ᴅᴀɴᴄɪɴɢ ᴡɪᴛʜ ᴏᴜʀ ʜᴀɴᴅs ᴛɪᴇᴅ

GeschichteRomanze, Freundschaft / P18
J-Hope Jimin OC (Own Character) RM Suga V
29.03.2020
29.05.2020
69
140.230
23
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23.05.2020 1.938
 
Kapitel 63
„Hermit’s Cove“


Yoongis Kommentar hatte mich wohl zum glücklichsten Menschen auf dieser Welt gemacht. Noch völlig benebelt von all den Endorphinen kuschelte ich mich in seine Arme und gemeinsam sahen wir – ich halb auf seinem Schoß sitzend – aufs Meer hinaus.
„Warst du schon mal in einer Beziehung?“, fragte ich ihn leise, ohne den Blick von der traumhaften Szenerie abzuwenden.
„Ja“, antwortete Yoongi nach einem kurzen Schweigen. „Aber es war nur eine richtige und es ist schon ewig her. Ich war auf der Middle School und 15 oder so.“ Er atmete tief ein und mit einem leichten Seufzen wieder aus. „Ich war total verliebt, aber viel zu schüchtern. Irgendwie kamen wir uns trotzdem näher und später habe ich ihr meine Gefühle gestanden, worauf wir ein Paar wurden. Aber ich konnte sie nie richtig wie meine Freundin behandeln, weil ich nichts getraut habe. Letztendlich hat es sich für sie nicht wie eine richtige Beziehung angefühlt und sie hat wieder Schluss gemacht.“
Seine Worte besaßen ein wenig Nachdruck – offenbar musste ihm diese Trennung lange zu schaffen gemacht haben.
Es verwunderte mich, dass er diese Geschichte einfach so erzählt hatte. Sonst sprach er ja auch nicht so aus dem Nähkästchen…ich nahm es aber als ein sehr gutes Zeichen und zog ihn nur noch näher an mich heran.
„Ich glaube nicht, dass du immer noch so schüchtern bist“, neckte ich ihn und schielte zu seinem Gesicht. Er rümpfte die Nase und grinste leicht.
„Woher willst du das wissen? Dafür müsstest du ja in einer Beziehung mit mir sein.“
Sein herausfordernder Blick zu mir herunter sagte mehr als tausend Worte und mein Herz sprang mir fast aus der Brust.
„Offensichtlich“, gab ich zurück und versuchte meine Stimme dabei auf einem selbstbewussten Level zu halten.
„Hmm“, gab er darauf von sich und presste seine Lippen zu einem neckischen Grinsen zusammen.
So lief das Spiel also. Er wollte es ganz offensichtlich von mir hören.
„Wieso beweist du es mir dann nicht?“, sagte ich schließlich und wandte mich etwas aus seiner Umarmung, um ihm besser ins Gesicht schauen zu können.
„Ich kann dich doch nicht zwingen, eine Beziehung mit mir einzugehen, nur um dir etwas zu beweisen“, erwiderte er gespielt schockiert und strich mir dabei eine entflohene Haarsträhne aus dem Gesicht.
„Du müsstest mich dazu auch nicht zwingen.“
Er hielt in seiner Bewegung inne und sah mir in die Augen. Er wusste, dass das meine Antwort auf die in der Luft schwebende Frage war, die wir gerade beide spielerisch umgingen.
„Okay.“
Dieses einfache Wort aus seinem Mund und dazu die nicht unterdrückte Erleichterung, die mit ihm mitschwang, ließen mein Herz unzählige Purzelbäume schlagen.
Wir mussten beide lachen, was Yoongi letztendlich in einem Kuss erstickte, den er mir so voller Leidenschaft auf die Lippen drückte. Mein Kopf konnte noch nicht wirklich realisieren, dass er nun mein Freund war. Und noch weniger die Gefühle, die er gerade wieder in mir auslöste.
Noch vor ein paar Wochen hätte ich mir nicht in meinen kühnsten Träumen vorstellen können, was hier in wenigen Tagen auf den Philippinen seinen Lauf genommen hatte. Dieses dumme Spiel, das wir seit Monaten, nein, seit Jahren spielten, war endlich zu Ende und ich hätte niemals gedacht, dass es mich so glücklich machen würde.
Yoongis Nähe und seine Zuneigung waren ein Geschenk, bei dem ich grübelte, wie um alles in der Welt ich das verdient haben konnte. Meine Ängste und Zweifel, die mich zuvor Tag für Tag beherrscht hatten – er reduzierte sie auf ein Minimum.
Vielleicht lag es auch einfach daran, dass wir uns an einem Ort abgeschnitten vom Rest der Welt befanden und wir hier oft vergaßen, dass wir eigentlich berühmt waren…vielleicht würde mich die Realität erst zuhause wieder richtig treffen. Aber das war mir für diesen Moment ziemlich egal.
Völlig von der Euphorie getrieben sprang ich nach dem Kuss auf die Beine und wollte Yoongi mit mir hochziehen. Er ließ es mit sich mache, schien jedoch etwas überrumpelt.
„Komm, wir gehen schwimmen.“
Ich schlüpfte hastig aus meinen Jeansshorts, woraufhin Yoongis Augen sich ein wenig weiteten. Plötzlich erinnerte er mich wieder ein wenig an den verschreckten Jungen, der damals in Los Angeles in Warren G’s Haus vor den gecasteten Mädchen weggerannt war.
„Ich hasse Wasser“, sagte er plötzlich und wich meinem Blick aus.
„Warum sagst du mir dann, ich soll einen Bikini mitnehmen?“ Ich trat einen Schritt auf ihn zu und sah ihn herausfordernd an. „Wolltest du nur was zum Anschauen haben?“
Er schloss die Augen und presste die Lippen aufeinander. Ich wusste natürlich, dass er nicht solche bescheuerten Gedanken hatte, doch trotzdem stand es nun eins zu null für mich.
Er seufzte sein kleines „Hach“, warf seine Fischermütze auf sein Handtuch und marschierte schließlich an mir vorbei in Richtung Ufer.
An dem Fleck, an dem wir uns befanden, konnte man fast meinen, der Strand wäre komplett leer. Die einzigen anderen Besucher befanden sich viel weiter weg und keiner war momentan im Wasser.
Ich stürmte Yoongi lachend hinterher, packte im Rennen seine Hand und riss ihn einfach mit ins Meer. Auch wenn er sein Gesicht verzog, als wir in das warme Wasser stürzten, konnte auch er sich ein Grinsen nicht verkneifen.
Ich schmeckte das Salz auf meinen Lippen und spürte, wie seine Hände mich wieder in eine Umarmung zu sich zogen. Dabei legte er seine Finger so vorsichtig auf meine nackte Haut, als könnte er sich daran verbrennen und jagte mir damit einen Schauer über meinen ganzen Körper.
Während er noch den Boden berühren konnte, schwebte ich bereits im Wasser, weswegen ich meine Beine und Arme um ihn schlang und mich von ihm tragen ließ.
Obwohl Yoongi erst ein wenig so wirkte, als würde ihn das Ganze etwas überfordern, entspannte er sich schnell und begann darauf, den Strand von dieser neuen Perspektive zu studieren.
„Also im Dates organisieren bist du ja wirklich nicht schlecht“, merkte ich an, während ich seinem Blick folgte.
„Ach ja?“ Er zog leicht grinsend die Brauen hoch, während seine Augen wieder auf meine trafen. „Zählst du nur das heute oder auch den Tag in Seoul?“
„Hmm“ Ich zog nachdenklich eine Schnute. „Ich denke schon, dass man Mount Achasan und Jade Garden dazu zählen kann.“
Yoongi musterte mein Gesicht und wirkte dabei etwas verträumt. Als würde er erneut in den Erinnerungen an diesen Sonntag vor neun Monaten schwelgen. Hoffentlich nicht an meinen Gefühlsausbruch am Tag darauf…
„In drei Tagen fliegen wir alle zusammen zurück nach Seoul“, begann er schließlich mit langsamer und tiefer Stimme. „Und ich möchte, dass du dich bis dahin mit ein paar Sachen anfreundest.“
Ich zog fragend meine Augenbrauen hoch, während sein Pokerface unverändert blieb.
„Du wirst zu BigHit wechseln – und das wird schwierig und hart. Die Reporter dieser Welt werden Gerüchte erfinden und nach Skandalen suchen, wo sie nur können. Sie werden aus den kleinsten Sachen Dingen rausinterpretieren und verbreiten und das wird wahrscheinlich sehr belastend sein. Behalte das bitte immer im Hinterkopf“ Er zog mich noch näher an sich heran. „Aber wir packen das. Ich lass mir von niemand hier reinpfuschen. Und lass dich nicht von deiner Angst auffressen. Egal, was je passieren wird…ich werde da sein, okay?“
Yoongis Worte trafen mich tiefer, als ich es je für möglich gehalten hätte. Allemal war noch nie zuvor so etwas…Romantisches wie der letzte Satz aus seinem Mund gekommen. Ich musste wirklich mit mir kämpfen, dass es mir nicht die Tränen in die Augen trieb, während ich mit dem Kopf nickte.
Er näher sein Gesicht meinem und streifte meine Nase mit seiner. „Ich werde immer da sein. Ich verspreche es dir.“

– Hoseok –

„Die sind aber lange weg“, murmelte Jimin. Er lag einzig und allein in seiner Badehose am Pool und hinderte mit einer Hand die Luftmatratze am Wegtreiben, auf der sich Hoseok niedergelassen hatte.
„Hast schon recht…dafür, dass sie so früh los sind“, erwiderte der Rapper und ließ seinen Arm ins Wasser baumeln. Würden die Palmen und Sonnenschirme ihnen hier nicht so viel Schatten spenden, hätte er sich wahrscheinlich schon längst den größten Sonnenbrand geholt.
„Haben sie dir noch nicht zurückgeschrieben?“, rief Jimin hinüber zum Terrassentisch, wo Namjoon an seinem Laptop saß. Der Leader warf einen kurzen Blick auf sein Handy und schüttelte darauf nur den Kopf.
Bis auf Jin, der für das Abendessen in den Startlöchern stand, war noch keinem bisher danach gewesen, sich nach Cara und Yoongi zu erkundigen.
Taehyung und Jungkook hatten sich nach einem wilden Pool-Gerangel am Morgen inzwischen völlig fertig auf die Couch im Wohnzimmer gelegt und dösten bei einem Film vor sich hin. Und Namjoon steckte ohnehin den ganzen Tag schon Hals über Kopf in der Idee für einen neuen Song und interessierte sich für nichts anderes.
„Also ich weiß ja nicht, wie du das siehst, aber ich glaube, da ist was im Busch“, zischte Jimin verschwörerisch und so leise, dass nur Hobi es hören konnte.
Dieser wusste nicht so recht, ob er auf dieses Thema weiter eingehen sollte. Cara hatte ihm schließlich gesagt, dass die beiden nur Freunde wären… Würde sie ihn da wirklich anlügen? Immerhin…Yoongi und sie hatten sich schon um 8 Uhr aus dem Staub gemacht und inzwischen war es kurz vor 18 Uhr. Was machten sie bitte 10 Stunden in der Stadt? Ein bisschen neugierig war er ja schon…
Plötzlich drehte Jimin den Kopf in die andere Richtung und starrte durch die Glasfront des Wohnbereichs nach drinnen.
„Ich glaube, ich habe die Klingel gehört“ Er setzte sich auf, um einen besseren Blick zu erhaschen. „Jin ist zur Haustür gegangen.“
Tatsächlich konnte Hoseok nun auch Stimmen von drinnen vernehmen, die sich langsam näherten. Einen Moment später steckte Cara den Kopf nach draußen.
„Hey, das ist mein Hut!“, lachte Jimin, noch ehe sie zu einer Begrüßung ausholen konnte. Sie grinste ihn frech und rückte den Strohhut galant auf ihrem Kopf zurecht.
„Er hat mir treue Dienste geleistet.“
Hobi richtete sich etwas wackelig von seiner Luftmatratze auf. „Und wie war es in der Stadt?“
Cara öffnete den Mund, um zu antworten, doch wurde sie von Yoongi unterbrochen, der sich in diesem Moment an ihr vorbei nach draußen schob.
„Es war sehr schön, Hoseok“, antwortete er an ihre Stelle, ohne Hobi dabei wirklich anzusehen. Stattdessen holte er sein Handy hervor und begann abwesend auf dem Bildschirm herumzutippen.
Hobis Augen verengten sich zu Schlitzen und er tauschte kurz einen unauffälligen Blick mit Jimin aus, welcher wohl dasselbe dachte.
„Und was habt ihr gemacht?“, hakte er schließlich nach, doch der Ältere ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.
„Das, was ihr uns empfohlen habt.“
Auch wenn er nicht der Gesprächigste war, analysierte Yoongi sonst immer gerne Ausflüge im Nachhinein aus und würgte das Gespräch nicht mit einem kühlen Unterton ab… Irgendwas war hier ganz offensichtlich im Busch.
„Und dafür habt ihr 10 Stunden gebraucht?“, fragte Jimin mit einem Grinsen auf dem Gesicht. „Wir waren nur etwa 6 unterwegs und haben uns viel Zeit gelassen.“
„Man, jetzt lasst sie doch erst mal in Ruhe ankommen!“, schaltete sich plötzlich Namjoon ein, der inzwischen seinen Laptop genervt zugeklappt hatte. Dann drehte er sich zu den zwei Neuankömmlingen um, die immer noch an der Terrassentür standen. „Wir grillen gleich – nur dass ihr Bescheid wisst. Also spart euch das Duschen besser bis nach dem Essen.“

**********

I’m so soooory, Leute. Ich hatte das gestern schon reinschreiben wollen, aber vergessen, weil ich so durch den Wind war. Wie geil ist Yoongis neues Mixtape bitte??? I literally died.
Da war ich auch noch genau in der Minute am Handy, als es veröffentlich wurde XD How did I even survive this.
Ich versuche mich auf jeden Fall mit den neuen Texten zu beschäftigen und seine Gedanken und Gefühle in die Story mit einzuarbeiten :)
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