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The long road back

DrabbleSchmerz/Trost / P16
Lance Corporal William Schofield
28.03.2020
28.03.2020
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Disclaimer: Ich verdiene kein Geld mit dieser Geschichte und besitze auch keine Rechte an allem, was aus dem Film 1917 übernommen wurde. Ähnlichkeiten zu lebenden (oder mittlerweile verstorbenen) Personen sind nicht beabsichtigt.

Kurzbeschreibung: [„1917“] Schofield kehrt zu seiner Einheit zurück. [Lance Corporal William Schofield; mentions of: Sergeant Sanders, General Erinmore, Lance Corporal Thomas Blake][Spoiler!]

A/N: Es handelt sich hierbei um noch einen Oneshot und meinen fünften Beitrag zu Sam Mendes’ Film 1917.
Den vierten Beitrag zu 1917 findet ihr bei Interesse hier: Lost in thoughts
Weiterhin ist dieser Oneshot noch ein Beitrag zum Projekt Die 4 Elemente und darf gerne als Fortsetzung von Come back to us und Wrong hand gelesen werden.







The long road back



Luft


Der Himmel war klar und der Mond hing groß und fast voll am Himmel, tauchte alles in ein gespenstisches Licht und ließ die Sterne in seiner Nähe regelrecht verblassen. Das Feldlazarett hatte sich deutlich geleert, ein paar Sanitäter standen noch herum und beaufsichtigten verbliebene Verwundete oder das Verladen von ihnen auf Lastwagen.

Schofield seufzte. Sein Atem bildete schon seit geraumer Zeit frostweiße Wölkchen in der Luft und die Kälte kroch ihm durch Mark und Bein. Von lauen Sommernächten waren sie noch weit entfernt, aber vielleicht würde es unter der Plane des Lastwagens etwas weniger unangenehm werden.

Zumindest hoffte er das.

[100 Wörter]



Erde


Es war etwas wärmer, aber stickig und es roch nach Blut und Exkrementen unter der Plane. Der Soldat auf der gegenüberliegenden Seite erbrach sich in unregelmäßigen Abständen.

Jedes Mal, wenn er ihn würgen hörte, wurde ihm selbst schlecht, aber glücklicherweise schien der andere noch in der Lage, sich auf die andere Seite der Bordwand zu übergeben, obwohl das feuchte Klatschen, sobald ein neuer Schwall Erbrochenes auf die schlammige Straße traf, nicht dazu beitrug, seinen Ekel zu mindern.

Dem Lastwagen folgte sicher längst eine unübersehbare Spur, die…

Wieder holperten sie durch ein Schlagloch und wieder stöhnten Verwundete vor Schmerz im Kollektiv.

[100 Wörter]



Wasser


Es hatte zu regnen begonnen, als sie an den Ruinen von Écoust vorbeigefahren waren und nicht wieder aufgehört. Die Schlaglöcher hatten sich wieder bis zum Rand mit Wasser gefüllt und nun, nachdem er wieder in den Graben hinabgestiegen war, in dem seine Einheit lag, war er erneut bis auf die Haut durchnässt.

Nicht, dass es noch irgendeine Rolle spielte.
Hier war es nie trocken.

Er stapfte durch Pfützen, vorbei an Kameraden, die teilnahmslos in die Dunkelheit starrten oder dösten. Regentropfen trommelten auf Stahlhelme und seine Hoffnung, wenigstens Sergeant Sanders anzutreffen, bevor er das Quartier von General Erinmore erreichte, zerstreute sich.

[100 Wörter]



Feuer


Die Wärme in General Erinmores Quartier war fast unerträglich. Die Helligkeit der elektrischen Lampen ebenso und die Luft erst! Stickig, abgestanden und es stank zum Gotterbarmen nach Schmutz und Metall.

Warum war ihm das nicht aufgefallen, als er mit Blake hier hereingekommen war?!

Es war heiß hier drinnen, so heiß, dass ihm selbst unter der kalten, nassen Uniform der Schweiß ausbrach und es sich anfühlte, als stünde er in Flammen – obwohl er noch am Eingang stand!

Irgendwo weiter hinten leuchtete das bläuliche Flämmchen einer Petroleumlampe auf.

Sanders hatte ja mürrisch bemerkt, Erinmore müsse wohl geweckt werden und er solle warten…

[100 Wörter]




***

Bei Interesse findet ihr den sechsten Beitrag hier: The Ruins of Écoust
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