Bisher stand Sport immer an erster Stelle.

von Jktoni
KurzgeschichteAllgemein / P18 Slash
Lee Felix Seo Changbin
30.03.2020
31.03.2020
2
5.519
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30.03.2020 2.965
 
Teil 1

Es war weit nach sieben als Felix endlich die Stufen zu seinem Elternhaus erklomm und an der Tür klopfte. Seine Mutter gewährte ihm nach einigen Minuten Einlass, jedoch mit einem Gesicht als hätte der Junge irgendetwas falsch gemacht.
Felix fiel beim besten Willen nichts ein was seine Mutter so verärgern könnte.
„Ich habe dich extra darum gebeten wenigstens heute pünktlich zu kommen!“, raunte sie ihrem Sohn entgegen.
Leicht angesäuert, weil er immer noch nicht wusste was nun eigentlich los war, streifte sich Felix seine Straßenschuhe ab und stellte seine Sporttasche in die Nische der Garderobe. Leicht konnte sich der Teenager nun denken warum seine Mutter nicht gerade wohlgesonnen auf sein Zuspätkommen reagiert hatte als er Stimmen aus dem Esszimmer hören konnte.
„Und als wir das nächste Mal aus dem Urlaub zurückgekommen sind war das Haus sauberer als vorher!“, beendete eine erwachsene Männerstimme die Geschichte und seine Eltern und ihre Gäste, welche ebenfalls aus einem Ehepaar bestanden, brachen in Lachen aus.
Felix wusste nicht genau wie er sich verhalten sollte, vielleicht konnte er sich einfach kurz etwas zu Essen nehmen und dann nach oben in sein Zimmer verschwinden, schließlich hatte der Junge Besseres zu tun als mit seinen Eltern und deren Freunden einen langweiligen Plausch zu halten. Unschlüssig blieb er also weiterhin in der Tür stehen.
Bis sich die Badtür im Flur öffnete und ein schwarzhaariger Junge, einige Jahre älter als Felix, in den Flur trat und den blonden Neuankömmling interessiert musterte. Langsam schlich er sich an den Jüngeren heran, der immer noch nicht merkte, dass er in seinem eigenen Haus beobachtet wurde.
„Nein das kann doch gar nicht sein! Von so etwas können wir beide nur träumen!“, abermals erklang Gelächter aus dem Wohnzimmer.
Erst jetzt verspürte Felix eine gewisse Präsenz hinter sich, wusste aber nicht genau wie er darauf zu reagieren hatte und blieb stocksteif erstarrt im Türrahmen stehen.
„Du musst Felix sein“, die kleinen Härchen auf seinen Armen stellten sich auf als er den heißen Atem auf seinem Hals spürte. Und hätte seine Mutter in genau dem Moment nicht nach ihm gerufen wäre er wohl noch weitere Sekunden in dieser Starre verharrt.
„Felix komm setz dich zu uns und sag Hallo zu unserem Besuch! Das Essen steht zum Glück noch auf dem Tisch.“
Langsam bewegten sich seine Füße in den Wohnbereich wo er sich an den für ihn gedeckten Platz setzte. Endlich konnte der Jüngere den Besuch näher betrachten. Sein ehemaliger Schatten folgte ihm ins Esszimmer und nahm ihm gegenüber Platz.
„Lix Schatz kannst du dich noch an Changbin und seine Eltern erinnern?“
Changbin? In Felix Kopf fing es an zu rattern ... vergeblich. Glücklicherweise kam ihm die fremde Frau am Tisch entgegen.
„Oh Clara es würde mich wundern könnte sich dein Sohn an uns erinnern! Wie alt war er damals? 1? 2? Oder noch jünger? Ich kann mich noch gut daran erinnern wie er mit Pampers in unserer alten Wohnung herumgestolpert ist.“
Felix fehlten die Worte. Er kannte diese Menschen nicht, war gerade einmal 5 Minuten im Raum und doch wurden hier zwischen Reis, Fisch und gekochten Eiern intime Geschichten seiner Kindheit ausgepackt. Der Teenager spürte jeden einzelnen Bluttropfen der ihm in den Kopf schoss. Und es wurde auch nicht besser als sich der Jüngste am Tisch den Blicken seines Gegenübers bewusstwurde.
Durch Changbins starren Blick fühlte sich Felix nackt. Die dunklen Augen fesselten ihn, ließen seinen jugendlichen Körper versteifen und hinderten ihm am Atmen. Wollte er nicht gerade noch etwas sagen?
