Zwei Gesichter

von fussline
GeschichteDrama, Romanze / P12
Jerome Valeska OC (Own Character)
31.03.2020
23.05.2020
42
53.111
3
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Dieses Kapitel
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23.05.2020 1.575
 
Gleich mal vorne weg, das Kapitel ist relativ brutal, denke ich xD
Also wer das nicht verträgt muss es nicht lesen :)
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Jerome kommt nach zwei Stunden wieder nachhause, sein erster Gang ist zu mir. Ich liege bereits im Bett und habe angefangen ein Buch zu lesen. "Prinzessin ich hab etwas für dich, bleib hier ich hole dich gleich" sagt er und schließt die Tür hinter sich wieder. Ich warte und höre nur das er bei Scarecrow klopft und sie scheinen das halbe Zimmer umzustellen, ab und an hört man etwas scheppern.

Es dauert nicht lange da kommt Jerome zu mir ins Zimmer und winkt mich zu sich. "Ich möchte das du die schlechten Seiten deiner Vergangenheit ein für alle mal auslöscht" fängt er an und nimmt mich an der Hand. Er führt mich zu Scarecrows Zimmer, seine Hand ist schwitzig und er wirkt angespannt.
Bevor er die Tür öffnet dreht er sich nochmal zu mir, nimmt meine beiden Hände und schaut mir tief in die Augen "Luna Ich liebe Dich". Er legt eine Hand auf seinen Nacken "ich möchte dir helfen, ich möchte das du frei bist, frei wie wir. Es ist deine Entscheidung was du tust, aber ich gebe dir die Chance dich jetzt von deiner belastenden Vergangenheit zu befreien", "Wie meinst du das?" frage ich etwas verwirrt, sein Blick geht wieder auf mich. "sieh es dir selbst an, aber vergiss nicht egal wie du dich entscheidest, ich bleibe an deiner Seite." Dann öffnet er die Tür und lässt mich alleine eintreten, hinter mir schließt er die Tür wieder.

Ich schaue in den Raum, in der Mitte steht ein Stuhl aufdem eine Frau gefesselt ist. Ihre Beine und Arme sind mit stricken festgebunden und ihr wurde ein Sack über den Kopf gezogen. Sie wimmert und weint. Ich weiß ganz genau wer da auf dem stuhl sitzt. Ich atme tief ein und aus, dann schaue ich auf einen kleinen Tisch der neben dem Stuhl steht. Auf dem Tisch liegt ein Tuch, dessen wölbungen verraten das etwas darunter liegt.

Ich ziehe das Tuch weg und blicke auf verschiedene Messer, eine Art Korkenzieher und sogar eine Säge.
Ich schlucke und Blicke auf die Frau auf dem stuhl. Dann fahre ich mir durch die Haare und gehe wieder zurück in Richtung des Stuhls.
Außer dem schluchzen und weinen der Frau ist nichts zu hören, alles ist ruhig. "Was soll ich jetzt nur mit dir machen" sage ich und schaue auf sie.
"Luna Luna bist du das?" höre ich die klägliche Stimme meiner Mutter.

Ich seufze und ziehe ihr den Sack vom Kopf "Bind mich los!" schreit sie mich an. Im Moment kann ich meine Gedanken nicht ordnen, *erwartet Jerome das ich sie töte? Geht es mir danach wirklich besser und bin ich dann wirklich frei? Aber kann ich meine eigene Mutter wirklich töten? Möchte ich das überhaupt? * Mein Kopf fühlt sich an als würde er gleich explodieren.

Meine Mutter wiederholt sich immer wieder, schrill und laut schreit sie ich soll sie losbinden. Ich halte mir die Ohren zu und schließe die Augen.
*sie hört einfach nicht auf. Sie ist einfach nicht still*, "Sei ruhig!" schreie ich sie an und ihre Stimme verstummt. *Gott sei Dank endlich ruhe*

Ich öffne meine Augen wieder und schaue sie an, ich sehe ihre Angst in den Augen und ich konnte fast meinen ihren viel zu schnellen Herzschlag zu hören.

Ich schaue sie an, mit einem Kühlen Blick *Bin ich dafür wirklich stark genug? * ich versuche meine Gedanken irgendwie zu ordnen. *ich bin mir nicht sicher ob es mir hilft sie zu töten oder gar zu foltern um mit meiner Vergangenheit abzuschließen.  Und wenn sie Tod ist, dann habe ich keine Familie mehr. Aber Jerome ist jetzt meine Familie, er liebt mich. Ich hatte die Hoffnung schon verloren je wieder geliebt zu werden. Ist es das wert? Soll ich sie für ihn töten? Aber er hat es mir frei gestellt, er hat gesagt  er bleibt trotzdem an meiner Seite. * ich schaue abwechselnd von meiner Mutter auf die Utensilien auf dem Tisch. Meine Gedanken werden durchbrochen "Luna ich bin deine Mutter, ich hab dich groß gezogen und dich geliebt" sagt sie immer noch verweint und mit zittriger Stimme.
"Du hast mir immer nur geschadet" antworte ich kühl. "Denk an deinen Vater, damals hast du egoistisch gehandelt, wärst du nicht weggelaufen würde er noch leben" schreit sie mich wieder an.
Ich schließe kurz die Augen und sage leise und bestimmend "Es war ein Unfall, ich war ein Kind und du wolltest mich wegschicken.", sie unterbricht mich "Weil ich nicht wollte das sowas aus dir wird! Du bist doch krank!". In mir wächst wieder die Wut, aber ich versuche mich zu beruhigen.

Ich greife nach der Säge und gehe auf meine Mutter zu "Soll ich dir zeigen wie krank ich bin?" frage ich sie sarkastisch und mit einem grinsen im gesicht. "Soll ich!" schreie ich nochmal und drücke die säge gegen ihren Arm. Sie beginnt Augenblicklich zu schreien und weinen "Bitte nicht! LUNA DU BIST DOCH MEINE TOCHTER"

Ich nehme die säge von ihren Arm und lege sie zurück "Bringt es mir etwas dich jetzt zu töten? Kann ich dann endlich meine Vergangenheit loslassen und frei sein?" frage ich sie und schaue ihr in die Augen. Ich sehe Angst in ihren Augen und sie bringt nur noch ein leises wimerndes "Nein" raus.

Ich drehe mich um und öffne die Tür, Jerome steht davor, er stand die ganze Zeit da und hat gewartet. Er betritt den Raum, wortlos und schaut mich an. Dann schaut er auf meine Mutter, es ist das erste Mal das sein Gesicht wirklich ernst aussieht. Er schaut auf mich und nimmt mich in den Arm "Es ist deine Entscheidung, ich möchte mein Leben mit dir teilen, auch wenn du sie nicht totest. Ich möchte dir helfen aus deinem Gefängnis endlich komplett zu entkommen", er lässt mich locker und lächelt.

Ich lächel zurück, dann senke ich meinen Kopf und greife nach dem größten der Messer und nehme es in die Hand. Ich gehe auf meine Mutter zu und bleibe direkt vor ihr stehen. Sie kneift die Augen zu, ich spüre ihre Angst aber es macht mir nichts aus, es löst nichts mehr in mir aus. Ich nehme das Messer und schneide die fesseln an ihren Armen los, dann drehe ich mich zu Jerome um. Er schaut auf mich und lächelt, ich gehe zu ihm und er nimmt mich in den Arm. "Das ist okay, wenn du dich damit besser fühlst" sagt er und zeigt Tetch, der draußen steht, das er meine Mutter gehen lassen darf.

Ich drücke mein Gesicht feste gegen Jeromes Brust und drehe es dann langsam zu seite um meine Mutter wieder zu beobachten. Sie ist immer noch dabei ihre Beinfesseln zu lösen.

*Jerome lässt sie wirklich einfach gehen, er überlässt mir wirklich die Entscheidung * ich lächle und ein angenehmes Gefühl von Sicherheit  füllt meinen Körper.

Wieder fällt mein Blick auf meine Mutter die endlich ihre fesseln gelöst hat und grade dabei ist langsam den Raum verlassen zu wollen.
Immernoch ist mein Kopf voll mit Gedanken, "ich will das das endlich aufhört, ich will das das ein Ende hat" denke und sage ich zugleich. Dann drehe ich mich zu meiner Mutter um, mein Blick wird ernst aber ist gleichzeitig auch kühl, eine angenehme Nervosität macht sich in mir breit als ich auf sie zugehe.
Sie schaut mich wieder verängstigt an aber ich festige den Griff um das Messer und stoße es ihr in die Brust.

Ihr warmes Blut rinnt über meine Hände und ihre Versuche meine Hände von ihrem Körper zu drücken scheitern. Immer wieder versucht sie es doch rutscht durch das Blut  an meinen Händen immer wieder ab. "Du bist ein Mon.." fängt sie an aber ihre Stimme bricht ab, nochmal stoße ich das Messer tiefer und merke wie ihr Körper immer schlaffer wird.
Ihre Versuche das Messer aus sich zu drücken werden schwächer und ihr Körper gleitet erst aus der Klinge, als er Tod zu Boden Fällt.

Ich stehe einfach da, es tut mir nicht leid um sie, im Gegenteil es erleichtert mich innerlich und fühlt sich in dem Moment sogar beinahe richtig an. Ich schaue auf sie runter und lasse das Messer neben ihr zu Boden fallen.
Dann drehe ich mich zu den anderen um, die mich überrascht und verwundert ansehen. "Ich Räume das nicht auf" sage ich kühl, grinse und laufe an den anderen vorbei aus dem Raum.

Jerome ist ebenfalls überrascht und weiß anscheinend nicht wie er in diesem Moment damit umgehen soll, als hätte er nicht damit gerechnet das ich das wirklich tue. Ich laufe durch den Wohnraum ins Bad und wasche mir das Blut von meinen Händen.
Mein Blick fällt in den Spiegel *ich hab mich also entschieden, endgültig * denke ich und lächle mich selbst an *Jetzt gibt es niemanden mehr außer Jerome, Tetch und Scarecrow in meinem Leben *

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Hey ich hoffe euch gefällt das Kapitel, ich hab lange überlegt wie und ob ich das wirklich schreiben soll. Bitte sagt mir eure ehrlichen Meinungen dazu!

Bis zum nächsten Kapitel und danke das ihr so treu mitlest das freut mich sehr ^^
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