Just give me one reason

GeschichteAbenteuer, Schmerz/Trost / P12
Albus Dumbledore Ben Copper OC (Own Character) Patricia Rakepick Severus Snape
29.03.2020
07.05.2020
6
12.395
3
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8 Reviews
Dieses Kapitel
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29.03.2020 1.997
 
Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zu dieser neuen Geschichte,

ich habe wegen der schwierigen Situation momentan endlich wieder die Zeit zum Schreiben gefunden.
Und es geht zum zweiten Mal um mein Lieblingspairing aus Hogwarts Mystery: Severus Snape und Patricia Rakepick.
Ich hoffe, ich kann einige von euch für dieses Pairing begeistern und ich hoffe auch, dass ihr mir ein paar Rückmeldungen dazu geben könnt.

Eine Bitte hätte ich noch: Bleibt gesund und bleibt zu Hause! Jetzt hat man mehr als sonst die Zeit, sich mal wieder hinzusetzen und seine Lieblingsfandoms ordentlich durchzustöbern, um neue Geschichten zu finden.

Liebe Grüße
RedQueen


~~~♕~~~


Hauptcharaktere: Severus Snape, Patricia Rakepick
Pairing: leichtes Snakepick (Rakepick x Snape)
Typ der Geschichte: Geschichte
Genre: Abenteuer, Schmerz / Trost, Romanze
Disclaimer: Alle Figuren und Handlungsorte leihe ich mir nur aus und ich verdiene kein Geld mit meinen Geschichten.


Kapitel 1:

Severus Snape saß bereits die ganze Nacht vor den Hausarbeiten seiner Schüler des sechsten Schuljahres. Kopfschüttelnd nahm er sich immer eine neue Pergamentrolle vor, die er dann in wenigen Sekunden überflog und mit der Note T oder S versah. Nur wenige Schüler hatten bisher eine bessere Note von ihm bekommen.
Der Zaubertrankmeister konnte kaum glauben, dass er seinen wertvollen Schlaf für das Korrigieren dieser miserablen Hausarbeiten vernachlässigte. Doch insgeheim war ihm schon bewusst, dass es noch einen anderen Grund gab, weshalb er nicht schlafen wollte und auch nicht konnte.
Vor nicht allzu langer Zeit waren einige Schüler aus dem sechsten Jahrgang in den Verbotenen Wald gegangen, wo sie dann von Dementoren überrascht und von der gesuchten Fluchbrecherin Patricia Rakepick gerettet wurden. Letztendlich war sie aber keine Heldin, denn sie hatte Rowan Khanna kaltblütig ermordet und war wieder geflohen.
Severus konnte nicht behaupten, dass er die verstorbene Schülerin gemocht hatte, doch er zeigte ihrem Andenken genauso viel Respekt, wie er es bei jedem anderen Menschen tun würde.

Dem Slytherin überkam eine Gänsehaut, als er an die rothaarige Fluchbrecherin dachte.
Er konnte ihre Taten einfach nicht nachvollziehen und besonders konnte er nicht verstehen, warum sie nicht schon viel früher einen der Schüler umgebracht hatte, wo sie doch zu jeder Zeit die Möglichkeit dazu gehabt hatte. Er merkte schnell, dass es keinen Sinn mehr hatte, die Hausarbeiten weiter zu korrigieren, da er sich nun eh nicht mehr konzentrieren konnte. Die Gedanken an Rakepick waren einfach zu stark.
Er ließ die Hausarbeiten liegen und machte sich auf den Weg in seine persönlichen Räume. Es war bereits 3 Uhr morgens, doch er dachte immer noch nicht daran zu schlafen.
Er beschloss einen Umweg durchs Schloss zu nehmen, um sich noch etwas die Zeit zu vertreiben und weiter nachzudenken. Es musste doch irgendeine Möglichkeit geben, „R“ und seine Handlanger aufzuspüren und für ihre Taten büßen zu lassen.

Severus entschied sich dazu, das Schloss zu verlassen und ein wenig die kühle Nachtluft auf dem Gelände zu genießen.
Die Dunkelheit und die herrliche Ruhe erlaubten es ihm, für einen Moment all seine Gedanken loszulassen und sich ein einziges Mal auf nichts konzentrieren zu müssen. Doch diese Stille sollte bald durchbrochen werden. Severus zog sich seinen Umhang enger um den Körper und ging hinunter zum Schwarzen See. Er wusste, dass dies ein gefährlicher Ort war, darum nahm er sich auch seinen Zauberstab zur Hand. Er kannte die Gefahren, die außerhalb des Schlosses in der Dunkelheit lauerten und war aus diesem Grund auch nicht leichtsinnig.
Der Tränkemeister ließ seinen Blick über den Schwarzen See gleiten. Er sah endlos in dieser schwarzen Nacht aus. Der Mond, dessen Spiegelbild sich in dem düsteren Wasser spiegelte, war die einzige Lichtquelle weit und breit.
Ein leichter Windzug kam auf und fegte über die Wiesen und Felder. Severus sah sich um. Etwas Merkwürdiges lag in der Luft, doch er konnte nicht genau feststellen, was es war.
Er dachte daran, ins Schloss zurückzukehren, doch noch bevor er diesen Gedanken zu Ende gedacht hatte, ertönte ein lauter Knall in der Nähe, der alle Vögel aufschrecken und in die Lüfte steigen ließ.

Severus hätte vor Schreck beinahe seinen Zauberstab fallen gelassen. Sein Herz pochte wie wild gegen seine Brust.
Er sah sich hektisch um und konnte gerade so in der Dunkelheit erkennen, wie eine dunkle Gestalt keine zehn Meter von ihm entfernt am Ufer des Schwarzen Sees lag.

„Das soll doch wohl ein Scherz sein“, murmelte er fassungslos.

Er hatte keine Ahnung, was er tun sollte. Schließlich konnte es sich bei dieser Gestalt um jedes Wesen in der magischen Dimension handeln. Sollte er es riskieren und nachsehen, was es war?
Seine Neugier und das Interesse siegten über die Vernunft und mit zögerlichen Schritten kam er der Gestalt immer näher. Als er sich ziemlich sicher war, dass es sich um einen Menschen handeln musste, zog er seinen Zauberstab hervor und richtete ihn auf die Person. Er musste auf alles vorbereitet sein.
Je näher er der Person kam, desto lauter wurde das Pochen in seinen Ohren. Die Hand, die mit festem Griff seinen Zauberstab umschlossen hielt, wurde feucht und schwitzig.
Severus war bewusst, dass er keine Angst hatte, sondern dass er es einfach nicht länger aushielt, unwissend zu sein und im wahrsten Sinne des Wortes in der Dunkelheit zu tappen.

Die Person, die zu seinen Füßen lag, rührte sich nicht und Severus begann sich bereits immer sicherer zu fühlen. Er beugte sich über die Person, um ihr Gesicht zu erkennen.
Doch ihm war nur für einen kurzen Moment das feuerrote Haar in die Augen gestochen, da war er sich schon bewusst, um welche Person es sich handeln musste.
Er kniete sich vor die bewusstlose Frau und drehte ihr Gesicht mit ruhigen Händen in seine Richtung, sodass er seine Vermutung bestätigen konnte.
Wie er es schon geahnt hatte, lag vor ihm die gesuchte Fluchbrecherin Patricia Rakepick über die er keine fünf Minuten zuvor nachgedacht hatte. Severus glaubte eigentlich nicht an Zufälle, doch dieses eine Mal machte er eine Ausnahme.
Das kann doch nicht wahr sein, dachte er verärgert über diese völlig unpassende und unerwartete Situation.
Ihm war sofort klar, dass er Rakepick zu Dumbledore bringen und sie ihre gerechte Strafe vom Zauberministerium erhalten musste, doch als er sie weiter musterte, fiel ihm auf, dass sie schwer verletzt war. Nur das schwache Heben und Senken ihrer Brust verriet ihm, dass sie noch am Leben war.
Severus strich vorsichtig mit einem Finger über ihre Schläfe, um eine Wunde an ihrem Auge genauer zu begutachten.

„Was ist dir nur passiert, Patricia Rakepick?“, fragte er sie, obwohl er wusste, dass sie ihm nicht antworten, geschweige denn hören, konnte.

Ohne groß weiter nachzudenken, entschied er sich dazu, seine ehemalige Kollegin erst einmal ins Schloss zu bringen und ihre Wunden zu versorgen.
Ihm fiel auf, dass er vor lauter Aufregung seinen Zauberstab hatte fallen lassen, was ihn daran erinnerte, dass sie ihren Zauberstab sicher auch noch bei sich trug. Er fand ihn schnell in ihrem Zauberstabholster und nahm auch wieder seinen eigenen Zauberstab zur Hand.
Dann legte er etwas unsicher eine Hand unter Rakepicks Knie und die andere unter ihren Rücken, um sie zu tragen. Als er sie zögerlich hochhob, fiel ihm auf, wie leicht sie doch war und, dass er sie ohne große Mühen zum Schloss zurücktragen konnte. Auf dem Weg dorthin, konnte er Rakepick keine Sekunde aus den Augen lassen. Zum einen hatte er die Befürchtung, dass sie jede Sekunde aufwachte und zum anderen versuchte er herauszufinden, was passiert war, indem er sie pausenlos anstarrte.
Zu der Tatsache, dass sie so leicht war, fiel ihm auf, dass ihr Gesicht deutlich dünner geworden war und man ihre Wangenknochen noch definierte erkennen konnte, was ihren schlechten Zustand nur noch mehr bestätigte.
Ob es ihm gefiel oder nicht, er konnte nicht leugnen, dass er sich um die Hexe sorgte, auch wenn sie seine Fürsorge nicht im geringsten Sinne verdient hatte.
Eigentlich hatte sie es verdient, so übel zugerichtet zu werden, doch eine Stimme in Severus schrie ihm das Gegenteil zu.

Als er nach einer Weile endlich wieder am Schloss angekommen war, begann er mehr darauf zu achten, dass ihm niemand über den Weg lief. Er musste an Filch und seine nächtlichen Patrouillen denken.
Severus wusste, dass wenn ihn irgendjemand mit Rakepick in seinen Armen entdecken würde, er keine Chance hätte, seine Tat zu rechtfertigen oder Rakepick davor zu bewahren, zu Dumbledore geschickt zu werden.
Er redete seinem Gewissen ein, dass er sie später zu dem Schulleiter bringen würde, wenn sie sich erholt und er Antworten erhalten hatte.
Ihm brannten eine Menge Fragen auf der Zunge, die er unbedingt loswerden musste, bevor sie das Gespräch mit Dumbledore und daraufhin dem Zauberminister begann.

Das Glück war auf Severus‘ Seite, denn er schaffte es ohne irgendwelche Begegnungen in die Kerker zu gelangen. Er brachte Rakepick in seine persönlichen Räume und legte sie auf einem Ledersofa im Nebenraum seiner Tränkekammer ab.
Ihr Kopf fiel in ihrer Ohnmacht unkontrolliert zur Seite und entblößte ihren kreidebleichen Hals auf dem zwei rote Punkte ihre Haut zeichneten.
Zuerst dachte Severus sich verguckt zu haben, doch beim genaueren Hinsehen, erkannte er, dass es ein Biss gewesen sein musste. Der Biss einer Schlange.
Severus eilte sofort in seine Tränkekammer und holte ein Fläschchen seines stärksten Gegengifts. Zudem versah er es mit einem Bezoar, bevor er zu Rakepick zurückkehrte.
Im schwachen Licht seiner Öllampen und Kerzen konnte er noch deutlicher erkennen, wie blass und krank die Hexe aussah.
Er zögerte keine Sekunde mehr und versuchte ihr das Gegengift zu verabreichen. Dazu hob er ihren Kopf leicht an und schüttelte ihre Schultern, um sie einigermaßen wieder in die Realität zu holen.

„Komm schon, Patricia. Du musst das hier trinken“, sagte er energisch.

Tatsächlich zeigte sich eine Regung bei der Fluchbrecherin.
Ihre Augenlider flackerten für einen kurzen Moment auf und sie öffnete ihre Lippen einen Spalt breit. Severus verpasste diese Gelegenheit nicht und träufelte ihr ganz vorsichtig den Trank ein.
Es dauerte ein paar Sekunden bis sie das erste Mal schluckte und dann ganz langsam den ganzen Trank einnahm. Keine Sekunde zu früh verlor sie erneut das Bewusstsein.

Severus seufzte angespannt. Er hatte keine Ahnung, wie lange das Gift sich schon in ihrem Körper befand und um welches Gift es sich überhaupt handelte. Doch er hoffte, dass er mit seiner getroffenen Maßnahme das schlimmste verhindern konnte.
Er tastete die Bisswunde mit zwei Fingern ab und bemerkte, wie sehr ihre Haut weiterhin glühte und sie schwitzte.
Severus stieß einen weiteren entnervten Seufzer aus, als er feststellte, dass das Gegengift nicht wirkte, da die Symptome nicht verschwanden. Der Slytherin dachte angestrengt nach.
Was war es, dass der Fluchbrecherin fehlte?

Ihn beschlich eine Vorahnung, als er ihren Körper noch einmal musterte. Er hatte sich getäuscht und es handelte sich bei ihrer Bisswunde gar nicht um die einer Schlange. Es war eine weithergeholte Theorie, die Severus da aufstellte, doch es war einen Versuch wert.
Er ging zurück zur Tränkekammer und holte ein Fläschchen des blutbildenden Tranks. Dieses Mal kam Rakepick jedoch nicht wieder zum Bewusstsein, sodass es für Severus deutlich schwieriger wurde, ihr den Trank einzuflößen.
Als er es nun doch geschafft hatte, wartete er angespannt, dass irgendetwas passieren würde.
Er starrte Rakepick an, als würde sie im nächsten Moment die Augen aufreißen und einen kräftigen Atemzug nehmen.
Doch Severus konnte schon erleichtert aufatmen, als sie ihre Lippen für einen Moment öffnete und den Kopf zur Seite bewegte. Ihre Haut gewann ganz langsam an Farbe zurück und ließ sie schon etwas gesünder aussehen. Der Tränkemeister war froh, dass die meisten Tränke innerhalb von Sekunden wirkten, jedoch beunruhigte ihn die Tatsache, dass er ihr hatte einen blutbildenden Trank verabreichen müssen und dieser seine Wirkung zeigte.

Dies bestätigte Severus‘ finale Vermutung, dass sie tatsächlich nicht von einer Schlange gebissen worden war, sondern dass es sich um ein weitaus gefährlicheres Wesen handelte.
Ein Wesen, das sich nur im Schatten aufhielt und das noch in einigen Teilen der magischen Dimension als eine Sage und ein Mythos angesehen wurde.
Doch es war ein Wesen, das es wirklich gab und Severus konnte sich beim besten Willen nicht vorstellen, wie Patricia Rakepick in seine Hände gefallen war.

Ein lebender Untoter, ein Blutsauger, ein Vampir.


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