The Warriors Raven

GeschichteAllgemein / P18 Slash
Anya Clarke Griffin Lexa Lincoln Octavia Blake Raven Reyes
27.03.2020
15.05.2020
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27.03.2020 1.405
 
"Hey Reyes, schon fertig damit, sinnlos in der Luft herum zu fuchteln?" Raven verdrehte genervt die Augen, während sie sich umdrehte, um sich zu verteidigen. Ihre letzte Stunde war super gewesen, die Teilnehmer hatten fleissig mitgearbeitet und Ravens Laune hätte besser kaum sein können. Vermutlich hätte sie es nicht verwundern sollen, dass sie ausgerechnet jetzt Anya in die Arme lief. Hatte sie in diesem blöden Sportzentrum denn nie Ruhe vor ihr? Raven liebte ihren Job, es war genau das, was sie immer hatte machen wollen. Doch Woods war eine niemals schlafende Konkurenz. Tatsächlich hatte sie bereits die Frechheit besessen ihr Kunden abzuwerben. Nicht dass Raven sich das einfach so gefallen lassen hätte. Die Reyes musste immer noch Grinsen, bei dem Gedanken daran, dass sie sämtliche Kendostöcke gegen Poolnudeln getauscht hatte. Nur zu dumm, dass sie Anyas blödes Gesicht nicht hatte sehen können. "Wenigstens knocke ich mich nicht mit meinem eigenen Stock aus", gab Raven kühl zurück. Ihre Judokurse waren beliebt und sie wusste, dass es weit mehr war, als nur in der Luft herum zu fuchteln. "Ich brauche wenigstens nur meinen eigenen Körper, während du keine andere Lösung hast, als mit dem Stock drauf zu schlagen", fügte sie höhnend hinzu. Dass sie damit eine unsichtbare Grenze übertreten hatte, bemerkte sie direkt an Anyas heftiger Reaktion.
"Ich kann dir meinen Stock ja mal in den Arsch schieben, vielleicht rückt er dir dein Hirn wieder an die richtige Stelle", giftete sie zurück. "Ach ne moment mal, da ist sowieso nichts drin."

Raven hatte bereits den Mund geöffnet, um eine, wie immer, freche Bemerkung zurück zu schießen, als die Tür der Umkleide sich öffnete und einige ihrer Kursteilnehmer heraus traten. Ihr war durchaus klar, wie sehr Lexa es hasste, wenn sie sich vor den Kunden stritten und so schluckte sie ihre Wut, auch wenn es ihr sehr schwer fiel, herunter und schenkte Woods nur einen Blick, der sie hätte töten können. Dann wandte Raven sich ab und machte sich auf den Weg in ihr eigenes kleines Büro. Es war die letzte Gruppe für den heutigen Tage gewesen und es war dringed nötig, dass sie Feierabend machte, schon alleine deswegen um sich nicht ständig mit Anya herum schlagen zu müssen. Dass sie ausgerechnet die Schwester ihrer Chefin war, machte die Sache auch nicht gerade einfacher. So manches mal fürchtete Raven sich, bereits eine Kündigung erarbeitet zu haben. Doch Lexa war nicht blöd, sie wusste, dass Raven eine gute Arbeit machte und dass die Kunden teilweise Schlange standen, um in ihre Kurse zu kommen, das war bestimmt auch der einzige Grund, wieso sie sich ihre große Klappe leisten konnte. Raven, jedoch sah es gar nicht ein, sich irgendetwas von Woods gefallen zu lassen. Sie dachte scheinbar, dass sie etwas besonderes sei, weil sie die Schwester von Lexa war, doch auf dieses Spielchen, würde Raven sich bestimmt nicht einlassen. Seit ihrem ersten Arbeitstag, war Anya quasi ihre Erzfeindin und auch wenn sie sich ständig über sie aufregte, wusste sie, dass ihr etwas fehlen würde, wenn es anders wäre. Manchmal freute sie sich regelrecht darauf, ihr irgendetwas an den Kopf zu werfen. Wo konnte man besser seinen ganzen Frust raus lassen?

Es war bereits recht spät, als Raven sich umgezogen und endlich ihre Sachen gepackt hatte. Der Vorteil war, dass Zuhause sicher niemand auf sie wartete. Clarke schob zurzeit ständig Doppelschichten und wenn sie zuhause war, dann hauptsächlich zum schlafen. Raven unterdrückte ein Seufzen. So hatte sie sich ihr WG Leben sicherlich nicht vorgestellt. Manchmal dachte sie sogar darüber nach, noch einen, in die ziemlich große Wohnung zu holen, damit sie wenigstens ein bisschen Gesellschaft hatte. Nach der, sehr schmerzhaften Trennung von ihrem Ex Finn, konnte Raven nur noch schlecht alleine sein. Auch wenn Raven versuchte, vieles mit sich selbst auszumachen, wusste sie, dass sie sich auf Clarke und Octavia immer verlassen konnte. Und auch die Arbeit, gab ihr mehr Kraft, als sie jemals vermutet hatte. Raven war schon immer eher der sportliche Typ gewesen und doch war es eine volkommen neue Erfahrung für sie, andere Leute anzulernen. Doch durch ihre lockere und humorvolle Art, wussten sie viele ihrer Kunden zu schätzen. Raven wollte gar nicht genau wissen, wie es in Anyas Trainingsstunden zuging. Wenn sie an die verbissende Miene der Woods dachte, konnte es mit Spaß, jedenfalls nicht viel zu tun haben. Anfangs hatte Raven öfter bei Lexa antanzen müssen, auch wegen ihrer Streitereien mit Anya, doch letztendlich überzeugte sie ihre Chefin, auch wenn sie sie nur bedingt leiden konnte. Solange sie ihr ein ordentliches Gehalt zahlte, sollte es Raven recht sein. Auch wenn sie sich ihre Dominanz durchaus mal in den Arsch stecken konnte.

"Kann ich dich kurz sprechen, Raven?", erklang Lexas Stimme, gerade als sie das Sportzentrum verlassen wollte. Raven unterdrückte ein Fluchen, das konnte unmöglich etwas gutes bedeuten. Trotzdem war sie überrascht, eigentlich sprach sie Raven nur beim Vornamen an, wenn sie gerade nicht verärgert war, was bei Lexa nicht gerade häufig vor kam.
"Okay", meinte Raven wenig begeistert und folgte ihrer Chefin in ihr Büro. Das ganze war ein bisschen schräg, wenn man bedachte, dass Lexa kaum älter war als sie selbst. Noch immer hatte sie nicht so ganz verstanden, wieso Anya, als ältere Tochter das Sportzentrum nicht geerbt hatte. Dennoch musste man Lexa lassen, dass sie wusste was sie tat und dass sie sich, trotz ihres jungen Alter, durchsetzen konnte. Raven musste jedes mal wieder genugtuend grinsen, wenn Lexa mal wieder ihre ältere Schwester herum kommandierte. Raven hatte Anfangs wirklich ordentliche Probleme mit Lexa gehabt. So sehr, dass öfter mal ein Raumschmiss im Raume stand. Es war ihr schwer gefallen zu akzeptieren, dass sie sich jemandem unterordnen musste. Raven war niemand, der sich gerne sagen ließ, wo es lang ging. Sie selbst wollte ihren Weg bestimmen und sie hasste es, von jemandem Steine in den Weg gelegt zu bekommen. Doch in den letzten Wochen, hatten sie sich irgendwie zusammen gerauft. Es blieb Raven ja auch nichts anderes übrig, wenn sie diesen Job nicht verlieren wollte. Außerdem musste sie zugeben, dass Lexa ihr ziemlich viel Freiraum gab.
"Die Anfragen für deine Kurse sind enorm Raven", begann Lexa ernst. "Ich bin unzufrieden damit, sie ablehnen oder vertrösten zu müssen. Hast du noch Kapazitäten für 1-2 Kurse?" Es war schwer Raven sprachlos zu machen doch Lexas Angebot schaffte es sogar kurzfristig.
"Mehr Kurse", wiederholte sie schließlich nachdenklich. "Und du bist sicher, dass du mich nicht rausschmeißen wolltest?"

Lexa hob eine Augenbraue und Raven war davon überzeugt, dass Anya mal wieder gepetzt hatte. Wobei sie sicherlich die Hälfte ausgelassen hatte. "Mit deiner großen Klappe, bringst du dich noch in ernsthafte Schwierigkeiten, Reyes", meinte Lexa dann und benutzte dieses mal bewusst ihren Nachnamen. Raven konnte nicht anders als zu Grinsen.
"Ohne meine große Klappe, würden meine Kunden mich aber nur halb so toll finden und das weißt du", erwiderte sie frech.
"Dies ist auch der einzige Grund, wieso du hier noch arbeitest", meinte Lexa kühl. Provozierend verschränkte Raven die Arme von ihrem Oberkörper. "Du solltest nicht alles glauben, was Anya dir erzählst. Sie ist nämlich kein Stück besser." Lexas Miene verfinsterte sich.
"Ihr beiden seid anstrengender, als der ganze Laden zusammen. Ihr sollt als Team zusammen arbeiten. Stattdessen schlagt ihr euch gegenseitig die Köpfe ein", fauchte Lexa.
"Wenigstens brauche ich keinen Stock dazu", wagte Raven zu sagen, was mutig war, denn auch Lexa war eine ausgezeichnete Kendo Kämpferin.
"Raus", zischte ihre Chefin und Raven wusste, dass sie diesem Befehl lieber Folge leistete, wenn sie nicht doch noch ihre Kündigung erhalten wollte. Trotzdem hatte die Reyes ein Grinsen auf den Lippen, als sie Lexas Büro verließ. Der Gedanke an weitere Kurse machte sie glücklich. Endlich schien ihn ihrem Leben, mal etwas so zu verlaufen, wie sie es sich wünschte. Es wurde Zeit ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Dass Finn ein großer Bestandteil ihrer gesamten Kindheit gewesen war, änderte nichts an der Tatsache, dass er sich wie ein Arschloch verhalten hatte. Er hatte ihr Herz mit Füßen getreten, noch schlimmer, er hatte alles mit Füßen getreten, was sie sich über die Jahre aufgebaut hatten. Raven hatte sich geworen, dass sie sich nie wieder verlieben wollte. Es gab wichtigeres im Leben als Männer und vorerst wollte sie sich voll und ganz ihrer Karriere widmen.
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