„Nein Mutter. Ich glaube ... Lix kann sich daran nicht mehr erinnern.“, amüsiert zuckten die Mundwinkel des Älteren in die Höhe. Den Blick immer noch auf den Jüngeren gelegt, welcher seine Hautfarbe immer noch nicht unter Kontrolle bekam. Es war eher das Gegenteil der Fall als Felix seinen Spitznamen aus dem Mund des Älteren hörte. Seine Mundhöhle wurde trocken sobald er wieder an die dunkle, kratzige Stimme von Changbin dachte.
„Nun ja es sind ja auch mehr als 15 Jahre dazwischen“, schaltete sich nun Felix Vater in die Konversation ein.
Felix musterte verstohlen den Älteren, der ihm Gegenüber saß. Das dunkle Haar, welches ihm lässig auf die Stirn fiel umrahmte schmeichelnd seine undurchdringlichen Augen, die ihn nicht ganz so verstohlen anstarrten und so kam es, dass Felix seinen Blick nicht einmal auf den Rest seines Körpers werfen konnte. Starr und ohne Widerworte zuzulassen blieben seine Augen auf die von Changbin gerichtet. Ihr Blickkontakt hielt ununterbrochen an bis der Ältere seine wohlgeformten Lippen zu Worten formte.
„Es ist unhöflich nicht zu antworten, Lix.“
„W-was?“
Felix konnte erst durch das Kichern der Erwachsenen die magische Verbindung zwischen ihnen beiden lösen. Fragend und vielleicht auch etwas verzweifelt blickte er abwechselnd zwischen seine Mutter und seinem Vater hin und her.
„Schatz Chaeyeon hat dich gefragt was du nach der Schule später machen möchtest.“
Peinlich berührt, da Felix anscheinend für einige Minuten geistig den Raum verlassen hatte, beeilte sich dieser jetzt schnell, aber höflich die Frage des Gastes zu beantworten.
„Ich möchte später gern professioneller Leichtathlet werden! Und trainieren möchte ich an der Uni in Sydney.“
„Wow Felix da hast du dir ja Großes vorgenommen!“, eifrig nickte der junge Australier und begann zu strahlen.
„Das ist richtig, aber mein Trainer sagt immer öfter, dass ich das Zeug für die Nationalmannschaft habe! Gestern bin ich die 100 Meter in 11,2 Sekunden gelaufen!“
„Tja unser Lix brennt einfach für den Sport.“, fing Felix Mutter an, „Jedoch wollen wir auch darauf achten, dass du deine Noten im nächsten Halbjahr steigerst ... nicht wahr?!“
Augenverleihernd nickte Felix wieder, diesmal jedoch weniger enthusiastisch.
„Das liegt nur an Bio und Koreanisch ... die Fächer ziehen meinen Schnitt immer runter.“, gab der Jüngste leise bekennend zu.
Changbin sah sich das Spektakel um den Dunkelblonden gern an. Seine Sommersprossen begannen immer wild zu tanzen sobald der Kleine seine Nase rümpfte. Das tat er sobald ihm etwas unangenehm war, was bisher ziemlich oft vorkam.
„Oh wenn wir nicht so weit weg wohnen würden könnte dir Changbin Nachhilfe in der Schule geben! War Koreanisch nicht dein bestes Fach?“, wurde der Schwarzhaarige von seinem Elternteil angesprochen.
„Ich hatte kein ‚bestes Fach‘, Vater.
Ich hatte einen Durchschnitt von 1,0. Ich habe alle Fächer gleich gut abgeschlossen.“
Gab der Ältere zu. Es war keine Arroganz, sondern viel eher Stolz auf seine Leistungen, die in der Aussage mitschwangen. Er hatte die besten Ergebnisse im ganzen Jahrgang erzielt, welchen Grund gab es darauf nicht stolz zu sein?
Felix hingegen war nicht beeindruckt. Es gab Wichtigeres im Leben als Schulnoten und ein guter Sohn zu sein. Changbin war einfach ein gutaussehender Angeber, genervt verleiherte der Jüngere abermals seine Augen. Was ihm jedoch nur ein entrüstetes „Felix!“ von seinem Vater und ein amüsiertes Schnauben von Changbin einbrachte.
„Nimm dir gefälligst ein Vorbild an Changbin. Er konnte in der Schule eine Klasse überspringen, hat immer nur gute Noten mit nach Hause gebracht und jetzt kann er studieren was er möchte und worin er später auch gutes Geld verdienen wird!
