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My stupid Heart

GeschichteMystery, Übernatürlich / P16 / Gen
Elijah Mikaelson OC (Own Character)
28.03.2020
21.03.2021
52
85.439
12
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Dieses Kapitel
1 Review
 
08.11.2020 1.269
 
Ella Pov:

Elijah hatte mir keine Antwort gegeben, dafür war keine Zeit mehr geblieben. Freya hatte unnatürliche starke Schwingungen wahrgenommen und jetzt saß ich hier in einem Pentagramm, während Freya Sicherheitsvorkehrungen traf, um mich sicher in die Vergangenheit zu schicken.
Elijah sollte als Anker fungieren, bedeutete, dass der Zauber an sein Blut gebunden wurde und durch das bestehende Gefährten Band würde ich jederzeit zurückkommen können. Das versicherte Freya mir, aber sie schien nicht 100% sicher zu sein, das es funktionierte.
Wie war ich hier gelandet? Immer wieder war ausgerechnet ich der Schlüssel, um schlimmeres zu verhindern, eine Rolle, die mir aufgezwungen worden war, so wie Elijah die Rolle des Beschützers.
Alles um mich herum wurde schwarz…

Elijah POV:
Ella war seit Stunden in der Vergangenheit, ihre Haltung war unverändert, sie saß noch immer im Schneider Sitz in dem Pentagramm und hatte ihre Augen geschlossen. Einzig allein ihre Atmung verriet, dass sie noch immer am Leben war.
Ich wollte mir nicht ausmalen, welche Grauen sie in der Vergangenheit sah, was das ihr antun würde und wie sich das auf ihre Alpträume auswirken würde.
Das Einzige was ich wollte, war für sie das sie nicht länger unter den Alpträumen litt, aber ich konnte ihr nicht helfen, nicht, solange sie es nicht zuließ.
Ich konnte spüren das sie tiefer und tiefer in die Vergangenheit ging, die Verbindung zu ihr war immer noch stark, sie würde jederzeit zurück kommen können, sobald sie die Antwort hatte, ob sie der einzige Erden Engel war, oder noch einer auf der Erde wandelte und im schlimmsten Fall ein dunkler Erdenengel war.
Niklaus wanderte ununterbrochen hin und her, während Freya und Kol beide darauf achteten, dass der Spruch der Ella zurück in die Vergangenheit geschickt hatte, nicht zu schwach wurde.

Das sie ohne Zögern zugestimmt hatte, zurück in die Vergangenheit zu gehen, weil Freya die Schwingungen wahrgenommen hatte, vermutete ich das auch Ella diese wahrgenommen hatte und vielleicht hatte ihre Gabe ihr sogar mehr mitgeteilt als sie preisgegeben hatte.
Plötzlich wusste ich es, Ella hatte nicht mehr gewusst als ich, mehr als Freya, aber sie wollte nicht in der Ungewissheit leben, ob es einen dunklen Erdenengel gab oder nicht.
Und was mich am meisten erstaunte, wollte sie wissen, ob meine Familie in Gefahr war, nicht ihr eigenes Leben, sondern meine Familie.
Warum riskierte sie ihr Leben für meine Familie?
Bevor ich jedoch den Gedanken weiterführen konnte, spürte ich wie an dem Band gezogen wurde und mein Bewusstsein sich von meinem Körper löste.
Ich fand mich in dem Haus wieder, in dem ich Ella gefunden hatte, eine hochgewachsene Gestalt unterhielt sich mit einer der Hexen, Ella selbst stand neben mir, ich musste mich beherrschen nicht zusammen zu zucken, als ihre Hand, die meine berührte. Instinktiv verwebten wir die Finger, ich wusste nicht, wie ich hierhin gekommen war, aber ich würde Ella mit mir zurücknehmen.

Die Szene änderte sich, die Hexen quälten Ella, immer wieder brachen sie ihr die Knochen, rissen alte Wunden erneut auf, zwangen sie immer wieder qualvolle Erinnerungen zu durchleben, allein zu sehen, wie sie gequält worden war, ließ die Wut aufbrodeln.
Und alles nur, weil sie wissen wollten, wie sie meine Familie vernichten konnten. „Es sind nur Erinnerungen“ hörte ich Ellas Stimme in meinen Kopf, jedenfalls fühlte es sich so an.
Ich schaute zu ihr und Ella schaute mich entschlossen an, Entschlossenheit sich von den Erinnerungen nicht unterkriegen zu lassen. Ella war außergewöhnlich stark. Auch wenn ich den Schmerz in ihren Augen sehen konnte, ließ sie sich nicht von den Erinnerungen unterkriegen.
Der dunkle Erdenengel weiß das ich nicht aus dieser Welt stamme, er weiß das ich deine Gefährtin bin, er weiß nur nicht, wer mein Gefährte ist“ hörte ich ihre Stimme erneut in meinem Kopf, ein seltsames Gefühl, mein Bewusstsein war nicht länger in meinem Körper, es war auf eine Art und Weise zu Ella in die Vergangenheit gereist.
Ihre Worte würden erst später zu mir durchdringen, erst später würde ich realisieren, dass sie mich zum ersten Mal ihren Gefährten genannt hatte.
Das Gefühl, das an mir gezogen wurde, übermächtig und im nächsten Augenblick befand ich mich wieder in meinen Körper, Ella richtete sich gerade im Pentagramm auf. Ich hatte es also nicht geträumt, ich war wirklich für einen Augenblick oder mehr bei ihr in der Vergangenheit gewesen und hatte ihre Stimme in meinem Kopf gehört. Das dieses Erlebnis, für Ella Folgen haben würde, wie ich befürchtet hatte, ahnte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Ella richtete sich auf und Freya brauchte keine Worte, sie wusste bereits was Ella gesehen hatte und kannte damit auch die Antwort zu der Frage, ob der Erden Engel der vor vielen Jahren gestorben war, als dunkler Engel weiter sein Unwesen trieb.
„Verdammt“ kommentierte Kol und beriet mit Freya, was sie jetzt tun konnten, währenddessen verließ Ella das Pentagramm und ließ sich auf einen Stuhl sinken. Sie wirkte müde und meine Geschwister fokussierten sich auf etwas anderes als meine Gefährtin, die ihr Leben riskiert hatte, um die Gewissheit zu haben, ob die Bedrohung da war oder nicht.
Ella zuckte zusammen, als ich zu ihr trat, aber sie wich nicht vor mir zurück. Als ich meine Hand auf, die ihre legte, durchfuhr ein warmes Gefühl meine Nerven. Es fühlte sich an als würden Ameisen durch meine Blutbahnen laufen.
Fühlte es sich so für Ella an, wenn ich sie berührte? „Tut es“ hörte ich ihre Stimme in meinem Kopf, obwohl Ella selbst nichts gesagt hatte, ihr Mund hatte sich nicht bewegt, noch hatte schaute sie mich an, sie hatte ihre Augen geschlossen. Weil sie müde war, die Zeit in der Vergangenheit hatte ihr viel Kraft gekostet.
Ich ließ ihre Hand los und Ella folgte meinem Beispiel und folgte mir schweigend in die Küche, dort kochte ich ihr einen Tee, noch immer konnte ich es nicht wirklich glauben, ihre stimme war in meinem Kopf gewesen, ich hatte ihre Stimme in meinem Kopf gehört, wie ich sonst nur meine eigenen Gedanken hörte.
Und das Kribbeln und die Wärme, die von der Berührung ausgegangen war, jetzt konnte ich gut verstehen, warum Ella zusammenzuckte und meine Berührungen nicht als zu lange ertrug.

Mit einer Tasse Kamillen Tee setzte ich mich zu ihr, darauf bedacht, sie nicht unnötig zu berühren, um sie davor zu bewahren, dass sie zu oft, der Wärme und dem Kribbeln ausgesetzt war. „Dir ist schon klar, dass ich nicht aus Glas bin?“ fragte sie mich und in ihrer Stimme schwang Irritation mit, „Ich bin mir bewusst, dass du nicht aus Glas bist, das bedeutet aber nicht, dass ich nicht darauf achte, dass ich dir nicht zu viel von deinem Sitzplatz wegnehme“ antwortete ich ihr.
Es war eine Ausrede, eine simple Ausrede, den eines konnte ich nicht über die Lippen bringen, dass es mir schwerfiel, sie nicht in die Arme zu nehmen, ihr all den Schmerz nehmen zu können und sie leiden sehen zu müssen.
Niklaus hatte in einem Recht, mit der Zeit, würde ich mich in sie verlieben. Die ersten Keime waren bereits gesäht, ich wusste das ich anfing mich zu verlieben, es war aber nicht so wie bei Hayley, wo ich mich beinah Hals über Kopf verliebt hatte.
Es war schleichend, langsam, aber sicher wandelten sich Gefühle für die Frau neben mir in Gefühle, die ich nicht haben konnte, die ich nicht empfinden durfte.
Jemand wie Ella hatte es verdient, glücklich zu werden, sie würde mit mir nie glücklich werden.
Ich würde meine Gefühle unterdrücken, ich würde ihr weiterhin helfen, sollte der Seelenfresser weiterhin versuchen, sich ihre Seele einzuverleiben, würde ich das zu verhindern wissen.
Auch wenn es am Ende bedeutete, sie irgendwann in den Armen eines andern Mannes zu wissen…
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