Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

My stupid Heart

GeschichteMystery, Übernatürlich / P16 / Gen
Elijah Mikaelson OC (Own Character)
28.03.2020
21.03.2021
52
85.439
12
Alle Kapitel
49 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
23.04.2020 1.436
 
Ella POV:
Die Aussicht aus dem Loft von Elijah war atemberaubend. Man konnte meilenweit sehen und dennoch fühlte es sich an als würde ich träumen. Wie oft hatte ich in Fanfiktions, die Story weiter gespinnt, um zu sehen wie es sich weiter entwickeln würde, um dann zu entscheiden ob ich so weiter gehen würde? Viel zu oft und weil ich so eine lebendige Fantasie hatte, fiel es mir schwer zu glauben das ich wirklich hier war. Aber das Mal auf meiner Haut, das geschwungene E das wie ein Tattoo aussah, bewies das Gegenteil, weil ich selbst hatte keine Tattoos, schlichtweg weil ich ein zu großer Angsthase vor Nadeln war. Konnte ich noch langweiliger sein? Oder noch durchschnittlicher? Und warum hatte ich dieses Mal auf der Haut? Ob ich ein Wort von dem was diese Sofia gesagt hatte, glauben konnte? Weil Elijah scheinbar nur sie hatte sehen können, aber nicht die anderen Geister. Und das müsste eigentlich anders sein, weil wenn ich auch andere Geister hören und sehen konnte, warum hatte er nur eine sehen können? So wie er scheinbar nicht den Großvater von der Manuela dieser Welt hatte sehen können, der mich darum gebeten hatte, zu schauen ob ich am gleichen Tag wie seine Enkelin geboren worden war.

Flashback:
„Du siehst aus wie meine Enkelin“ sprach ein Geist mich an, ein älterer Mann mit Falten im Gesicht, er wirkte freundlich und dennoch voller Schmerz. Kannst du ihr, wenn du sie siehst, ausrichten, dass ich auf sie warte? Ich werde hier auf sie warten“ bat er mich und nannte mir ihren Todestag. Sie war so jung gestorben. Vorsichtig, weil ich meinen Beinen nicht mehr traute, verließ ich die Gruft, ich konnte spüren das Elijah dicht hinter mir war, beim Grab, blieb mir der Atem weg.
Seine Enkelin hieß genauso wie ich, sie war sogar am gleichen Tag wie ich geboren. Meine Beine gaben nach, Elijah war direkt hinter mir und im nächsten Augenblick fand ich mich in seinen Armen wieder. Flashback Ende.

Was danach passiert war, wusste ich nicht mehr, ich konnte mich nur dunkel daran erinnern, dass Sofia von Elijah Energie abgesaugt hatte, um sichtbar zu sein. Die Kälte, die Dunkelheit, die mich mehr und mehr eingehüllt hatte, ich konnte mich beim besten Willen nicht entsinnen, wie ich hergekommen war, aber das war nicht weiter wichtig. Jetzt war es erst einmal wichtig, was ich als nächstes machen würde, wo würde ich hingehen? Ich hatte keine Papiere, kein Handy, kein Geld, ich hatte nichts. Noch konnte ich Menschen meinem Willen unterwerfen, so wie es die Vampire konnte. Ich war also komplett abhängig von einem Ur-Vampir, der mir entweder nicht glaubte oder dachte das ich komplett gestört war. Weil Hand aufs Herz, wenn mir jemand begegnen würde, der das gleiche sagte, wie ich, ich würde wahrscheinlich erst lachen, dann nach der versteckten Kamera fragen und suggerieren das derjenige nicht mehr alle Tassen im Schrank hatte, wobei ich mir bei mir selbst auch nicht mehr so sicher war. Auch wenn der rationale Teil von mir begann sich zu fragen, ob ich nicht einfach sehr lebendig träumte und ich nicht einfach weiter träumen sollte, statt zwanghaft zu versuchen, wach zu werden. Einfach mal schauen wohin die Reise ging.
Zu diesem Zeitpunkt ahnte ich noch nicht, dass ich den wahren Grund meines Auftauchens hier schon bald erfahren würde und was bedeutete, in dieser Welt paranormal begabt zu sein.

Elijah POV:
Als ich zurück kam, saß Ella am Fenster und schaute nach draußen, sie schien mich nicht zu bemerken. Aber das war ein Trugschluss, an ihrem Herzschlag konnte ich hören, das sie sehr wohl gemerkt hatte, das ich wieder da war. Von ihrem Gesicht war nichts abzulesen. Ihre Aussage das sie nicht wissen wollte, was Gefährten in dieser Welt bedeuteten, hatte mich stutzig gemacht, sie schien mehr über Mythen zu wissen, als so mancher ander Mensch, der mir bisher begegnet war, aber bisher war mir auch niemand begegnet, der aus einer anderen Welt stammte. Ich legte das belegte Brötchen, neben ihr auf die Fensterbank und setze mich zu ihr, „Warum willst du eigentlich nicht wissen, was die Legende besagt?“ informierte ich bei ihr und sie drehte sich zu mir um. „Weil es sehr wahrscheinlich darin endet, das entweder beide oder einer der beiden sich unsterblich verlieben, es gibt aber kein Happily ever after“ antwortete sie mir und allein ihr Ton, machte deutlich was sei darüber dachte. „Und wie kommst du darauf?“ hakte ich nach, ich würde ihr nicht sagen, wie nah sie der Wahrheit gekommen war. „Schon mal Romane gelesen? Die sind voll davon“ lautete ihre Antwort, sie rührte das Essen nicht an und schaute wieder nach draußen. „Ich bevorzuge andere Literatur“ gab ich zu und sie schaute mich an. „Ich bin auch nicht über 1000 Jahre alt“ erwiderte sie darauf.

