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The Secrets In The Dark

von --Fina--
GeschichteHumor, Angst / P16 / MaleSlash
Hanamaki Takahiro Iwaizumi Hajime Matsukawa Issei OC (Own Character) Oikawa Tooru
02.04.2020
24.06.2020
4
17.469
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Dieses Kapitel
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02.04.2020 4.588
 
Chiyoru P.O.V

Kuroo seufzte und packte gerade meinen letzten Karton in den Umzugswagen, wo ich drin stand, um ihn anzunehmen. "Danke, Kurolein.", grinste ich und packte ihn geordnet auf einen Platz, der noch frei war.
Kenma währenddessen, stand an meiner Haustür und beäugte uns nur seltsam, während er ein neues Spiel zockte. Warum er hier war, war mir auch unbekannt.
Verstehen taten wir uns auch nicht wirklich. Aber ich ignorierte ihn, während Kuroo und ich uns unterhielten. Wir verstanden uns - als Vergleich - deutlich besser. Generell, das Team der Nekoma High und ich verstanden uns gut, weil ich Kuroo schon seit der Mittelschule kannte und somit auch mehr mit ihm getan habe... Dementsprechend kannte ich aber auch Kenma und der mochte mich alles andere als gerne.
"Kätzchen, hörst du überhaupt zu?", fragte der schwarze Kater gereizt und ich lachte, während ich meine Arme um seinen Hals schlang und er mich sozusagen vom Wagen beförderte, so, dass ich jetzt schwer an ihm hing. "Natürlich, Kuroochen. Aber schieß los, was will meine kleine Katze?"

"Ihr führt euch wie ein Liebespaar auf.", dröhnte plötzlich Kenma's nervige Stimme an mein Ohr, worauf ich mich - aus Provokation - noch mehr an Kuroo warf, um ihn zu nerven. Er beachtete mich ja nicht einmal!
"Kenma-Chan, du sahst mal aus wie ein Mädel.", säuselte ich fröhlich und drückte nun Kuroo weg von mir, um ins Haus zu gehen, damit ich sicher gehen konnte, alles zu haben. Nöp, ich hätte fast was vergessen. Und das war fast das wichtigste! Meine Poster, der ganzen Bands, hatte ich fast vergessen...
"Hast du alles?", fragte nun jetzt Kuroo, der von hinten kam und seinen Kopf auf meinen legte. "Ja, jetzt ist alles da. Mein Zimmer ist leer.", lächelte ich zufrieden und nahm die Poster, die auf der Fensterbank lagen, mit.
"Und warum hängt Dir an den Teilen so viel, dass du sie mitnimmst, mich aber nicht?"

"Meine Oma nimmt nur mich auf, du Baka!", keifte ich, als ich seine dämliche Antwort hörte und er wahrscheinlich nun schmollte.
Idiot, dachte ich und knallte die Türen des Umzugswagens zu. Und irgendwie fühlte es sich nicht real an... es war komisch, dass ich nun alles, meine Freunde, meine Familie, meine Schule, hinter mir ließ.
Ich seufzte und zog mein schwarzes Top etwas zu recht, damit man nicht dachte, dass ich nur eine Jacke trug.
Diese nervte ganz schön, wenn man Kartons schleppte, weil die Enden meiner Jacke ziemlich offen und weit waren, konnte ich nichts greifen, ohne, dass sie mir in die Quere kam. Generell war mein Aussehen sehr herausstechend und gewagt. "Du hörst nie jemanden zu, oder?", fragte der schwarzhaarige nun und ich stöhnte genervt. "Du elender Nerver! Ich brauche innere Ruhe! Also Klappe und lass mich."

"Kuroo, warum sind wir dann überhaupt noch hier, wenn sie Ruhe braucht?"

"Du musst nicht in der dritten Person über mich reden.", fuhr ich ihn an, doch leider konnte er zu gut ignorieren, so, dass er mich komplett ausblendete. Netter Typ, zischte ich in Gedanken und verschränkte meine Arme vor der Brust. "Überhaupt, du bist doch noch hier.", spuckte ich ihm entgegen und er drehte sich um und ging. "Pfff.", machte ich abfällig und sah, wie Kuroo auch ging. "Hallo?! Nicht mal ein Tschüss oder so?!", rief ich empört und plusterte beleidigt die Wangen auf, während ich mich an die Hauswand hinter mir lehnte.
"Dann geh doch, du elender Baka!", schrie ich ihm nach und fühlte mich wie eine gerade frischverlassene Ex.
Das brachte mich zum Lachen. Ex und ich?! Wenn ich nicht lache, das wäre unmöglich. Ich habe kein Interesse an Jungs!, lachte ich in Gedanken und ging in mein altes Haus, was leer stand, weil meine Eltern auf einer Geschäftsreise waren. Nur mein Zimmer war komplett ausgeräumt, was hieß, dass ich die einzige war, die auszog...
Stören tat es mich nicht, weil ich meine Eltern sowieso nicht mochte. Ganz einfach.
Zufrieden und frustriert zu gleich, ließ ich mich auf die Couch fallen. Ich musste wohl oder übel hier schlafen. Das Problem, die Couch war unbequem...
.
.
Ich wachte auf und bemerkte, dass etwas anders war.
Stimmt ja, ich hab auf der Couch geschlafen, kam mir dann wieder in den Sinn, worauf ich einen Blick auf mein Handy warf und ich bemerkte, dass es schon bereits früh genug war, um aufzustehen, was ich im Endeffekt auch tat.
Mit neuer Motivation, den Tag von Gestern vergessen, ging ich zu meinen Klamotten, die ich raus gelegt hatte, weil ich nicht mehr zu meinen Kleidern kam, da diese schon auf den Weg nach Miyagi waren. Also hoffentlich.
"Das war's dann wohl.", flüsterte ich zu mir selbst und ging nach draußen, mit meinem Gepäck, was für die Zugfahrt gedacht war. Die kleine, aber feine, Hasentasche, die um mein Hals hing, war definitiv nicht für meinen Laptop gedacht.
Ich kam gerade am Bahnhof an, als ich ein Gewicht auf meinem Kopf spürte. Theatralisch seufzte ich. Wenn dieser Idiot jetzt so bei mir ankam, könnte er direkt wieder einpacken. Doch war es nicht, wie gedacht Kuroo, sondern der Halbrusse Lev, der grinsend zu mir herab sah. "Was macht denn das ganze Team hier?", fragte ich, gespielt tadelnd, das Grinsen auf meinem Gesicht nicht übersehbar. "Müsst ihr nicht eigentlich zum Morgentraining?", fragte ich lachend und ehrlich gesagt, ich war froh, dass sie doch noch da waren. Ich glaube, sonst hätte ich Tränen geheult. "Und, ehrlich, hör auf mich als deine Stütze zu benutzen! Ich bin ja nicht einmal klein!", rief ich entsetzt und wollte in seine Finger beißen, da zog er diese aber noch schnell zur Seite.
"Ganz ruhig, Akari-san.", lachte der Halbrusse und Yaku beäugte das ganze misstrauisch. Er und Lev waren eben nicht die besten Freunde. "Wo sind Kuroo und Kenma?", fragte ich, als ich bemerkte, dass die beiden nicht da waren... Wollten sie mich nicht mehr sehen...?
"Die brauchen noch ein bisschen wegen Kenma.", erzählte der Vize des Teams und ich lachte leicht. Ja, Kenma brauchte mal wieder länger...
Inouka, der sonst immer fröhlich von allem positiv berichtete, lief mit hängenden Schultern neben mir her. Leicht amüsiert von seinem Verhalten, klopfte ich ihm auf den Rücken - mit schön viel Kraft. Er keuchte kurz auf und schaute dann lachend zu mir, während er sich am Hinterkopf kratzte. "Ich zieh um, geh auf eine andere Schule, aber mehr mach ich nun auch nicht. Ich war nicht mal die Managerin des Teams, dennoch hängst du so an mir? Ich wusste ja, dass ich toll bin, aber so? Ach Inouka, du bist so reizend.", gab ich mir Selbstlob, was die anderen Lachen ließen.
"Und ihr seid ja auch hier, also bin ich so wunderbar? Ihr sei..."
"Halt endlich den Mund, dein eingebildetes labern hört man zwei Kilometer weit." Kenma...
Sonst war er doch auch nicht so gesprächig?
"Vielen lieben Dank Kenma, dass du so offen zu mir stehst!", lächelte ich und drehte mich zu ihm um, worauf ich einen grinsenden Kuroo sah und mir jegliche Motivation fiel. Ich wollte nicht umziehen, aber ich wollte auch nicht hier bleiben...
Plötzlich spürte ich durchtrainierte, warme Arme um mich, und einen Kopf, der sich in meinen blonden Haaren vergrub.
"Kuroo, lass das... bitte.", versuchte ich nervös zu lachen, doch entkam meiner Kehle nur ein Schluchzen. Jetzt passierte genau das, was ich vermeiden wollte. Ich wollte vermeiden zu weinen, aber nein, ich hatte es nicht geschafft, weil ich zu weiblich war...
Nur Mädchen durften Gefühle zeigen! Ich hörte nicht auf meine Mom, also versuchte ich die Tränen zu unterdrücken, doch machte das einfach Kopfschmerzen, weswegen ich meine Nase in seiner Brust vergrub und seinen Duft einatmete. "Ich vermisse dich jetzt schon, Katerchen.", schluchzte ich und war froh, dass ich kein Make-Up trug, weil das auf dem Weg zu meiner Oma war...
"Yaku, komm her, du elende Nervensäge!", rief ich nun und warf mich dem gleich großen an den Hals. "Pass gut auf die Idioten auf. Ohne mich wird das sowieso erst mal chaotisch.", schniefte ich und fiel gleich darauf Lev um den Bauch, an seinen Hals kam ich nämlich überhaupt nicht. "So, Inouka, komm her!" Auch ihn drückte ich fest und weinte nun noch mehr. Ich würde diese Idioten trotz jeder Kleinigkeit vermissen.
Und da stand ich nun bei Kenma, der völlig desinteressiert auf sein Spiel sah, während ich hier mit den Erstklässlern weinte.
Aber ich bemerkte, dass sich manche ältere auch zusammenreißen mussten. Vor allem Kuroo und Yaku, denn mit den beiden hatte ich am meisten Kontakt. Ich übersprang meinen inneren Schatten und fiel Kenma genauso um den Hals und er war alles andere als vorbereitet. Im letzten Moment griff ich nach dem Gerät, worauf er eben noch zockte. Er regte sich nicht und machte keine Anstalten sich auch nur ein Stück Emotion von sich geben zu lassen. Ich seufzte und weinte zu gleich und löste mich schlussendlich von ihm, um in sein geschocktes Gesicht zu sehen. Ich grinste jedoch nur und klopfte ihm aufmuntert auf die Schulter.
"Kenma, ich werd dich auch vermissen.", grinste ich mit Tausenden von Tränen in meinem Gesicht, was mich wohl nicht ganz so frech wirken ließ.
"Nun denn meine lieben Leute, ich muss los. Mein neues Leben wartet auf mich." Eigentlich wusste ich, dass mein Zug wohl noch etwas brauchen würde, doch wollte ich in mein neues Zuhause. Zumindest wollte ich zu meiner Oma.
"Also, wirklich. Ich bedanke mich für die drei, zwei oder ein Jahr und Jahre. Sie haben wirklich Spaß gemacht. Auch, wenn ich nicht offiziell Eure Managerin war, hat es sich auf jeden Fall so angefühlt... es waren tolle Erlebnisse und ich bin mir sicher, dass wir uns Wiedersehen. Vergesst mich bitte nicht. Wir sehen uns wieder. Bald wie möglich.", lächelte ich das Volleyball Team an, worauf ich einmal in eine Umarmung gezogen wurde. "Wir werden dich auch vermissen.", lachte der Captain und ich strich ihm durch die wilde Haarmähne.
"Ich euch auch, aber mein Zug." Ich deutete auf das Fahrzeug, was auf den Gleisen einfuhr und ich einstieg und schlussendlich dem Team zu wank...
Ich werde euch vermissen. Keine Frage.
.
Die Zugfahrt über hatte ich nur geweint, Bilder angeschaut und an die Jungs gedacht. Zwar hatte ich nicht zu jedem das beste Verhältnis, doch vermissen tat ich alle gleich. Nämlich furchtbar stark...
War ich froh, dass ich kein Make-Up trug, denn dieses wäre bei meinem ganze Geheule ganz sicher verwischt.
Seufzend streckte ich mich und stieg mit meiner kleinen Handtasche aus dem Zug, und betrat die Präfektur Miyagi. Wie lange es wohl her war, dass ich hier war?
Ich zuckte mit den Schultern und ging nun zu meiner Oma. Ob ich den Weg noch fand, war die andere Frage...
.
"Nein, diesen Weg will ich jetzt nicht laufen." Ich stand vor dem großen Haus meiner Oma, das ich definitiv nicht mit einem anderen verwechselte, denn die ganzen gruseligen Statuen sagten genug. Ich hatte die auch als kleines Kind gehasst. Für mich waren es hässliche, ekelhafte Fantasiewesen, die hier ihr Unwesen trieben. Ungläubig, über diesen Hügel, stieg ich ihn an und sah, wie sich der Umzugswagen gerade daran machte, meine Sachen auszupacken. Ich währenddessen schlenderte diesen Hügel hoch und als ich ankam, sah ich meine Oma, die mich sofort in eine Umarmung schloss.
"Ach, Herzchen, ich hab dich so vermisst.", seufzte sie theatralisch und ich erwiderte diese, was sie dazu veranlasste, mich zu Tode zu knuddeln. Ich keuchte überrascht auf. "Ich dich auch, Omi, aber du zerquetscht mich. Und das nicht gerade leicht...", brachte ich unter zusammengequetschten Rippen hervor und ignorierte die kleine Träne an meiner Wange. Gott, hatte die einen Griff drauf...
"Oh, das tut mir leid!" Sofort ließ sie von mir ab und tätschelte meine Schulter, worauf ich zufrieden seufzte.
"Hach, sie wird sich freuen.", freute sie sich und ich zuckte nur mit den Schultern. Wen auch immer sie meinte...

