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Meine schöne Bescherung

von Bobby92
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / Gen
Arzu Ritter Dr. Kathrin Globisch Dr. Philipp Brentano Hanna Globisch OC (Own Character) Oskar Brentano
31.03.2020
15.07.2020
5
14.376
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31.03.2020 2.792
 
Das Ende von Arzus zweiter Schwangerschaft näherte sich kurz vor Weihnachten. Bis zum errechenten Geburtstermin waren es noch gut 2 Wochen. Am 22. Dezember kaufte Philipp eine Ente beim Fleischer und weitere Zutaten im Supermarkt. Zwei Tage später war Heiligabend und Philipp ging am Vormittag einen Weihnachtsbaum kaufen. Etwa 1 1/2 Stunden später kam Philipp wieder und stellte den Weihnachtsbaum neben die Garderobe. Dabei sah er das die Klinik-Tasche unter der Garderobe steht. „Arzu, haben die Wehen eingesetzt?“, fragte
Philipp als Arzu aus dem Bad kam. „Nein, ich habe nur noch ein paar weitere Sachen
eingepackt.“, beruhigte Arzu Philipp und sah den Weihnachtsbaum neben der Garderobe. „Wow, der sieht gut aus!“, sagte Arzu. „Ja und geschmückt sieht er bezaubernd aus.“, meinte Philipp und packte den Weihnachtsbaum aus. Gemeinsam mit Arzu stellte er den Baum im Wohn- und Esszimmer auf. „Ich muss noch mal kurz weg. Bis später!“, verabschiedete sich
Philipp von Arzu und verließ wieder die Wohnung. Arzu ging danach in Philipps Arbeitszimmer und holte dort aus einem Regal die Kiste mit dem Weihnachtsbaumschmuck. Diese Kiste brachte sie in das Wohn- und Esszimmer. Dort holte sie die einzelnen Schachteln und Kartons aus der Kiste. Nach ungefähr 10 Minuten spürte Arzu einen sehr schmerzhaften Stich im Bauch und brach ohnmächtig zusammen, dabei fiel ihr eine Christbaumkugel aus der Hand.

Ungefähr eine halbe Stunde später kam Philipp mit zwei Tüten voller Kleinigkeiten wieder.
Kaum war er in der Wohnung sah er Arzu unter dem Weihnachtsbaum liegen. Sofort ließ er die Tüten fallen und lief zu ihr. „Arzu, was ist passiert?“, fragte Philipp schockiert. „Der Bauch tut so weh.“, antwortete Arzu. „Bist du gestolpert und auf den Bauch gefallen?“, fragte Philipp. „Nein, plötzlich kam ein schmerzhafter Stich und dann wurde mir schwarz vor Augen.“, erklärte Arzu Philipp. „Das hört sich nicht gut an.“, sagte Philipp und holte sein Handy aus der Jackentasche um den Notarzt zu rufen. „Philipp Brentano. Ich brauche dringend einen Rettungswagen in den Finkenweg 7. Meine Frau ist hochschwanger und mit starken Bauchschmerzen zusammengebrochen.“, erklärte Philipp der Rettungsleitstelle. „Ich will nicht noch ein Baby verlieren.“, stöhnte Arzu vor Schmerzen. „Der RTW ist gleich da.“, beruhigte Philipp Arzu.

Wenige Minuten später kam der Rettungswagen am Finkenweg 7 an. Die beiden Notärzte holten die Trage aus dem Rettungswagen und liefen damit zur Wohnung im zweiten Stock. Dort betteten sie gemeinsam mit Philipp Arzu auf die Trage und brachten sie runter zum
Rettungswagen. Philipp schnappte sich die Klinik-Tasche, schloss die Wohnung ab und lief hinter her. Nach dem die Trage mit Arzu in den Rettungswagen geschoben wurde stieg Philipp  hinten ein und setzte sich neben die Trage. Dann ging die Fahrt zur Sachsenklinik los.

Mit eingeschaltetem Martinshorn fuhr der Rettungswagen durch die Stadt und erreichte die Sachsenklinik nach 6 Minuten. Fünfzig Meter vor dem Eingang zur Notaufnahme verringerte der Rettungswagen sein Tempo, wendete und fuhr rückwärts auf den Eingang zu.

Der Rettungswagen hielt zwei Meter vor dem Eingang an.
Kaum stand der Rettungswagen vor dem Eingang öffneten sich die Türen und die Notärzte
stiegen aus. Gemeinsam öffneten die hinten die Türen. Zusammen mit Philipp holten die
beiden Notärzte die Trage mit Arzu raus und schoben sie in den Flur der Notaufnahme als
ihnen grade Elena Eichhorn, die Leiterin der Notaufnahme, entgegen kam. Sie fragte Philipp ob die Wehen eingesetzt haben. „Nein, sie hat starke Bauchschnerzen seit über einer halben Stunde. Puls ist etwas erhöht. Temperatur liegt bei 37,5. Übelkeit und Erbrechen seit gestern.“, antwortete Philipp während er gemeinsam mit Elena und den Notärzten Arzu in den Schockraum 1 brachte. Im Schockraum 1 betteteten sie Arzu von der Trage auf die Liege um.
Danach zog Philipp seine Jacke aus und legte sie auf den Stuhl. Währenddessen half Elena
Arzu ihren Pullover über den Bauch nach oben zu krempeln. Anschließend tastete sie
vorsichtig Arzus Bauch ab. „Ah, aua.“, schrie Arzu. „Tut es an einer bestimmten Stelle weh?“, fragte Elena Arzu. „Nein, am ganzen Bauch.“, antwortete Arzu. Nach dem Abtasten machte
Elena einen Ultraschall. Vorsichtig fuhr sie mit dem Ultraschallkopf über den Bauch lang.
„Bitte versuchen Sie ruhig ein- und auszuatmen.“, bat Elena Arzu. „Ok, Arzu. ... Hier! Das Baby ist gut zu sehen und der Herzschlag ist da. ... Muttermund ist geschlossen. ... Sie haben definitiv  keine Wehen.“, erklärte Elena. „Was ist es denn dann?“, fragte Arzu besorgt. „Ein Problem im Darm.“, antwortete Elena und nahm Arzu danach Blut ab. Anschließend ging sie mit Philipp kurz raus. „Ich vermute eine Appendizitis.“, eröffnete Elena Philipp. „Das darf doch alles nicht wahr sein! Und das an Weihnachten!“, fluchte Philipp. „Bitte bleib ruhig! Wir brauchen
dringend einen Gastroentologen der sich mit Appendizitis bei Schwangeren auskennt.“, erklärte Elena. „Das sehe ich auch so.“, antwortete Philipp. Nach dem kurzem Gespräch ging Elena ins Ärztezimmer und Philipp wieder zu Arzu. „Philipp, ich habe Angst.“, sagte Arzu. „Elena sucht einen Gastroentologen.“, beruhigte Philipp Arzu.
Ungefähr 20 Minuten später kam Elena mit der Nachricht zurück, dass sie vergeblich versucht hat einen Gastroentlogen zu erreichen. Auch in der Leipziger Uniklinik hatte sie nachgefragt. Von dort erfuhr sie das der Gastroentologe über die Weihnachtstage frei hat und man ihr die Nummer wegen der Privatsphäre nicht geben darf. „Dr. Heilmann sagte mir das du Jan Jakobi persönlich kennst. Hast du seine Handynummer?“, fragte Elena Philipp. „Mal sehen.“, sagte Philipp und holte sein Handy aus der Tasche von seiner Jacke. „A, B, ... D, ... G, ..., J, Ja, hier ist sie.“, antwortete Philipp. Kurz darauf rief Philipp Jan an: „Philipp Brentano. Hallo Jan, wir brauchen dringend deine Hilfe! Arzu ist hochschwanger und hat vermutlich eine Appendizitis. ... Ok, bis gleich!“

Ungefähr 15 Minuten später ging Philipp zum Parkplatz und sah Jan mit dem Auto ankommen.
Jan parkte sein Auto auf dem nächsten freien Parkplatz und stieg aus dem Auto aus.
„Hallo Jan, das ging ja schnell! Schön dass du so schnell kommen konntest.“, begrüßte Philipp Jan. „Tja, mit einer Appendizitis ist nicht zu spaßen.“, begrüßte Jan Philipp. Gemeinsam gingen die beiden zu Arzu die mittlerweile in einem anderem Untersuchungszimmer liegt. In diesem Untersuchungszimmer machte Philipp Jan und Elena miteinander bekannt. „Arzu, ich werde jetzt die Appendix per Ultraschall lokalisieren und mir die Blutwerte anschauen.“, erklärte Jan Arzu sein Vorhaben. Zuerst machte Jan einen Ultraschall und lokalisierte die Appendix knapp unter der rechten Rippe. Nach dem Ultraschall schaute er sich die Blutwerte an. „Die Leukozyten sind etwas erhöht. Die Appendix sieht im Ultraschall weder zu dick noch zu dünn aus. Ich rate zur Einnahme von Antibiotika.“, sagte Jan zu Arzu. Überrascht schauten sich Philipp und Elena an, denn das war nicht die Antwort die sie erwartet hatten. „Ich will keine Medikamente in der Schwangerschaft einnehmen.“, sagte Arzu.