„Darf ich dann fragen, wie alt du bist?“ erkundigte ich mich nach ihrem Alter, „Das fragt man Frauen nicht“ antwortete sie mir, mit einem beinah Lächeln. „Du kennst mein Alter, aber du willst dein Alter nicht preisgeben?“ hakte ich nach und sie schaute mich wieder an, „Ich weiß nicht, wie alt du wirklich bist, ich weiß nur das die Ur-Vampire seit über 1000 Jahren auf dieser Erde wandeln, ich bin 28“ antwortete sie mir und schaute dieses Mal nicht wieder weg. Sie sah nicht aus wie 28, ich hätte sie knapp 24 geschätzt, aber es war auch schwerer um Frauen auf ihr Alter zu schätzen, durch die Jahre hatten sich viele Techniken entwickelt, die Frauen die Möglichkeit gaben, sich zu verjüngen, oder gezielt Make Up zu benutzen, auch wenn Ella keines trug.

„Gibt es jemanden in deiner Welt, weswegen du nicht wissen möchtest, was die Legende der Gefährten bedeutet?“ informierte ich nach ihrem Liebesleben und ihre Reaktion erstaunte mich, Ella schaute mich an und fing an zu lachen. Es war ein bitteres Lachen, „Du hättest einfach fragen können, ob ich in meiner Welt einen Freund habe oder nicht“ antwortete Ella mir und schaute mich mit einem Blick an, den ich nicht deuten konnte. „Warum hast du mich nicht bei den Hexen gelassen?“ wollte sie von mir wissen. „Ich hatte gehört das die Hexen, einen Menschen opfern wollten, sie nennen es anderes, aber einen Menschen zu opfern, gehört nicht zu den Absprachen, die getroffen worden sind“ erklärte ich ihr und fügte hinzu, „Ich hätte dich nicht zurück gelassen, egal ob du das Mal auf der Haut hast oder nicht“. Und Ella schaute mich an, „Was wohl Klaus dazu sagen würde“ murmelte sie, es erstaunte mich jedes Mal aufs Neue, das sie viel über meine Welt wusste. „Du solltest etwas essen“ bemerkte ich nebenbei und reichte ihr die Tüte mit dem belegten Brötchen, sie nahm es an, aber machte keine Anstalten, etwas zu essen. „Ich werde meine Familie nie wieder sehen“, es war keine Frage, es war eine Feststellung.
„Wenn einen Weg gibt, dann werde ich diesen finden“ versprach ich ihr, „Versprich nichts was du nicht halten kannst, wenn dieses Mal auch nur ansatzweise so ist, wie in diesen Kitsch Romanen, dann gibt es keinen Weg zurück“ widersprach sie mir, Ella klang so nüchtern, realistisch und als ob sie sich damit abfinden konnte, jetzt in einer Welt zu sein, die nicht die ihre war. Selbst der beste Lügner konnte nicht so überzeugend lügen und die Träume die Ella in der Nacht heimgesucht hatten, hatten mir gezeigt das sie die Wahrheit sagte. Sie schien sich nicht mehr bewusst daran erinnern zu können, aber die Hexen hatten sie gefoltert, wollten das Wissen aus ihr heraus quälen, hatten sie mit Erinnerungen gequält, auch wenn ich vieles nicht verstanden hatte, vieles war unscharf gewesen, aber eines war sicher, sie sprach die Wahrheit.

Ich hatte selbst gesehen, wie sie sich die Serie über die sie erzählt hatte, geschaut hatte. Es war komisch zu wissen, das es eine andere Welt gab, wo diese Welt, eine Serie war. Trotzdem hatte ich sie dennoch auf die Probe gestellt, ich wollte sicher sein das sie mich nicht belogen hatte, auch wenn ich das sehr wahrscheinlich merken würde, wenn sie log. Ich stand auf und ließ sie kurz allein, im Badezimmer hatte sie ihre Kleidung die sie gestern getragen hatte, sorgfältig zusammen gelegt und auch wenn sie diese nicht mehr tragen konnte, hatte sie diese zusammen gelegt. Meine Ohren fingen auf, wie sie endlich etwas von den Brötchen das ich ihr gekauft hatte, ass. Ich war versucht sie zu manipulieren, damit sie etwas ass. Mein Smartphone vibrierte und mein Bruder rief an. „Niklaus, wie kann ich dir helfen?“ informierte ich nach den Grund, warum er anrief. „Wann wolltest du mir erzählen, das du augenscheinlich eine Fleisch gewordene Legende getroffen hast?“
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast