Ones and Zeros

GeschichteAbenteuer, Romanze / P18
Dabi Fumikage Tokoyami Katsuki Bakugo OC (Own Charakter) Shoto Todoroki Tamaki Amajiki / Sun Eater
27.03.2020
22.10.2020
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18.10.2020 2.529
 
Mein Vater hatte es mal wieder geschafft. Nur, wenn er sich sicher war, benutzte er seine Fähigkeit und er hatte es wieder getan. Sein Spürsinn brachte ihn auf die richtige Fährte und damit zum Unterschlupf der Shie Hassaikai.

Während der Mitternachtsversammlung hielten mein Vater und ich oft Blickkontakt. Ich hatte zu vorschnell gehandelt. Denn hätte er vielleicht kein gutes Wort für mich eingelegt, wäre ich vielleicht gar nicht bis an diesen Punkt mit Amajiki gelangt. Auch mein Vater wusste von uns. Da war ich mir sicher, denn ich stand meist nah bei ihm und suchte Körperkontakt. Aber gesprochen haben wir bis dato noch nicht. Trotzdem, ich wollte mich entschuldigen. Denn mein Vater hatte es nicht verdient … das wusste ich jetzt.

„Dann lasst es uns nun anpacken“, mit diesem Satz schloss mein Vater die Versammlung und wir alle schmissen uns in unsere Herooutfits.

Angespannt und mit zittrigen Händen streifte ich mir den hautengen Anzug über und spürte die frische, welche der Stoff von sich gab. Aber meine warme Haut entspannte sich nicht. Stattdessen nahm sie die Kälte an und ich fror ein wenig.

„Momoka“, ich schaute zu Kirishima, als er mich von der Seite ansprach, „wir kriegen das schon hin, okay?“

Der Junge mit den roten Haaren sah meine Verzweiflung. Ich hatte Angst davor, was passieren würde, wenn wir es nicht schafften, dass Eijiro mich nun beruhigen wollte, darauf schöpfte ich etwas Mut. Ich nickte ihm zu und nahm seine aufbauenden Worte an, bevor wir gemeinsam den Raum verließen.


8:00 Uhr in der Früh

Mit versammelter Mannschaft standen wir vor dem Polizeirevier. Eine neue Erfahrung für alle Schüler. Trotzdem hörten wir uns das Briefing in Ruhe an und laßen uns auch die ausgeteilten Zettel an, auf welchem alle bekannten Fähigkeiten der Shie Hassaikai aufgelistet waren.

„Das wird uns wirklich hilfreich sein!“, brachte Eijiro an und ich stimmte ihm sofort zu. Ich versuchte mir alles irgendwie einzuprägen, doch das Geraschel von Amajikis Cape riss mich aus der Konzentration. Er schaute süß aus, wie er unter seine Kapuze hervor schaute, ich musste grinsen.

„Warte, ich richte sie nochmal“, vorsichtig griff ich nach dem Saum des Stoffes und zog die riesige Haube nochmal zurecht, bevor mich eine andere Stimme aus den Gedanken griff.

„Fühlst du dich vorbereitet, Spätzchen?“, kaum sah ich auf, schaute ich meinem Vater tief in die Augen. Er formte einen Buckel und versuchte sich ein grinsen auf die Lippen zu setzen, welches ich irgendwie erwiderte. Wenn auch nicht ganz so einfach.

„J-ja, ich denke, ich bekomme das mit vereinter Kraft hin“, erwiderte ich, es war jedoch nicht alles, was ihm entgegen brachte, „wäre es möglich, dass wir uns kurz unter vier Augen unterhalten?“

Der Blick meines Vaters ging zu Amajiki, als würde er ihm fragen, ob er mich kurz entführen darf. Tamakis Augen wurden kurz etwas größer, er nickte jedoch schnell und fast zeitgleich stellte ich mich mit meine, Vater etwas abseits hin. Der Trubel weiterhin vorherrschend.

„Mein Verhalten war nicht richtig. Es tut mir leid, wie ich mich benommen habe. Ich hoffe, du siehst es mit nach“, mein Blick war am Boden befestigt, so lange, bis mein Vater selbst die Führung des Gespräches übernahm.

„Sieht er es dir nach?“, kaum hatte mein Vater etwas gesagt, blickte ich auf und folgte seinem Sichtfeld. Er schaute direkt in Amajikis Richtung, welcher sich gerade mit Kirishima und Mirio beredete.

„Ja, er ist ein guter Junge. Ein wahrer Held“, ein Schmunzeln formte sich in meinem Gesicht und ich war mir sicher, dass mein Vater es ebenso gesehen hatte.

