Love and other discoveries

GeschichteRomanze, Sci-Fi / P18
31.03.2020
23.05.2020
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23.05.2020 1.857
 
Die Umgebung rund um die Ruinen des alten Leuchtturms bestand hauptsächlich aus Gestrüpp und einzelnen Bäumen.
Nach sieben Jahren war erwartungsgemäß nichts mehr an Spuren zu sehen, aber Matt führte sie zielstrebig zu einer Stelle nur wenige Meter nördlich davon. Jetzt erst erkannte Alexandra, dass bei genauerem Betrachten doch Spuren im Felsen sichtbar waren.

„Hier. Das ist der Ort. Es fällt mir immer noch schwer, daran zurück zu denken. Ich kann mich auch nur an Bruchstücke erinnern, was nach dem Absturz war. Aber ich sehe immer noch Patrick, wie er mich aus leeren Augen ansieht. Louisa ist in meinen Armen gestorben.“

Seine Stimme stockte und Alexandra sah, dass ihm Tränen übers Gesicht liefen. Er, der sonst immer so stark war und den Eindruck machte, als könnte ihn nichts aus der Bahn werfen, kämpfte mit seinen Emotionen. Sie zog ihn erneut an sich und hielt ihn wieder einfach nur fest.

In diesem Moment kamen bei Matt alle Erinnerungen an die Zeit vor sieben Jahren wieder hoch. Er sah vor seinem inneren Auge, wie er die sterbende Louisa im Arm hielt und ihr zärtlich übers Gesicht strich. Leise hatte sie ihm mit immer schwächer werdender Stimme zugeflüstert: „Es tut mir alles so leid. Bitte verzeih mir“. Ihm war es zu diesem Zeitpunkt wie Stunden vorgekommen, aber in der Realität waren daraufhin nur Sekunden vergangen, bis ihr Blick brach und sie in seinen Armen erschlaffte. Was danach war, daran konnte er sich nicht mehr erinnern. Erst beinahe zehn Tage später war er in einer Klinik in Brisbane aufgewacht, wohin man ihn nach dem Absturz gebracht hatte. Der Schmerz an die Erinnerungen war in diesem Augenblick völlig überwältigend. Er hatte das Gefühl, sein Herz würde in Stücke gerissen werden.

Erst ein dumpfes Aufstöhnen, das wie aus weiter Ferne zu ihm durchdrang, lies ihn aus seinem Trance aufwachen. Im Sturm seiner Gefühle hatte er Alexandra zu fest an sich gedrückt, so dass diese kaum noch Luft bekam. Erschrocken sah er sie an und lockerte umgehend seinen Griff.

„Hab ich Dir weh getan, Schatz?“, fragte er entsetzt.

„Nein, jetzt ist wieder alles gut. Du hast Dich nur so fest an mich geklammert, dass Du mir fast die Luft abgeschnürt hast“

„Das tut mir leid. Bitte verzeih mir“

Anstatt einer Antwort strich Alexandra ihm sanft über die Wange und küsste ihn liebevoll.

„Gibt es hier eine Möglichkeit, wo Du den Zettel anzünden kannst ohne dass hier alles abfackelt? Vielleicht da vorne bei den Felsen?“

„Das wäre eine Möglichkeit. Kommst Du mit?“

Alexandra nickte und verschränkte ihre Finger in seinen, während sie zu einer kleinen Landzunge gingen, die immer wieder von Wellen überspült wurde.

„Vorsicht, die Felsen könnten glatt sein und du hast nur dünne Stoffschuhe an“

Matt kletterte bis zum Ende der Landzunge über den Felsen und ging dort in die Hocke. Rasch zündete er das Papier an und hielt es nur knapp über das Wasser. Bevor die Flammen seine Finger erreichten, lies er es fallen. Leise flüsterte er, so dass es kaum hörbar war: „Mögest Du Frieden finden, Louisa. Ich verzeihe Dir.“. Er hielt kurz inne und sah dann zu Alexandra auf, die etwa zwei Meter hinter ihm stand. Irgendwie schien dies etwas in ihm auszulösen. Es war, als ob eine tonnenschwere Last von ihm abfiel. Vielleicht waren die bösen Geister der Vergangenheit nun endlich gebannt.

In diesem Moment rauschte eine riesige Welle auf sie zu und brach sich im Felsen. Instinktiv sprang Matt auf und wollte zu Alexandra eilen um sie notfalls festhalten zu können, was aber glücklicherweise nicht nötig war. Jedoch brachen die Wassermassen über ihr zusammen, so dass sie bis auf die Haut nass wurde. Zum Glück hatte das Wasser wenigstens angenehme Temperaturen und Alexandra war auch nicht der Typ, der sich wegen solcher Kleinigkeiten aus der Ruhe bringen lies.

