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The Expendables - Eine Katze im Wolfsrudel

von Bird007
GeschichteAbenteuer, Drama / P18 / Gen
Barney "The Schizo" Ross Lee Christmas OC (Own Character) Tool
01.04.2020
04.04.2020
3
4.925
 
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04.04.2020 2.330
 
Ich berichtete allen Anwesenden kurz wie meine Reise verlaufen war, während Bob damit beschäftigt war, das gesamte Studio mit seiner Nase auf den Kopf zu stellen. Ich sah aus dem Augenwinkel, wie Bob anschließend zu dem Mann namens Christmas lief und wie dieser sich lächelnd hinkniete und dem aufgeregten Bob über den Rücken strich. „Und was hast du nun vor?“ fragte mich Barney nach einer Weile der Unterhaltung „Nunja ich weiß noch nicht genau wie lange ich überhaupt bleibe aber wenn, dann werde ich mir wohl über kurz oder lang einen Job suchen müssen.“ meinte ich schulterzuckend. Tool neben mir rührte sich, nahm die Pfeife aus dem Mund und zeigte damit zu Barney „Du suchst doch noch jemanden, dass bin zwar nicht ganz ich, aber zumindest zu einem großen Teil“ lachte er zeigte dann auf mich und dann wieder zurück zu Barney und nahm dann wieder einen Zug. Unsicher blickte ich zu Barney, Christmas hatte sich derweil wieder erhoben und sah Barney vorwurfsvoll an. Dieser schüttelte entschieden den Kopf „Keine Frauen, tut mir leid Tool“ war die Antwort, hatte Tool ihm nicht erzählt was ich vorher beruflich gemacht hatte, dass erschien mir äußerst unwahrscheinlich. Ich sah wie sich Christmas Gesichtszüge wieder entspannten. Tool wollte gerade etwas sagen, als sich mein Gesicht verdunkelte und sich meine Augenbrauen grimmig zusammenzogen „Ihr denkt auch, dass Frauen noch in die Küche gehören was?!“ meinte ich mit leicht angespannter Stimme „Cat.“ versuchte Barney mich zu beschwichtigen und hob dabei die Hände, „Nein, lass gut sein Barney, ich hab schon verstanden“ wehrte ich ihn ab „ Du würdest dich wundern was sie drauf hat“ meinte Tool zu Barney „Behaupten das Eltern nicht immer von ihren Kindern“ kam es plötzlich von Christmas. Seine Stimme klang arrogant und ließ mich meinen Blick noch weiter verdunkeln, ich war selbst erstaunt darüber,dass das überhaupt möglich war. „Oh Christmas alter Junge, dass hättest du nicht sagen sollen!“ schmunzelte Tool zwischen zwei Pfeifenzügen, er kannte mich eben. Wie aus dem Nichts zischte plötzlich ein Messer knapp an Christmas Kopf vorbei in die Scheibe an der Tür hinter ihm. Dort steckte bereits ein großes Messer, das von meinem Vater vermutete ich. Erschrocken entglitten Christmas kurz das Gesicht und er schreckte seinen Kopf zur Seite und folgte dem Messer, was nun direkt neben dem anderen steckte. Zufrieden stellte ich mich wieder gerade hin, mitten ins Schwarze getroffen dachte ich mir, und das in vielerlei Hinsicht. Ich hatte das kleine Messer in meinem Ärmel blitzschnell herausgleiten lassen, um es möglichst dicht an Christmas Kopf vorbei zu werfen. „Bist du wahnsinnig, du hättest mich töten können!“ blaffte er mich an „Oh, wird da gleich einer zu Mami rennen, sich über das böse böse Mädchen auszuheulen?“ fragte ich ihn mit gespielt mitleidiger Miene. Christmas funkelte mich danach nur noch böse an „Manchmal sagen die Eltern eben die Wahrheit“ setzte ich schulterzuckend hinzu als sei nichts gewesen und wandte mich an Tool „Ich glaube ich sollte jetzt besser gehen“ meinte ich, Tool zwinkerte mir verstollen zu ohne das die anderen beiden es mitbekamen. „Klar, da einfach an den Hebel ziehen.“ sagte er und zeigte auf den Aufzug der in einer Ecke des Studios installiert war. Jener war kein gewöhnlicher Aufzug, er war ringsum offen und es war leicht zu erkennen das er selbst gebaut war. Ich nickte nur, schulterte meinen Rucksack und ging demonstrativ an Barney vorbei und funkelte Christmas zornig an als ich an ihm vorbei laufen wollte. Sein Blick war nicht viel freundlicher, doch ich erkannte das er sich wieder gefangen hatte. „Schönes Messer.“ meinte er nur als ich auf seiner Höhe war, sein ernstes Gesicht verzog keine Miene. Ich sah auf seine Hände, die das Messer mit der Klinge zu mir gerichtet hielt. Ich zog die Augenbraue hoch, wollte er mir wirklich drohen. Ohne Worte griff ich nach dem Messer, doch er warf es hoch, um es zu drehen und mit der Klinge nun zu ihm zeigend wieder aufzufangen, alles ohne die Klinge nur eines Blickes zu würdigen, er machte das also nicht zum ersten Mal. Seine Augen waren die ganze Zeit auf mich gerichtet „Ein Messerkenner also“ meinte ich nur in einem Ton der seiner Arroganz gerecht werden sollte als ich das Messer nahm und wieder in meinem Ärmel verschwinden ließ. Als ich wieder zu ihm rauf blickte formten sich seine Lippen zu einem überheblichen Lächeln „die Klinge ist vielleicht etwas schief“ sagte erund nun funkelten seine Augen belustigt, als er merkte wie sich meine Augen vor Ärger erneut zusammenzogen. Empört maschierte ich an ihm vorbei zum Aufzug, pfiff kurz und sofort hörte ich die tapsenden Schritte von Bob, der bis dato in der Garage neben an sein unwesen getrieben hatte. Erwartungsvoll setzte er sich neben mich in den Aufzug, ich betätigte en Hebel und schon knackte es und ein Geräusch von Metall auf Metall war zu hören als sich der Aufzug in Bewegung setzte. Etwas überrascht erhob sich Bob und schaute nach unten auf den sich entfernenden Boden „Ist schon gut Bob, es ist alles okay.“ lächelte ich ihn an während ich mich zu ihm hinunterkniete. Barney, Tool und Christmas wand ich den Rücken zu, ich hatte genug für heute. Ich hörte auch nicht mehr als ich sie anfingen zu reden, nur noch die alte Rockmusik aus den Boxen die leise das Studio erfüllten. Es war mir auch egal, sollten sie sih doch die Mäuler über mich zerreißen, vielleicht war es auch ganz gut so, dass ich nicht in Barneys Team, den Expendables durfte, dann müsste ich nicht diesem Christmas nicht dauernd über den Weg laufen. Die Expendables waren eine Gruppe Söldnern, die die Aufträge annahmen, die keiner wollte, wo keiner sich die Hände schmutzig machen wollte. Auf dem Papier existierten sich nicht einmal. Mein Vater, Tool, hatte mir davon erzählt seit dem ich alt genug war zu wissen, dass er einer von ihnen war. Das war auch der Grund warum er sich nicht um mich kümmern konnte, er wäre zu gefährlich gewesen für ein Kind, bei einem Mann groß zu werden, woman nicht wusste ob er überhaupt nach Hause zurückkehren würde. Tool hatte sich nun aber mehr oder weniger zur Ruhe gesetzt wie er sagte, um den Rest seines Lebens zu genießen. Nebenbei zog er jedoch immernoch die Aufträge für das Team an Land.

Ich war nach New York gekommen, in der Hoffnung ich könnte genug Geld verdienen,um mich und meine Granny zu versorgen. Mein früherer Job und mein Vater haben mich eine Ausbildung genießen lassen, mit der ich schon oft dem Tod von der Schippe gesprungen war mithilfe von Waffen und Köpfchen. Ich war kein Unschuldslamm, auch wenn man das auf den ersten Blick nicht sehen mochte.

Im zweiten Stock angekommen rannte Bob sogleich los, um wieder alles zu untersuchen. Die „Wohnung“ meines Vaters sah aus wie er, ein paar Fenster an der Wand, von denen zwei hochgezogen waren, die braune Farbe der Rahmen blätterte bereits ab und sammelte sich auf dem spärlich zusammengeschusterten Dielenboden. Vom Augzug her sah man in einen großen offenen Raum, welcher in einen kleinen Gang mit abgehenden Zimmern verlief. In der Mitte des Raumes stand ein riesiges Sofa aus brüchig braunem Leder mit einer Vielzahl von ungeordneten Kissen und Decken. Davor auf einem Hocker ein Fernseher und ein runder Couchtisch auf dem sich die leeren Bierflaschen zu einer Versammlung niedergelassen hatten. Desweiteren stand eine Art Esstisch mit unterschiedlichen Stühlen vor einer Küchenzeile, wo sich das verschmutzte Geschirr in der Spüle und auf dem Herd nur so stapelte. An der Wand hingen unzählige Poster und Bilder, manche harmlos, manche die Liebe zu Frauen offenkundig zeigend.

Plötzlich öffnete sich die Tür des Zimmers was sich direkt neben dem Kühlschrank befand und eine junge, blonde, sehr geschminkte Frau trat in den Türrahmen und lehnte sich voller Enthusiasmus und Sexyness dagegen. „Da bist du ja endlich“ hauchte sie mit geschlossenen Augen und griff sich dabei an ihren ausschließlich mit knall pinker Unterwäsche bekleideten Körper. Ich verdrehte die Augen, ich wusste das mein Vater Frauen ohne Ende hatte, es stört mich auch nicht wirklich, ich kannte ihn ja aber musste das nun wirklich das Erste sein was mir in der Wohnung meines Vater begegnet? Noch dazu war die Frau sowas von zugedröhnt mit was weiß ich. „Hi, ich bin Cat“ meinte ich nur und hoffte sie würde schnallen das ich nicht mein Vater war. Als sie eine Frauenstimme hörte, zuckte sie sofort zusammen und rieß die Augen auf und starrte mich peinlich berührt an, doch als sie mich sah verlor sich ihre Peinlichkeit urplötzlich und verwandelte sich in Zorn. Noch ehe sie wütend auf mich losstapfen konnte, hob ich beschwichtigend die Hände „Keine Angst, ich bin Tools Tochter“, da entspannte sie sich wieder und setzte ein Lächeln auf, dem ich nicht viel Intelligenz abgewinnen konnte. „Oh hi, ich bin Cheyenne“ quickte sie und ich zwang mich zu einem Lächeln „Kannst du mir vielleicht sagen, ob hier irgendein Zimmer frei ist, in dem ich schlafen kann?“ fragte ich sie, ich hatte nicht viel Hoffnung das sie etwas wusste, da sie eher wie ein One- Night- Stand aussah als eine Beziehung. Ich konnte das Rattern in ihrem Kopf förmlich sehen und hören „Naja also da wohnt irgendein B...Bardy...“, „Barney“ korrigierte ich sie schnell und sie nickte zustimmend „Dann kannst du bestimmt in das ganz hinten links“ meinte sie nur mit ihrer Quickstimme und dem Lächeln auf den aufgespritzten Lippen. Etwas überrascht nickte ich, doch öfter hier. Ich wollte schon an ihr vorbei in den Gang gehen, als sie mir hinterrief : „Weißt du wann Tool kommt?“, ich drehte mich nochmal um „Keine Ahnung, aber er wird sicher bald bei dir sein“ in meinem übertriebenem Lächeln hätte jeder den Sarkasmus erkannt, doch Cheyenne freute sich nur und verschwand wieder in dem Zimmer. Als ich die Tür hinter ihr zuknallen hörte schüttelte ich nur den Kopf über dieses Mädchen. An der Tür zum besagten Zimmer, drehte ich den Knauf der alten Tür, wo wie bei den Fenstern der Außenwand bereits die Farbe abplätterte und stand in einem doch recht großen Zimmer. Von der Tür geradezu war ein großes Fenster, darunter lag eine breite Matratze flach auf dem Boden, darauf eine etwas ergraute Decke und zwei Kissen.. Neben dem Bett stand ein kleiner Hocker, worauf Bettwäsche lag, wenigstens daran hatte Tool gedacht. Von der Tür aus an der linken Wand stand ein alter hoher Holzschrank und an der Wand gegenüber waren zwei weitere Fenster. In der Mitte lag ein großer, rechteckiger Fransenteppich, der auch schon bessere Tage gesehen hatte. Die Wände waren alles in allem leer und nur spärlich verputzt und man konnte erkennen, dass hier vor nicht allzu langer Zeit noch eine Vielzahl von Postern gehangen haben. Das Zimmer war nicht das schönste aber ausreichend. Bob sprang sofort auf die Matratze, wo ich ihn aber mit einem kleinem Schubser wieder runterbeförderte und ihm dann erklärte das erst die noch Bettwäsche drauf müsste. Ich redete mit Bob wie mit einem Menschen, das tat ich immer und ich hatte stets das Gefühl er würde mich verstehen und ich glaubte auch daran, dass er es tat. Als ich das Bett fein säuberlich überzogen hatte und alles gerichtet hatte, war das Zimmer meines Erachtens gleich viel gemütlicher. Erschöpft ließ ich mich auf das Bett fallen und kuschelte mich an Bob „Na mein Kleiner, gefällts dir hier?“ nuschelte ich, wie zur Bestätigung warf er seinen Kopf nach hinten und leckte mir übers Gesicht. Ich lachte und vergub meine Nase in seinem Fell.

Bevor ich jedoch einschlafen konnte, zwang ich mich, nocheinmal aufzustehen. Ich kramte für Bob die letzten zwei Sandwiches raus die ich noch im Rucksack hatte und legte sie ihm in die eine Hälfte der Brotbox, in die andere schüttete ich den Rest Wasser aus der Flasche. Danach schnappte ich mir meine Zahnbürste und machte ich mich auf den Weg ins Bad, was sich gegenüber meines Zimmers befand. Tool, und Barney, der hier scheinbar auch hier lebte, waren immernoch nicht nach oben gekommen. Ich ging also ins Bad und verschloss zur Sicherheit die Tür hinter mir und trat an das Waschbecken heran, was sich gleich an der linken Wand neben der Tür befand. Ein paar Zahnbürsten, ein Becher, Zahnpasta verschiedener Art und ein loses Stück Seife lagen auf der Ablage. Seufzend drehte ich den Hahn auf, hier sah es wahrlich aus wie in einer WG aus Jungegesellen bestehend. Mit einem Schwapp kaltem Wasser wusch ich mir das Gesicht, dabei musste man eine Weile warten, bis man überhaupt mal kaltes Wasser bekam. Danach trocknete ich mein Gesicht mit dem erst besten Tuch ab was ich fand und an ein Handtuch erinnerte. Als ich das Tuch sinken ließ sah mich mein Spiegelbild mit müden Augen aus dem Spiegel heraus an. Die langen dunkelbraunen Haare wellten sich leicht rechts und links zu gleichen Teilen bis unter die Brust. Die dunklen markanten Augenbrauen rahmten die ebenfalls braunen Augen darunter passend ein, in den Ohren blinkten kleine silberne Ohrstecker.

Ich beschloss noch kurz mich zu duschen und dann schlafen zu gehen. Als ich fertig war und mir ein `hoffte ich zumindest` frisches Handtuch geschnappt hatte, huschte ich mit diesem um den Körper gewickelten Handtuch rüber in mein Zimmer, wo Bob schon gesättigt und seelenruhig neben dem Kopfkissen eingeschlafen war. Als ich die Tür schloss hob er nur kurz den Kopf und schaute mich mit müden Blick an, senkte dann den Kopf wieder als er sah, dass nur ich es war. Ich kramte aus meinem Rucksack ein schwarzes weites T-Shirt raus und dazu eine kurze bequeme Short, was ich mir eifrig überzog und neben Bob ins Bett schlüpfte. „Schlaf gut mein Schatz“ flüsterte ich und gab ihm noch einen Kuss auf die feuchte Hundeschnauze. Ich hörte wie er kurz laut ausatmete, als hätte er ein „Wuff!“ machen wollen, was aber ausblieb. Ich lachte leise und kuschelte mich an ihn, die Hand auf dem sich immer wieder hebenden und sinkenden Körper ruhend.


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Guten Abend,
hier ein etwas längeres Kapitel.
Ich hoffe ihr seid alle gesund,
Reviews sind mir immer herzlich willkommen.
Liebe Grüße
Bird007
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