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Ein ungewöhnliches Geschenk (Grindeldore (x Newt))

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 Slash
Albus Dumbledore Gellert Grindelwald Newt Scamander
27.03.2020
30.11.2020
17
88.644
12
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28 Reviews
Dieses Kapitel
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27.03.2020 7.809
 
WICHTIGE INFO ZUM SETTING (für den Kontext):
Albus hat sich Gellerts Plan angeschlossen, bereits seit sie sich in jenem Sommer getroffen haben. Ariana ist zwar aufgrund des Obscurus gestorben, doch es hat die beiden nicht entzweit. Albus ist dem großen Plan gefolgt und nie Lehrer in Hogwarts gewesen. Nun regieren die beiden beinahe die ganze Welt. Zauberer und Muggel leben offen nebeneinander. Albus und Gellert haben das größere Wohl nicht so brutal umgesetzt, obwohl es eine Revolution war. Albus steht an der Spitze der Weltherrschaft und kontrolliert die Politiker, er ist sozusagen „Welt-Präsident“. Gellert kümmert sich um die Feldzüge und um die Aufrührer/Kriminellen. Er kontrolliert den Untergrund. Gellert hat den Elderstab, Albus hat den Umhang, der Stein liegt für besondere Situationen in einem Tresor.

WARNUNG gleich vorweg: Im ersten Kapitel kommt leicht SM-lastiger Sex vor, der unserer (-Nele- und meiner) Meinung nach von Bedeutung ist, um das Verhältnis zwischen Albus und Gellert auf allen Ebenen zu beleuchten. Lasst euch davon aber nicht täuschen – Diese Geschichte ist Slow Burn, also genießt das erste Kapitel, danach sitzt ihr damit nämlich erst mal ein bisschen auf dem Trockenen :P Aber wir wollen euch nicht abschrecken, es wird trotzdem aufregend, versprochen.

*********


Gellert hatte die letzten zwei Wochen in Russland verbracht. Seine Tage waren geprägt gewesen von nicht enden wollenden offiziellen und inoffiziellen Meetings mit Ministern und Mittelsmännern, sowie diversen Persönlichkeiten aus dem Moskauer Untergrund, die für ihn die Fäden im Hintergrund ziehen sollten.
Solche Auslandsreisen ließen ihm stets wenig Zeit für etwas anderes als Arbeit. Selbst an den Abenden hatte er sich keine Ruhe gegönnt. Wenn er schon hier war, wollte er wenigstens das Meiste aus seinem Aufenthalt herausholen. Und so hatte er sich abends zu Geschäftsessen getroffen, um mit wichtigen Männern - wenn auch nicht ganz so wichtig wie er selbst - zu speisen, zu trinken und diverse Deals auszuhandeln.
Als er an einem der Abende in einer der luxuriösesten Bars in Moskau mit Blick über die Stadt gesessen hatte, sich Whiskey und eine Zigarre mit ein paar bekannten Geschäftsmännern gönnte, waren seine Gedanken zu Albus geschweift. Wie viel angenehmer es gewesen wäre, den Abend und den Ausblick mit seinem Partner zu genießen. Gellert bezeichnete sich selbst wahrlich nicht als emotional, doch in diesem Moment hatte er mit Sicherheit sagen können, dass er Albus vermisste. Vielleicht würden sie ja Ende des Jahres ein paar Tage finden, die sie gemeinsam verbringen konnten, fernab der Arbeit, ein wenig reisen und nur die Zweisamkeit genießen.
Einen Nachteil hatte es immerhin, gemeinsam die Welt zu regieren: Das Arbeitspensum ließ wenig Zeit für einander oder für etwas wie Freizeit.
Und auch, wenn Gellert es nicht leichtfertig zugegeben hätte, war Albus der Grund, weshalb er sich hier in Russland keine freie Minute gönnte. Er nutzte jeden Augenblick gewinnbringend, sodass er sogar früher abreisen konnte, als geplant war.
Das befriedigende Gefühl davon, sich einen zusätzlichen Tag in Albus‘ Gesellschaft erarbeitet zu haben, begleitete ihn auf seiner Rückreise.
Und erst, als er durch die großen Tore ihres Anwesens schritt, vor die er appariert war, fiel ihm wieder ein, dass er diesen Abend wenig von Albus haben würde.
Es fand ein politischer Empfang statt, der bereits in vollem Gange war und die öffentlichen Bereiche ihres Schlosses beherrschte.
Gellert hielt sich nicht damit auf, sich heimlich durch sein Schloss zu stehlen und zu hoffen, dass er nicht gesehen wurde. Als einer der beiden Hausherren und damit einer der wenigen, der die Appariersperre umgehen konnte, verschwand er aus der Eingangshalle, bevor jemand ihn erkennen konnte, und tauchte in ihren privaten Räumen wieder auf.
Er zog sich für den Abend um. Wenn er Albus nach zwei Wochen Abstinenz nun wiedersehen wollte, musste er sich wohl oder übel auf dem politischen Empfang blickenlassen. Auch, wenn die politischen und vor allem diplomatischen Gespräche eher Albus‘ Steckenpferd waren und Gellert froh darum war, dass er dahingehend seine Pflicht in Russland erfüllt hatte. Es war wahrlich nicht seine liebste Aufgabe.
Gellert warf sich einen edlen smaragdgrünen Gehrock mit feiner Stickerei über, überprüfte sein Spiegelbild, richtete sein Halstuch und seine Manschettenknöpfe und machte sich dann schließlich auf den Weg zum Festsaal. Ein kleines Schmunzeln huschte über sein Gesicht, während er sich Albus überraschten Ausdruck vorstellte, weil er einen Tag früher vor ihm stünde als erwartet. Sicher würde er sich darüber freuen, besonders, da er den Abend dann nicht allein durchstehen musste. Zwar war Albus bei solchen Empfängen absolut in seinem Element, doch er war es, der Gellert ständig in den Ohren lag, einmal kürzerzutreten. Vermutlich wäre er bei Gellerts Anblick ebenso versucht, sich wieder mehr Zweisamkeit gönnen zu wollen, nach den vielen Abenden in Einsamkeit.
Als Gellert den festlich geschmückten Saal betrat, ließ er seinen Blick kurz durch den Raum schweifen, ehe er zielsicher auf den Tisch weiter vorn zusteuerte, an welchem Albus mit dem Rücken zu ihm saß und sich mit dem deutschen Kanzler unterhielt.
Als er bei dem Tisch ankam, legte er eine Hand locker in Albus Rücken. Er wusste, dass Albus ihn bereits gespürt hatte, kaum, dass er den Raum betreten hatte. Ihre Verbindung war so tief, dass sie es fühlten, wenn der andere in der Nähe war.
„Guten Abend“, grüßte Gellert mit samtiger Stimme und charmantem Lächeln in die Runde, „Ich darf mich doch dazugesellen?"

*


Albus hatte alle Hauselfen für diesen großen Abend eingespannt und er war mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Der Empfangssaal ihres Schlosses blitzte und war edel geschmückt, das Buffett sah überaus einladend aus und alle schienen sich prächtig zu amüsieren. Besser konnte ein politisches Bankett nicht laufen. Es waren die perfekten Voraussetzungen, um auch noch die letzten Zweifler auf seine Seite zu ziehen und alle, die seinen Weg bereits unterstützten, dazu zu ermutigen, positiv über sein und Gellerts Ziel zu sprechen.