„Normalerweise dusche ich immer ohne Kleidung. Was ist? Warum siehst Du mich so an?“

Matt konnte den Blick nicht mehr von seiner Freundin nehmen. Sie hatte heute  morgen ein weißes Sommerkleid angezogen, welches nun völlig durchnässt war.

„Du siehst heiß aus, mein Schatz.“

Erst jetzt fiel Alexandra auf, dass ihr Kleid beinahe durchsichtig geworden war und sie musste lachen.

„Das glaub ich Dir aufs Wort.“

„Willst Du zurück, dass Du Dich umziehen kannst?“, fragte Matt, dem auf einmal mehr als warm wurde.

Die letzte Stunde war für ihn ein wahres Wechselbad der Gefühle gewesen. Um so erfreulicher war es nun für ihn, dass Alexandra mit dem Kopf schüttelte.  

„Nein, aber ich würde mein Kleid gerne am Strand in die Sonne legen, damit es trocknet. Wo wir gelandet sind, der Strand hat mir gefallen. Und hier ist außer uns keine Menschenseele, also stört es auch niemand, wenn ich nackt bin.“

„Mich stört es bestimmt nicht“, grinste Matt frech und fügte hinzu, „Gut, gehen wir zum Strand und legen Dich trocken. Ich hab ja nicht viel abgekommen. Dein Bordoverall hätte die Nässe gar nicht erst angenommen, aber so. Na, dann komm.“


Die knapp 300 Meter bis zum Strand waren schnell zurückgelegt und Matt holte aus dem Shuttle rasch noch eine Decke. Nachdem sie ihre nasse Kleidung ausgezogen und zum Trocknen in die Sonne gelegt hatte, legte sie sich zu Matt in den Schatten unter einige Akazien. Dieser hatte seine Kleidung ebenfalls abgelegt und lag nun auf der Seite, als sie sich neben ihn legte, den Kopf auf dem Arm abgestützt. Außer dem Rauschen der Wellen und ihrem leisen Geflüster  war nichts zu hören. Sanft strich er ihr über die Wange und sah sie liebevoll an.

„Es war gut, dass Du mich überredet hast, dies zu tun. Irgendwie fühle ich mich jetzt befreiter. Auch wenn zwischen Louisa und mir eigentlich Schluss war, ist mir ihr Tod schon sehr nahe gegangen. Wobei ich sie nie so geliebt habe, wie ich Dich liebe. Ich weiß nicht, wie ich reagieren würde, wenn Dir etwas passieren würde.“

„Das freut mich, dass Du Dich besser fühlst. Es war auch für mich nicht angenehm, Dich so leiden zu sehen.“

Zärtlich legte sie ihren Kopf auf seine Schulter als er sich auf den Rücken drehte und sie an sich zog. Jeder seinen Gedanken nachhängend, lagen sie stumm aneinandergeschmiegt da. Durch die emotionale Anspannung der letzten Stunde war Matt ziemlich erschöpft. Die friedliche Ruhe in der Bucht tat ein übriges, so dass er irgendwann einschlief. Alexandra sah in liebevoll an, wie er friedlich vor sich hinschlummerte. Sie musste fast lachen, da er ganz leise anfing zu schnarchen und damit die Stille unterbrach. Das Meer war an dieser Stelle so ruhig und friedlich, dass sie sich entschied schwimmen zu gehen. Sollte Matt nur schlafen. Die Ruhe würde ihm gut tun.


Alexandra genoss es, wieder einmal in Ruhe schwimmen zu können. In dem kleine Bergsee, an dem ihr Elternhaus lag, war dies nur im Hochsommer möglich. Es gab zwar rund zwei Kilometer südlich noch einen kleinen See, der von Thermalquellen gespeist wurde, aber dieser war recht flach und zum schwimmen eher ungeeignet.
Nachdem sich die Sonne immer mehr dem Horizont entgegen neigte, wollte sie dann doch nach Matt sehen. Wie sie bereits vom Ufer erkennen konnte, schlief er immer noch. Sie beschloss, ihn zu ärgern und aufzuwecken. Mit der hohlen Hand schöpfte sie etwas Meerwasser und schlich sich zu ihm. Er hatte sich im Schlaf gedreht und lag nun auf dem Bauch. Kaum angekommen, lies sie das Wasser schön gemächlich auf seinen Rücken tropfen.