„Arzu, wir müssen etwas tun! Dein Leben und das Leben deines Babys stehen auf dem Spiel! Ich gebe dir eine Stunde Bedenkzeit.“, sagte Jan mit ernster Stimme zu Arzu. „Bitte hör auf Jan. Entweder Antibiotika oder eine Appendektomie“, flehte Philipp Arzu an. „Ich gehe raus und warte bis ihr das geklärt habt.“ sagte Jan zu Philipp und verließ das Zimmer.

Zögerlich stimmte Arzu nach 15 Minuten einer OP zu.
Philipp ging  aus den Zimmer raus um Jan Bescheid zu sagen, doch dieser hatte die
Sachsenklinik bereits wieder verlassen. Da Jan nicht mehr in der Sachsenklinik war rief
Philipp ihn an und fragte ihn wo er ist. Philipp erfuhr von Jan das er im Zoo bei den Gorillas ist. Verwirrt aber froh zu wissen wo Jan ist machte sich Philipp auf den Weg zum Zoo. Er brauchte ungefähr 10 Minuten bis dahin. Weitere 10 Minuten später erreichte Philipp das Pongoland und traf Jan an der Gorilla-Innenanlage. „Was machst du denn hier?“, fragte Philipp Jan. „Ich ... ich kann die OP nicht machen.“, fing Jan mit seiner Erklärung an. „Warum zögerst du?“, fragte Philipp. „Diese OP habe ich schon oft gemacht, genauer gesagt bei 12 Schwangeren, 21 Kindern, 6 Erwachsenen und ein einziges Mal, das heißt beim letzten Mal, bei einer Gorilla-Dame.“, erklärte Jan. „Ist sie ...?“, fragte Philipp und ahnte die Antwort. „Ja, beide sind tot. Es war ihre zweite Schwangerschaft und sie war genetisch sehr wertvoll für die Zucht. Noch heute träume ich von dieser OP.“, antwortete Jan. „Ich verstehe deine Angst. Das würde mir auch so ergehen, nur handelt es sich in diesem Fall um einen Menschen und es kann diesmal gut gehen.“, antwortete Philipp. „Tut mir leid, es wird keine weitere Appendektomie in der Schwangerschaft geben, jedenfalls nicht für mich!“, sagte Jan. „Die Ente!“, fiel Philipp plötzlich ein. „Welche Ente? Was ist mir ihr?“, fragte Jan. „Vor 2 Tagen hatte ich eine Ente gekauft, da wir gefüllte Ente morgen machen wollten. Aber aufgrund der Erkrankung von Arzu fürchte ich das Weihnachten ausfällt.“, erklärte Philipp Jan. „Was hälst du davon wenn Marie und ich uns ums Weihnachtsessen kümmern?“, fragte Jan. „Gute Idee.“, antwortete Philipp, als grade sein Handy klingelte. „Philipp Brentano. Ja, Elena. Was ist? ... Wir kommen sofort! ... Arzus OP, Jan machst du das?“, fragte Philipp. „Wenn Dr. Eichhorn und Dr. Heilmann mir assistieren, dann ja. Hoffentlich ist es noch nicht zu spät.“, antwortete Jan. Zusammen machten sich beide auf den Rückweg zur Sachsenklinik. Unterwegs rief Jan Marie an und bat sie zur Sachsenklinik zu kommen, damit sie sich den Schlüssel von Philipp abholen kann.

Die Sachsenklinik erreichten Jan und Philipp fast 10 Minuten später.
Am Eingang nahm Marie von Philipp entgegen und wünschte viel Glück für die OP.
Jan und Philipp eilten dann weiter zum OP 1. Dort war Arzu grade hingebracht worden.

Etwas außer Atem kamen Jan und Philipp im OP-Vorbereitungsraum an.
Schnell zog sich Jan um und ging zur Schleuse in der Arzu bereits lag.
Zuerst legte die Anästhesistin Kathrin Globisch einen venösen Zugang am linken Unterarm bei Arzu. Dabei sprach Jan mit Arzu: „Ich werde nach der Appendektomie eine Sectio machen, um dir eine weitere OP innerhalb von 2 bis 3 Wochen zu ersparen. Außerdem würde vermutlich die frische Narbe während der Geburt unter den Wehen aufreißen.“

Nach dem der venöse Zugang gelegt wurde bekam Arzu das Narkosemittel von Kathrin gespritzt. Ungefähr 5 Minuten später schlief Arzu tief und fest. Danach schoben Jan und Kathrin die Liege mit Arzu in den OP. Dort betteten sie Arzu von der Liege auf den OP-Tisch.

Zuerst desinfizierte Jan Arzus Bauch und deckte danach diesen mit einem sterilen Tuch ab, in das er ein großes Loch geschnitten hatte. Anschließend setzte er das Skalpell am rechten Oberbauch an und schnitt den Bauch auf einer Länge von 10 cm auf. Im Wechsel schnitt er Schicht für Schicht auf bis der Bauch offen war. Kaum hatte er die letzte Schicht durchtrennt sah er die Bescherung. „Mist, genau das habe ich befürchtet. Schöne Bescherung!“, fluchte Jan. „Wie wollen Sie jetzt vorgehen?“, fragte Roland Jan. „Erst hole ich die Appendix raus oder was davon noch übrig ist, dann nähe ich den Caecum zu und spüle danach den Bauchraum so gründlich wie möglich aus.“, antwortete Jan und griff mit diesen Worten nach dem Caecum um ihn samt Appendix rauszuholen.

Zwei Minuten später lag die perforierte Appendix mit dem Caecum draußen.
Als erstes klemmte Jan die Appendix vom Caecum ab. Danach schnitt er oberhalb der Klemme die Appendix am Übergang zum Caecum durch. Dann nähte er den Caecum zu und schob ihn wieder in den Bauch zurück. Weil die Appendix perforiert war spülte Jan den Bauchraum so gründlich wie möglich aus, was aber wegen der Schwangerschaft schwierig war.
Zum Schluss nähte Jan die einzelnen Muskelschichten und die Haut wieder zusammen.

Nach der Beendigung der Appendektomie hielt Jan kurz inne bevor er sich ein neues Skalpell nahm, um dieses oberhalb der Schamhaargrenze anzusetzen und abermals Schicht für Schicht zu durchtrennen. Als er an der Gebärmutter angekommen war zog er etwas an der
Gebärmutterwand und durchtrennte die vorletzte Schicht. Vorsichtig öffnete Jan die Fruchtblase und legte danach das Skalpell zur Seite. Langsam und zielsicher schob Jan seine Hände in die Öffnung um das Baby am Kopf rauszuziehen. Etwa zwei Minuten später war der Kopf draußen. Dann schob er seine Hände unter die Arme des Babys um einen festen Griff zu haben beim Rausziehen. Weitere drei Minuten später lag das Baby vor ihm auf dem Nachbartisch. Anschließend holte er die Plazenta und die Fruchtblase aus der Gebärmutter.
Während Elena das Baby untersuchte sowie die Nabelschnur durchtrennte nähte Jan die
Öffnung in der Gebärmutter und die Öffnung in der Bauchdecke wieder zusammen.

Anschließend bat Jan Kathrin die Narkose auszuleiten. Danach betteten Jan, Roland und Kathrin Arzu vorsichtig vom OP-Tisch auf die Liege. Die Liege mit Arzu schoben die drei dann in den Aufwachraum neben dem OP. Dort betteten die drei Arzu von der Liege ins Bett und brachten sie in ein Zimmer auf der Intensivstation. Dort wurden sie bereits von Philipp und Marie sehnsüchtig erwartet.

Ein paar Minuten nach dem Roland und Kathrin das Zimmer auf der Intensivstation verlassen hatten wurde Arzu langsam wach. „Frohe Weihnachten und herzlichen Glückwunsch zur Geburt!“, begrüßte Jan Arzu. „Wie geht es dem Baby? Wie verlief die OP?“, fragte Arzu und schaute fragend in die Runde. „Unserem Sohn geht es gut. Marie, Jan und ich sind froh das ihr beide lebt. Wenn du willst kann Jan dir später vom OP-Verlauf erzählen.“, antwortete Philipp. „Später. Kann ich unser Baby sehen?“, fragte Arzu Philipp. „Ja.“, sagte Philipp und bat Jan das Baby von der Kinderstation zu holen.

Ungefähr 10 Minuten später kam Jan mit einem Baby-Bett zurück in dem Arzus Sohn lag.
Arzu hatte sich in der Zwischenzeit mit Philipps Hilfe im Bett etwas aufgerichtet.

Vorsichtig holte Jan Arzus Sohn aus dem Bett und legte ihn auf Arzus Schoß.

„Danke, Jan!“, sagte Arzu zu Jan.

Während Arzu ihren Sohn kennenlernte fragte Marie ob dieser schon einen Namen hat.
Philipp antwortete gähnend darauf, dass er Oskar heißt.

Gut 15 Minuten später brachte Jan Oskar zurück auf die Kinderstation.

Danach gingen Philipp, Jan und Marie zu Bett.
Jan und Marie übernachteten im Ruheraum neben dem Ärztezimmer.
Philipp legte sich zum Schlafen im Ärztezimmer auf das Sofa.

Gegen 8 Uhr am nächsten Morgen wachte Marie auf und stellte fest das Jan schon wach ist.
Sie zog sich an und ging zu Arzu auf die Intensivstation. Dort traf sie auf Jan und Philipp.
Von Philipp erfuhr sie, dass er und Jan seit 6 Uhr wach sind. Außerdem erzählte er ihr, dass Arzu vor einer Stunde mit seiner Hilfe aufgestanden und ein paar Schritte gelaufen ist.

Kurz danach gingen Marie, Jan und Philipp in die Cafeteria um zu frühstücken.
Dort kauften sich Philipp und Jan je ein mit Salami belegtes Brötchen. Marie suchte sich ein Brötchen mit Kirschmarmelade und Schokoaufstrich aus. Gemeinsam setzten sich die drei an einen Tisch an der Fensterfront. „Philipp, wie hast du eigentlich Jan dazu überredet die OP doch zu machen?“, fragte Marie Philipp. „Ich habe mit ihm darüber geredet warum er die OP nicht machen wollte. Als Dr. Eichhorn mich anrief konfrontierte ich ihn mit Arzus OP. Schließlich stimmte er der OP zu.“, erklärte Philipp.

Als die drei das Frühstück beendet hatten ging Marie zur Wohnung von Philipp und Arzu um  dort das Weihnachtsessen vorzubereiten.

Ein paar Stunden später kam Marie mit dem Weihnachtsessen zurück in die Sachsenklinik. Im Konfernzraum neben dem Ärztezimmer deckte sie den Tisch. Auf Jans Rat hin hatte Marie für Arzu eine Kürbissuppe gekocht.

Zuerst brachte Jan Arzu die Kürbissuppe. Gemeinsam mit Philipp und Marie blieb er dort damit Arzu während des Essens nicht alleine ist. Danach gingen die drei in den Konferenzraum um das von Marie vorbereitete Weihnachtsessen zu verspeisen.

Wenig später kehrten Jan, Marie und Philipp zurück zu Arzu. Marie und Jan setzten sich links von Arzu auf je einen Stuhl. Philipp nahm rechts von Arzu Platz.

Kaum saßen alle drei begann Marie ihr Geheimnis zu lüften.

„Vielleicht ist es euch schon aufgefallen. Jan weiß es schon lange und Philipp hat es sicher schon beim Frühstück bemerkt als ich ein Brötchen mit Kirschmarmelade und Schokoaufstrich aß.“, erklärte Marie mit einem geheimnisvollen Lächeln. Während Philipp und Jan grinsten guckte Arzu die drei zuerst irritiert an. Doch dann wanderte ihr Blick von Jans Grinsen zu Maries Bauch und ihr wurde klar worauf Marie hinaus will.

„In der wievielten Woche bist du?“, fragte Arzu Marie überrascht.
„Ich bin in der 18. Woche.“, antwortete Marie und streichelte ihren Bauch.
„Mitte September nahm Marie an einem Sportfest in der Schule teil. An dem Tag trank sie ein Glas Sekt. Der Sekt schmeckte etwas komisch. Sie erzählte mir am Abend davon.
Ich vermutete das Marie schwanger ist. Zufällig hatten wir einen Schwangerschaftstest zu Hause. Dieser war eigentlich für Gorilla-Dame Kibara gedacht. Marie machte den Test. Das Ergebnis war ein blasser Strich auf dem Test. Zwei Wochen später ging sie zu ihrer Frauenärztin. Diese bestätigte meinen Verdacht.“, erklärte Jan Philipp und Arzu.

Um das restliche Weihnachten in trauter Zweisamkeit zu genießen gingen Jan und Marie am späten Nachmittag zu sich nach Hause.
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