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29. März: Alien-Invasion [by - Leela -]

OneshotAbenteuer, Mystery / P12 / Gen
Brigadier Alistair Gordon Lethbridge-Stewart Der zweite Doctor (Two) Sergeant John Benton
29.03.2020
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Tag der Veröffentlichung: 29.03.2020

Zitat: "Was machen wir als Nächstes? Was Gutes, was Böses? Ein bisschen was von beidem?" (Guardians of the Galaxy)

Titel der Geschichte: »Alien-Invasion«

Autor: - Leela -

Hauptcharaktere: Brigadier Lethbridge-Stewart, Der zweite Doctor (Patrick Troughton), Sergeant John Benton (hier allerdings noch als Korporal)

Nebencharaktere: Jede Menge U.N.I.T.-Offiziere

Pairings: -/-

Kommentar des Autors: Bei diesem Zitat wußte ich zuerst einmal wieder nicht, in welche Richtung ich gehen würde, da verschiedene Fandoms und Charaktere in Frage kamen. Wie so oft schob sich in dem Prozeß allerdings ein Charakter in meine Erinnerung, mit dem ich überhaupt nicht gerechnet hätte, der aber laut und deutlich „Hier!“ schrie …






Alien-Invasion

U.N.I.T. – United Nations Intelligence Taskforce; die bislang noch recht kleine Abteilung des Militärs hatte sich der Aufgabe verschrieben, Bedrohungen durch extraterrestrische Lebensformen aufzuspüren und zu bekämpfen. Ein Glück, daß sie einen kompetenten extraterrestrischen wissenschaftlichen Berater an ihrer Seite hatten.
       „Der Doctor hatte Recht!“
       Der eher nüchtern ausgesprochene Satz des U.N.I.T.-Offiziers brachte vor Ort das offensichtliche auf den Punkt, weswegen dieser Großeinsatz vom Brigadier innerhalb von wenigen Stunden auf den Plan gerufen worden war. Auf einem Platz nahe des alten Herrenhauses ging unheimliches vor. Der Abend senkte sich in die Nacht, und im fahlen Mondlicht bewegten sich unheimliche Gestalten in dem Rondell auf dem Rasen, welches früher einmal sicherlich zum Feiern genutzt worden war. Man konnte Tentakel erkennen, einige der Wesen schienen Rüssel zu haben, manche Antennen, und Augen glühten hier und da in dem Schummerlicht. Sie blieben unter sich, noch zumindest, bewegten sich nur ein wenig über den abgegrenzten Platz hinaus, als würden sie ihre weiteren Schritte planen.
       Brigadier Lethbridge-Stewart hatte seine Leute um den ganzen Platz herum postiert. Jetzt lagen sämtliche Offiziere, die seine kleine Dienststelle hergab, wachsam auf ihren Posten und beobachteten angespannt, was dort vor ihnen vor sich ging. Jeder war darauf vorbereitet, sofort einzugreifen, wenn etwas passierte. Der Brigadier beobachtete das Geschehen mit gemischten Gefühlen. Es war eine Herausforderung, einer außerirdischen Bedrohung für den Planeten gegenüberzutreten, die man selbst nicht einschätzen konnte; dennoch wußte er auch, daß seine Männer für den Ernstfall bestens geschult und vorbereitet waren. Jeder Offizier unter ihm war ein Profi! Die Vergangenheit hatte gezeigt, daß er sich auf jeden einzelnen von ihnen verlassen konnte. Und das beruhigte ihn.
       Im Augenblick hielten sich die Einsatzkräfte im Hintergrund, beobachteten die Situation. Bald schon, das wußte der Brigadier, würde er aber die Schlinge zuziehen müssen. Sie mußten handeln, bevor es diese außerirdische Invasion tun konnte, von welcher der Doctor glücklicherweise rechtzeitig genug erfahren hatte, um das schlimmste zu verhindern. Über einen ständigen Funkkontakt sprach Lethbridge-Stewart sich mit seinen Männern auf der anderen Seite ab. Bislang hatte aber noch niemand etwas beobachten können, das skurriler anmutete als die seltsamen Individuen in dem Rondell selbst.
       In den Gedanken des Brigadiers überschlugen sich Ideen. Er spielte verschiedene Vorgehensweisen im Kopf durch, um die beste für diese Situation auszuloten. Konnten sie es wagen zu versuchen, die Aliens einzukreisen und ohne Gewalt unschädlich zu machen? Die Idee schien ihm praktikabel. Immerhin, sollte etwas schiefgehen, wußte jeder Offizier, was er zu tun hatte. Sie alle konnten von einem zum anderen Moment auf Waffengebrauch umschalten, wenn es sich nicht vermeiden ließ. Ja, der Plan hörte sich gut für den Brigadier an. Dies konnte er mit den Captains, die auf den anderen Seiten des Grundstücks ihre Teams befehligten, besprechen.
       Er hatte kaum zu Ende gedacht, als etwas seine Aufmerksamkeit forderte, noch bevor er einen Befehl hatte geben können. Plötzlich löste sich eine Gestalt aus der Menge im Rondell und kam direkt auf die Position zu, an welcher der Brigadier mit seinen Männern im Hinterhalt lag.
       Sofort herrschte Alarmbereitschaft unter den Offizieren! Waffen wurden durchgeladen. Innerhalb von Sekundenbruchteilen lag jeder auf seinem Posten, um sofort reagieren zu können. Aufmerksam beobachteten alle das Geschehen. Kurz darauf passierten zwei Dinge gleichzeitig: Lethbridge-Stewart erkannte, daß es sich bei dem Individuum, das auf ihn zulief, um einen kleineren Mann in dunklem Anzug und mit dunklen, wuscheligen Haaren handelte, und der Doctor rannte mit den Armen wedelnd auf ihn zu, während er schrie: „Nicht schießen! Nicht schießen!“
       Der Brigadier gab den Offizieren mit einer Geste zu verstehen, sich nicht zu rühren, während er sich aufmerksam auf den Mann konzentrierte, der nun fast bei ihm angekommen war. „Doctor! Was hat das zu bedeuten?“
       Der Doctor kam atemlos bei Lethbridge-Stewart zum stehen. „Es war alles … ein großes Mißverständnis!“ keuchte er. „Es handelt sich nicht … um eine extraterrestrische Invasion, … sondern um … ein Vereinstreffen des … »Alien-Freunde e. V.«“
       Der Blick des Brigadiers sprach Bände. „Das ist jetzt nicht Ihr Ernst!“
       Der Doctor machte eine entschuldigende Geste. „Es tut mir leid, Brigadier, für die ganze Aufregung, aber der Vorfall hat sich wirklich als ganz harmlos herausgestellt.“ In einem Versuch, versöhnlich zu sein, fügte er an: „Besser so, als anders herum.“
       Die Anspannung fiel von einem zum anderen Augenblick merklich vom Brigadier ab, und nicht nur von ihm. In dem Moment, wo er den Offizieren die Order gab, die den Einsatz für beendet erklärte, entspannte sich die Lage schlagartig. Die Männer gaben ihre Posten auf, und die Einsatzkräfte, die dem Brigadier direkt unterstellt gewesen waren, zogen sich bei ihm und dem Doctor zusammen.
       „Der Einsatz ist beendet. Der ganze Sachverhalt hat sich aufgeklärt. Alles ist in bester Ordnung.“ informierte Lethbridge-Stewart seine Leute. „Sie sind für heute aus dem Dienst entlassen. Ich wünsche Ihnen einen schönen Feierabend.“ Erleichterung klang aus jedem seiner Worte mit.
       Eben diese Erleichterung konnte man auch in den Reihen der Männer deutlich spüren. Immerhin hatten sich alle schon auf einen stundenlangen Einsatz vorbereitet, der nicht nur lange dauerte, sondern auch gefährlich war und höchste Konzentration erforderte; niemand hatte damit gerechnet, daß so schnell und unkompliziert alles vorbei sein würde. Die Erlösung machte sich gerade auf ganz unterschiedliche Art unter den Männern Platz.
       Ein junger Offizier schlug sich erleichtert in die Hände. „So! Was machen wir als Nächstes? Was Gutes? Was Böses? Ein bißchen was von beidem?“
       Lethbridge-Stewart sah ihn verheißungsvoll an. „Ich weiß nicht, was Sie jetzt machen, Korporal Benton, ich werde jetzt den Bericht zu dieser leidlichen Mission schreiben! Das kommt etwas Bösem schon sehr nahe!“ Er schickte dem Doctor einen tiefgründigen Blick, den dieser mit einem verlegenen Lächeln quittierte. Der Brigadier grüßte noch einmal, und als er ging, zerstreuten sich die Männer.
       Der etwas vorlaute Korporal stand noch ein wenig peinlich berührt auf dem Platz, als er sich der letzten Szene erst richtig bewußt wurde.
       Der Doctor musterte den jungen John Benton mit einem Schmunzeln. „Ich weiß, was wir jetzt machen!“ Er schlug sich freudig in die Hände. „Wir schauen uns jetzt das Kostümfest des Vereins an!“ Damit legte er kameradschaftlich den Arm um den jungen Mann, und ehe John wußte, wie ihm geschah, nahm der Doctor ihn mit zu den feiernden vermeintlichen Außerirdischen.





~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~ Lulas Nachwort ~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~


Eine wirklich lustige Geschichte, die mich zum Schmunzeln gebracht hat. Das Zitat hat da echt super reingepasst.
Mit jeder weiteren Doctor Who-Fanfiktion bekomme ich immer mehr Lust mir die Serie mal anzusehen. :)

Eure lula-chan
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