"Kindchen, war der Abschied so schwer?", fragte sie mich geschockt, was mich verwirrt zu ihr blicken ließ. "Sieht man das so sehr?", nuschelte ich bedrückt und sie nickte. "Zum Glück gehst du heute schon zu deiner Schule." Fürsorglich wie sie war, schob sie mich ins Haus, wo meine ganzen Kisten in mein - wahrscheinlich - neues Zimmer geschleppt wurden. "Sind ja schon fleißig am Arbeiten.", stellte ich fest und wurde direkt an einen heiligen Ort gezogen - die Küche!
"Iss etwas und dann kannst du dich fertig machen, um an deine neue Schule zu gehen. Ich hatte nämlich schon gesagt, dass du heute kommen würdest."
"Oma!"
"UPS.", kicherte diese und ich verdrehte lachend die Augen, wodurch ich Kekse entdeckte, die ich sofort anfasste und aß. Natürlich nur ein bisschen.
.

Mit ein paar Keksen in der Hand, betrachtete ich mich im Spiegel. Die Uniform war hässlich. Definitiv hässlich. Dieses Flatter Teil an meinem Oberkörper war hässlich über hässlich und einfach nicht stylischer, als ein Müllbeutel.
"Du siehst wunderbar aus, kleine.", lächelte meine Oma mich an, während sie hinter mir stand und meine langen, blonden Haare zur Seite schob und einmal durch meinen Nacken fuhr. "Eigentlich ja, aber guck dir mal diesen Müllsack an. Mein Oberkörper ist zu kurz und meine Beine zu lang. Wären die ein bisschen ausgeglichener, könnte es ganz Okay aussehen, aber nein, ich bin ne Mülltonne. So sehe ich doch aus wie ein kleines Baby Mädchen, die ihr Maul nicht aufmachen kann...."
"Und, du bist wunderschön."
"Die Idee! Ich verarsch die da alle!", rief ich meine Idee laut aus und griff zu einer meiner Taschen, die im Bad standen. Mein Make-Up!
Ich griff nach den hellsten und mädchenhaftesten Sachen, die ich fand und schmierte sie mir direkt drauf. Vielleicht war es kindisch, doch hatte ich Spaß dran.
Mit einen Grinsen klemmte ich mir meinen Pony süß und fast schon peinlich hinter's Ohr, mit einer süßen kleinen Haarsträhne und ich starb fast vor meiner Niedlich und Peinlichkeit. "So Oma, jetzt bin ich perfekt!", präsentierte ich mich und meine Oma hielt geschockt ihre Hand vor den Mund.
"Omi, guck nicht so. Ich bin doch wunderbar."
"Du bist doch kindisch, Mädchen. Zieh dich vernünftig an, Chiyoru. Etwas, womit du einen Jungen erreichen kannst..." Sofort verdunkelte sich meine Mimik und ich lächelte angespannt zu ihr.
"Ich. Will. Keinen.", presste ich anstrengt hervor und frage sie, wie ich zur Schule käme. Und sie sagte, ich müsste irgendwo lang gehen...
Wow, wie ich solche Beschreibungen liebte...
"Ich bin mir sicher, dass ich das schon finden werde." Und mit diesen Worten ging ich den langen Hügel hinunter, zum - hoffentlich - richtigen Weg meiner Schule.
.
"Aba Josai..? Nein, warte, Aoba Johsai, oder?", versuchte ich den Namen der Schule auszusprechen, was sich wirklich wie eine Qual anfühlte... Dieser Name war ja schon schrecklich!
Schüchtern, wie ich war - angeblich -, ging ich in das Gebäude, was ganz sicher das richtige war und suchte das Sekretariat, damit ich mich wenigstens etwas auskannte.
Schnell war auch dies gefunden und da erklärte mir eine recht nette Dame die ganze Schule. In welchem Gang ich dann gleich die ganzen Gespräche mitbekam.
"Guck mal, wie süß die ist." Oder "Süß, die kleine. Wahrscheinlich im ersten Jahrgang." Innerlich riss ich mich zusammen, um nicht lauthals loszulachen, aber ich hielt mich an Striemen.
"Ähm..." Als sich der Junge zu mir umdrehte, wandte ich meinen Blick ab. "Könn...könnt ihr mir sagen, wo die Cafeteria ist?", zögerlich tippte ich meine Fingerspitzen aneinander und wartete auf die Antwort, die ganz leicht war. Wenigstens einer, der Wege beschreiben konnte!
Nach der Pause hatte ich Biologie, weswegen ich mir erst mal keine Sorgen machte, dass ich als schlechte Schülerin dastand. "Kunimi, kommst du?" Und damit verschwand der gute Wegbeschreiber und ich auch. Nur in die andere Richtung...
.
Die Mensa war überfüllt und nicht anders als bei mir an der Nekoma. Die Tische waren in Clubs umgewandelt.
Die beliebten,
Die Sportler,
Die Tussis,
Und so weiter. Was es eben so gab.
Als ich mich zu jemanden setzen wollte, kam ich an der Schlange vorbei, für's Essen, wo ich auf einmal Mädchen sah, dass mir bekannt vorkam.

"Pummelchen in dünn?!", fragte ich leise, aber so dass sie es hören konnte...
Geschockt drehte sie sich um...


Währenddessen in der Aoba


Miyuki P.O.V

Dienstagmorgen, 9:03. Wir hatten Kunst. Ich mochte das Fach eigentlich recht gerne. Wenn man nicht gerade Früchte schattieren müsste. Ich sass aufrecht auf meinem Hocker. Meine langen hellbraunen Haare hatte ich Notdürftig zusammengebunden, damit sie mir nicht im Weg waren. Das Stativ vor mir, die Pinselstriche sanft und bestimmend auf dem Pergament. Ich schielte leicht nach links zu meinem Nachbar. Takahiro Hanamaki. Er hatte einen, nennen wir es mal, verzweifelten Gesichtsausdruck. Er war mehr als nur schlecht in diesem Fach. Ich sah nicht wirklich auf sein Werk, aber ich konnte es mir vorstellen wie es aussah. Als wäre ein zweijähriges Kind am Zeichnen. Schmunzelnd schattierte ich also meine Kirschen. Ich hatte ihnen ein sattes rot gegeben. So wie ich sie am liebsten Esse. Die Bananen hatten schon Flecken. Die mussten schon länger hier stehen. Von meinen anderen Klassenkameraden  hörte ich immer mal wieder leises Fluchwort oder ein halb verzweifeltes seufzen. Was war denn so schwer daran, Früchte abzuzeichnen? Ich meine, es war doch nun wirklich nicht schwer, sich auf die Früchte zu Konzentrieren, während die Hand von alleine über das Papier flog und die Konturen nachzeichnete.
Nachdem ich nun auch noch die Orangen schattiert hatte, musste ich mir ein Gähnen unterdrücken. Ich hätte nicht so lange mit Makki und Matsun zocken sollen. Aber wir haben immerhin unseren Rekord in Call of Duty gebrochen. Das war halt wichtig!
„Okay meine lieben Schüler! Die Stunde ist gleich um! Ich bitte euch, alle Pinsel auszuwaschen und alles schön säuberlich und vorsichtig zu versorgen! Nächste Woche werden wir die Kunstwerke beenden!“ unsere Kunstlehrerin war ein Fall für sich. Sie trug zwar anständige Kleidung, immerhin waren wir auf einer Privatschule, aber ihre blonden Haare hatte sie seltsam Zusammengebunden. Sie sah fast so aus wie eine Vogelscheuche. Ihre rote Schmetterlingsbrille passte so gar nicht zu ihrem Gesicht. Er biss sich mit ihrem pinken Lippenstift. Ich meine, sie war Kunstlehrerin und hatte doch die Farblehre sicher gelernt! Dafür passte die Brille immerhin farblich zu ihrem Rock.
Die Pinsel gewaschen, mein Kunstwerk schön im Schrank zu den anderen versorgt, verliess ich das Schulzimmer und machte mich auf den Weg, in mein Klassenzimmer. „Meine Fresse… ich bekomme sicher wieder eine schlechte Note. Ich hasse Kunst“, Makki hatte mich aufgeholt und verschränkte beim gehen seine Arme hinter seinen Kopf. „Ach was. Ich habe es zwar nicht gesehen, aber es ist bestimmt nicht schlecht“, Ich schob die Tür zur Seite um ins Klassenimmer zu gelangen. Es waren noch nicht viele da. Einige Jungs, die sich über Fussball unterhielten, wahrscheinlich auch vom Fussballclub selber,  standen in der absolut hintersten Reihe. Diese Idioten haben mir meinen Stammplatz, den ich jedes verdammte Schuljahr hatte, weggenommen. Ich setzte mich also zwei Reihen weiter vorne ans Fenster. Hauptsache ich hatte meinen Fensterplatz. Hinter mir hatte sich Hanamaki niedergelassen. „Was haben wir gleich?“ fragend drehte ich mich halb auf dem Stuhl nach hinten und sah ihn Fragend an. „Mathematik“ kam die schlichte Antwort. Sofort verzog ich mein Gesicht. „Eine Stunde?“ fragte ich hoffnungsvoll. Ich betete gerade zu Gott, dass es nur eine Stunde war. Ich konnte mit Zahlen nichts anfangen. „Nur eine Stunde. Keine Sorge Miyu-chan“ grinste er plötzlich frech. Was in aller Welt hatte er wieder ausgeheckt? Sein Gesichtsausdruck verriet mir, dass es nichts Gutes war. Okay. Entweder, er wollte mich in dieser Stunde solange Nerven, bis ich vor der Tür landete, oder, er erklärte mir alles so einfach wie nur möglich, sodass ich in seiner Schuld stand. Mal wieder.  Ich tippte auf die zweite Option. Die melodische Klingel ertönte durch die Lautsprecher und kündete die nächste Stunde an. Sehr unmotiviert klappte ich mein Buch auf uns sah nur Zahlen und Buchstaben. Und andere komische Zeichen. Warum musste mir auch ausgerechnet dieses Fach nicht liegen?
„Ich werde euch Arbeitsblätter verteilen. Ich bitte euch, diese soweit abzuarbeiten wie ihr könnt. Bei Fragen wendet euch zuerst an eure Mitschüler. So könnt ihr voneinander Profitieren“ Der Mathematik Lehrer war auch gleichzeitig unser Klassenlehrer. Er unterrichtet auch noch Japanisch. Er war ganz in Ordnung. Streng, aber er duldete so einiges.
.
„Endlich fertig…“ ich streckte mich. Makki musste mir tatsächlich in Mathematik helfen. Aber durch ihn, hab ich das Thema immerhin endlich verstanden. „Hey ihr beiden“ eine sehr vertraute Stimme drang an mein Ohr. Mein bester Freund und ich schauten gleichzeitig nach oben. Ein wirklich überaus bekanntes Gesicht, nein Gesichter, standen vor uns. „Oh hey ihr. Na wie geht’s?“ grinste Makki sofort und schlug mit seinen Jungs die Unterarme gegeneinander. „Du wolltest noch ein Armdrücken gegen mich“ grinste der stachelhaarige. Sie sahen zwar stachelig aus, aber in Wahrheit waren seine Haare einfach nur flauschig! Und wie sie das waren! Ich durfte sie mal anfassen. Und, oh Himmel, ich konnte fast nicht mehr aufhören. „Ach ja Stimmt. Dann tun wir das doch!“ Makki verstaute grinsend kurzerhand seine ganzen Schulunterlagen. „Seid ihr sicher, dass ihr das jetzt machen wollt?“ fragend hob ich meine Augenbraue. „Natürlich. Der Verlierer muss heute alles alleine Auf und Abbauen“ Iwaizumi schlug ein, schnappte sich einen leeren Stuhl und setzte sich vor Makki hin. Die Ärmel seiner Bluse hatte er bereits hochgekrempelt. Ich musterte seine Armmuskeln und bezweifelte Stark, das Hanamaki eine Chance hatte. „Ich sage, Iwaizumi verliert“ verwirrt sah ich zu Matsukawa hoch. Der Riese stand neben meinem Tisch, mit verschränkten Armen und einem herausforderndem grinsen. „Ich halte dagegen“ „Um ein Mittagessen?“ „Natürlich“ wir beide schlugen ein. Er wusste doch genau, das Hanamaki verliert. Ich meine, sieht er die Muskeln von Iwa-chan nicht?!
Es ging los. Es kamen noch so einige Schaulustige dazu. „Na los Hanamaki! Du schaffst das!“ brüllten einige der Jungs aus meiner Klasse. „Niemand hat eine Chance gegen Iwaizumi!“ brüllte die andere hälfte. Es sah wirklich gut für Makki aus. Aber schlecht für meinen Geldbeutel. Makki drückte Iwaizumis Arm immer weiter nach unten, man sah schon sein sicheres grinsen, als Iwa-chan mit einem Ruck, den Arm auf die andere Seite prallte und gewann. „Du schuldest mir ein Mittagessen“ grinste ich teuflisch zu Matsun nach oben. „Immer gern“ dieser… er wusste doch ganz genau das er verliert. Warum wollte er also Wetten?
.
Die langweilige Geschichtsstunde war um. Japan im zweiten Weltkrieg. Dieses Thema hatten wir schon letztes Jahr. Und schon da, hab ich gut abgeschnitten.  
Makki lag mir schon seit einer halben Stunde in den Ohren das er heute alles alleine auf und abbauen müsste. „Du bist selber schuld. Du weisst doch genau, dass es keinen gibt, der Iwa-chan schlagen kann“ ich zog meinen Blazer aus, legte ihn über die Stuhllehne, richtete meinen Pullunder und band meine langen braunen Haare zu einem einfachen Dutt zusammen. Beim Essen mochte ich es nicht, wenn mir meine Haare im Teller schwirrten. „Dein Rock ist zu kurz“ maulte er, während er seine Krawatte lockerte. „Hat dich bis jetzt auch noch nie gestört“ grinste ich spöttisch nach hinten, da er meinte, er müsse hinter mir laufen, damit andere nicht so viel sehen konnten. Wer`s glaubt wird Seelig.  