Trotzdem, dachte er bei sich, während er in einem ermüdenden Gespräch mit dem Kanzler saß, den er vor einigen Monaten in Deutschland eingesetzt hatte, war es etwas anderes, wenn Gellert nicht bei ihm war. So lange, wie sie nun schon getrennt waren, vermisste er ihn.
Sicher, es war nicht das erste Mal, dass sie getrennte Wege gingen, um dem gemeinsamen Ziel zu folgen, aber er wurde allmählich... unausgeglichen. Ein wenig Zweisamkeit und Sex zur Feier ihres bisherigen Erfolges doch nicht zu viel verlangt, oder?
Um sich von seinen sehnsüchtigen Gedanken abzulenken, fuhr Albus das Gespräch mit dem Kanzler fort, ermutigte den Mann, versicherte ihm, dass er alles richtig machte und dass er sich nur weiter an ihre Vorstellungen von der schönen neuen Welt halten musste, dann wäre Albus zufrieden.
Er hatte die Präsenz gefühlt, bevor Gellert etwas gesagt hatte und hatte das freudige Lächeln schon unterdrücken müssen, als Gellert gerade den Raum betreten hatte. Seine Aura entging Albus nicht. Er würde ihn überall finden.
Mit einem stark heruntergeschraubten Lächeln und einem Funkeln in den Augen hob er den Kopf, als Gellert ihn ansprach. „Natürlich”, sagte er und bemerkte, dass sein Herz schneller schlug. Zum Glück hatte er sich jederzeit unter Kontrolle. Aber wenn Gellert so eine Wirkung auf ihn hatte, nur, weil er unerwartet auftauchte, war das Beweis genug dafür, wie sehr Albus ihn vermisst hatte.
Er wies auf den Kanzler. „Ich sprach gerade mit Herrn Schulz über die aktuelle Situation in Deutschland.”
„Die Stimmen der Wähler werden zuversichtlicher. Immer weniger fordern einen neuen Kurs”, beeilte sich Herr Schulz hinzuzufügen, der von Gellerts Erscheinen offensichtlich nicht so begeistert war wie Albus. Vielmehr ängstlich. Nun, kein Wunder. Sie hatten einen Ruf, der Eindruck genug machte. Dass Gellert als derjenige bekannt war, der weniger durchgehen ließ, war kein Geheimnis. Und ihnen beiden gegenüber zu sitzen, reichte bei den meisten Menschen aus, um den Drang zu wecken, sich in den Staub werfen zu wollen. Durchaus etwas, das Albus gefiel.
Er würde nicht lügen: Er mochte die Positionen, die sie sich hart erarbeitet hatten.
„Das ist beruhigend zu hören“, antwortete Gellert schmunzelnd, ehe er neben Albus Platz nahm. Er schien gute Laune zu haben, wenn er so gönnerhaft war. Seine Hand strich kurz über Albus‘ Rücken, dann zog er sie zurück.
Albus fühlte seinen eigenen Unmut darüber, weiter an ein Gespräch mit einem Dritten gefesselt zu sein, nun stärker, da Gellert ihm seine ungeteilte Aufmerksamkeit zuteilwerden ließ. Er wollte wenigstens ein paar kurze Worte mit ihm allein wechseln.
„Nun, wenn das alles ist?”, fragte er mit einem höflichen Lächeln zum Kanzler hin. Sie hatten sich lang genug unterhalten und ihre Unterhaltung hatte sich schon vor Gellerts Erscheinen dem Ende zugewandt. Zwar hatte sich Albus an den Tisch des Kanzlers gesetzt, weil er den ganzen Abend lang schon von Gast zu Gast gegangen war, aber das bedeutete nicht, dass er selbst gehen musste. Er war lange genug an der Spitze der Welt, um sich gewisse Rechte herauszunehmen. Und offensichtlich verstand der Kanzler den Wink, erhob sich eilig und verließ dann den Tisch.
Albus sah ihm hinterher.
„Ich habe nicht so früh mit dir gerechnet”, sagte er mit weicherer Stimme, den Blick noch immer wachsam auf den Rücken des Kanzlers geheftet, ehe er sicher war, dass der Mann weit genug weg war. Dann wandte er sich Gellert zu und ein kleines ehrliches Lächeln erblühte auf seinem Gesicht.
Gellert hatte eben eine Zigarette aus der Innentasche seines Gehrocks gefischt. Er entzündete sie mit einem Fingerschnippen und ließ einen kleinen Luftwirbel über der Zigarette entstehen, der den Rauch einsog und verschwinden ließ. Er erwiderte Albus‘ Lächeln und legte entspannt einen Arm über seine Stuhllehne.
„Es hat sich so ergeben“, sagte er.
Albus nickte und hielt seine Freude weiterhin hinter einer Maske, wegen all der umstehenden Gäste. „Ich freue mich, dich zu sehen”, sagte er schlicht. Aber er wusste, dass Gellert verstand, WIE SEHR er sich freute.
Albus schnipste mit dem Finger und ihr Haupthauself erschien. Wenn Gellert schon hier war, konnten sie zur Feier des Tages auch etwas Extravagantes trinken.
„Bring uns bitte einen Champagner, Merryberry”, wies er den Hauselfen an, der sich verbeugte und wieder verschwand.
„Ich hoffe, ich habe dich mit meiner verfrühten Rückkehr nicht bei wichtigen Gesprächen gestört, mein Lieber?", fragte Gellert amüsiert mit einem kurzen Blick zu dem Kanzler, der sich nun auf der anderen Seite des Raumes mit ein paar Ministern unterhielt.
Albus schmunzelte. „Die wichtigsten Gespräche hatte ich an den Anfang des Abends gestellt”, sagte er und ihm entging das Funkeln nicht. Ihm wäre es lieber, das Schloss wäre verlassen und sie hätten für einen kurzen Moment ihre Ruhe. Aber er wusste, wie wichtig diese Veranstaltungen waren. Ihm war die Bedeutung noch mehr bewusst als Gellert, der mehr Wert auf die Wirkung des Elderstabes legte, als auf Diplomatie. Sie war ihm oft zu mühselig und Albus war froh, dass er selbst die Geduld und Entschiedenheit dafür aufbrachte, Gellert manches Mal zu bändigen und zu besänftigen.
Als an ihrem Tisch zwei Gläser Champagner und eine Flasche in einem eleganten kleinen Eimer voll Eis erschienen, griff Albus eins der Gläser und prostete Gellert zu, der es ihm gleichtat.
„Und du weißt ja, wie es heißt”, setzte er hinzu und weil sie abseits von den Gästen saßen, die weiter vorn bei der Band standen, die für Unterhaltung sorgte, wagte er sogar einen kleinen Flirt: „Je später der Abend, desto schöner die Gäste.”
Gellerts Mundwinkel zuckten. „Ach so?", fragte er und beugte sich ein wenig mehr zu Albus hinüber, fast schon verschwörerisch.
„Ich muss gestehen unter den Gästen habe ich bisher keine Schönheit ausgemacht", raunte er ihm zu.
Albus lachte über die Worte. „Nun, da das meine Veranstaltung ist...”, sagte er langsam und ließ sich dann den Champagner auf der Zunge zergehen, ehe er fortfuhr: “... und du ein unerwarteter Gast bist, kann ich nicht das Gleiche behaupten. Ich würde sogar sagen, dass die schönsten Gäste offensichtlich heute erst spät und unangekündigt kommen.” Mit einem verruchten Funkeln in den Augen warf er Gellert einen Blick zu. “und dann noch mal kommen”, setzte er leise hinzu, “Und erst viel später als die anderen wieder gehen.”
Gellerts Schmunzeln wurde breiter.
Mit einer Handbewegung belegte er sie beide mit einem Anti-Lausch-Zauber, ehe er sich dicht hinüber zu Albus Ohr beugte.
„Sobald du heute frei bist, gehörst du mir, Liebling." raunte er ihm anzüglich ins Ohr während er einen neutralen, geschäftlichen Gesichtsausdruck beibehielt. „Ich hoffe, du bist ausgeruht. Denn wir haben zwei Wochen aufzuholen und ich für meinen Teil gedenke, mir zu nehmen, was mir in den letzten Nächten versagt geblieben war.“
Albus sollte es nach all den Jahren eigentlich besser wissen, anstatt Gellert zu provozieren. Er wusste selbst nicht, was ihn dazu veranlasst hatte, dieses Spiel derart anzüglich zu beginnen. Und nun, da Gellert ihm diese verheißungsvollen Worte ins Ohr raunte, bemerkte er wieder, WIE sehr er ihn vermisst hatte. Und WIE leicht er selbst nach all den Jahren noch von ihm zu erregen war. Er konnte fühlen, wie ihm die Hitze in die Wangen schoss und ein elektrisierender Schauer durch seine Körper wanderte, als sei er ein pubertierender Schuljunge. Albus nahm einen großen Schluck Sekt, um die Hitze zu kühlen, die Gellerts Worte in ihm entfacht hatten und sagte dann mit einem süßlichen Lächeln, das jegliche bereits existierende Erregung und Ungeduld perfekt verbarg:
“Ich kann es kaum erwarten, Darling.”
Seine Stimme klang rau und er ärgerte sich darüber, denn sie allein verriet, wie er sich fühlte. Aber andererseits war es nicht wichtig, wie er klang. Es war nur wichtig, dass er unauffällig aussah. Seine Maske allein würde reichen.
Gellert schmunzelte, neigte sich zurück, löste den Zauber und wie aufs Stichwort gesellten sich Politiker zu ihnen, die Albus gleich darauf zögernd ansprachen und um seine Aufmerksamkeit buhlten. Albus hätte es bedauert, dass der kurze Moment so schnell vorbei war, aber das würde bedeuten, dass ihm alles andere egal wurde, sobald Gellert anwesend war. Und das war nur teilweise richtig. Er hatte das Ziel einer geeinten Welt noch immer klar vor Augen und würde es nicht vergessen, nur, weil Gellert ihn auf mehr als einer Ebene reizte. Albus schenkte den Politikern ein höfliches Lächeln, um sie zu ermutigen, und lud sie ein, sich an den Tisch zu setzen, an dem er sich niedergelassen hatte. So begannen die Gespräche von Neuem.
Sie verliefen zu Albus’ Zufriedenheit. Nun, da Gellert neben ihm saß und er zu jeder Zeit seine Präsenz fühlte, konnte er sich sogar auf die Gespräche mehr einlassen. Die Anwesenheit seines Partners beruhigte ihn. Und sie gab ihm neue Motivation, sich in diesen Abend zu investieren.

Als er das nächste Mal auf eine Uhr sah, war es bereits weit nach Mitternacht und ein Großteil der Gäste hatte sich verabschiedet. Hier und da huschten unauffällig Hauselfen umher, räumten dreckiges Geschirr fort und begannen, die Teile des Saals aufzuräumen, in denen keiner mehr war.
Eben hatte sich der Verteidigungsminister von Holland von ihm verabschiedet – nicht, ohne Gellert ebenfalls noch einmal seine Ergebenheit zu beteuern (was vernünftig war, als Verteidigungsminister) und machte sich daran, den Saal zu verlassen.
Albus ließ die Schultern rollen. Wer noch nicht gegangen war, befand sich auf dem Weg zur Tür.
Er warf einen Blick zu Gellert hin und schenkte ihm ein erschöpftes Lächeln.
„Ich denke, der Abend war ein Erfolg”, sagte er zufrieden.
Gellert, der eben sein drittes Glas Champagner leerte, schenkte ihm eines seiner seltenen zärtlichen Lächeln, die nur für Albus bestimmt waren.
„Dank dir war es ein Erfolg, Liebling“, sagte er.
Albus lachte leise. „Charmeur", sagte er geschmeichelt und erhob sich. Natürlich war es ein Erfolg, weil er hier war. Daran bestand kein Zweifel. Aber er hätte nicht 100% gegeben, wenn Gellert nicht aufgetaucht wäre.
„Lass uns gehen, Darling. Ich habe für heute genug von repräsentativen Veranstaltungen und ich denke, ein wenig Schlaf würde uns beiden guttun”, sagte er, während auch er sein Champagnerglas leerte.
Gellert, sich neben ihm erhob, folgte ihm zum Ausgang, legte ihm einen Arm um die Schulter und drückte ihn ein wenig an sich.
Albus widerstand dem Drang, sich in Gellerts Seite zu schmiegen. Die Müdigkeit und die Sehnsucht nach Gellert, die sich in den letzten Tagen gesteigert hatte, machten ihn sonderbar weich und verlangend. Er riss sich zusammen – vor allem, solange sie noch nicht in dem Flügel des Schlosses waren, in dem ausschließlich ihre Privaträume lagen – und bemerkte doch mit jedem Schritt, wie erschöpft er war... und wie anhänglich ihn das machte. Nicht, dass er ein Problem damit hatte, sich in Gellerts Gegenwart fallen zu lassen. Aber für gewöhnlich gab er sich dabei nicht so schwach.
Es war einfach ein langer Tag gewesen. Eine lange Woche. Ein langes Jahr.
Er bemerkte, als sie in dem Teil ankamen, der nur ihnen gehörte, nicht einmal, wie Gellert einen Moment von ihm abließ, in die Knie ging, und ihm plötzlich einen Arm in die Kniekehlen legte und den anderen unter seinen Rücken.
Ehe er es sich versah, wurde er von Gellert von den Füßen gerissen, lag in seinen Armen und Gellert richtete sich wieder auf. Es weckte ihn immerhin so weit, dass er überrascht aufkeuchte und blinzelte.
“G-Gellert”, stammelte Albus atemlos, und legte einen Arm um Gellerts Nacken, um sich festzuhalten. Er hatte nicht geglaubt, dass er so schwach wirkte, dass Gellert sich dazu bemüßigt fühlte, ihn zu tragen.
Andererseits machte diese Geste etwas mit ihm. Sie triggerte den hoffnungslosen Romantiker. Albus‘ Herz schlug sofort ein paar Takte schneller und er errötete.
Seine Überraschung schien Gellert zu amüsieren.
„Spielzimmer oder Schlafzimmer, Liebling?“, fragte er mit rauer Stimme und einem verräterischen Funkeln in den Augen.
Albus schnaubte bei der Frage. Gesten wie diese waren für ihn viel zu groß, als dass er jetzt einfach schlafen konnte. Gellert wusste außerdem sehr genau, wie erregend Albus es fand, wenn er körperliche Stärke demonstrierte.
„Da fragst du noch?”, schnurrte er, nachdem er die erste Überraschung verwunden hatte, legte Gellert die Hände in den Nacken und dirigierte ihn für einen erhitzten Kuss zu sich. Er biss ihm fordernd in die Unterlippe.
„Spielzimmer”, brachte er mit rauer Stimme hervor.
Gellert gab ein zufriedenes Schnurren von sich.
„Dein Wunsch sei mir Befehl", raunte er ihm und dann setzte er sich bereits in Bewegung.
Die Tür zu ihrem Spielzimmer schwang auf, kaum, dass Gellert sich näherte, und die Lichter im Raum entzündeten sich. Sie tauchten das in dunkelroten Samt und Gold eingerichtete Zimmer in ein warmes Licht.
Gellert trug Albus nicht zu dem breiten Bett, das mit einem Latexlaken überzogen war, wie Albus erst vermutet hatte. Stattdessen steuerte er die Mitte des Raumes an und setzte Albus sorgsam in die Liebesschaukel, die frei von der Decke hing.
Albus, durch den vielversprechenden Anfang ihres gemeinsamen Abends wachgemacht und geradezu elektrisiert, seufzte leise, als Gellert sich zu ihm hinunterbeugte und ihn in einen leidenschaftlichen Kuss verwickelte.
Er ließ sich in die Schaukel sinken, hielt sich an den Schlingen fest, und genoss den Kuss in vollen Zügen. Genoss Gellerts Nähe und die Freude darüber, ihn heute endlich wieder bei sich zu haben. Er hatte so lang gewartet.
Gellerts Hände wanderten unter Albus‘ Jackett, unter seine Weste und sein Hemd. In einer ersten Ahnung der Zärtlichkeiten, die folgen sollten, strichen sie sanft über seine Haut.
Dann packte Gellert ihn bei den Hüften und zog ihn näher. Die Liebesschaukel hielt Albus' Beine gespreizt und Gellert, der sich dazwischenschob, sorgte dafür, dass sie im Schritt übereinander rieben.
Albus entwich ein erstes zaghaftes Stöhnen. Er war so ausgehungert, dass jeder noch so kleine Reiz ihn zugleich in Begeisterung versetzte und gierig nach mehr machte.
Während er die Augen schloss, um das Gefühl besser zu genießen, und dabei erneut aufstöhnte, beugte sich Gellert näher.
„Ich frage mich, wie viele deiner Gäste wohl ihren Zauberstabarm dafür geben würden, um gerade an meiner Stelle zu sein", raunte er ihm zu, küsste sich Albus‘ Kinn hinab und hinterließ eine heiße Kussspur an seinem Hals.
Albus seufzte wohlig und lachte dann leise.
„Lass uns nicht über sie sprechen”, antwortete er, „Du weißt genauso gut wie ich, dass keiner von denen auch nur entfernt eine Chance hat, mich berühren zu dürfen.” Sein Lachen wurde eine Spur teuflisch. „Zumindest nicht, ohne zu riskieren, von mir verhext zu werden. Oder von dir.” Ein weiteres Seufzen entfuhr ihm.
Obwohl es in der Schaukel schwieriger war, weil jede seiner Bewegungen seinen gesamten Körper zum Wippen brachte, hob er die Hände zu Gellert, um ihn zu berühren. Er strich mit den Fingern durch Gellerts kurzes Haar und seinen Nacken entlang.
„Vermutlich wäre ich schneller als du“, merkte Gellert amüsiert an.
Albus schmunzelte. Er mochte es, wenn Gellert so besitzergreifend war. Ja, vermutlich wäre er schneller. Und er hatte den besseren Zauberstab. Albus war ja schon fast versucht, es darauf ankommen zu lassen, nur, um dabei sein zu dürfen und sich danach von einem dominanten Gellert in einer Ecke vögeln zu lassen.
Gellert schnippte mit den Fingern und ein kleiner magischer Impuls stob ihm entgegen und umhüllte ihn.
Albus keuchte auf, als er plötzlich nackt war und bemerkte, dass Alkohol und Erregung seinen Geist offensichtlich benebelt hatten – wenn er schon daran dachte, solche dramatischen Szenen zu inszenieren.
„Viel besser", schnurrte Gellert, der die Hände unter Albus‘ Hintern legte und sanft darüberstrich.
Albus seufzte. Er wollte sich Gellert entgegenstrecken, aber das war nicht so einfach. Die Liebesschaukel glich seine Bewegungen mit Gegenbewegungen aus. Er war in ihr noch weniger in der Lage, aktiv ins Geschehen einzugreifen. Und so, wie seine Gedanken eben um Unterwerfungsfantasien gekreist waren, war das offensichtlich genau das, was er gerade brauchte. Passivität, sich zu ergeben und zu fühlen, wie Gellert über ihn hinweg rollte, wie eine Naturgewalt. Bei dem Gedanken daran, was noch kommen würde, lief ihm ein wohliger Schauer über den Rücken.
Er beobachtete Gellert ungeduldig dabei, wie dieser zwei Finger feucht zauberte und sie zu seinem Eingang führte.
„Warst du die letzten zwei Wochen brav, Albus?“, raunte Gellert, während er die Finger neckend über Albus‘ Eingang kreisen ließ.
Albus schenkte ihm ein verruchtes Lächeln.
„Darling”, keuchte er und rekelte sich unter Gellerts Blick. „Du kannst mir nicht ein Geschenk machen und dann erwarten, dass ich es nicht nutze.” Seine Worte kamen nicht halb so souverän über seine Lippen, wie er geplant hatte. Er klang atemlos und so sehnend, wie er sich fühlte.
Sie hatten sich in den letzten Jahren eine beeindruckende Sammlung an Spielzeugen und Möbeln für Momente wie diese zusammengesammelt. Und zuletzt hatte Gellert ihm einen magischen Vibrator geschenkt, der Albus schon während ihrer Momente zu zweit so gut reizte, dass er auch in der Abwesenheit des anderen nicht darauf hatte verzichten können. Der Vibrator war groß, wenn auch nicht so groß wie Gellert, und so gebogen, dass er Albus’ Prostata perfekt traf, wenn er im richtigen Winkel eingeführt wurde. Albus hatte es sich in den letzten Tagen, als sein Sehnen nach Gellert zu groß geworden war, erlaubt, ihn hinter sich schweben zu lassen und ihn dazu zu bringen, wieder und wieder in ihn einzudringen, während seine Handschuhe sich mit seinem Glied beschäftigten. Wenn er dabei die Augen schloss, konnte er sich fast vorstellen, dass es Gellert war, der ihn nahm. Nur wusste er stets, dass dem nicht so war. Dafür war es zu schnell vorbei. Aber es hatte zumindest den Druck für einige Zeit gelindert.
Gellert lachte leise, als könne er die Erinnerungsfetzen sehen, die vor Albus' innerem Auge erschienen.
„Gieriges Stück." raunte er ihm zu, ehe er in ihn eindrang und Albus damit zum Keuchen brachte. Sicher, er hatte dafür gesorgt, nicht allzu eng zu werden... Aber es war trotzdem etwas anderes, wenn sich Gellerts Finger in ihn schoben.
Gellert gab ihm einen kurzen Moment, um sich zu entspannen ehe er seine Finger anwinkelte und gezielt und ohne Vorwarnung gegen die Prostata stieß. Albus warf den Kopf in den Nacken und ihm entwich ein überwältigtes Stöhnen. Er konnte Gellert nicht einmal widersprechen. Im Augenblick war er sehr gierig. Es gefiel ihm, dass sich Gellert nicht übermäßig mit Vorspiel aufhielt.
Albus schloss die Augen, um das ersehnte Gefühl besser zu genießen. Nun bemerkte er noch mehr, was ihm die letzten zwei Wochen gefehlt hatte. Es war ja nicht so, dass sie für gewöhnlich aneinander klebten... Aber so eine lange Zeit löste dann doch einen gewissen Entzug aus.
Er fühlte, wie Gellert sich seine nackte Hüfte entlangküsste und spürte dann einen neuen Stoß seiner Finger tief in sich. Und dann einen weiteren, bis er schließlich einen fordernden Rhythmus anstimmte, der vor Albus‘ Augen Sterne aufflammen ließ.
„M-Merlin", keuchte Albus. Er hat Gellert und die Dinge, die er mit ihm tat, so sehr vermisst, es ließ sich nicht in Worte fassen. Es war jetzt schon um Welten besser als alles, was er allein mit dem Vibrator erlebt hatte. Und das einfach nur, weil es Gellert war, der es tat. Und weil er ganz genau wusste, welche Knöpfe er drücken musste, um Albus vollkommen willenlos zu machen. Albus' Seufzen und Keuchen wurde immer öfter ein Stöhnen. Er konnte es nicht erwarten, endlich von Gellert genommen zu werden.
„Gellert", stöhnte er, „Darling. Du machst mich wahnsinnig."
Seine Worte kommentierte Gellert mit einem leisen Lachen.
„Dabei haben wir doch noch gar nicht richtig angefangen, Liebling“, schnurrte er, kam zu Albus hinauf und verwickelte ihn in einen leidenschaftlichen Kuss, während er unverändert die Finger in ihn stieß.
Dann zog er sich ohne jede Vorwarnung plötzlich zurück.
Albus entwich ein leidendes Seufzen. Trotzdem raffte er sich zu einem verführerischen Lächeln auf.
„Dann kannst du dir wohl etwas darauf einbilden", säuselte er und schaute Gellert dabei zu, wie dieser gemächlich um ihn herumging und seine Geduld damit auf eine harte Probe stellte.
Gellert streifte sich den Gehrock und sein Halstuch ab.
Als er bei Albus Kopf angekommen war, beugte er sich lächelnd zu ihm hinunter und stahl sich einen weiteren Kuss.
„Ich würde sagen, es ist Zeit, dass du dich ordentlich für mein Geschenk bedankst, wo es dir offenbar meine Abwesenheit so versüßt hat", raunte er gegen Albus‘ Lippen, ehe er sich wieder aufrichtete und seine Hose öffnete.
Albus schmunzelte. „Natürlich", sagte er ergeben. Auch ohne den vorgeschobenen Grund war er mehr als bereit, alles zu tun, was Gellert verlangte. Sein Blick folgte Gellerts Händen zu dessen Schritt und unbewusst befeuchtete er sich die Lippen.
Er schloss die Augen, als Gellerts Hand sanft über seine Wange strich, ehe er Albus‘ Kinn griff und es nach hinten zog, um seinen Hals zu überstrecken.
Zwischen halb geöffneten Lidern beobachtete Albus, wie Gellert sein hartes Glied aus der Hose befreite und es ihm dann auffordernd gegen die Lippen presste.
Albus ließ sich nicht zweimal bitten. Er setzte einen Kuss auf Gellerts Spitze, leckte dann darüber und öffnete schließlich den Mund so weit, wie er es in dieser Position vermochte. Er konnte es schon jetzt nicht erwarten, zu fühlen, wie Gellerts Schwanz seine Kehle ausfüllte.
Gellert schien auch nicht länger geduldig zu sein. Er griff mit beiden Händen die Schlingen, in denen Albus lag, um ihn in Position zu halten, und ließ seine Hüften nach vorne gleiten. Ein genießendes Knurren kam ihm über die Lippen als er sich langsam in Albus‘ Mund sinken ließ.
Albus, der die Augen wieder geschlossen hatte, um sich auf seine Aufgabe zu konzentrieren, konnte fühlen, wie er bis zum Anschlag in ihn sank. Er hatte nach all den Jahren, in denen sie sich ausprobiert hatten, genug Übung, um seine Kehle entspannt zu lassen. Die kurze Atemnot störte ihn nicht, eher in Gegenteil. Er liebte es, wenn Gellert auf diese Art die Kontrolle übernahm. Wenn sein Atmen sich Gellerts Lust unterordnete und ihm davon der Kopf schwirrte.
Albus schluckte, als der richtige Moment gekommen war und holte Luft, sobald Gellert sich aus ihm herauszog. In ihm kribbelte alles. Er wollte mehr.
Gellert schien es ähnlich zu gehen. Noch zwei Mal wiederholte er die Bewegung langsam, ehe er begann, schneller in Albus‘ Kehle hineinzustoßen.
Es gab immer einen kleinen Moment, wenn Gellert das Tempo anzog, in dem Albus sich konzentrieren musste, um dem neuen Rhythmus zu folgen, ohne mit der Atmung und dem Schlucken durcheinander zu kommen.
Er hatte eben das Gefühl, das gut zu meistern, als etwas gegen seinen Eingang drückte und ihn so überraschte, dass er zusammenfuhr. Er fühlte, dass es einer der Dildos sein musste. Gellert hatte ihn wohl herbeibeschworen. Als das Spielzeug nun ohne Vorwarnung durch seinen Muskelring drang, stöhnte Albus überwältigt auf (was beinahe vollkommen von Gellerts Schwanz in seinem Mund gedämpft wurde). Einen Augenblick lang war ihm die doppelte Reizung fast zu viel, ehe er sich in die neue Situation so weit einfügte, dass er sich wieder entspannte. Er war zwar überrascht aber auch begierig. Aufgeregt und in freudiger Erwartung. Gellert war zu gut zu ihm, dass er ihn ebenfalls reizte, während sein Schwanz tief in Albus' Kehle steckte.
„So ist es gut“, hörte er Gellert genießend loben. Was Albus tat, gefiel ihm offensichtlich.
Und der Dildo, der sich unaufhörlich in Albus hineindrängte, zog nun das Tempo an, bis Albus im selben Takt penetriert wurde, in dem Gellert sich in ihm versenkte. Wieder und wieder stieß er gegen das empfindliche Nervenbündel in Albus' Innerem und ließ Blitze durch seinen Unterleib schießen. Er fühlte sein vernachlässigtes Glied zucken. Aber zu viele andere Dinge reizten ihn, als dass er es groß beachten konnte.
Und nun, da er von beiden Seiten derart ausgefüllt und gefordert wurde, bemerkte er, dass es ihn schnell an seine Belastungsgrenze brachte. Sein Körper zeigte bereits erste Anzeichen. Nicht nur, dass er bei jedem Stoß gegen seine Prostata zusammenzuckte und erschauderte, es ging auch ein stetes Zittern durch seine Muskeln, das ihm deutlich machte, dass er die plötzliche intensive Reizung nicht so schnell verarbeiten konnte.
Albus konnte nicht auf Gellerts Worte antworten, obwohl er es gern gewollt hätte. Aber bei dem Versuch, seine Stimmbänder zu benutzen, derart deutlich Gellerts Glied in seinem Rachen zu fühlen, gab ihm einen zusätzlichen erregenden Kick, der nicht gerade dazu beitrug, dass er sich zusammennehmen konnte. Sein Geist wurde immer berauschter und es war schwer zu sagen, ob das daran lag, dass das Atmen schwerer fiel oder an dem Dildo, der sich derart entschlossen in ihn hineintrieb und ihn wieder und wieder Sterne sehen ließ.
Albus hatte den Hals nicht vollkriegen können. Jetzt konnte er sich über so einen Umstand nicht mehr beschweren und fragte sich fast, ob er das nächste Mal bescheidener sein sollte. Ihm brannten allmählich die Synapsen durch und er war sich nicht sicher, wie lange er das Ganze noch aushielt, bevor er vor Lust und Überreizung den Verstand verlor.
Als würde Gellert etwas von seinem inneren Tumult ahnen, verlangsamte er seine Stöße. Doch die Kraft des Dildos ließ er ungebrochen und beschwor sogar einen von Albus‘ Handschuhen, der sich plötzlich um sein Glied legte und es fordernd massierte.
„Hör auf, dich zusammen zu reißen, Liebling. Wir wissen beide, es wird nicht klappen", kommentierte er keuchend und amüsiert Albus Bestreben, wenigstens ein wenig Kontrolle zu behalten und noch nicht zu kommen. Gellert drückte sich tief in seine Kehle und raubte ihm den Atem.
Albus hätte unter anderen Umständen über die Worte gelacht, aber dafür fehlten ihm im Augenblick die Luft und die Kraft. Außerdem rief Gellert mit seiner Aussage eine Seite an ihm hervor, die er stets tief in sich verbarg und bei der es ihn jedes Mal Überwindung kostete, sie freizulassen. An einigen Tagen gelang es ihm einfacher. Aber nachdem sie sich so lange nicht gesehen hatten, war der Teil in ihm, der sich einfach ergeben und seine Kontrolle abgeben wollte, so hinter hohen Mauern versteckt, dass es eine Erinnerung wie diese brauchte, um ihn auf die richtige Spur zu bringen.
Gellert hatte Recht. Er riss sich zusammen. Weil er sich die letzten Tage zu jeder Sekunde zusammengerissen hatte, ganz der Perfektionist. Er hatte sich keine Pause gegönnt. Und nun musste er einsehen, dass etwas in ihm damit nicht zufrieden war.
Weil Gellert ihm einen Moment zum Durchatmen ließ (im übertragenen Sinne), schloss er die Augen und besann sich aufs Loslassen. Er entspannte seinen Geist, kämpfte nicht mehr gegen das Zittern und die Überreizung an und ließ die heftigen elektrischen Impulse zu, die der Dildo über die Prostata direkt in sein Gehirn sandte.
Die Wirkung war berauschend. Jeglicher klarer Gedanke, an dem er bis eben noch krampfhaft festgehalten halte, löste sich in Wohlgefallen auf. Albus spürte den Handschuh an seinem Glied deutlicher, den er bis eben kaum beachtet hatte. Weil Gellert ihm die Luft abdrückte, wurde er noch benebelter, während er fühlte, dass die stete Reizung innen und außen ihn rasend schnell auf den Orgasmus hinsteuern ließ. Bei der intensiven Behandlung, die er von allen Seiten erfuhr, war das aber auch kein Wunder.
Ihm wurde schwindelig vor Lust und das erregende Kribbeln in seinem Unterleib nahm zu. Er war nicht mehr weit entfernt. Jeden Moment würde er kommen.
Und tatsächlich brauchte es nur ein paar weitere kräftige Stöße gegen seine Prostata, bis sich alles in ihm zusammenkrampfte und der Druck sich endlich kraftvoll entlud. Albus stöhnte auf, so gut es mit dem Glied in ihm ging, und fühlte, wie er heftig erschauderte. Schweiß brach ihm aus den Poren und seine Glieder bebten, während seine Hüfte zuckte. Doch der Dildo, der ihn so entschieden gereizt hatte, ließ ihm auch jetzt keine Ruhe, stieß sich in ihn, während Albus auch noch die letzten Wellen des Orgasmus ausritt, und darüber hinaus. Gellert schien nicht daran zu denken, ihm Einhalt zu bieten, zog sich aber immerhin aus seinem Mund heraus und ließ ihn endlich zu Atem kommen.
„So ist gut, Liebling", raunte er ihm ins Ohr.
Albus sah noch weitere Blitze vor seinen Augen aufflammen, als der Orgasmus bereits dabei war, ihn zurückzulassen. Nicht nur der Dildo trieb sich unaufhörlich in ihn hinein, auch der Handschuh massierte ihn ununterbrochen. Beide machten weiter, obwohl sich Albus nach einer kurzen Pause sehnte. Gellert, der ahnte, was in ihm vorging, befreite ihn nicht von der Überreizung, im Gegenteil: Mit einem Zauber fesselte er Albus‘ zitternde Hände an den Schlingen.
So war es noch schwerer zu ertragen. Das, was Albus davor bereits so intensiv gereizt hatte, dass es hart an der Grenze gewesen war, war nun eindeutig zu viel.
„Gellert”, keuchte er mit rauer, kratziger Stimme, die hörbar zitterte. Sein Hals war ganz ausgetrocknet. Tränen brannten ihm in den Augen und er versuchte, das Becken von den fordernden Stößen des Dildos wegzudrehen. Es gelang ihm nicht, auch, weil das in der Schaukel schier unmöglich war. Er biss sich hart auf die Unterlippe und ihm entwich ein gequältes Stöhnen, während er noch immer ununterbrochen zitterte.
„N-nicht”, stöhnte er, den Kopf in den Nacken gelegt und die Augen zusammengepresst. Er ballte die gefesselten Hände zu Fäusten, aber das hielt den Dildo nicht auf und den Handschuh eben so wenig.
Gellert strich ihm, unbeeindruckt von seinem Flehen, sanft eine feuchte Strähne aus dem Gesicht.
„Schh, Liebling, ich weiß“, säuselte er ihm liebevoll ins Ohr und drückte ihm dann einen Kuss auf die schweißnasse Schläfe, „Halte noch ein wenig für mich aus. Ich weiß, du kannst das.“
Albus entwich ein verzweifeltes Wimmern. Er wusste, dass er sich glücklich schätzen sollte. Dass er sich einen Moment wie diesen seit Tagen herbeigesehnt hatte. Aber jetzt war es zu viel. Zu intensiv. Es tat beinahe weh, so heftig, wie der Dildo gegen ihn stieß. Er presste sich bei jedem Stoß so eindeutig gegen Albus’ Prostata, dass er fühlte, wie wund sie bereits war. Ganz davon abgesehen, dass der Handschuh, der immer wieder über seine Eichel rieb, einen ähnlich überwältigenden Effekt hatte.
„Fu…”, hob Albus zu einem Schimpfwort an, doch der Dildo raubte ihm den Atem.
„Verd.... ngh! ...Merl…lin... hah... ich... das...” Seine gestöhnten Worte ergaben schon lang keinen Sinn mehr. Er konnte sie ja nicht einmal zu Ende denken, wie sollten sie ihm dann über die Lippen kommen? Seine Laute waren unzusammenhängend und fahrig und ihm trieben die überreizenden Stöße dermaßen die Tränen in die Augen, dass seine Sicht, als er hilflos die Augen öffnete, ganz verschwommen war. Trotzdem warf er Gellert einen Blick zu, der um Erbarmen bettelte.
„Gell... hah... ert”, keuchte er, heftig bebend, schwitzend und so aufgelöst, dass die Tränen an seinen Schläfen entlang nach unten liefen und sich in seinem Haaransatz verloren. Dass die Welt auf dem Kopf stand und sein Körper nicht auf festem Untergrund lag, erleichterte ihm die Sache nicht gerade. Er keuchte und bemerkte nicht einmal, wie flach er atmete.
Gellert hauchte ihm einen weiteren Kuss auf die Lippen, lachte leise und erbarmte sich endlich.
Dildo und Handschuh stoppten abrupt in ihren Bewegungen und Albus sackte dankbar zusammen und holte tief Luft.
Er schloss die Augen, um sich einen Moment zu erholen, und atmete tief durch.
Der Moment war kurz.
Denn Gellert war um ihn herumgelaufen, hatte sich zwischen seinen Beinen postiert und das Spielzeug achtlos auf den Boden fallen lassen. Seine Fingerspitzen strichen fast neckend über Albus‘ Muskelring, der bei der Berührung zuckte.
Ihm allzu viel Zeit zu geben, wäre auch untypisch für Gellert gewesen. Und obwohl er sich eine längere Pause gewünscht hatte, musste Albus doch zugeben, dass ihm Gellert zwischen seinen Beinen weitaus besser gefiel als jedes Spielzeug, das sie nutzten. Sein Muskelring war überreizt und als Gellert die Finger tiefer drückte, zog er sich so gut es ging zusammen, als wollte er sich vor Gellerts Berührungen schützen.
„Ich hätte gern ein Gemälde von dir“, schnurrte Gellert, der sich tiefer hinuntergebeugt hatte und langsam Albus‘ halbsteifes Glied entlangleckte. „Genau so, wie du jetzt bist.“
Albus seufzte und räkelte sich schwach in der Schaukel. Die Finger an ihm waren zu viel. Die Zunge ebenso. Alles war im Moment zu viel. Aber Gellerts Berührungen wurden begleitet von einem wohligen Kribbeln, das Albus gefiel. Er schenkte Gellert ein schwaches Lächeln.
„Du... schmeichelst mir”, antwortete er, noch immer ein wenig flach atmend.
Gellert schmunzelte und nahm Albus‘ Glied ganz in den Mund, um sanft an ihm zu saugen und Albus dabei erschaudern zu lassen.
Er warf ihm einen raubtierhaften Blick zu, der Albus‘ Gänsehaut verstärkte, entließ ihn dann aus seinem Mund und antwortete mit einem Zwinkern: „Vielleicht“, ehe er fortfuhr, an ihm zu saugen.
Seine Finger schoben sich tiefer, obwohl Albus seinen Eingang protestieren fühlte.
Albus beschwerte sich nicht.
Nach der fast schon groben Behandlung der Spielzeuge waren Gellerts Mund und Finger deutlich angenehmer. Zumindest formten sie in Albus nicht den Wunsch, sich unter allen Umständen loszumachen und das Weite zu suchen.
Das bedeutete aber nicht, dass sie ihn nicht überreizten. Nur, dass die Überreizung nun sanfter von Statten ging, die Grenze zwischen Erregung und einem ‘Zu viel’ nur ganz sacht überschritten wurde. Jedenfalls am Anfang. Je länger es andauerte, desto fordernder schien Gellert zu werden und Albus bemerkte, dass es seine Wirkung nicht verfehlte. Ihm liefen bereits wieder Schauer durch den Körper und er erbebte unkontrolliert, weil Gellert unentwegt seine Prostata massierte, ohne ihr Ruhe zu gönnen. Seine Hüfte zuckte, als wollte sie fliehen. Sie entkam Gellerts gezielten Berührungen nicht.  Albus fühlte bereits wieder, wie es ihm den Atem raubte.
Er ließ den Kopf in den Nacken sinken, schloss die Augen und biss sich auf die Unterlippe, die blutig schmeckte. Vermutlich von vorhin, als der Dildo ihn so hart penetriert hatte, obwohl er bereits gekommen war.  Ein atemloses Stöhnen kam ihm über die Lippen. Ihm wurde ein wenig schwindelig. Das kannte er bereits von Momenten wie diesen. Es war berauschend, weil es zu viel war und doch in einem Maß angenehm, dass er nicht darum bitten konnte, dass Gellert aufhörte. Seine Prostata reagierte auf Gellerts Finger gleichzeitig erregt und mit leicht wundem Schmerz und sein Glied wurde zwar hart und der Druck baute sich erneut auf, aber die feine Schmerznuance davon, wundgerieben worden zu sein, ließ sich nicht ignorieren. Es war ganz knapp zu viel. Und dafür umso berauschender.
Albus fing gerade an, sich mit diesem Zustand anzufreunden, der es wenigstens vermochte, seine Gier zu besänftigen, als Gellert den Kopf hob und sein Glied aus dem heißen Mund entließ, zugleich aber die Finger stärker gegen seine Prostata presste.
Einen Moment lang geschah gar nichts. Dann entzündeten sich magisch aufgeladene Stromstöße, schossen durch das empfindliche Nervenbündel hindurch und ließen Albus atemlos nach Luft schnappen. Er zuckte heftig zusammen, als die Stromstöße ihn trafen und gab dann ein halb überwältigtes, halb wohliges Stöhnen von sich. Wie sehr er es liebte, wenn Gellert das tat. Es kribbelte so schön in seinen Nervenenden, heiß und kalt zugleich, schoss Funken durch seine Nervenbahnen bis in sein Gehirn und trieb ihn so schnell in den nächsten Rausch, dass er kurz die Welt um sich herum vergaß. Wenn er bis eben noch hatte klar denken können, dann war das jetzt endgültig vorbei. Der Zauber führte dazu, dass seine Hüfte unkontrolliert zuckte und er fühlte, wie sich seine inneren Muskeln ebenso überfordert zusammenzogen. Sein Körper bebte. Es trieb ihn auf den nächsten Orgasmus zu, auf eine heiß und kalt brennende Weise. Schnell und unnachgiebig.
Er sah seinen nächsten Höhepunkt bereits in der Ferne auftauchen.
Unaufhaltsam baute sich der Druck in ihm auf. Immer weiter.
Am Rande nahm Albus war, wie Gellert die freie Hand um seine Wurzel legte.
Erst meinte er, dass er es ihm erleichtern wollte, doch als der Druck immer weiter zunahm, weiter und immer weiter, bis Albus sich sicher war, schon lange hätte kommen müssen, geschah nichts.
Erst da bemerkte er das feine kühle Gefühl des Zaubers, der um sein Glied lag und er gab ein atemloses, flehendes Wimmern von sich. Gellert hatte ihm einen Orgasmusblock-Zauber angehext.
Die Augen noch immer geschlossen, die Haut verschwitzt, jeder Muskel bebend, hatte er nicht die Kraft, sich dem Sog des Orgasmus zu entziehen, der ihn näher zog. Der ihn quälte, weil der Sog und der Druck von der Blockade im Gleichgewicht gehalten worden und Albus sich nun dazwischen wiederfand. Zu erregt, um nicht zu kommen und doch nicht in der Lage dazu. Tränen traten ihm zum wiederholten Male in die Augen, noch bevor er Worte formen konnte, um auszudrücken, was er wollte. Nun wünschte er sich den Finger fort, der ihn im Inneren so sehr reizte, aber andererseits konnte er darauf nicht verzichten. Es war zu viel, viel zu viel und Albus konnte nicht mehr. Aber er wollte nicht, dass es aufhörte, er wollte kommen! Sein atemloses Stöhnen wurde eine Spur verzweifelt, sehnend, drängend, beinahe fordernd, während ihm noch immer nicht einfiel, wie man Worte benutzte.
Albus schnappte nach Luft, als der Finger ihn schließlich verließ. Es ließ ihn sehnend aufstöhnen. Er versuchte, seine Welt zu sortieren.
Als sich dann plötzlich etwas deutlich größeres gegen Albus‘ Eingang drückte und sich mit einem kräftigen Stoß in ihm versenkte, stöhnte Albus atemlos auf. Sein Hals war mittlerweile vollkommen ausgetrocknet und seine Stimme kratzte.
Seine Nervenenden standen in Flammen und explodierten, als Gellerts hartes Glied unsanft und grob gegen seine überreizte Prostata stieß. Es war viel zu viel. Solange der Zauber auf ihm lag, war Albus an der Grenze zum Orgasmus und jede weitere Reizung war mehr, als er ertragen konnte. Trotzdem tat es gut, Gellert endlich in sich zu fühlen, auf emotionaler Ebene. Albus wusste, dass sein Körper nicht mehr konnte. Dass er sich nach Erholung sehnte. Aber er hatte so lange darauf gewartet, wieder von Gellert ausgefüllt zu werden, dass er es nicht wahrhaben wollte. Er wollte weiter, wollte mehr, auch, wenn sein Körper nicht sehr viel mehr ertrug. Obwohl jeder Stoß gegen seine wunde Prostata deutlichen Schmerz durch seinen Körper sandte, wollte er es genießen. Er versuchte, sich darauf zu konzentrieren, wie sich Gellert in ihm anfühlte, und den feinen Schmerz zu ignorieren.
Gellert, der ebenso mit seiner Geduld am Ende angelangt zu sein schien, trieb sich immer fordernder in ihn hinein und, zu allem Überfluss, begann er erneut, Albus‘ Glied zu massieren.
Schwach schüttelte Albus den Kopf, Tränen liefen ihm in Strömen aus den Augen und sein Atem war abgehackt. Er konnte nicht mehr. Jede Faser seines Körpers schmerzte vor Anspannung und in Ermangelung der Erlösung, die er sich so sehr herbeisehnte.
Als Gellert sich dann endlich erbarmte und den Zauber löste, der ihn zurückhielt, trieb es Albus so heftig über die Klippe, dass er laut aufstöhnte und sich heftig zusammenkrampfte.
Er hatte bereits vorher wieder angefangen, unkontrolliert zu zucken und sein Geist war abermals in den Rausch abgedriftet. Als nun endlich die Wellen seines zweiten Orgasmus über ihn hinwegrollten, fühlte er sich auf so viele Arten gelöst und frei, dass er glaubte, noch nie etwas Besseres erlebt zu haben.
Sein Inneres, das sich in bebenden Wellen wieder und wieder zusammenzog, ließ auch Gellert kommen, der sich heiß und mit einem unterdrückten, knurrenden Stöhnen in ihm ergoss, während er sich eng an Albus schmiegte und ihn einen Moment lang unter sich begrub.
Über allen Maßen befriedigt genoss Albus den Orgasmus in vollen Zügen, während sein Körper und sein Geist allmählich zur Ruhe kamen. Atemlos blinzelte Albus gegen die Tränen an, die ihm sie Sicht verschleierten. Jetzt, da er allmählich seine Sprache wiederfand, warf er Gellert einen amüsierten Blick zu.
„Du…”, sagte er mit kratziger Stimme und räusperte sich, während er schwach den Kopf hob, um Gellert besser ansehen zu können.
„Du musst immer … übertreiben.” Er schenkte Gellert ein schiefes Lächeln. Nicht, dass ihn das störte.
„Seit wann zählen zwei Orgasmen zu Übertreiben?", konterte Gellert amüsiert, der sich eben wieder aufrichtete.
Albus schmunzelte und gab ihm einen sanften Kuss auf die Wange. Dass es nicht um die Orgasmen ging, war ihnen beiden klar. Vielmehr die endlose provozierende Überreizung dazwischen. Gellert schien sich ebenso vergessen zu haben wie Albus, dass er sich dazu hatte hinreißen lassen. Für gewöhnlich ließ er Albus dazwischen wenigstens einen Moment, um wieder klar zu denken, damit sie zum nächsten Schritt übergehen konnten. Aber vielleicht hatte er es auch getan, weil der Abend bereits zu weit fortgeschritten war, um ein langes Spiel daraus zu machen. Weil er geahnt hatte, dass Albus zwar gierig aber erschöpft war und mit ihm wenig anzufangen gewesen wäre. Für lange Experimente hatten sie weder Zeit noch Kraft gehabt und so, wie Gellert es getan hatte, hatten sie an Intensität nichts einbüßen müssen.
„Ich sagte ja, du machst mich wahnsinnig”, sagte Albus leise kichernd. „Das war wohl eine selbsterfüllende Prophezeiung.”
„Und das tue ich liebend gern", schnurrte Gellert, ehe er sich einen weiteren, kleinen Kuss stahl.
Dann zog er sich aus Albus zurück, streckte sich, ließ kurz seine Schultern rollen, ehe er die Spuren auf ihren Körpern magisch mit einer Handbewegung beseitigte.
Einen Moment betrachtete er Albus, als könne er nichts schöneres betrachten als seinen erschöpften Liebhaber. Dann löste er den Zauber, der Albus‘ Handgelenke noch immer an die Seile gebunden hielt. Und, ganz der rücksichtsvolle Gentleman, hob er Albus aus der Schaukel heraus. An Laufen war für Albus ohnehin nicht zu denken, nach dieser Behandlung. Er ließ sich bereitwillig von Gellert tragen – etwas, das er außerhalb des Spiels nicht sonderlich prickelnd fand, nun aber ganz zauberhaft – und schlang die Arme um seinen Nacken, ehe er ihm sanft ins Ohrläppchen biss.
„Bett?“, fragte Gellert, während er, als würde er die Antwort bereits kennen, schon zu ihren Schlafräumen lief.
„Klingt perfekt”, raunte Albus ihm ins Ohr. Er schlief besser, wenn Gellert bei ihm war. Es versprach, eine erholsame Nacht zu werden.
 
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