Matt schreckte hoch. Er hatte so fest geschlafen, dass er im ersten Moment überlegen musste, wo er war. Verwirrt drehte er sich um. Nun erkannte er, wer hier für die unfreiwillige Abkühlung gesorgt hatte.

„Na warte. Das kostet Rache“, rief er Alexandra lachend zu und stemmte sich hoch. Den kurzen Vorsprung den Alexandra hatte, würde er rasch aufgeholt haben. Dachte er zumindest. Jedoch hatte er nicht damit gerechnet, dass Alexandra plötzlich zur Seite ausweichen und ihn ins Leere laufen lies. Er geriet ins Straucheln und wäre fast der Länge nach im Sand gelandet. Lachend drehte sie sich zu ihm um. Matt setzte erneut an, um sie zu fangen und diesmal schaffte er es nach einiger Zeit sie einzuholen, wobei dies von Alexandra wohl beabsichtigt war. Er ließ sich mit ihr in den weichen Sand fallen und fing an sie zu kitzeln. Alexandra quiekte auf und wand sich unter ihm vor Lachen.

„Du bist gemein. Immer nutzt Du es aus, dass ich so kitzelig bin.“

„Aber klar, mein Schatz. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen.“

„Das glaub ich Dir sofort“, antwortete Alexandra lachend und knuffte ihn liebevoll gegen den Oberarm.

Matt stütze sich mit den Armen neben Alexandras Kopf ab und schob sich über sie. Sanft legte er seine Lippen auf ihre und küsste sie liebevoll. Alexandra erwiderte den Kuss und knabberte zärtlich an seiner Oberlippe, bis Matt seine Hand in ihren Nacken legte und ihren Mund komplett in Beschlag nahm. Im Nu entwickelte sich ein leidenschaftlicher Kampf ihrer Zungen. Alexandra seufzte wohlig auf. Sie fühlte wie in ihr ein immer größer werdendes Feuer loderte. Matt erging es nicht viel anders, dass konnte sie mittlerweile deutlich an ihren Schenkeln spüren. Dann allerdings erhob er sich plötzlich und hob sie mit sich hoch. Während er sie weiter leidenschaftlich küsste, klammerte sie sich instinktiv mit den Beinen um seine Hüften. Rasch trug er sie nach oben zur Decke. Dort legte er sie sanft auf den Rücken und lies sich dann von ihr mit nach unten ziehen.
Alexandra keuchte leise auf, als sie seine harte Männlichkeit zwischen ihren Beinen spürte. Matt lies seine Lippen tiefer über ihren Hals wandern und strich ihr mit der Hand dabei zärtlich über das Schlüsselbein. Er wusste ganz genau, wo sie empfindlich war und wie er sein Ziel erreichen konnte. Alexandra fuhr ihm durch sein dickes dunkles Haar, als er seine Hand tiefer sinken lies und ihre Brustwarzen zärtlich zwischen Daumen und Zeigefinger reizte. Wohlige Schauer liefen ihr über den Rücken, während seine Hände an ihrem Körper auf und abglitten. Seine Lippen wanderten nun ebenfalls immer tiefer, bis sie ihre Brust erreicht hatten. Sanft legte er seinen Mund über eine der rosa Spitzen und begann zärtlich daran zu saugen. Alexandra hatte mittlerweile das Gefühl zu verglühen. Dieser Kerl wusste wie immer genau was er tat. Er machte sie schier wahnsinnig. Ihre Hände glitten in mittlerweile fahrigen Bewegungen über sein Schultern und seinen Rücken. Als er dann auch noch anfing, vorsichtig  mit den Zähnen an ihren Brustwarzen zu knabbern, schrie sie fast vor Lust auf und krallte sich an seinen Schultern fest. Kontrolle hatte sie zwischenzeitlich kaum noch über sich. Matt blickte nur kurz auf und sah ihren vor Erregung verschleierten Blick. Sein Atem ging mittlerweile beinahe stoßweise und er konnte sich kaum mehr zurückhalten. Und eigentlich wollte er es auch gar nicht mehr. Mit einem sanften Ruck drang er tief in sie ein. Alexandra stöhnte auf und schlang ihr Beine um seine Hüften, damit sie ihn noch intensiver fühlen konnte. Die rhythmischen Stöße, die Matt ihr verpasste, ließen Alexandra immer wieder laut aufstöhnen. Und auch Matt gab sich seiner Lust hin. Beinahe gleichzeitig kamen sie zum Höhepunkt. Für einen Moment nach Luft ringend, blieb er auf Alexandra liegen. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit stützte er sich seitlich ihres Kopfes ab und küsste sie lange und intensiv.