Ehe ich mich jedoch versah, zog er mich in eine tiefe Umarmung und ich hatte den herben Geruch meines Papas vermisst: „Pass auf dich auf da draußen, ja?“

Ich nickte und versprach es ihm. Ich würde es schaffen – gemeinsam mit meiner Klasse, da war ich mir fast tausend prozentig sicher.

Unsere Umarmung wurde jedoch von dem Polizeivorstand unterbrochen, welcher sich noch einmal an uns wandte, bevor wir gleich unweigerlich zur Tat schreiten sollten.

„Diese Mission wird nicht ohne Reibereien verlaufen, deshalb zögert nicht, wenn eine Situation euch zu brenzlig erscheint. Haltet euch an eure Aufgaben – um 8:30 Uhr fällt der Startschuss!“, er salutierte und so auch die Polizeistaffel hinter ihm.

Wir mussten bereit sein. Zu jeder Sekunde. Dies war nichts, was ein angehender Held in der Schule lernte. Das, was wir hier taten, schritt weit darüber hinaus. Das war jedem bewusst. Besonders mir.


8:30 Uhr – die Durchführung beginnt

Versammelt und bereit zu stürmen, befanden wir uns vor verschlossenen Toren der Shie Hassaikai. Der Polizeivorstand direkt an der Klingel, bereit diese zu betätigen und den Durchsuchungsbefehl laut vorzulesen, bevor wir uns Zutritt verschaffen würden. Sein Finger fast auf dem kleinen Klingelknopf, ertönte plötzlich ein lauter Knall und die Umgebung verschwand in einer riesigen Staubwolke. Ich griff unweigerlich nach eine, der Polizisten, um diesen vor bevorstehender Gefahr zu schützen.

Auf den Knall folgte eine Laute grummelige Stimme: „Wer stört hier so früh am Morgen?!“
Ein unglaublich trainierter Kerl mit Maske kam buchstäblich durch die Tür geflogen und hatte schon jetzt einige Beamte erwischt. Die Helden jedoch waren unverletzten und schritten direkt zur Tat, wie es von uns verlangt wurde. Ryukyu, die Heldin bei welcher Asui und Uraraka im Internship waren, griff schnell mit ihrer Drachenform ein und machte uns den Weg frei, endlich das Grundstück und den Unterschlupf zu betreten.

„Durchsuchungsbeschluss aufgrund der Vermutung Herstellung illegaler Substanzen!“, brüllte der Vorstand noch laut aus, während er, die Polizei und die Helden durch das Tor der Hassaikai stürmten. Nicht unbeobachtet und vor allem nicht in Ruhe, denn schon auf dem Weg zum Haus, standen uns einige im Wege. Doch die Helden kümmerten sich. Jeder Störenfried fand seinen Knechter, doch die Big Three und wir Internshipler waren drauf und dran, direkt durch die Haustür zu marschieren. Ohne Rücksicht auf Verluste.

Es ging jetzt los – härter, als alles, was wir zuvor erlebt hatten. Die Schurken wehrten sich bis auf das äußerste. Es war schon schwierig über die Türschwelle des Anwesens zu schreiten, aber mit Vater an der Front und ebenso FatGum gelang es uns. Laut und deutlich sprintete die Gruppe Helden über den frisch gebohnert ausschauenden Fußboden und Vater leitete uns direkt zu einem ungewöhnlich aussehenden Schrein.

„Das ist er!“, sprach er laut, bevor er mit mehreren gekonnten Griffen den Geheimmechanismus öffnete und die Tür erfolgreich aufsprang. Aber auch dies blieb nicht ohne eine dunkle Überraschung. Kaum war die Tür geöffnet, kamen die nächsten Schurken herausspaziert. Doch es wurde sich gekümmert. Bubble Girl und Co hatten die Situation fest im Griff und machten uns so das nächste Stückchen des Weges frei.

Es ging hinab in die dunklen Tunnel des Verstecks und mein Vater führte uns ohne nachzudenken den Weg entlang, bis uns ziemlich schnell eine dicke Mauer im Weg stand. Die erste Unruhe begann – hatte mein Vater sich geirrt?

„Ich schaue nach!“, Mirio machte sich ans Werk und blicke direkt durch die dicke Wand hindurch. Wie erwartet, mein Vater lag im Recht. Es ging dahinter weiter. Aber ehe die Pro Helden mit einem Plan um die Ecke kamen, nahmen Deku und Kirishima schon das Problem in die Hand. Gemeinsam rissen sie das große Hindernis nieder und es ging weiter für uns.

Unsere Schritte halten durch die großen langen Gänge, doch schnell stand das nächste Problem vor der Tür. Mit einem Mal bewegten sich die Wände, gemeinsam mit Boden und Decke, einfach so wirr durch die Gegend, es fiel uns schwer, zu stehen oder gar zu laufen.

„Das ist nicht Chisaki!“, es stellte sich heraus, dass es da wohl diesen einen Kerl gab, der gerne in Dinge herein schlüpfte und diese folgend manipulierte mit seiner Fähigkeit namens Mimikry. Dies ,achte uns alles unsicher. Tamaki stellte schnell fest, dass sie sich eine Menge Fluchtrouten krümmen konnten auf diese Weise. Besonders, weil hier wohl ein Fähigkeitenboost mit dieser komischen Substanz vorlag. Doch Mirio nahm es in die Hand. Er ging voraus mit einem klaren Ziel vor den Augen und überzeugte somit nicht nur Amajiki, sondern auch den ganzen Rest.

Doch ehe wir uns versahen, merkten wir schnell, die Shie Hassaikai spielte mit uns. Während Mirio sich durch die Wände bewegte und sich den Weg zu Eri bahnte, tat sich unter uns ein riesiges Loch auf. Alle außer Mirio selbst und der Rest an Polizei plumpste hindurch und entfernte sich noch weiter vom Ziel, als uns lieb war.

„Nun schaut mal einer an, was da vom Himmel fällt“, drei komisch aussehende, aber nicht zu unterschätzende Vögel suchten den nächstbesten Streit.

„Lasst uns nicht zu viel denken, wir müssen langsam handeln-“, aber Tamaki unterbrach FatGum schnell, was ich nicht erwartet.

„Sie versuchen nur Zeit zu schinden. Ich werde die drei hier übernehmen. Wir haben keine Zeit zu verlieren!“, besonders FatGum und Kirishima wollten seine Seite nicht verlassen, aber es war ja richtig. Amajiki konnte es alleine schaffen, da waren wir uns alle sicher. Doch ich trat ebenso vor.

„Er hat recht! Los, wir wollen doch nicht trödeln! Wir halten euch den Rücken frei!“,mein Blick ging erst zu Amajiki. Er wollte nicht, dass ich hierbleibe, das sah ich direkt, aber er würde mich von nichts anderem überzeugen. Außerdem war für eine Diskussion keine Zeit. Dann fuhr mein Blick zu Dad, welcher sich ebenso sorgte, aber abnickte und den Weg von hier weg einschlug.

Die Helden ihm folgend und Kirishima noch ein letztes Mal zurück blickend, bevor Amajiki und ich auf uns alleine gestellt waren. Nun waren es wirklich nur noch wir zwei und niemand anders.

Noch während unsere Leute auf dem Weg hier weg waren, schnellten Amajikis Tentakel nach vorne und griffen direkt nach den drei Burschen. Eraser hatte noch schnell Arbeit geleistet, indem er jeden von ihnen ihre Fähigkeit stahl. Es war also ein leichtes für Tamaki, sie zu schnappen und direkt in die nächste Wand zu drücken.

Dass Fat ihn alleine ließ, musste was bedeuten. Amajikis einzige Schwäche war seine Psyche. Ansonsten übertraf er die meisten hier. Dass er jedoch danach rief, dies hier alleine zu tun, musste einiges heißen und ich hoffte, dass auch meine Anwesenheit ihm halt.

„Wir müssen sie bewusstlos schlagen, bevor die drei ihre Fähigkeiten zurück erlangen“, sprach er leise und ich nickte ab.

„Ich wünsche euch eine gute Nacht, ihr Pappnasen“, ich war bereit meine Hände anzulegen und jeden von ihnen in eine schreckliche Traumwelt zu übersenden, doch kaum war der erste dran, schoss plötzlich wie aus dem nichts eine messerscharfe Klinge aus seiner Pestdoktormaske und schnitt mir quer über die Handfläche. Ich schrie auf.

„Momoka!“, Amajiki schaute mir nach, wie ich zurück sprang und mir das Blut über die Hand und Arm floss. Er ließ fast locker, was ich mit einem Aufschrei jedoch sofort revidierte.

„Alles gut! Keine Sorge!“, grummelte ich auf und versuchte ruhig zu atmen, während Amajiki versuchte die drei in Zaum zu halten.

Der blonde unter ihnen mit der Maske grinste breit, auch wenn man es kaum sah: „Anfängerfehler Nummero eins; schau‘ immer unter die Maske.“

Er verletzte nun auch Tamaki mit einem ordentlichen Schnitt in seine Tentakel, was mich ebenso zusammenzucken ließ. Der Kerl befreite sich leicht, genauso, wie sein Freund mit der Fähigkeit der Kristallisierung: „Wir haben nichts mehr zu verlieren, Junge. Wir sind bereits tot.“

So gruselig diese Anmerkung auch war, Amajiki sammelte Stärke. Wahre stärke, denn ehe ich mich versah, weitete Tamaki seine Fähigkeit viel weiter aus, als ich es je zuvor sah. Er wurde zu einem Mehrfachhybriden. Eine unglaublich starke Abzweigung seiner Fähigkeit, die eine Menge an Stärke erforderte. Seine Tentakelarmen feuerten durch die Gegend, wie ein Orkan und verschlangen alles um sich herum. Er könnte es wirklich alleine schaffen. Wäre da nicht die Nummer drei.

Kaum wachte er auf, nahm er sich Amajikis Calamari Arme als Festmahl. Er aß alles im nu und sein Magen wurde nie voll – genau das, was Amajiki nicht gebrauchen konnte und was ich ihn plötzlich zurück schlug.

„Tamaki, wenn du mir vertraust, versuche mich zu werfen!“, Amajiki zögerte, viel zu lange, umschlang mich schlussendlich dennoch mit dem letzten seiner Arme und feuerte mich in die Richtung des Vielfraßes. Ich musste ihn ausschalten, nur dann würde es für meinen Freund einfacher werden.

Ich flog durch den Raum, um mich herum ein Trubel, und doch schaffte ich es, den Vielfraß außen vor zu nehmen. Er sackte zu Boden, als ich ihn berührte. Die drei schienen einen einfachen Verstand zu besitzen, dem ich leicht manipulieren konnte. Trotz allem schaffte der Kristallfreak es, nicht nur mich, sondern auch Amajiki selbst, an die wand zu Prangern. Ich auf der einen, Tamaki auf der anderen Seite.

„Wir werden nicht zulassen, dass ihr dem einzigen Mann, der uns je eine Zukunft gab, in die Quere kommen wollt“, ich schaute Amajiki an, während der Kristallfutzi seine Rede schwang. Wie so vertraute er mir nicht? Warum zögerte er?

Genau deshalb wurde ich schwach. Ich konnte mich plötzlich nicht mehr auf meine Aufgabe konzentrieren, sondern nur darauf, dass Amajiki das Schicksal des Mädchens auf die Waage legte, weil er mir nicht blind vertraute. Es schmerzte.

Das war es, wieso ich kaum merkte, wie mir die Farbe aus dem Gesicht schwand, weil der Kerl mit den Kristallen so fest zudrückte. Und wehren, war in diesem Moment zu viel gewesen, denn ich kam gegen das stärkste Material nicht an.

Ich konnte im Augenwinkel jedoch erkennen, wie Tamaki dem Blonden Typen einen der Kristallbroken auf dem Boden direkt ans Auge haute und es sogar schaffte die Kristalle selbst zu erschaffen. Er bekam die Situation unter Kontrolle und ich konnt mich sogar daran erinnern, wie Amajiki einmal sagte, dass er mit den Tentakeln auch das Nervengift produzierte. Wir schafften es also doch. Aber mit einem Knick in unserer Bindung.

„Du hast mir nicht vertraut, was sollte das?“, grummelte ich uns versuchte die Blutung meiner Hand zu stoppen, während ich mich vom beiden aufrückte und Amajiki dabei beobachtete.

„Das hatte damit nichts zu tun und das Gespräch hat hier sich keinen Platz“, murmelte er nun zurück und verfiel in seine schüchterne Art zurück, was ,ich noch mehr beunruhigte.

„Das muss hier Platz finden. Du hast das Schicksal des Mädchens gefährdet, weil du gezögert hast. Was um alles in der Welt hast du dir dabei gedacht, Suneater?“, dass ich ihm so nannte, brachte Tamaki etwas aus der Bahn. Aber ich musste es tun.

Er blieb allerdings still und da war mir der Grund bereits bewusst: „Du glaubst, ich bin zu schwach, das ist es.“

„N-nein, ich“, doch der zerfetzte Junge wurde schnell von dem blonden Typen mit letzter Kraft unterbrochen.

„Die Liebe,  ich immer ist sie einfach, was?“, das letzte was er sagte, bevor ich ihn und den Rest vorsichtshalber in die Traumwelt schickte.

Danach rupfte ich mich zusammen und trat den Weg zur Tür an, durch welche unsere Kollegen auch verschwunden waren: „Du hast das hier doch sicher gut im Griff. Immerhin brauchst du ja nur dich selbst, für diese Pappnasen.“

Ohne auf eine Antwort zu warten verschwand ich. Das war doch wohl nicht sein Ernst. Wir arbeiteten zusammen. Wir trainierten zusammen. Und nun zweifelte mein Freund, die Person, die mir halt geben sollte, an meinem können. Es war eine Farce, die kein Ende fand und ich verlor die ein oder andere Träne, während ich zu Kirishima, FatGum und Co versuchte aufzuschließen.
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