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Das Überleben des Kampfsterns Pegasus

von ziva-ute
GeschichteDrama, Freundschaft / P16 / Gen
Captain Apollo Lt. Starbuck
30.03.2020
19.09.2021
24
36.765
1
Alle Kapitel
13 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
14.09.2021 974
 
Hallo,
ich weis ja, das dieses Genre nicht mehr aktuell ist.
Trotzdem gibt es Schwarzleser.
Habe ich auch nichts gegen.
Nur bräuchte ich ab und zu ein Review.
Wie soll ich sonst wissen, ob meine Geschichte noch interessant ist? Verbessert werden müßte? Langweilig ist? ....
Es wäre also nett, wenn sich jemand erbarmen könnte und ein Kommi schreibt.
Danke.
Mit lieben Grüßen
Ute

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Kapitel 22
Der neue Captain

In der Folgezeit zeigte Apollo, was er drauf hatte. Verantwortungsbewusst, fordernd, nicht überfordernd, hervorragender Pilot, zielgerichtet. Der geborene Anführer. Rasch hatte er sich nicht nur Respekt erarbeitet, sondern die Leute würden für ihn durch dick und dünn gehen.
Starbuck versuchte, seinen Freund an die Frau zu kriegen.
Bei mir hatte er es auch schon probiert. Bis ich ihm klar machte, ich suche mir meine Sexpartnerin selber aus.
Als er mich mit in seine Ränkespielchen einbeziehen wollte, wies ich ihn deutlich darauf hin.
„Das verstehst Du falsch,“ erklärte Starbuck mir eifrig. „Apollo hat ewig gebraucht bis er mit Serina ein Date hatte. Und noch länger, bis sie endlich geheiratet haben. Wenn ich bei ihm nicht nachhelfe, bleibt er Jungmann.“
„Er hatte mit seiner Frau keinen Sex?“ Gespielt ernst stellte ich mich dumm an.
Natürlich verdrehte der Blonde die Augen. „John. Du verstehst, was ich meine.“
„Wenn er verheiratet ist, dann…“
„Serina wurde von den Cylonen getötet.“
„Oh.“ Das war schlecht. Ich konnte mich gut daran erinnern, wie ich gelitten hatte, als Apea von den Whrait geholt wurde. Jahrzehnte lang wollte ich keine dauerhafte Beziehung mehr. Die Angst, auch die nächste Partnerin an den Feind zu verlieren, war zu groß dafür. Es dauerte lange bis ich es akzeptierte, dass man sich selbst um gute Zeiten betrog, wenn man Nähe nicht mehr zu lies. „Schon länger her?“
„Zu lange, um nicht wieder glücklich werden zu dürfen,“ seufzte der Blonde.
„Trotzdem musst Du es ihm überlassen,“ versuchte ich es erneut, „zu entscheiden, wann er so weit ist.“
„Jaja,“ knurrte Starbuck genervt. „Aber man kann ihm doch Beispiele vorsetzen. Ich meine, dann kommt er selber darauf, dass Sex in diesen Zeiten eine gute Sache ist.“
Ich lachte und schlug meinem Kameraden auf die Schulter. „Mach, was Du willst. Ich kann Dich sowieso nicht davon abhalten. Aber bedenke, wenn Du ihm damit auf die Nerven gehst, haut er ab und Du bist alleine.“
„Nene,“ schüttelte Starbuck den Kopf. „Ich hab doch Dich. Da kann ich nicht alleine sein.“
Die Worte rührten mich. Er hatte es nur so dahin gesagt. Aber die Selbstverständlichkeit, mit der er meine Anwesenheit in seiner Nähe angab, wärmte mein Herz. Ich merkte, wie sehr mir Starbuck gefehlt hatte. Unsere gemeinsamen Tätigkeiten waren zum Erliegen gekommen. Starbuck zeigte Apollo alles und war permanent um ihn herum. Da blieb keine Zeit mehr für mich.
Trotzdem lernte ich Apollo kennen und mein Respekt wuchs. Ganz besonders als er anfing, Cains Pläne zu kritisieren.
Unterschiedlicher konnten die Beiden nicht sein.
Cain voll darauf konzentriert, den Feind zur Strecke zu bringen. So viel zerstören wie möglich. Koste es, was es wolle.
Apollo dachte nicht daran, seine Leute einfach als Kanonenfutter zur Verfügung zu stellen. Rache hielt er für dumm. Das war es ja auch. Warum sollte also dafür jemand sterben? Die Diskussionen der beiden wurden immer heftiger.
Ich warf oft andere Pläne ein. Nur ungern nahm Cain diese an. Aber bei drei gegen einen und einer Enthaltung hatte er die schlechtesten Karten. Ohne uns Staffelführer hatte er keine Piloten, die er in den Kampf schicken konnte.
Mich wunderte es, dass Cain Apollo nicht in die Arrestzelle steckte, um sich den Respekt der Mannschaft zu bewahren.
Allerdings fanden diese Auseinandersetzungen unter uns fünfen statt. Kein anderes Mannschaftsmitglied war dabei. Und wir alle hielten außerhalb des Besprechungsraumes den Mund. Darauf konnte Cain sich verlassen.
Wenn es bei den Besprechungen auch hoch her ging, so zeigten wir nach außen, dass wir die Kommandohierarchie respektierten.

„Ich bin nicht einverstanden,“ kommentierte Apollo den Vorschlag.
„Was für ein Wunder,“ knurrte Cain leise. Lauter fügte er hinzu. „Was gibt es jetzt daran auszusetzen?“
„Diese Strategie wurde bereits auf dem Planeten im Echholt-Sektor angewandt,“ erklärte der Captain sachlich. „Die Cylonen kennen daher dieses Vorgehen.“
„Nach den ersten Sätzen würden die Cylonen aufgrund der Erfahrung sich anpassen,“ stimmte ich nun zu.
„Dann spielen wir doch,“ grinste Starbuck spitzbübisch. „Benutzen wir den Anfang, lassen sie drauf springen und ändern dann unser Vorgehen.“
Lächelnd schüttelte Milenis den Kopf.
Selbst Cain sah nicht mehr so angepisst aus. „An was hatten Sie gedacht, Captain?“
Es gab verschiedene Vorschläge. Bei allen wurde das pro und Contra ausführlich diskutiert. Es galt, die Reaktionen des Feindes vorauszuahnen. Praktisch wie bei Schachspiel. Ich traute Apollo zu, Cain bei Schach zu schlagen.
Nicht nur ich bemerkte, wie Starbucks denken sich durch das Strategiespiel verändert hatte.
„Seit wann kannst Du denken?“ kam es nach einer Weile erstaunt von Apollo.
„He,“ sagte Starbuck empört. „Ich konnte schon immer denken. Was kann ich dafür, dass diese Eigenschaft niemanden auffällt?“
Der Schwarzhaarige hob die Hände. „Schon gut. Ich staune nur über Dein strategisches Talent. Bisher hattest Du es gut versteckt.“
Der Blonde machte eine Geste, die ich ihm gezeigt hatte. Er tat so, als würde er ein Stück Papier zerknüllen und war es dann über seine Schulter. Als ihn drei Augenpaare erstaunt ansahen, grinste er breit. „Das heißt auf der Erde, vergiss es. Nicht der Rede wird.“
Die Augen schauten jetzt mich an.
„Er hört nun mal gerne Gute Nacht Geschichten.“ Dabei hob ich entschuldigend die Schultern.
Cain lachte und schlug sich aufs Knie. „Ihr beiden seid die verrücktesten Daggits, die mir je begegnet sind.“
„Dem kann ich zustimmen,“ nickte Apollo.
„Das ich es noch erlebe,“ amüsierte sich Milenis, „das Cain und Apollo einer Meinung sind.“
„Sollte man sich im Kalender rot markieren,“ gab ich meinen Senf dazu.
„Redensart?“
„Ja,“ grinsend griff ich nach dem bereits kalten Tee. „Sind wir mit der Planung fertig?“
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