Erzähl doch mal von deinem Studium Changbin! Vielleicht können deine Erzählungen unseren Felix ja mal etwas anstacheln damit auch er die Schule ernster nimmt!“
Changbin hob zweifelnd seine Augenbrauen. Im Leben glaubte er nicht daran Felix mit irgendwelchen Worten zu einem guten Schüler zu erziehen. Nein wäre es wirklich seine Aufgabe den Jüngeren zu erziehen würden ihm ganz andere Lehrmethoden einfallen ... später vielleicht.
„Also letztes Halbjahr habe ich meinen Bachelor in BWL abgeschlossen und hänge jetzt noch meinen Master dran. Nebenbei arbeite ich bei Hyundai. Ich denke nach dem abgeschlossenen Studium habe ich gute Chancen auf eine Übernahme.“
Felix war unglaublich zwiegespalten. Zum einen kotzte ihn Changbins Art einfach nur an, weil er so ziemlich alles war was seine Eltern sich für ihn wünschten und wie er niemals werden wollte, und zum anderen, weil ein ganz kleiner Funke ihn ihm Changbin für seinen Lebenslauf bewunderte. Hätte er den gleichen Antrieb wie der Ältere könnten seine Eltern auch so stolz auf ihn sein wie Changbins. Aber wäre Felix damit glücklich geworden? Er lebte für den Sport und das war momentan das Einzige was zählte und was ihm Freude bereitete. Für etwas anderes hatte er sich nie interessiert oder bemüht. Die Schule stand da an erster Stelle, auch wenn der Jüngere nicht dumm war. Auch Changbin hatte nicht das Gefühl, dass es dem Blonden am IQ fehlte, sondern schlicht und ergreifend an der Motivation. Würde er genauso für die Schule wie für die Leichtathletik brennen könnte auch er als einer der Besten abschneiden.
„Hyundai? Wow Changbin herzlichen Glückwunsch! Wir drücken dir die Daumen, dass es auch alles so kommt wie du es dir erhoffst!“
Changbin nickte höflich. Er hatte keinerlei Zweifel daran alles zu erreichen was er sich vornahm, wenn er nur genug Energie in seine Ziele steckte.
Erfolg ist kein Glück und Dinge dem Schicksal zu überlassen und auf glückliche Fügungen des Schicksals zu warten waren noch nie das woran er glaubte.
„Felix Schatz ich habe dir vorhin noch zweites Bettzeug in dein Zimmer gelegt, da müsstest nachher bitte nur noch das neue Spannbettlacken überziehen“
Felix verschluckte sich an dem extra großen Haufen Reis, welcher gerade den Weg in seinen Mund gefunden hatte.
„Was?“, entgeistert starrte er seine Mutter an.
„Wie bitte“, warf sein Gegenüber mit einer viel zu sexy Stimme ein.
„Was?“
Amüsiert schnaubend antwortete Changbin abermals, „Es heißt ‚Wie bitte‘, das ist angemessener deiner netten Mutter gegenüber“
Darauf folgte ein charmantes Lächeln. Zum Kotzen.
„Changbin und seine Eltern übernachten heute Nacht hier. Chaeyeon und ich haben uns schon so lang nicht mehr gesehen und viel zu erzählen! Morgen fahren sie dann weiter zu ihren Eltern, aber das ist ein langer Weg und den können sie auch noch morgen ausgeschlafen fahren!“
Changbin merkte wie Felix wieder in seine eigene Welt abdriftete als dieser seine weit aufgerissenen Augen nicht von seiner Mutter nahm.
„Clara haben wir uns wirklich 15 Jahre lang nicht gesehen? Das ist unglaublich ...“
„Stimmt! Ich vermisse die Zeit in der ihr noch in Australien gewohnt habt und wir uns öfter persönlich treffen konnten“, schweiften die Erwachsenen ab und schwelgten in alten Zeiten.
Felix konnte es nicht fassen wurde einfach über seinen Kopf hinweg entschieden, dass ein völlig fremder, älterer Typ heute in seinem Zimmer schlafen sollte? Der Appetit war ihm vergangen, der Reis in seinem Mund schmeckte fahl und alt und es war ihm völlig egal ob es unhöflich war oder nicht. Der Jüngere stand vom Abendbrotstisch auf, ohne ein Wort zu sagen, und ging.
Changbin konnte dem Anderen abermals nur amüsiert nachsehen. Felix war wirklich noch ein ungezogener kleiner Teenager. Er lehnte sich entspannt in seinem Stuhl zurück, blieb brav am Tisch sitzen und band sich mit klugen Anekdoten in das Gespräch weiterhin ein. In seinem Kopf begann es zu rattern.

Felix war außer sich. Warum entschieden seine Eltern immer so etwas über seinen Kopf hinweg?
Seufzend ließ er sich auf seinen Schreibtischstuhl fallen und besah sich etwas genauer sein Zimmer. Im Endeffekt war es nicht schlimm, dass Changbin hier schlafen sollte. Felix hatte schließlich ein Doppstockebett, auch wenn das in seinem Alter eigentlich nicht mehr üblich war.
Bisher hatte sich Felix dafür auch nicht geschämt, aber Changbin war nicht einer seiner Schulfreunde. Er war älter und irgendwie ... gutaussehender. Der junge Australier hatte sich noch nie Gedanken um seine Sexualität gemacht, bisher fand er sowohl bei Mädchen als auch bei Jungs kein Interesse. Natürlich schaffte er sich am Morgen ab und an Erleichterung, aber viele Gedanken hatte er sich darüber noch nicht gemacht. Und meistens versuchte er die Prozedur so schnell wie möglich hinter sich zu bringen, damit er von seinen Eltern nicht erwischt werden konnte.
Schweren Herzens raffte sich Felix auf um das untere Bett neu zu beziehen. Im oberen schlief er selbst. Es war für ihn wie eine Höhle, in der ihn jeder in Ruhe lassen würde, wie ein Geheimversteck und auch wenn es peinlich war für einen 16jährigen liebte Felix sein Doppelstockbett. Wenn Besuch da war, wie heute, konnte ein Freund bequem im unteren Bett übernachten und wenn nichts dergleichen geplant war wurde es einfach zum Sofa umfunktioniert und der Jüngere konnte bequem auf seiner Konsole zocken oder Fern sehen.
Lustlos wurde die beige Bettdecke auf die frisch bezogene Matratze geworfen, wenigstens hatte seine Mutter keine peinliche Bettwäsche rausgelegt!
„Schüttelst du mir nachher noch mal mein Bett frisch auf?“
Changbin stand schon einige Sekunden im Türrahmen und beobachtete wie Felix den Kampf mit dem Spannbettlacken auf sich nahm. Wie er unbeholfen in die hinterste Ecke des unteren Bettes krabbelte und dabei seinen wohlgeformten Hintern unbewusst in die Höhe streckte, wie er dabei fast umfiel und frustriert Decke und Kissen auf seinen Schlafplatz zimmerte. Unbeholfen wie ein Welpe.
Felix wollte unbedingt eine schlagfertige Antwort meistern, doch als er den Älteren frisch geduscht an seinem Türrahmen gelehnt sah war es in seinem Kopf plötzlich wieder wie leergefegt. Sämtliche Gedanken drehten sich abermals um den Größeren. Wie feuchte Strähnen ihm, ohne sie so zurecht gelegt zu haben, in die Stirn fielen, wie durch seine verschränkten Arme die Aufmerksamkeit auf Bizeps und Trizeps gelegt wurde und wie ihm einige Wassertropfen von den Haaren über den Hals weiter hinabflossen und in seinem T-Shirt verschwanden.
Verschwunden waren auch die edle, schwarze Hose und das weiße Hemd von vorhin. Sie waren einem grauen T-Shirt mit Aufdruck irgendeiner Rockband und einer gutsitzenden Jogginghose gewichen. Wenn jemand Felix die Frage stellen würde welches Outfit ihm besser gefallen hätte, könnte der Jüngere darauf keine Antwort geben. Changbin war unglaublich wandlungsfähig. Wahrscheinlich konnte er alles tragen. Unfair.
Da wohl nicht mehr mit einer Antwort von Felix gerechnet werden konnte trat Changbin ungefragt einfach weiter in das Privatzimmer von dem jungen Australier ein. Fraglich war, ob sich irgendjemand die Mühe gemacht hatte das Zimmer seit der Geburt von Felix zu renovieren oder zumindest neu einzurichten. Das Lindgrün an der Wand und die Sternensticker, die im Dunkeln anfingen zu leuchten, zu finden in der Ecke der Decke, in welcher das Hochbett stand, sprachen jedenfalls nicht dafür.
Changbin fing langsam an die Situation zu verstehen. Die fehlende Motivation für die Schule vom Jüngeren kam sicherlich auch durch die nicht sonderlich strenge Erziehung der Eltern zu Tage, welche ihren Sohn einfach nicht erwachsen werden ließen. Am kleinen, süßen Kind wollte festgehalten werden, schließlich war es das Einzige, welches das australische Pärchen je bekommen hatte, und auch wenn es Felix wahrscheinlich niemals zugeben würde gefiel ihm die Sonderbehandlung seiner Eltern sicherlich.
