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Das Problem mit der Laktose

GeschichteAllgemein / P12
Layla Hassan Victoria Bibeau
29.03.2020
29.03.2020
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Der stetig wachsende Druck im Bauchraum machte sie darauf aufmerksam, was nicht stimmte. Da begann es auch schon in ihrem Unterbauch zu blubbern und zu rumoren. „Oh je“, murmelte Layla und sah auf ihren halb vollen Teller, „Vicky, da ist doch keine Milch drin, oder?“
Dr. Victoria Bibeau lachte: „Nein, nur Sahne, Schätzchen, wieso?“
Die dunkelhaarige rieb sich über den Bauch und öffnete unauffällig ihren Hosenknopf: „Ich habe vergessen zu erwähnen, dass ich laktoseintolerant bin.“
„Aber du ist doch jeden morgen zum Frühstück Käse“, stellte Victoria irritiert fest.
„Der hat nicht so viel Laktose“, erwiderte Layla, deren Bauch inzwischen so laut gluckerte, dass auch Vicky es hören musste. Sie schlang die Arme um den Bauch und rollte krümmte sich auf ihrem Stuhl zusammen. So waren die sich ankündigenden Krämpfe am besten zu ertragen.
„Wenn ich etwas tun kann…“, begann Victoria und stand auf, doch Layla schüttelte nur den Kopf: „Zu spät.“ Unter rumpeln und blubbern kündigte ihr Darm an, dass er die überschüssige Luft loswerden wollte und Layla wusste aus Erfahrung, dass einhalten die Krämpfe nur verschlimmern würde. Mühsam erhob sie sich, konnte den ersten Pup bereits nicht mehr halten und brachte noch ein: „Klo“, hervor, dann eilte so rasch es möglich war nach draußen. Ihr Darm machte ein laut gurgelndes, gluckerndes Geräusch. Ein deutliches Zeichen, dass er seinen Inhalt loswerden wollte. Direkt. Ohne weiteren Aufschub.
Während Layla mit einer Hand die Tür schloss mühte sie sich mit der anderen die Hose vom Hintern zu bekommen. Als sie endlich auf Klo saß und ihr Darm unter heftigen rumoren seinen Inhalt loswurde klopfte es an der Tür.
„Layla, Schätzchen?“, fragte Victoria.
„Jetzt nicht, Vicky“, stöhnte sie, während sie ihren Bauch mit gleichmäßigen Druck im Uhrzeigersinn massierte, um es sich erträglicher zu machen. Unter ihrer Hand spürte sie, wie stark ihr Darm noch immer rumpelte, auch wenn der Durchfall für den Moment vorbei war.
Aufstöhnend stand sie auf und machte sich bereit Victoria gegenüber zu treten. Als sie schließlich aus dem Bad trat sah Victoria sie an. Ihr war deutlich anzusehen, dass sie ein schlechtes Gewissen hatte: „Besser?“
„Für den Moment“, antwortete Layla erschöpft, eine Hand noch immer auf dem Bauch, welcher sich wie ein Vulkan, der kurz vor dem Ausbruch stand anfühlte und trotz der Blähungen noch hart und gespannt war. Den Hosenknopf hatte sie in weißer Voraussicht gar nicht versucht zu schließen. Zu dick war ihr aufgeblähter Bauch.
Aufatmend ließ sie sich schließlich in ihrem Bürostuhl fallen. „Also bitte keine Sahnesaucen mehr“, bat sie leise und Victoria verzog das Gesicht: „Hättest ja aber auch mal was erwähnen können. Aber das ging schnell bei dir.“
Layla verzog ebenfalls das Gesicht. Ein Pup entfuhr ihr, dann erklärte sie: „Die Ausprägung der Symptome ist ganz unterschiedlich und ergibt sich daraus, wie viel Laktose ich zu mir nehme. Kleine Mengen, wie beim Frühstückskäse, bemerke ich überhaupt nicht, aber das war einfach zu viel. Ich hätte gleich nachfragen sollen.“
„Wie hast du es gemerkt?“, fragte Victoria. Ganz die Ärztin.
„Bereits nach fünf  Minuten haben sich die ersten Beschwerden bemerkbar gemacht. In meinem Bauchraum hat es gedrückt, im Unterbauch begann es leicht zu rumoren. Da habe ich nachgefragt, aber es war schon zu spät. Meine Toleranzschwelle war bereits überschritten. Dann fing mein Darm immer lauter an zu rumoren und die Luft bewegte sich unter rumpeln und blubbern fort. Du hast es ja sicher gehört. Dazu kommen Magenkrämpfe und schließlich bleibt mir nur noch das Klo dann für die nächste Zeit aufzusuchen. Was ich jetzt wieder tun sollte“, stellte die Dunkelhaarige fest, denn in ihrem Bauchraum rumpelte und gluckerte es bereits wieder unheilverkündend.
Auf dem Klo folgten jedoch nur heftige Blähungen, auch wenn der Darm weiterhin unter grummeln und rumoren gegen die Laktose ankämpfte. Erneut begann sie den Bauch im Uhrzeigersinn zu massieren. Langsam und mit stetigen Druck. Endlich hörte sie ein lautes Gluckern. Das Zeichen, dass der Nahrungsbrei weiterrutschte. Dennoch konnte sie noch nicht wieder und somit verließ sie nach einer viertel Stunde wieder das Klo.
„Wie geht es dir?“, fragte  Victoria deutlich besorgt.
„Es geht so“, murmelte Layla. Ein lautes Rumpeln in ihrem Darm unterstrich die Antwort und sie legte wieder eine Hand auf den Unterbauch, der zwar nicht mehr weh tat, aber dennoch deutlich spürbar arbeitete.
„Ich bin überrascht, dass du den Milchkaffe nachmittags verträgst“, stellte die Ärztin fest und Layla zuckte mit den Schultern: „Latte Macchiato vertrage ich nicht. Da ist zu viel Milch drin. Milchkaffee geht gerade so. Es blubbert zwar manchmal schon in mir, wenn ich die Tasse nur ansehe, aber auch eine halbe Stunde nach dem trinken bekomme ich meist nur leichte Darmprobleme. Es rumort und grummelt in meinem Bauch und ich habe Blähungen. Manchmal habe ich abends etwas Durchfall, aber nie so, dass es ein Grund für mich wäre komplett zu verzichten.“ Ein neues lautes, unheilverkündendes Gluckern unter ihrer Hand ließ sie aufstehen. „Oh, oh“ Sie eilte erneut auf Klo. Keinen Moment zu früh. Der Sinnflutartige Durchfall ließ sich durch keine Selbstbeherrschung der Welt aufhalten. Stöhnend rieb sie sich über den Bauch, der sich immer wieder krampfhaft zusammenzog, während ihr Darm gegen die Laktose rebellierte. Erneut blubberte es unangenehm unter ihrer Hand, doch diesmal entwich nur Luft.
Endlich konnte sie aufstehen und erneut das Klo verlassen. Vicky sah sie besorgt an, als sie wieder in ihren Hauptarbeitsraum trat: „Besser?“
„Ich glaube ich lege mich hin“, antwortete Layla erschöpft, „In diesem Zustand kann ich unmöglich zurück in den Animus.“
Verstehend nickte Victoria ihr zu und Layla zog sich zu ihren Schlafplätzen zurück, eine Hand auf dem noch immer grummelnden Unterbauch gelegt…

Der Schlaf hatte gut getan und tatsächlich hatte sie am nächsten Morgen nur noch einen leichten Blähbauch. Nach dem Frühstück, bei dem sie diese Mal ausnahmsweise auf den morgendlichen Käse und die Dosenmilch im Kaffe verzichtete machte sie sich bereit in den Animus zu steigen.
Victoria sah sie besorgt an: „Fühlst du dich dafür schon fit genug?“
„Wenn nicht jetzt, wann dann?“, gab Layla zurück.
Tatsächlich lief der Morgen im Animus erstaunlich gut und sie kam ein gutes Stück in der Erinnerung voran.
Auch am Nachmittag mache sie zum Kuchen weiter. Als sie wieder aus dem Animus stieg stand bereits Kuchen und Milchkaffe für sie bereit. Mit einiger Sorge betrachtete sie die volle Tasse. Ihre Toleranzschwelle war niedriger, wenn sie es so übertrieben hatte, wie am vergangenen Tag. In ihrem Bauch gluckerte und rumorte es. Sie beschloss dennoch vorsichtig einige Schlucke zu versuchen. Doch schon nach kurzer Zeit merkte sie es war ein dummer Versuch gewesen. Unauffällig massierte sie sich den leise grummelnden Bauch und öffnete ihren Hosenknopf, doch über die entweichende Luft hatte sie keine Kontrolle und diese entwich mit einem laut knatternden Geräusch.
Vicky sah auf: „Laktose?“
Layla nickte und ließ noch einen fahren. Ihr Bauch rumorte laut gluckernd.
„Besser raus, als rein“, sagte Vicky und deutete auf den Boden: „Leg dich hin, ich massiere dir den Bauch. Vielleicht kann ich dir einiges ersparen.“
Dankbar nickte Layla und tat wie geheißen.
Mit verstärkendem Druck setzte Victoria die Fingerkuppen an genau den richtigen Stellen an und Layla spürte, wie sie sich unter der Fachkundigen Massage zu entspannen begann. In ihrem Bauch blubberte es und erneut entwich einiges an Luft.
Victoria gönnte ihrem Verdauungstackt eine kleine Erholungspause, dann fuhr sie fort.
Schließlich hörte sie auf. „Mehr kann ich nicht tun. Der Rest liegt jetzt an dir.“
„Danke“, sagte Layla und stand auf, legte kurz die Hände auf den leichten Blähbauch und spürte, wie es unter ihren Handflächen arbeitete, doch ihr Bauch rumorte nicht so stark, wie am vergangenen Nachmittag. „Erst mal keine Laktose mehr für mich“, seufzte sie und mit einem zerknirscht wirkenden Nicken stimmte Vicky zu.
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