In der Kantine schaute ich mich um. Sie war sehr gross. Überall waren bereits kleine Gruppen an Tischen. Unsere Gruppe sass meistens hinten in der Ecke. Dort waren wir ungestört. „Ich stelle mich schon an“ murrte Makki mir zu und liess mich alleine. Meine Arme verschränkend wartete ich noch auf Matsun. Er wollte mir ja ein Mittagessen bezahlen. Aber ich wollte aussuchen. Auch wenn das Essen der Kantine nicht gerade überragend ist. Aber für den Preis, konnte man nicht meckern. „Du nimmst, gebratener Reis mit Hühnchen. Hab ich recht?“ erschrocken zuckte ich zusammen. „Schleich dich doch nicht so an! Eines Tages hab ich einen Herzinfarkt wegen dir!“ fuhr ich den Riesen an. Trotz seiner Grösse konnte er sich sehr gut anschleichen. „Ja du hast recht“ murmelte ich leicht verlegen. „Warte am Tisch. Ich bringe es dir“ er lächelte mir kurz zu und stellte sich zu Makki. Meine Wangen waren heiss. Ich hoffe doch, ich bin nicht rot angelaufen! Ich machte auf den Absatz kehrt und schlenderte auf unseren Stammtisch zu. „Pummelchen in Dünn?!“ hörte ich eine leise Stimme neben mir quieken. Steif wie ein Stock und mit einem geschockten Gesichtsausdruck drehte ich mich zu dem Mädchen um. Niemand von der Aoba Oberschule wusste, dass ich früher dick war und Pummelchen gerufen wurde. Ein etwa gleichgrosses, blondes Mädchen stand vor mir und starrte mich geradezu an. Verwirrt legte ich meinen Kopf schief. Sie sah… kindlich aus. Aber ihre Augen verrieten etwas anderes. Mir viel es wie Schuppen vor den Augen. „Warzenschweinmonster?!“ durch ihre Reaktion, sie war nur in den Augen zu lesen, verriet sie sich. „Was machst du denn hier?“ völlig perplex und sehr irritiert, von ihren Aussehen, umarmte ich sie. „Ich erzähle es dir Zuhause. Aber spiel mein Spiel mit okay?“ flüsterte die knapp neunzehn Tage Jüngere in mein Ohr. Mal wieder zog ich meine Augenbraue hoch. Ein doofer Tick von mir, den ich in der Mittelschule angefangen habe. „Okay?“ stellte ich eher eine Gegenfrage. Ich hörte wie mein Magen knurrte. Lachend zog ich sie einfach mit. „Ich stell dich meinen Freunden vor“ ich sah kurz den Tisch an. Es waren noch nicht viele da. „Hey Jungs. Das ist meine Cousine Chiyoru“ ich sah sie alle streng an. Immerhin kannte ich ihr dummes gelaber. „Der Typ mit dem mürrischen Blick heisst Iwaizumi Hajime. Daneben, nein, seine Haare sind nicht pink“ unterbrach ich meine Cousine sofort, weil sie etwas sagen wollte, was ihr bestimmt nicht zugutegekommen wäre. „Nur etwas… seltsam…“ beendete ich meinen Satz. „Sagst ausgerechnet du?“ Makki stopfte sich den Reis in den Mund. Ich hingegen streckte nur meine Zunge raus. „Hanamaki Takahiro heisst der Pinkhaarige“ sagte ich herausfordernd und er sprang darauf an. Jedoch unterbrach ihn Matsun. „Wir haben jemand neues bei uns?“ fragte er, während er sein Tablett, mit meinem und seinem Essen drauf, auf den Tisch stellte. Sofort setzte ich mich hin und nahm mir meine Schüssel. „Das ist Chiyoru. Chiyoru, das ist Matsukawa Issei“ ich verrührte meine Schüssel nochmal, bevor ich genüsslich meine Portion auf der Zunge zergehen lasse. „Wo ist denn schon wieder Shittykawa?“ Matsun sah zu Iwaizumi. „Na, wo soll er denn sein?“ erwiderte dieser und auch gleich hörte man so einige Mädels die Schnappatmung bekamen. „Ich bin ja schon da!“ hörte ich hinter mir und sah nach oben.




Hallo ihr lieben!
Ich hoffe das erste Kapitel hat euch gefallen ;)
Dies ist eine Partner FF mit der allerliebsten StaicY <3
Der einfachhalber, hab ich euch hier noch zwei Bilder wie Chiyoru und Miyuki aussehen
Chiyoru: https://pin.it/4FFUfX9
Miyuki: https://pin.it/3C011ZC
Für Kritik und Anregungen sind wir beide offen!
Auch versuchen wir beide so ziemlich jede Genre miteinzubeziehen. Aber ich denke, das der Humor am meisten vorkommen wird.  

Viele grüsse von
--Fina-- und StaicY
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