Geschichte: Fanfiction / Anime & Manga / One Piece / FFs / Them

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Them

von Corazon x
GeschichteAllgemein / P18 Slash
04.04.2020
04.12.2020
83
108.400
4
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Dieses Kapitel
1 Review
 
24.04.2020 1.389
 
wenn du etwas liebst, lass es los. kommt es zu dir zurück, gehört es dir - für immer.



lovesick - part 2



                                                                                                                                                                                                       XXI





Der Herbst ist die Jahreszeit der Melancholie.

Wenn der Regen zunimmt, das Laub sich verfärbt - und der Wind kühler wird, verliert man immer so ein Stück seines Glücks, dass der Sommer gebracht, und nun wieder mitgenommen hat.

So sieht jedenfalls Rocinante das.




Er steht an seinem Fenster und starrt hinaus, auf die verregneten Straßen und bunten Blattgewänder der Ahornbäume vor ihrem Haus.  

Er hört das Lachen seines Bruders - der vor ihrem Haus steht und seinen Freund mit Laub beschmeißt.


Und auf seinem Bett - sitzt Law, der starr zu Boden blickt und versucht, sein Pokerface zu bewahren.



Im Verlaufe des vergangenen Jahres - waren er und Doffy getrennte Wege gegangen. Freundschaftlich.
Allerdings war das für seinen Bruder wohl einfacher zu bewältigen, denn vor etwa einem Monat stellte er seiner Familie seinen neuen Freund vor.

Rocinante erinnert sich immer noch daran, dass er völlig perplex ausgesehen haben musste - und auch seine Mutter war völlig überrascht darüber, dass ihr Sohn jemand neues kennen gelernt hatte. Davon hatte er nie gesprochen.
Doch - sie gönnte ihm sein Glück, hatte den jungen Mann herzlich aufgenommen und gesagt, dass es sie freue, dass er endlich wieder glücklich sein kann.

Er selbst, hatte verwirrt geschluckt - aber sich auch für seinen Bruder gefreut. Denn die Trennung war an ihm auch nicht spurlos vorbei gegangen.


Und vielleicht hatte Rocinante auch gehofft - gehofft, dass seine Gefühle für Law vielleicht doch verschwanden, jetzt, wo er ihn nicht mehr täglich sehen musste.
In der Schule konnte er ihn meiden - ausblenden.


Das hatte auch ganz gut geklappt - solange, bis dieser eines Abends Steinchen an sein Fenster geworfen und unten auf dem Rasen gestanden hatte, durchnässt und ausdruckslos.  

Rocinante hatte das Fenster geöffnet und geglaubt, er hätte Halluzination von seinem Erkältungssirup und müsse dringend ins Bett. Prüfend hatte er den Kopf aus dem Fenster gesteckt und gehofft, sich das nur einzubilden.
»Darf ich reinkommen?« - Erschrocken war er hochgeschossen und hatte sich den Kopf am Fenster gestoßen. Noch während er zischend mit seiner Hand über die sich andeutende Beule gefahren war, war Law einfach die Blumenbrüstung unter seinem Fenster hinaufgeklettert und als sein Kopf vor dem blonden aufgetaucht war, hatte dieser den Atem angehalten und in die grauen Augen geblickt, die einfach so.. müde ausgesehen hatten.

Und auch, wenn er die Gefühle für den Ex-Freund seines Bruders abschalten wollte - sie einfach vernichten wollte - hatten sie in diesem Moment überhand genommen und er war zur Seite getreten, um Law hineinzulassen.

Dieser hatte sich gleich an den Fensterrahmen festgehalten und über den Giebel gestemmt, war in das Zimmer geklettert und vor dem blonden stehengeblieben.


Zuerst hatte er nichts gesagt, Rocinante nur gemustert der vermutlich völlig daneben ausgesehen hatte - die Erkältung, und der daraus resultierende Schlafmangel und die letzte Zeit mit Liebeskummer, hatten ihm auch nach all der Zeit zugesetzt und er sah ebenfalls vollkommen ausgelaugt aus.

»Ich möchte nicht allein sein« gab Law schließlich zu und hatte den blonden flehend gemustert, welcher perplex geblinzelt und dann geseufzt hatte.

Er verstand ihn ja - und irgendwie auch wieder nicht, denn Law hatte engere Freunde, zu denen er hätte gehen können. Doch er glaubte zu diesem Zeitpunkt noch, dass es einfach daran lag, dass Law noch die Nähe von Doffy vermisste und deshalb so nah wie möglich bei ihm sein wollte.

Aber da kannte er auch die wahren Hintergründe der Trennung noch nicht.

»Verstehe« hatte er nur erwidert und dann geseufzt, um nicht doch noch irgendetwas blödes zu sagen und sich dann einfach in sein Bett gelegt, weil er langsam wirklich müde wurde.

Irgendwann war Law zu ihm ins Bett gekrochen - er spürte die Präsenz und hörte den Atem - und hatte sich direkt neben ihn gelegt, ihn angesehen, bis er eingeschlafen war.


Seit dem, kam er jede Nacht.





Auch jetzt, im hier und heute, steht Law jeden Abend vor Rocinantes' Fenster - und obwohl dieser sich jedes mal auf's neue schwört, dass es das letzte mal sein würde, lässt er ihn auf's neue hinein. Lässt zu, dass er sich neben ihn legt - und sich jedes mal auf's neue wieder in sein Herz zurück schleicht - aus dem er, wie er schmerzlich erkennen muss, nie verschwunden ist.


Als Law seufzt, kehrt Rocinante aus seinen Gedanken zurück. Er blickt über seine Schulter auf dessen Gestalt, die noch immer auf seinem Bett sitzt - jetzt jedoch zu ihm blickt.
»Ich habe kein Problem damit« sagt er und lächelt, was dem blonden einen Herzaussetzer verpasst.
»Das sagst du immer.«  
Jetzt lacht er. »Du kennst ja auch die wahren Gründe unserer Trennung nicht, Roci.« Dann steht er auf und geht auf ihn zu.
Rocinante seufzt. »Sie gehen mich auch nichts an« erwidert er ernst, versucht seinen Herzschlag irgendwie wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Als Law vor ihm stehen bleibt, einen Blick aus dem Fenster wirft und lächelt, als er sieht das sich Doffy und sein Freund küssen, versteht Rocinante nicht, weshalb.
»Ich möchte aber, dass du sie kennst« murmelt Law und sieht ihm wieder in die Augen, bereit dazu, ihm nun alles offen zu legen und der blonde schluckt.

»Wir haben festgestellt, dass wir unterschiedlichen Dingen nachgejagt sind. Weisst du, ich glaube, wir haben nie realisiert das wir miteinander nie glücklich waren. Ich weiss gar nicht mehr, wie und wieso wir zusammengekommen sind. Vielleicht haben wir auch einfach gehofft, Trost zu finden.«
Sein Lächeln wird breiter.

»Wir wussten beide, dass es nicht halten wird - weil unsere Herzen nicht das gefühlt haben, was wir versucht haben auszustrahlen.
Wir haben uns genommen - weil wir die Person, die wir haben wollten, die die unser Herz wirklich begehrt und nach der wir uns wirklich gesehnt haben, nicht kriegen konnten. Ein Trostpflaster. Letztendlich musste es auseinander gehen - denn, wenn man mit jemanden zusammen ist und im Herzen jemand anderen liebt, ist das-«

»Bescheuert - das klingt, und ist, einfach nur bescheuert. Wieso sollte man mit jemanden zusammen sein, wenn man jemand völlig anderes liebt? Das ist unlogisch« erwidert Rocinante kopfschüttelnd und seufzt.
»Weil man manchmal nicht mit der Person zusammen sein kann, die man liebt - und doch irgendwie in ihrer Nähe ist. Auch, wenn man weiss, dass sie die Gefühle nicht erwidert. Deshalb. Man gibt sich mit den wenigen Prozenten zufrieden, die man bekommen kann.«

Law lächelt warm. »Wenn du das so formulierst, Law - klingt das, als wäre die Beziehung von Doffy und dir ein Schlussverkauf gewesen.«
Er lacht.
»Und wenn du doch jemand anderen geliebt hast und trotzdem mit ihm zusammen warst - und Doffy scheinbar auch - musst du mir mal erklären, warum ihr euch letztendlich doch getrennt habt.«

Rocinante stutzt, als das Lächeln auf den Lippen des schwarzhaarigen breiter wird.
»Weil wir endlich erkannt haben, dass es der falsche Weg ist - und wir bereit sind, ehrlich mit uns und unseren wahren Gefühlen zu sein. Doffy hat den Anfang gemacht - wie man sieht.«


Kurz blicken sie beide aus dem Fenster - ehe Law Rocinante wieder mit seinen Auge fixiert.

»Und jetzt - bin ich dran.«



Plötzlich spürt Rocinante Laws' warme Hände an seinen Wangen und als er ihn wieder ansieht - liegen dessen Lippen schon auf seinen.

Sein Herz setzt aus und das Kribbeln in seinem Körper explodiert. Seine Augen, die bei der ersten Berührung ihrer Lippen noch weit aufgerissen waren, schließen sich langsam und seine Wangen röten sich ein wenig, ehe er den Kuss schüchtern erwidert.






ja - ich hab mich dann natürlich doch, wie sollte es auch anders sein, für ein happy end entschieden ♥ i mean, deswegen sind wir ja hier oder?!
those two - are just too perfect for my shipping heart. i just can't

this ship is my life



p.s. : in acht monaten ist heilig abend. #sinnlosercontent #nobodycares
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