht ihn.
Auch ohne Worte.



-





an dieser stelle möchte ich mich ganz herzlich bei youtube bedanken, dessen öffnen meiner startseite meine depression wieder bis ans ultimatum, mich wieder bis zu den tränen und mein herz wieder bis zum klippensprung, getrieben hat.

danke - FÜR NICHTS.

und tatsächlich trage ich den Namen "Corazon" - add' the x in ur head pls - mittlerweile nicht ohne grund.

heute - und auch gestern - bin nämlich ich gestolpert. aber nicht über ein schlagloch oder kiesel - nein.

sondern

über nichts.
ÜBER NI-HICHTS.
kann nicht mehr.

würde mich bitte jemand umnieten? - danke

heutige, womöglich auf mich selbst personifizierte, weisheit:

Dumm ist der, der Dummes tut. - danke, Misses Gump.
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