Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Verrat

OneshotTragödie / P16
Hisoka OC (Own Character)
29.03.2020
29.03.2020
1
1.139
2
Alle Kapitel
noch keine Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
 
29.03.2020 1.139
 
»Akari. Ich hoffe für dich, dass das wirklich Chrollo ist, sonst werde ic-«, wollte der Magier sagen, aber Akari unterbrach ihn einfach, indem sie eine Hand hob, um ihn zu Signalisieren, dass er ruhig sein sollte.

Ob sie ein Schlechtes Gewissen hatte, dass sie den Magier in seinen eigenen Tod führen würde? Wohl kaum.

Sie hatte ihn nur begleitet, weil er sie darum gebeten hatte.

Natürlich wusste Akari, dass er sie nur mitnehmen wollte, weil er beiläufig erfahren hatte, dass sie die Aura einer Person selbst dann spüren kann, wenn diese eigentlich mit Zetsu versteckt werden sollte.

»Wir sind gleich da. Ich spüre seine Aura«, erklärte ihm die Weißhaarige und bekam im selben Moment ein Regentropfen ab, der ihre Wange traf.

»Was willst du eigentlich jetzt tun, wo du deinen Teil erfüllt hast?«, wollte der Magier wissen.

Sie konnte seinen brennenden Blick auf ihrem Rücken spüren und es störte sie, dass er sie ansah.

»Das interessiert dich doch nicht, Hisoka.« Akari blieb stehen und sah in dem Himmel, der bereits voll mit dunklen Wolken war.

»Mh. wie recht du hast. Warum willst du kein Hunter werden? Du würdest stärker werden und hättest Vorteile, als normale Menschen«, fragte er sie.

Er wollte, dass sie ein Hunter wird?

Abrupt schüttelte sie ihren Kopf und drehte sich zu dem Rothaarigen Mann um.

»Wenn du mich töten willst, dann tu es doch jetzt, Hisoka.« Ihre braunen Augen trafen auf seine bernsteinfarben Augen.

Hisoka grinste sie an und zog eine seine Karten hervor, ehe er sich ihrem Gesicht näherte.

Akari beobachtete Hisoka ganz genau. Er führte die Karte an ihre Rechte Wange und verpasste ihr einen Schnitt in der Wange.

»Wo bleibt denn da der ganze Reiz? Du bist noch nicht stark genug und wenn ich dich jetzt töten würde, wäre es langweilig und wie soll ich denn Chrollo finden? Ich besitze nicht so eine Fähigkeit wie du«, stellte er ihr die Frage.

Sie hätte Hisoka am liebsten eine Ohrfeigen verpasst. Was dachte sich dieser verdammte Magier eigentlich dabei?

Er sprach vom Reiz, wenn er Leitete tötete und sie wusste, dass er sie aus seinen reinen Vergnügen umbrachte.

Es widerte sie an und genau deswegen, wollte sie den Magier aus dem Verkehr ziehen.

Akari lächelt und drehte sich um.

»Wir sollten uns beeilen. Ich spüre, dass die Aura sich langsam entfernt«, meinte sie und wollte los laufen, aber Hisoka zog sie an der Schulter zurück.

»Das reicht mir. Sag mir, wo er ist und dann geh, Akari. Ich habe viel zu lange auf diesen Kampf gewartet und will nicht gestört werden«, verlangte Hisoka von ihr.

Akari riss sich von ihm los und drehte sich um, damit sie Hisoka ansehen konnte.

»Du musst nur noch geradeaus laufen. Da gibt es eine Lichtung anscheinend, dass hatte ich von einem Wanderer aufgeschnappt. Also dann, Hisoka. Ich hoffe, dass du dein Bedürfnis befriedigen kannst«, sagte sie und lächelte ihm falsch an, ehe sie an ihm vorbei ging.

•••

Nervös biss sich Akari auf der Unterlippe und betrat die Lichtung - Wohl eher ein Schlachtfeld.

Ihr Blick wanderte über die Wiese die teilweise mit Blut besudelt wurde.

»Ak..ari«, hörte sie die Stimme des Magier sagen und drehte sofort ihren Kopf in die Richtung, woher die Stimme kam.

Hisoka lehnte mit dem Rücken an einem Baum und sah in ihre Richtung.

Er war noch nicht tot?

Unsicher was sie tun wollte, schritt sie langsam auf ihm zu. Dabei fiel ihr auf, dass sein einer Fuß vollkommen verstümmelt war.

»Was tust du hier?«, wollte Hisoka wissen, als sie vor ihm stehen blieb und auf ihn hinab sah.

»Ich wollte sehen, ob ihr noc-«, sagte sie, aber Hisoka fing auf einmal an zu Lachen, bis es schlussendlich in einem Husten endete.

»Du wolltest wissen, ob er mich getötet hat.«

Sofort wich Akari ein Schritt zurück, was eindeutig ein Fehler war. Denn sie stolperte über ein Stein und landete mit ihrem Hintern auf den harten Boden.

»W-Woher weißt du das?«, stotterte Akari und konnte es nicht verhindern, dass sich ihre braunen Augen für einen kurzen Moment weiteten.

»Deine Mordlust hat dich verraten, meine Liebe.« Hisoka fing breit an zu Lächeln und Akari lief ein eiskalter Schauer über den Rücken.

Ihre Mordlust hatte sie verraten, aber warum ist er ihr dennoch gefolgt und in 'seinen Tod' gerannt?

»Ich hatte dir doch gesagt, dass ich schon sehr lange auf diesen Kampf gewartet hatte und nun, bin ich mehr als befriedigt.« Hisoka lief Blut aus dem Mund und er fing wieder an zu husten.

»Du...du bist wahnsinnig und krank! Jemand musste dich doch stoppen...«, rief Akari außer sich und raufte sich ihr weißes Haar.

»Glaubst du? Es gibt noch weitaus schlimmere, als mich. Willst du die auch alle töten lassen, oder tust du es selber?«, wollte er wissen und wischte sich mit einer Hand das Blut aus dem Gesicht.

Eigentlich war es vollkommen Sinnlos, weil sein Gesicht, sowie seine Kleidung vollkommen besudelt waren.

Akari biss sich fest auf die Unterlippe, bis sie Blut schmeckte und ballte ihre Hände zu Fäusten.

»Wenn man es so sieht, bist du nicht besser als ich. Du hast mich direkt auf dem Gewissen. Aber soll ich dir ein Geheimnis verraten?«, gab der Magier von sich und winkte sie mit seiner Hand näher zu sich.

Akari machte nicht die Anstalt seinen Befehl nachzukommen, sondern funkelte ihn nur böse an.

»Chrollo besitzt eine Truppe aus Räubern und Mördern, die vor nichts halt machen. Du hättest dich lieber darum kümmern sollen, anstatt um einen einzelnen, denn das Morden wurden durch meinen Tod nicht aufhören. Nun ja, auch nicht durch ihren, weil wo es Licht gibt, muss es Dunkelheit geben. Verstehst du? Das eine kann nicht, ohne das andere Existieren«, erklärte er ihr.

Akari schwieg und senkte ihren Blick.
Er hatte in Gewisser Weise recht, aber es war nun mal nicht mehr zu ändern, dass sie ihm verraten hatte.

»Du wirst sicher ein großartiger Hunter und eine Mörderin, wenn du erst einmal Blut leckt hast, willst du nichts anderes mehr, Akari.«

»Hör auf, so etwas zu sagen!«, gab Akari lauter von sich.

»Es ist eine Tatsache. Ich weiß, dass es so kommen wird«, hörte sie Hisoka selbstsicher sagen.

Wie konnte er so etwas sagen? Woher wollte er das wissen?

»Schweig.«

»Deine Mordlust ist unglaublich und ich hoffe, dass du dich dieser hingehen wirst, meine süße Frucht.« Akari hob abrupt ihrem Kopf und wollte ihn anschreien, hielt aber inne, als sie Hisokas Gesichtsausdruck sah.

»Er ist tot und lächelt dabei.« Akari stand langsam auf und näherte sich Hisokas Körper.

Immerhin wollte sie ihn begraben.  Er hatte wenigstens das verdient, nachdem sie ihn hinters Licht geführt hatte. Zumindest am Anfang.

Niemals würde sie das tun, was Hisoka gesagt hatte, aber innerlich wusste sie, dass sie selber ein Monster in sich hatte.

Ein Monster, dass auf seine eigene Art für Gerechtigkeit sorgen wollte
 
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast