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Ein ungewöhnliches Geschenk (Grindeldore (x Newt))

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Albus Dumbledore Gellert Grindelwald Newt Scamander
27.03.2020
03.09.2021
28
150.022
18
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49 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
08.04.2021 5.515
 
Hallo, Darlings~
Ich weiß, ich habe diese FF ziemlich vernachlässigt in letzter Zeit. Das hat verschiedene Gründe, aber vor allem den einen, dass ich mein drittes Buch in den letzten Wochen beendet habe. "Daddy's neues Spiel", mein erotischer Hetero-Daddykink-Roman, wird ab 29.4. auf Amazon erhältlich sein und hat mich die letzten Wochen ziemlich gefordert .
Darüber hinaus ist von diesem Kapitel nur das letzte Drittel im RPG entstanden. Die ersten zwei Drittel wurden von mir allein geschrieben. Das hat mehr Zeit in Anspruch genommen, als wenn ich schon einen Leitfaden gehabt hätte.
Mir gefällt trotzdem alles an dem Kapitel . Ich bin gespannt, was ihr dazu sagt
Viel Freude beim Lesen!


******


So sehr, wie sie sich in den letzten Stunden verausgabt hatten, hatten sie sich ein ordentliches Essen wohlverdient. Albus trug Sorge dafür, dass es auf der Terrasse hinter dem Haus aufgetischt wurde und während sie in der schönsten Nachmittagssonne saßen, unter strahlend blauem Himmel und umgeben von der Natur, musste sich Newt kneifen, weil er es sonst unmöglich glauben konnte.
Das alles. Nicht nur die Idylle, die im Moment herrschte. Auch, dass sie noch vor wenigen Minuten … Er errötete tief und versteckte sein Gesicht hinter dem Glas Limonade, damit den beiden nicht auffiel, wie sehr es ihn noch immer aufwühlte, was sie vor wenigen Minuten getan hatten. Albus und Gellert waren so unverschämt nonchalant. Ganz so, als wäre es für sie ein ganz normaler Tagesablauf, shoppen zu gehen, sich dann gegenseitig um den Verstand zu bringen und sich anschließend zum Essen niederzulassen, als wäre nichts geschehen.
Newt durchlief ein Schauer. Wahrscheinlich war es sogar normal für sie. Und das war vermutlich kein Wunder, schließlich ahnte er, wie hart sie arbeiteten. Wenn sie dann die Gelegenheit hatten, das Leben zu spüren, nutzten sie jede Sekunde davon. Das war beeindruckend – aber zugleich war Newt auch froh, dass er eine Pause davon hatte. Noch ein wenig mehr und er wäre vermutlich geschmolzen vor Hitze.
„Schmeckt es dir nicht, Honey?“, fragte Albus
Newt schrak aus seinen Gedanken auf. Er bemerkte, dass er sein Essen bisher kaum angerührt hatte. Die Erinnerungen hatten ihn zu sehr abgelenkt.
„D-doch“, beteuerte er eilig und wich den prüfenden, blauen Augen aus.
Er hörte Albus glucksen. „Haben wir dich so verausgabt?“, säuselte er und als sich seine Hand auf Newts Oberschenkel legte, wurde sein Gesicht so heiß, dass er fürchtete, er würde an einem Hitzschlag sterben.
„Sollen wir dich etwa füttern, Honey?“, ließ sich Gellert hörbar amüsiert von Newts anderer Seite vernehmen.
Newt starrte auf seinen Teller und schüttelte den Kopf.
„N-nein, ich …“ Krampfhaft hielt er sein Besteck in den Händen. Die Schultern hochgezogen, spürte er, wie sich all seine Muskeln anspannten, bereit zum Sprung. Etwas in ihm wollte fliehen. Aber das hatte ihn die letzten Male nicht weitgebracht.
„Bleib“, bat ihn Albus leise, als ahnte er, was in seinem Kopf vorging. Dann legte sich seine kühle Hand in Newts glühenden Nacken. Die Berührung beruhigte Newt mehr, als er für möglich gehalten hätte. Er holte tief Luft und warf Albus einen verstohlenen Blick zu.
Der schenkte ihm ein sanftes Lächeln. „Erzähl uns von Afrika“, bat er. „Wie bist du dort überhaupt hingekommen?“
Newt stutzte. Er traute dem plötzlichen Themenwechsel nicht. Irritiert sah er zu Gellert herüber, der sein Blick erwiderte. Sie wollten ihm wirklich zuhören? Bei einem Thema, das für beide wahrscheinlich noch unwichtiger wäre als das derzeitige Wetter in Kapstadt? Wieso?
„E-es war nichts Besonderes“, murmelte er und stocherte in seinem Essen herum. „Ich wollte nur ein paar Tierwesen auswildern.“
Er ließ eine Kunstpause. Wartete darauf, dass man ihn unterbrechen und ein neues Thema beginnen würde.
Sie hörten zu. Das war nicht das erste Mal, aber es überraschte ihn trotzdem. Und auch, wenn es ihm am Anfang unangenehm war, in ihrer beider Mittelpunkt zu stehen, wagte er jetzt zaghaft, die Frage detaillierter zu beantworten. Mit jedem weiteren Wort wurde er sicherer. Newt erzählte von seiner Reise, von den Tierwesen, die er getroffen hatte, von denen, die er gerettet und später ausgewildert hatte. Er berichtete von den fremden Kulturen, von den ungewöhnlichen Begegnungen und davon, wann es für ihn brenzlig wurde.
Alles erzählte er und noch mehr.
Erst als ihm auffiel, dass die beiden ihre Teller inzwischen geleert hatten und er noch immer keinen Bissen gegessen hatte, erkannte Newt, wie lang er ohne Punkt und Komma gesprochen hatte. Und dass er sie gar nicht zu Wort hatte kommen lassen.
„Entschuldigung“, murmelte er und senkte beschämt den Kopf. „Jetzt habe ich die ganze Zeit geredet.“
Sie schienen darüber nicht verärgert. Albus gluckste neben ihm.
„Kein Grund, sich zu entschuldigen“, sagte er. „Wir haben schließlich gefragt. Zugegebenermaßen war es ein wenig unsensibel von mir, dich zum Reden zu animieren, wenn du noch kaum etwas gegessen hast.“ Er wies auf den vollen Teller. „Bitte, iss.“
Fahrig sah Newt von ihm zu Gellert, um sich zu vergewissern, dass auch er nicht wütend war.
Doch Gellert begegnete seinem Blick so intensiv, dass ihm ein Schauer über den Rücken rann, und schnurrte: „Du wirst die Kraft brauchen, Honey.“

~*~


Als Albus am nächsten Morgen beim ersten Sonnenstrahl erwachte, ahnte er, dass er kaum mehr als ein paar Stunden geschlafen hatte. Die Nacht war lang geworden und wäre er nur ein wenig selbstmitleidiger, würde er sich jetzt über schmerzende Muskeln und sein verkrampftes, angestrengtes Becken beschweren. Doch wer war er, sich über ausschweifende Lust zu beklagen?
Stattdessen schmunzelte er zufrieden, als er Gellerts nackte Wärme im Rücken fühlte und, als er gegen das Sonnenlicht anblinzelte, sah er Newts sommersprossige Schulter vor sich. Albus wusste, dass das keine Gewohnheit werden würde. Im Alltag wollte er mit niemandem anderem als mit Gellert ein Bett teilen. Es war ein Privileg, in ihrer Nähe sein zu dürfen. Eines, das sie nicht leichtfertig verschenkten. Solche Nächte wie diese würden eine Seltenheit bleiben.
Das Wissen darum, wie vergänglich dieser Moment war, brachte Albus dazu, sich umso genießender an Newt zu schmiegen, den Arm um seine Mitte zu schlingen und ihm die zarte Schulter zu küssen. Er hatte ganz vergessen, was für eine Sucht die neue Faszination für einen Menschen auslösen konnte. Als er Gellert seinerzeit kennengelernt hatte, hatten sie nicht viele Gelegenheiten gehabt, um sich miteinander zu vergnügen – und dennoch hatten sie keine Möglichkeit ausgelassen. Jetzt, mit den Freiheiten, die ein Urlaub im Cottage ihnen gab, wollte er nichts anderes tun, als sich mit Newt und Gellert in wilder Ekstase zu verlieren. Sich tagelang in den Laken zu wälzen, hörte sich überaus verführerisch und befriedigend an.
Bevor er wusste, was er tat, rieb sich Albus‘ Becken gegen Newts wohlgeformten Hintern.
An Newts unregelmäßiger Atmung erkannte er, dass er den Jüngeren weckte. Newts Arme zuckten und dann drehte er den Kopf und seine Wimpern flatterten, während er versuchte, sich zu orientieren.
„Guten Morgen“, säuselte ihm Albus leise ins Ohr, um Gellert nicht zu stören, der hinter ihnen schlief. Er bekam ohnehin zu wenig Schlaf – und darüber hinaus genoss Albus es ein wenig, Newt einen Moment für sich allein zu haben.
Newt errötete und leckte sich über die vollen Lippen.
„M-Morgen“, nuschelte er und seufzte dann, weil Albus die Gelegenheit nutzte und ihn küsste. Er stöhnte leise in den Kuss, als Albus fortfuhr, sein Becken gegen den hübschen Hintern zu reiben. Als Albus‘ Hand seinen Bauch hinabstrich und sich auf seinen hervorstehenden Hüftknochen legte, um ihn fordernd näherzuziehen, erschauderte Newt fühlbar.
Albus ließ sich Zeit damit, ihn zu kosten. Er saugte an der vollen Unterlippe und genoss den süßen Geschmack, während sich seine Hand tieferstahl. Erfreut bemerkte er, dass Newt eine eindeutige Morgenlatte hatte. Ob daran wohl die jüngsten Erlebnisse schuld waren? Hatte er davon geträumt?
Albus wollte es gern glauben, während er die Hand um Newts Glied schloss und ihn zärtlich massierte. Scharf sog Newt die Luft ein.
„Bitte“, keuchte er, wand sich eben Albus und rieb damit mehr oder weniger absichtlich gegen Albus‘ Schritt, in dem sich auch bereits etwas regte.
So selten, wie Albus im Bett dominant war, so sehr genoss er es doch, dass sich Newt seiner Führung überließ und bat, anstatt etwas einzufordern. Es schmeichelte seinem Ego.
„Was möchtest du, Honey?“, säuselte er ihm ins Ohr, ehe er ihm über die Ohrmuschel leckte. Seine Handfläche kreiste über Newts Spitze.
Newt stöhnte auf und legte ihm eine Hand auf den Arm, als wollte er sich an ihm festhalten. Sehnsüchtig legte er den Kopf in den Nacken. Seine Wangen waren dunkelrot, doch sein Blick war lustverhangen und seine Lippen halb geöffnet.
Merlin, ob er auch nur den Hauch einer Ahnung davon hatte, wie verführerisch er war? Ein wahres Geschenk, das Albus noch sehr oft auszukosten gedachte.
„Dich“, hauchte Newt und streichelte damit Albus‘ Ego weiter. „Bitte, Albus, bitte!“
Es war um so vieles verführerischer, weil es unverfälscht und ehrlich war. Albus musste an sich halten, ihn nicht sofort zu überwältigen. Dieses süße Geschöpf verdrehte ihm viel zu sehr den Kopf und offensichtlich hatten die letzten intimen Erfahrungen geholfen, dass seine Scham nicht mehr so übergroß war und er lernte, um solche Dinge zu bitten.
Albus mochte das sehr.
Mit einem leisen Glucksen schmiegte er sich näher und massierte Newt stärker.
„Schhh, Liebes, nicht so laut“, flüsterte er ihm ins Ohr. Er genoss es, wie hinreißend Newt in seinem Arm zitterte. Der letzte Sex hatte ihn so handzahm gemacht, so willig und verlangend. Albus wollte endlos viele verbotene Dinge mit ihm anstellen.
„Du willst doch Gellert nicht wecken“, mahnte er den hübschen Rotschopf leise.
„Und wieso sollte er das nicht wollen?“, grollte eine tiefe Stimme hinter ihm, die Albus wohlig erschaudern ließ. Als er Hände an seinem Hintern fühlte und eine dann seine Hüfte packte und ihn zurückzog, während sich Gellerts Morgenlatte auffordernd gegen ihn drückte, keuchte Albus auf.
Er lachte leise und schenkte Gellert augenblicklich seine Aufmerksamkeit. Sein Herz schlug höher, seit Gellert wach war und sich beteiligte.
Mit einem verführerischen Blick über die Schulter säuselte er: „Weil ich dich nicht um deinen wohlverdienten Schlaf bringen wollte, Darling~.“
„Schlaf kann warten“, knurrte Gellert hinter ihm.
Als zwei seiner Finger, ölig gemacht durch einen Zauber, Albus‘ Muskelring durchstießen, der von gestern noch weich und durchlässig war, stöhnte Albus überrascht auf und vergaß ganz, dass er Newt weiterreizen wollte.
„G-Gellert“, keuchte er.
„Nur zu, Liebling“, schnurrte ihm Gellert samtig ins Ohr. „Ich wollte euch nicht unterbrechen.“ Seine Stimme, die am Morgen noch tiefer war, jagte Albus einen angenehmen Schauer über den Rücken.
Hin- und hergerissen zwischen dem Wunsch, sich von Gellert wie so oft um den Verstand bringen zu lassen und Newt seinerseits in Ekstase zu treiben, war Albus einen Moment unfähig, einen klaren Gedanken zu fassen.
‚Noch nicht wach genug für Multitasking, Liebling?‘, raunte Gellert ihm über ihre mentale Verbindung zu.
Albus wollte gern den Kopf schütteln, doch sein Liebhaber hatte einen neckenden Unterton in der Stimme gehabt, der ihn provozierte.
‚Forderst du mich heraus?‘, fragte er – nur halb so souverän, wie er beabsichtigt hatte. Gellerts Finger machten ihn schwach. Sich seiner Aufmerksamkeit sicher zu sein, wollte Albus dazu bringen, sich ihm hinzugeben. Es war wie ein Reflex, dem zu widerstehen ihm nicht leicht fiel.
‚Im Gegenteil‘, säuselte Gellert. ‚Ich will dir nur angeboten haben, die Führung zu übernehmen.‘
Doch das widerstrebte Albus. Er hatte seither noch nicht das Vergnügen gehabt, in Newt einzudringen. Davon wollte er sich nicht abbringen lassen, indem Gellert die Richtung vorgab. Ganz gleich, wie verführerisch es war, die Zügel abzugeben, Albus verlangte es nach ein wenig Kontrolle.
Er antwortete nicht. Stattdessen zwang er seine Aufmerksamkeit von den Fingern fort, die ihn weiteten, schmiegte sich an Newt, der verdächtig still war, seit Gellert wach war, und küsste ihm den Hals.
„Nun, Honey?“, schnurrte er und nahm die Hand vom Glied des Rotschopfs. „Willst du mich immer noch?“
Newt sah ihn über seine Schulter hinweg an, ehe sein Blick zu Gellert hin flackerte und dann zu ihm zurückkehrte.
„Sprich mit mir, Newt“, sagte Albus und seine Stimme wurde rauer, weil Gellert just in dem Moment seine Prostata anstupste. Ohne Zweifel absichtlich. Der Funken der Lust, der durch seinen Körper wanderte, schien auf Newt überzuspringen.
Er nickte fahrig und der Ausdruck in seinen Augen, der zuvor ein wenig unsicher geworden war, gewann wieder an Hitze.
„Bitte“, hauchte er.
Albus schmunzelte zufrieden und küsste ihn, während er überdeutlich fühlte, wie Gellert seine Finger tieferschob. Ihm entwich ein Stöhnen. Er wollte sich Gellert entgegenstrecken, wollte ihm aufreizend seinen Hintern anbieten, doch zugleich wollte er sich an Newt reiben. Bevor er sich vergessen konnte, ließ er seine Hand ungeduldig zu Newts Hintern wandern, befeuchtete mit einem Zauber seine Finger und schob den ersten hinein. Newt war nicht mehr so jungfräulich eng wie gestern. Das kam Albus nur entgegen. Er wollte sich nicht ewig mit Vorbereitung aufhalten. Während er den Kuss aufrecht hielt, schob er den Finger tiefer und ließ ihn kreisen. Gerade schob er einen zweiten dazu, da ging ein Funkenschauer auf seine eigene Prostata nieder und ließ ihn überrascht in den Kuss stöhnen.
‚Gellert!‘, echauffierte er sich im Geiste, während er den Kuss zu Newt vertiefte, der sich vor ihm wand, als wäre er ebenso ungeduldig wie Albus.
‚Was ist los, Liebling?‘, fragte Gellert unschuldig. ‚Gefällt es dir nicht?‘
Albus schnaubte innerlich. Gellert wusste sehr wohl, dass ihm die kleinen elektrischen Impulse mehr als gefielen. Doch sie knipsten auch seine Synapsen aus. Wenn Gellert das tat, konnte Albus gar keinen klaren Gedanken mehr fassen.
‚Du lenkst mich ab, Darling‘, erwiderte er.
Er hörte Gellert leise lachen. Es schien ihm kein bisschen leid zu tun.
‚Entschuldige, Liebling.‘
Albus kaufte ihm die Entschuldigung nicht ab. Um sich zu sammeln, holte er tief Luft, und schob dann einen zweiten Finger in Newt hinein. Der Jüngere wand sich bereits so ungeduldig vor ihm. Sensibel, wie er war, griff er die Stimmung im Raum schnell auf. Zu wissen, dass Albus ebenso gereizt wurde, schien einen bestärkenden Effekt auf ihn zu haben. Mit einem süßen Keuchen drückte er Albus sein Becken entgegen. Zufrieden stieß Albus die Finger tiefer, spreizte sie und schob zugleich die andere Hand an Newts Hals vorbei. Sie legte sich auf seinen Kiefer und hielt ihn in Position, während Albus ihn küsste. Im selben Moment spürte er heiße Küsse auf seiner Schulter und dann schob Gellert einen dritten Finger in ihn. Albus keuchte in den Kuss, löste ihn und drehte den Kopf zu Gellert, der darauf nur gewartet zu haben schien und ihn augenblicklich so besitzergreifend küsste, dass Albus‘ Herz wohlig erzitterte. Genießend stöhnte Albus auf, während seine Hand von Newts Hals tiefer wanderte, über die schlanke Brust strich und dem Jüngeren in den Nippel kniff. Neben ihm ertönte ein hinreißendes Wimmern. Albus war hungrig nach mehr. Er schob die Hand tiefer, legte sie um Newts Glied und strich darüber, was ihm ein leises Stöhnen einbrachte. Gleichzeitig stießen Gellerts Finger fordernd gegen seine Prostata, während er ihm mit seinen Küssen den Atem raubte. Albus sah Sterne. Merlin, er wollte nicht länger warten!
So behutsam, wie er es trotz seiner Lust noch konnte, drängte er einen dritten Finger in Newt hinein, der das Ganze mit einem scharfen Luftholen kommentierte. Sein Muskelring war straff um die Finger gespannt. Albus ließ von Gellert ab und wirkte gleichzeitig einen ungesagten Entspannungszauber auf Newts Eingang. Ein wenig Zeit ließ er ihm noch, spreizte die drei Finger vorsichtig in ihm, stupste die Prostata an und befeuchtete Newt mit einem weiteren Zauber. Dann zog er sich aus ihm zurück, legte ihm die Hände auf die Hüften und zog ihn fordernd näher.
„Komm näher, Honey“, schnurrte er ihm ins Ohr und bemerkte zugleich, Gellert seine Bewegungen imitierte, sich seine Hand ebenfalls herauszog und sich auf sein Becken legte.
Vorfreudige Erregung durchwanderte Albus‘ Körper. Die Aussicht darauf, sich gleich in Newt zu versenken und im selben Moment von Gellert ausgefüllt zu werden, ließ seine Nervenenden wohlig kribbeln. Er schob seine Hand zwischen Newts Beine und hob das obere ein wenig an, um besseren Zugang zu haben. Dann stieß seine Spitze bereits gegen den flatternden Muskelring.
Newt, der den Atem angehalten zu haben schien, krallte eine Hand ins Laken und schob ihm sein Becken entgegen. Merlin, der junge Mann machte Albus ganz schwach. Mit einem kleinen Stoß trieb er sich weit genug hinein, dass seine Spitze von Newts Muskeln umschlossen wurden. Newt entwich ein Wimmern. Einen Moment lang genoss er das Gefühl der Enge um sein Glied, dann zog er sich ein wenig heraus, griff Newts Hüfte fester und stieß sich tiefer. Als er bis zum Anschlag in ihm versenkt war, stöhnten Newt und er zugleich auf.
Doch Gellert gönnte ihm diese kurze Pause nicht. Fordernd griff er Albus‘ Becken, zog es zurück und drang in ihn ein. Hart, groß und unbarmherzig, wie Albus es liebte. Bereitwillig ließ er sich ein Stück zurückziehen, fühlte, wie Gellert ihn endlich vollständig ausfüllte und, als Gellerts Griff sich lockerte, stieß Albus seine eigene Hüfte wieder vor und Newt stöhnte auf.
Die Position erforderte Teamarbeit, wenigstens von Gellert und Albus, doch das war eine ihrer leichtesten Übungen. Nach den ersten langsamen Zügen hatten sie sich so weit eingespielt, dass ihre Stöße Fahrt aufnehmen konnten – und als Gellert den Winkel änderte und mit jedem weiteren Vorschnellen seines Beckens direkt Albus‘ Prostata traf, wusste Albus, dass er selbst nicht mehr lang durchhalten würde. Die doppelte Reizung raubte ihm den Verstand, Newts süßes Stöhnen verdrehte ihm den Kopf und so hemmungslos, wie er sich in der weichen Hitze versenken wollte, so heftig wurde er von Gellert genommen. Jeder weitere Stoß ließ neue Sterne vor seinen Augen aufflammen. Bei jedem Zug, den er in Newt hinein tat, schrie der Jüngere vor Lust auf. Albus hatte inzwischen eine Hand um sein Glied gelegt, dass ihm nass durch die Finger glitt, und massierte es im gleichen Rhythmus, in dem er sich in hinein trieb. Ihr Stöhnen, Keuchen und Seufzen erfüllte den Raum, Gellerts Finger krallten sich fast schon schmerzhaft in seine Hüfte, und als Newt schließlich mit einem bezaubernden Aufschrei kam und sich eng um Albus zusammenzog, folgte ihm Albus wenige Sekunden später.
Er wollte aufatmen und sich aus Newt herausziehen, doch Gellert gönnte ihm die Pause nicht. Mit einem fordernden Knurren stieß er sich heftiger in Albus und penetrierte seine wunde Prostata so sehr, dass Albus‘ Nervenenden Feuer fingen.
„G-Gellert“, keuchte er bebend. „Ngh! M-merlin!“ Gellert war so verdammt hart und groß und Albus wusste nicht, wie lang er es noch aushielt, sich von ihm um den Verstand vögeln zu lassen, bevor er tatsächlich nicht mehr bei Sinnen war. Haltsuchend krallte sich seine Hand in Newts weiche Hüfte. Durch die Wucht von Gellerts Stößen trieb es sein eigenes Glied wieder und wieder in Newt hinein, der überwältigt zitterte und wimmerte. Er war die Überreizung nicht gewohnt und solange Albus weitergereizt wurde, würde er selbst nicht so schnell abbauen.
Albus fühlte Gellerts diebische Freude über ihre mentale Verbindung überdeutlich. Dass sie ihm nun beide regelrecht ausgeliefert waren und sich der Lust nicht entziehen konnten, schmeichelte seinem Ego ohne Zweifel. Albus konnte ihm das nicht einmal übel nehmen, wo er selbst es doch viel zu sehr liebte, von Gellert über die Grenzen getrieben zu werden.
Und als Gellert einen letzten, kräftigen Stoß in ihn tat und dann in ihm verharrte, musste Albus erst einmal zu Atem kommen. Newt zitterte heftig. Mit einem schwachen Schmunzeln legte ihm Albus einen Arm um die Mitte, während er sich aus ihm herauszog. Gellerts Hand legte sich an sein Kinn und dirigierte ihn zurück. Bereitwillig ließ Albus sich von ihm küssen. Jetzt erst, da Ruhe zwischen ihnen einkehrte, bemerkte er, wie schweißnass seine Haut war. Und die seiner Bettgenossen. Es verlangte ihm nach einer Dusche. Doch noch nicht sofort. Einen Moment würde er noch brauchen, um die Kraft aufzubringen, sich zu bewegen. Und er vermutete, dass es Newt da ganz ähnlich ging.
Gellert lachte leise über seine Gedanken, löste sich von ihm und setzte sich auf.
„Dann werde ich wohl als Erster ins Bad gehen“, verkündete er. Albus schmunzelte, schmiegte sich an Newt, dessen Zittern inzwischen abgeebbt war, und schloss die Augen für einen Moment.
Es war gut, dass sie nicht jeden Morgen zu dritt erwachten, dachte er wieder bei sich. Dafür hätte er auf lange Sicht nicht die Stamina.

~*~


Die Eingangshalle des pompösen Gebäudes, in das sie hineingeführt wurden, war bereits so bombastisch, dass Gellert Albus neben sich keuchen hörte. Er ahnte, dass Albus darüber nachdachte, sich etwas von dem prunkvollen goldenen Rokoko-Stil abzuschauen und in ihrem Schloss in England ein paar Änderungen vorzunehmen. Gellert schmunzelte in sich hinein. Dem würde er nichts entgegensetzen. Dafür liebte er den Luxus selbst zu sehr.
Beinahe so sehr wie Albus große Feste. Nun fühlte er geradezu, wie es Albus vitalisierte. All der Trubel, die Aufregung, die Musik, den Glamour. Was würde er erst sagen, wenn er den Festsaal sah? Er war schon jetzt in seinem Element, obwohl er hier auf vollkommen unbekanntem Terrain war. Gellert war schon einmal in Venedig gewesen, doch damals allein und aus rein geschäftlichen Gründen. Italien gehörte schon seit einiger ganzen Weile zu ihrer neuen Weltordnung, war eines der ersten Länder gewesen, das sie sich einverleibt hatten.
Innerlich klopfte sich Gellert auf die Schulter. Er hatte von dem venezianischen Ball gewusst und wie es der Zufall gewollt hatte, war er in die Zeit ihres Urlaubs gefallen. Nicht Albus war es gewesen, der unbedingt auf ein prunkvolles Fest gehen wollte. Gellert hatte diesen Ort gern wieder besuchen wollen. Darüber hinaus wollte er mit Albus tanzen. Und nun, da sie mit Unkenntlichkeitszaubern getarnt und hinter Masken versteckt die breite Treppe zum Festsaal hinaufflanierten, stieg Vorfreude in ihm auf.
Hinter ihnen konnte Gellert Newt spüren, der kein Wort sagte und ebenso alles in sich aufzunehmen schien, wie Albus. Für ihn war es vermutlich recht reizüberflutend. Aber er hatte gestern Mittag, als Gellert den Abend erwähnt hatte, brav zugestimmt. Und anschließend, als der Schneider gekommen war, hatten sie sich alle für den Abend einkleiden lassen.
Albus sah in seiner venezianisch angehauchten, weinroten Weste und dem dazu passenden Frack mit den Goldakzenten hinreißend aus, wie immer. Die weinrot-schwarze Maske, die die obere Hälfte seines Gesichts versteckte, passte hervorragend dazu.
Gellert hatte sich für den Abend ganz in Weiß gekleidet, mit den gleichen goldenen Akzenten. Und das Waldgrün, das Newt für sich ausgesucht hatte, verlieh ihm eine mysthische Aura, die hervorragend zu seiner Vorliebe für die Natur passte. Mit dem roten Haar wirkte er wie eine venezianische Nymphe. Durchaus jemand, mit dem man sich auf einem so edlen Parkett schmücken konnte. Gellert war sehr zufrieden mit ihrem hübschen Anhängsel.
Und noch zufriedener, als sie durch die großen Flügeltüren in den Festsaal eintraten und Albus neben ihm einen Moment fassungslos stehenblieb und ihn am Arm griff.
Dieser Saal war zwar vielleicht nicht größer als der, den sie für ihre Festlichkeiten nutzten, aber dafür trug er den gesamten Charme des herrschaftlichen Venedigs. Die Decke war so hoch, dass die riesigen Kristallkronleuchter an langen Goldketten über der Menge hingen. Außerdem war sie gewölbt und aufs Herrlichste bemalt. Riesige Fenster, die jetzt halb von bodenlangen, schweren samtenen Vorhängen verdeckt wurden, gaben den Blick auf einen kleinen Garten im Innenhof frei. Die Wände waren mit edler Stofftapete behangen, in die goldene Fäden in kunstvollen, verschlungenen Verzierungen eingewoben waren.
Italien – nein, Venedig! – sprach aus jedem Zentimeter dieses Saales.
Albus entwich ein beglücktes Seufzen.
‚Darling‘, dachte er und konnte sein Schmachten fühlbar nicht zurückhalten, ‚Bitte sag mir, dass wir hier ab sofort öfter herkommen‘.
Gellert lachte leise.
‚Wenn du das möchtest, Liebling‘, antwortete er liebevoll. Sie hatten die letzten Jahre viel Zeit in ihre Arbeit investiert, und auch wenn es sie beide immer zutiefst befriedigte, wäre es sicher keine schlechte Idee, ab sofort etwas mehr die Vorzüge ihres privilegierten Lebens zu genießen. Besonders, wenn es Albus derart glücklich machte, dass es Gellert das Herz wärmte. Er warf einen Blick über die Schulter zu Newt, um sicher zu gehen, dass der Rotschopf noch bei ihnen war und nicht verloren ginge, bevor Gellert sie durch den Saal führte zu einem der freien Stehtische, von wo aus sie einen guten Blick über den Saal hatten.
Er schaute zur Mitte. Das Parkett war bereits gut gefüllt, aber weil die Feier für die oberen Schichten vorgesehen war, entstand kein unangenehmes Gedränge. Alle zeigten sich von ihrer besten Seite. Prunkvolle Gewänder fielen in langen Rüschen, Haare waren hochgesteckt und die Masken konkurrierten miteinander in ihrer filigran gearbeiteten Schönheit.
Musik spielte. Ein Walzer.
Ein Tablett mit Champagner schwebte vorbei. Gellert nahm zwei Gläser und reichte sie an Albus und Newt weiter, ehe er sich ein eigenes nahm, um mit ihnen anzustoßen.
„Auf einen wundervollen Abend."
Albus stieß mit ihm an. „Eine großartige Idee“, lobte er Gellerts Vorschlag, hierher zu kommen, noch einmal. „Vielleicht sollte ich mir Inspiration für mein nächstes Fest mitnehmen.“ Er schmunzelte und sein Blick wanderte anerkennend über Gellerts Frack und dann zu Newt hin.
Seufzend nippte er an seinem Champagner. „Ein Jammer, dass wir uns nicht jeden Tag so extravagant kleiden können“, sagte er theatralisch, obwohl er von ihnen dreien noch am ehesten extravagante Kleidung trug – und das zu jeder sich bietenden Gelegenheit.
„Ihr seht beide umwerfend aus.“
Gellert gab ein amüsiertes Lachen von sich. Er beugte sich hinüber und setzte ihm einen kleinen Kuss auf die Schläfe.
„Dieser Abend kann nicht mit deinen Festen mithalten“, schnurrte er. „Weder in Stil und Flair, noch in Unterhaltung."
Albus lachte geschmeichelt.
„Ich hatte nicht vor, mich mit dieser Veranstaltung messen zu wollen. Dafür kann man es zu wenig vergleichen, fürchte ich.“ Er drehte den Kopf und küsste Gellert kurz die Lippen, ehe er schmunzelnd hinzusetzte: „Aber sollte ich je einen venezianischen Ball veranstalten… Nun, die Ideen werde ich definitiv von hier mitnehmen.“
Er gluckste in sich hinein und trank noch einen Schluck.
Mit einem warmen Schmunzeln beobachtete Gellert ihn.
Dann erklang ein neuer Wiener Walzer.
„Honey, entschuldigst du uns?“, fragte er Newt charmant und stellte sein Glas ab. „Ich denke, ich werde Albus für einen Moment entführen.“
Newt, der bisher still geblieben war, nickte fahrig. „N-natürlich“, beteuerte er.
Zufrieden wandte sich Gellert zu Albus um, verbeugte sich elegant vor ihm und reichte ihm eine Hand.
„Darf ich um diesen Tanz bitten?" fragte er mit einem einnehmenden Lächeln.
Die Geste verfehlte ihre Wirkung nicht. Er sah den leichten Rosaschimmer auf Albus‘ Wangen, während der sein Glas abstellte. Er legte seine Hand in Gellerts.
„Mit dem größten Vergnügen“, säuselte er, warf Newt noch einen Seitenblick zu und zwinkerte.
„Bleib brav, Newton.“
Gellert, der inzwischen nur noch Augen für Albus hatte, führte ihn zur Tanzfläche und zog Albus eng an sich, während er ihm tief in die Augen sah und sie beide dann mit geübten Tanzschritten zwischen den bereits tanzenden Pärchen einreihte. Einige Momente hielt er ihre Schrittfolge noch recht simpel, um ihnen beiden die Möglichkeit zu geben, sich an das Tempo und aneinander zu gewöhnen. Zwar verstanden sie sich beide auf die meisten Tänze, doch es war eine Weile her gewesen.
So aufeinander abgestimmt, wie sie ohnehin waren, fanden sie schnell in eine natürliche Art, sich umeinander und aneinander zu bewegen und bald schon wechselte Gellert in kompliziertere Schrittfolgen und Drehungen.

*


Newt sah ihnen hinterher und war immer noch ein wenig reizüberflutet. Als er zugestimmt hatte, hatte er sich wirklich auf Venedig gefreut. Das letzte Mal, als er hier gewesen war, hatte er eine Grindeloh-Familie gerettet, die sich im Kanal eingenistet und dort Ärger mit den Menschen bekommen hatte, die sie jagte. Er war damals nicht dazu gekommen, sich die Stadt anzusehen. Diese Gelegenheit, einmal nicht an Tierwesen zu denken und dafür nur an sich und die beiden Männer, die ihm erlaubt hatten, ihn zu begleiten, war eine neue Erfahrung für ihn. Eine, die er sehr genoss. Er hatte damals bereits den ganz speziellen Flair der Stadt geliebt und die Möglichkeit, Venedig aus einer anderen Perspektive zu erkunden, reizte ihn ungemein. Große Veranstaltungen waren eigentlich nichts für ihn. Doch weil es ein Maskenball war, bei denen sie niemand erkennen würde und er sich hinter einer Maske verstecken konnte, war er entspannter, als er es sonst gewesen wäre. Natürlich zogen Albus und Gellert dennoch alle Aufmerksamkeit auf sich, wie sie da über die Tanzfläche wirbelten. Sie sahen fantastisch aus in ihren maßgeschneiderten Anzügen.
Ein wenig neidisch sah Newt ihnen dabei zu. Wie sie sich ansahen, als sei der jeweils andere für sie der Mittelpunkt der Welt. Die Bindung zwischen ihnen war so stark, wie Newt sie noch nie irgendwo gesehen hatte. Nicht einmal in der Tierwelt. Gut, Donnervögel blieben für gewöhnlich bis zum Ende ihres Lebens mit ihrem Partner zusammen und Erumpets paarten sich meist mit dem gleichen, mit dem sie auch das letzte Mal schon zusammen gewesen waren, aber das hier? Das ging tiefer. Es ließ ihn ehrfürchtig werden, während er dabei zusah, wie sie über die Tanzfläche schwebten, in einer perfekten Einheit, miteinander verschmolzen, sodass es zwischen ihnen nicht mehr auch nur den Hauch eines Ungleichgewichts gab. Wohin Gellert sich bewegte, dorthin folgte Albus ihm, als hätte er es vorausgeahnt. Auch die schwierigeren Schritte machten ihnen nichts aus. Newt war sich irgendwann gar nicht mehr sicher, wo der eine endete und der andere begann. Es war beinahe schmerzhaft schön.
Die Gefühle, die es in ihm auslöste, waren durchwachsen und drohten Newt zu überwältigen. Eilig riss er den Blick fort und schaute stattdessen zur Decke hoch. Während er an seinem Glas nippte, betrachtete er die vielen kleinen Details der Deckenmalerei. Die Engel in den Wolken, den Pegasus und das Einhorn, die nackten Jungfrauen, in wenige Tücher gehüllt, die nur das Wesentliche bedeckten. Einen Moment lang sah er den Jungfrauen dabei zu, wie sie lachten und in Efeuranken schaukelten, der Pegasus durch die Lüfte schwebte und die kleinen Engelchen ihn zu fangen versuchten oder mit den Mädchen kuschelten.
Ein Räuspern neben ihm riss ihn aus seinen Beobachtungen und als er den Kopf wieder senkte, standen Albus und Gellert wieder an seinem Tisch und er errötete peinlich berührt, weil er sie nicht hatte kommen hören.
„Noch ein Glas, Newt?“, fragte Albus lächelnd.
„Oder lieber einen Tanz?“, setzte Gellert gönnerhaft hinzu.
Newt errötete tiefer. Er wollte gern tanzen. Es hatte bei den beiden so leicht ausgesehen und so angenehm. Außerdem mochte er ihre Nähe und wo bekam man mehr Nähe als bei einem Tanz?
Aber Newt könnte niemals mit ihren Schritten mithalten. Er hatte tanzen gelernt, weil es seinen Eltern wichtig gewesen war. Aber Theseus war der wahre Vorzeigesohn der Familie, er beherrschte solche Dinge aus dem Effeff. Newt hatte sich damit nie wohlgefühlt und so gut er auch Paarungstänze der Tierwesen beherrschte, so ungelenk und tollpatschig fühlte er sich bei dem der menschlichen Spezies. Es war paradox, aber es ließ sich nicht ändern.
Also schüttelte er mit einem höflichen Lächeln den Kopf, obwohl er es bedauerte.
„Besser nicht“, sagte er.
Albus gluckste neben ihm. Beschämt senkte Newt den Kopf tiefer, weil er ahnte, dass sie über ihn lachten.
Doch stattdessen legte ihm Albus eine Hand auf die Schulter und schob ihn zu Gellert hin.
„Du irrst dich, wenn du glaubst, dass wir dich nur zur Dekoration mitgenommen haben, Liebes“, sagte er amüsiert und bevor Newt sich wehren konnte, griff Gellert ihn am Ellbogen und zog ihn mit sich.
Newts Wangen fingen Feuer, während Gellert ihn an den anderen Paaren vorbei zog.
„Ich denke wirklich nicht, dass …“, begann Newt zaghaft und stolperte dann, als Gellert ihn entschieden an sich heranzog. Er taumelte gegen Gellerts breite Brust und trat eilig wieder einen Schritt zurück.
„… dass das eine gute Idee ist“, murmelte er. Wenn dieses Versehen eben noch nicht Beweis genug dafür gewesen war, dass er zwei linke Füße hatte, wie viele Zeichen brauchten sie dann noch?
Gellert schien seine Worte zu ignorieren, schenkte ihm ein Lächeln und zog seine Arme in Position.
„Es ist ganz leicht“, behauptete er, während Newts Hand fester umfasste. „Du musst nicht mehr tun, als dich führen zu lassen.“
Das Funkeln in seinen verschiedenfarbigen Augen jagte Newt einen Schauer über den Rücken.
Bevor er darauf etwas antworten konnte, stieg Gellert in den Tanz ein und schob ihn so entschieden mit sich, dass Newt gar nicht anders konnte, als zu folgen. Er wusste, dass er dabei nicht halb so elegant aussah, wie Albus noch vor einigen Minuten. Dass er Gellert mehr als einmal auf den Fuß trat (auch, wenn Gellert es sich nicht anmerken ließ) und dass er öfter gestolpert wäre, wenn Gellert ihn nicht so entschieden festgehalten hätte. Doch je länger sie tanzten, desto leichter konnte er sich auf Gellerts Bewegungen einstellen. Er trat ihn immer weniger auf den Fuß, setzte die Schritte sicherer und hatte am Ende fast sogar ein wenig Spaß dabei. So sehr, dass er fast ein wenig traurig war, als der Walzer endete und Gellert ihn wieder von der Tanzfläche führte.
Schmunzelnd reichte ihnen Albus neue Champagner-Gläser.
„Zauberhaft“, sagte er und obwohl er Newt dabei ansah, wollte Newt nicht glauben, dass er ihn damit meinen konnte. Vermutlich fand er es eher ‚zauberhaft‘, was Gellert daraus gemacht hatte.
Und trotzdem … als der Abend sich dem Ende neigte und sie nach weiterem Alkohol, weiteren Tänzen und deutlich erschöpft zurück ins Cottage in England reisten, wusste er, dass dieser Abend einmalig gewesen war und er ihn nie vergessen würde.
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