Als Changbin anfing im Raum herumzustolzieren als wäre es sein eigenes Zimmer fand Felix seine Stimme wieder.
„Du könntest dich wenigstens für das gemachte Bett bedanken!“
Kaum waren die Worte aus dem Mund des Jüngeren entkommen schwante ihm auch schon Schlimmes als er das dominante Grinsen auf dem Gesicht des Anderen sah. Mit erhobenem Kinn kam er langsam auf den Blonden zu. Schritt für Schritt hielt Changbin den Augenkontakt zwischen ihnen beiden. Wohl wissend, dass er für das Schlucken der unnötigen Spucke, welche sich in Felix Mund gesammelt hatte, verantwortlich war. Langsam hüpfte sein Adamsapfel einmal auf und hielt an der gewohnten Stelle wieder inne. Felix Augen wurden immer größer als der Ältere immer näherkam. Sein Fluchtreflex wollte einsetzen, aber alles wofür es reichte war ein winziger Schritt nach hinten. Und schon war er zwischen dem Koreaner und der Leiter zu seinem Hochbett eingequetscht.
Changbin hob eine Hand zum Nacken des Kleineren und legte seine Zweite an dessen Hüfte. Ein Entkommen war nicht mehr möglich und langsam begann ihr kleines Spiel ihm Freude zu bereiten. Von Freude konnte allerdings bei Felix nicht ausgegangen werden. Dessen Augäpfel drehten sich fast nach innen soweit riss er sie auf. Die starke Hand in seinem Nacken fühlte sich fest und warm an. Selbst wenn er wöllte könnte er ihrem Griff nicht entkommen.
Mit einem Ruck seiner Hand an der Hüfte zog Changbin Felix noch näher zu sich, sodass ihre Unterkörper unmittelbaren Kontakt miteinander hatten. Durch den vielen Sport, den der Jüngere ausübte war alles an ihm gut trainiert. Die schmale Hüfte, welcher auch einem Mädchen gehören könnte, war jedoch nicht alles woran der Ältere dachte. Denn auch wenn die Augen des Kleineren in erster Linie Furcht ausstrahlen, war doch ein Funken Gefallen darin zu sehen. Das Schauspiel war definitiv nicht gegen seinen Willen.
Langsam, wie ein Tiger, der sich an seine Beute anschlich, beugte sich Changbin weiter nach vorn. Kurzzeitig berührten seine Lippen das Ohrläppchen des Blonden.
Ein unkontrollierbares Zittern durchfuhr Felix Körper als er zudem auch noch den warmen Atem unmittelbar an seinem Ohr spürte.
Bevor Changbin zum Sprechen ansetzte atmete er einmal tief den Geruch des Jüngeren ein. Hätten Fremde an ihm gerochen hätten sie sicherlich von Schweiß gesprochen, nicht zu verdenken da dieser heute 3 Stunden lang beim Training war. Der Schwarzhaarige konnte jedoch einzig und allein die wilde See ausmachen. Er fühlte sich als würde er direkt am Meer stehen und den salzigen Geruch des Wassers ausmachen. Es war benebelnd und erfrischend.
„Danke fürs Bettbeziehen, Lix“
Mit einem Schlag waren die Hände verschwunden und der warme Körper entfernte sich wieder einige Schritte. Was Felix zwar schade fand, jedoch strömte auch Erleichterung durch seinen Körper und Luft. Denn endlich fand er wieder einen Weg zu atmen.
Und atmen war gut! Definitiv ein Anfang, aber um etwas nachdenken zu können bräuchte der Jüngere mehr Abstand. Da war es ihm Recht auf jeden Fall noch das Bad aufsuchen zu müssen.
Fast schon panisch trugen ihn seine Schritte aus dem Zimmer.
Und zurückgelassen wurde ein schelmisch grinsender Changbin.

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Hui das ist jetzt aber verdammt lang her, dass ich tatsächlich mal wieder selbst etwas geschrieben habe :D
Nun gut - durch die momentane Quarantäne Situation habe ich genug Zeit ... und genug Ideen habe ich sowieso :D

Lasst mich gern wissen wie euch Teil eins gefallen hat - oder auch nicht.
Tut worauf ihr Lust habt!
Teil zwei folgt in Kürze. Fertig ist das gute Stück schon. Eine Überarbeitung ist dennoch von Nöten.

Liebe Grüße und stay healthy!
Nina
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